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Cornelia Funke erzählt von Bücherfressern, Dachbodengespenstern und anderen Helden: Wundervolles Vorlesebuch für Kinder ab 7 Jahre

Cornelia Funke erzählt von Bücherfressern, Dachbodengespenstern und anderen Helden: Wundervolles Vorlesebuch für Kinder ab 7 Jahre

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Cornelia Funke erzählt von Bücherfressern, Dachbodengespenstern und anderen Helden: Wundervolles Vorlesebuch für Kinder ab 7 Jahre

Länge:
174 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Dez. 2015
ISBN:
9783732005697
Format:
Buch

Beschreibung

Spannend und abenteuerlich ist diese Reise ins Geschichtenland: Da treiben kleine Bücherfresser auf dem Dachboden ihr Unwesen, bis sie auf spukende Gefährten treffen, und mutige Ritter werden als Sieger gefeiert. Doch sie sind nicht die einzigen Helden: Auch kleine Külschrankmonster und lustige Elefanten sind immer im Einsatz. Obwohl sie Ferien am Strand dringend nötig hätten ...
Lustige, spannende und schaurig-schöne Geschichten der ErfolgsautorinCornelia Funke zum Vorlesen und Selberlesen!
Cornelia Funke erhielt den deutschen Jugendliteraturpreis 2020 für ihr literarisches Gesamtwerk.
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Dez. 2015
ISBN:
9783732005697
Format:
Buch

Über den Autor

Cornelia Funke tells stories for all ages—as storytellers do—for book eaters and those who don’t succumb easily to printed magic. She is the bestselling author of Dragon Rider, The Thief Lord, and the Inkworld and MirrorWorld series. She lives in Malibu, California, on her avocado farm with her donkeys, ducks, and dogs. Learn more about Cornelia at her website: www.corneliafunke.com.


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Buchvorschau

Cornelia Funke erzählt von Bücherfressern, Dachbodengespenstern und anderen Helden - Cornelia Funke

Titelseite

Gagrobatz

Ganz oben in den Bergen, da, wo es nur Eis, Schnee und Steine gibt, lebte einst ein riesiges, griesgrämiges, ganz und gar scheußliches Monster namens Gagrobatz. Gagrobatz wohnte seit mehr als dreitausend Jahren ganz allein in einer stockfinsteren Höhle – und die meiste Zeit knurrte ihm der Magen. Tagaus, tagein musste er Steine fressen, weil es nichts anderes gab – außer ab und zu einem Skiläufer oder einem Murmeltier. Von den Steinen aber bekam Gagrobatz meistens Bauchschmerzen. Also lauerte er von Sonnenaufgang bis tief in die Nacht darauf, dass sich irgendein leichtsinniges, schmackhaftes Lebewesen in seine Nähe verirrte.

Und wirklich – eines Tages verfuhr sich ein Schulbus, prall gefüllt mit Kindern, dorthin, wo Gagrobatz wohnte. Das Monster sah ihn schon von Weitem die enge Straße heraufkriechen. Es leckte sich die Lippen und grinste. Das war leichte Beute. Es musste nur einen dicken Felsbrocken auf den Menschenweg schubsen. Alles Weitere war dann ein Kinderspiel.

Die Insassen des Busses ahnten natürlich nicht, dass sie auf dem Speisezettel eines furchtbaren Monsters standen. Sie sangen gerade allesamt „Im Frühtau zu Berge", als der Busfahrer mit quietschenden Reifen anhielt. Verdutzt starrte er auf den großen Felsen, der die Straße versperrte.

„Na, so was!, brummte er und kratzte sich den dicken Kopf. „Achtung, wir drehen um!, rief er, machte eine haarsträubende Wende – und fuhr geradewegs in einen Tunnel hinein.

„Nanu!, dachte er noch, bevor es stockfinster wurde. „Der war doch gerade noch nicht da. Aber da war es schon zu spät.

Der grässliche, scheußliche, immer hungrige Gagrobatz war nicht dumm.

Er hatte sich einfach auf die Straße gelegt, das riesige Maul aufgesperrt und die Zunge rausgestreckt.

So rollte der Bus mitsamt seinem köstlichen Inhalt schnurstracks in seinen leeren Magen.

„Schluuuck!", machte der schreckliche Gagrobatz, rülpste, leckte sich das scheußliche Maul – und schleppte sich zurück in seine Höhle für ein kleines Verdauungsschläfchen.

„Wo sind wir, um Himmels willen?", rief Frau Pfifferling, die Lehrerin der verschluckten Klasse, tief, tief unten im Monsterbauch.

„Sieht aus wie eine Tropfsteinhöhle oder so was!, brummte der Busfahrer und packte erst mal sein Frühstücksbrot aus. „Auf jeden Fall geht’s hier nicht weiter.

„Das ist keine Höhle, das ist ein Magen, sagte Marie, die Klassenbeste in Biologie war. „Haben Sie denn nicht die Zähne gesehen, als wir reinfuhren, Frau Pfifferling?

„Stimmt, sagte der dicke Rudi. „Es war ein Maul. Ein riesiges Maul.

Die anderen Kinder nickten zustimmend.

Frau Pfifferling und der Busfahrer sahen sich entgeistert an. Dann stürzten sie an eins der Fenster und blickten hinaus.

„Aber da liegen ja überall Skelette!", rief die Lehrerin entsetzt.

„Tja, stellte der Busfahrer fest. „Da hat uns wohl doch jemand gefressen.

„Am besten machen wir den Motor wieder an, sagte Isolde. „Von den Abgasen wird dem Vieh garantiert furchtbar schlecht und dann spuckt es uns wieder aus.

„Ja, und die Radios!, rief Tom vom hintersten Sitz. „Wir drehen alle Radios voll auf. Der Lärm schlägt ihm bestimmt auf den Magen!

Grinsend setzte sich der Busfahrer wieder ans Steuer. „Gut, ich werde hin und her fahren!, sagte er. „Mal sehen, wie dem Burschen das gefällt. Und ihr fangt wieder an zu singen. Das hört sich so richtig schön scheußlich an.

Der grausig schaurige Gagrobatz lag friedlich schnarchend in seiner dunklen Höhle, als plötzlich in seinem Magen die Hölle losbrach.

Scheußlich stinkige Qualmwolken quollen ihm aus den Ohren und aus der Nase. Sein Bauch bekam riesige Beulen und zwackte zum Verrücktwerden. Grausame, nie gehörte Geräusche drangen aus seinem sonst so friedlich stillen Innern. Er musste in einem fort rülpsen, bis er klatschmohnrot im Gesicht war.

Verzweifelt wälzte Gagrobatz sich vor seiner Höhle im Schnee. Sonst half das bei Bauchweh, aber diesmal wurde es davon nur schlimmer. Schließlich musste er furchtbar husten – und spuckte seine schöne Mahlzeit in hohem Bogen wieder aus.

Der arg zerbeulte Bus landete auf seinen Rädern, der Fahrer gab mit einem entsetzten Blick in den Rückspiegel Gas – und die schwer verdauliche Beute schlingerte quietschend davon.

„Nun seht euch das an!", stöhnte Frau Pfifferling. Empört starrte sie aus dem Rückfenster.

Da stand der scheußliche, immer hungrige Gagrobatz wie ein Hochhaus über der Straße und streckte ihnen die grüne Zunge heraus.

Der Bücherfresser

Stens Großvater vererbte der Familie seine Bücher, die Decke, auf der sein Hund immer gelegen hatte, und eine kleine Holzkiste, auf der stand: „Nur für Sten. Unbedingt heimlich öffnen."

Die Decke wollten Stens Eltern nicht, wegen der Hundehaare.

„Und all die Bücher!, stöhnte Mama. „Was sollen wir mit denen?

„Verfeuern!", schlug Papa vor.

Da guckte Sten ihn ganz streng an und sagte: „Also, ich verfeure deine Autozeitschriften nicht, wenn du mal tot bist."

Papa wurde rot wie ein Radieschen – und schleppte Opas Bücher auf den Dachboden. Dreiundzwanzig steinschwere Umzugskartons. Danach musste er sich erst mal aufs Sofa legen. Sten aber schlich auf den Dachboden, packte alle Bücher aus und stapelte sie zu Wänden. Ein paarmal kippte alles zusammen, aber irgendwann war sie fertig, seine Bücherhöhle. Als Dach nahm er die alte Decke und als Beleuchtung Papas Taschenlampe. Dann kroch er mit der „Unbedingt-heimlich-öffnen"-Holzkiste hinein.

Zwischen den Büchern roch es nach Opa. Hundehaare rieselten von der Decke. Auf der Kiste klebte ein Brief. „Hallo, Sten! Ich weiß, du magst keine Bücher. Hoffentlich hast du meine trotzdem vor eurem Ofen gerettet. Für das, was in der Kiste steckt, wirst du sie nämlich brauchen. Bis irgendwann in einem anderen Leben, Opa."

Sten wurde ganz kalt vor Traurigkeit. Still war es auf dem Boden, nur der Regen prasselte aufs Dach. Sten fuhr sich mit dem Ärmel über die Augen und riss das Paketband ab, mit dem die Kiste zugeklebt war. Dann klappte er den Deckel auf.

Auf einem Haufen Papierschnipsel lag ein pelziges Etwas. Ein bisschen wie ein Meerschwein sah es aus.

„’n Stofftier?", murmelte Sten. Aber als er nach dem Plüschding griff, kreischte es los. Erschrocken ließ Sten es zurück in die Kiste fallen. Er lauschte nach unten, aber seine Eltern schienen das Gekreisch nicht

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