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Soft Skills in der IT

Soft Skills in der IT

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Soft Skills in der IT

Länge:
80 Seiten
51 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 16, 2015
ISBN:
9783868025705
Format:
Buch

Beschreibung

In der modernen Arbeitswelt ist der wichtigste Faktor der Mensch. Dies gilt auch für Programmierer und Softwarearchitekten. Nicht mehr allein das Fachwissen, sondern auch die so genannten Soft Skills sind entscheidende Faktoren für erfolgreiches Zusammenarbeiten und das Gelingen von Projekten. Der vorliegende shortcut erläutert diese Soft Skills, die für Mitarbeiter ebenso gelten wie für Führungskräfte, intern ebenso wie im Umgang mit externen Kunden und Auftraggebern. Die Autorin zeigt dabei die Wichtigkeit von Kommunikation, Respekt, Toleranz und anderen „weichen Fähigkeiten" speziell für die IT-Branche.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 16, 2015
ISBN:
9783868025705
Format:
Buch

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Soft Skills in der IT - Sabine Bernecker-Bendixen

GmbH

1 Der Mensch im Fokus von DevOps, Scrum und Wissensmanagement

Das Zeitalter der modernen Arbeitswelt ist längst angebrochen. Viele Artikel sowohl im Internet als auch in der Presse beschäftigen sich mit der „technischen und „organisatorischen Seite von DevOps, BizDevOps, Scrum und Co. Allerdings findet DER wichtige Faktor, ohne den das beste System nicht funktionieren wird, sehr häufig – weder in den Kapiteln noch in der Praxis – keine Berücksichtigung: der Mensch!

Eine Veränderung in der Arbeitswelt bringt automatisch auch immer Veränderungen in den Anforderungen an die Menschen, die in ihr arbeiten, mit sich. Viele dieser Anforderungen liegen in der IT in den fachspezifischen Kenntnissen wie z. B. neuen Programmiersprachen, Frameworks oder Tools, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich aneignen müssen, um den technischen Anforderungen gerecht zu werden. Hinzu kommen agile Projektmethoden wie Scrum oder C, DevOps oder gar BizDevOps als Leitphilosophie, die wiederum spezielle Fähigkeiten von den Mitarbeitern – nicht nur in der betrieblichen Organisation – abverlangen. In einem Rückblick zur BASTA! 2014 von Volker Gruhn und Thomas Franz heißt es: „Im Spannungsfeld von Agilität, Mobilität und Elastizität verändern sich Unternehmen – New School of IT – IT muss neu gedacht werden!" [1]. Es ertönt der Ruf nach weiteren Veränderungen mit wiederum neuen Anforderungen. Wie steht es nun aber um die menschliche Seite – die Soft Skills – dieser neuen, veränderten Arbeitswelt?

„Projekte scheitern unserer Meinung nach nur selten aufgrund technischer Probleme. [...] Viel öfter scheinen die Ursachen hierfür im Bereich der Soft Skills zu liegen., heißt es im Buch „Soft Skills für Softwareentwickler [2] von Uwe Vigenschow, Björn Schneider und Ines Meyrose im Vorwort.

Die als Soft Skills bezeichneten Fähigkeiten wie z. B. Kommunikationsverhalten, Teamfähigkeit, Fragetechniken, Konfliktfähigkeit, Kundenorientierung, flexibles und schnelles, vernetztes Denken oder Empathie waren in den klassischen Anforderungen an Mitarbeiter der IT-Branche nur wenig bis kaum gefragt. Während andere Branchen schon seit Jahrzehnten ihre Mitarbeiter mittels Seminaren, Workshops und Coachings Hilfestellungen und Anleitungen in diesen soften Bereichen geben, konzentriert sich die IT-Branche nach wie vor sehr stark auf die fachlichen Komponenten der Mitarbeiterentwicklung.

Wenn Anforderungen zum Problem werden

„Es war einmal ...." als Mitarbeiter in der Softwareentwicklung mehr oder weniger alleine für sich vor ihren Computern saßen. Der Wandel in diesem Bereich ist in den letzten Jahren zum Teil sehr drastisch gewesen. Mitarbeiter, die bislang mit Programmierungsfragen und einer Kommunikation überwiegend mit einer Maschine beschäftigt waren, müssen nun in Teams in Projekten arbeiten, teilweise sogar abteilungsübergreifend und interdisziplinär mit Kunden kommunizieren und das unter immensem Zeitdruck. In der Ausbildung und dem Studium werden sie auf diese soften Bereiche meist nicht vorbereitet. Und die, die schon länger in der Branche tätig sind, müssen sich diesem Wandel notgedrungen anschließen.

Die geforderten, vermittelten und vorhandenen fachlichen Fähigkeiten treffen auf die neuen Anforderungen des Markts wie z. B. schnellere Releasezeiten, kürzere Time to Market und den damit einhergehenden Soft Skills. Und hier an dieser Schnittstelle entstehen die Spannungsfelder. Wenn zum Beispiel die Kommunikation in einem Team nicht funktioniert, das Verständnis für die Aufgaben der anderen und deren Wertschätzung in einem DevOps-Team nicht vorhanden sind, entstehen in Folge dessen schnell Unzufriedenheit, Unruhe und Spannungen im Team, die einer kreativen Produktivität entgegenstehen. Wenn sich ein Mitarbeiter durch diese neue Form des Arbeitens überfordert und unter Druck gesetzt fühlt, steigt die Frustration immens; stressbedingte Erkrankungen können die Folge sein.

So hat eine Studie des TÜV Nord zum Thema „Psychische Belastungen in der IT-Branche" ergeben, dass mit der Veränderung der Anforderungen an den Arbeitsplätzen die Zahl der stressbedingten Erkrankungen in der IT-Branche extrem angestiegen ist und im Vergleich mit anderen Branchen im Schnitt bis zu viermal höher ist (KMU-Branchen-Wegweiser IT-Dienstleistungen [3]). Das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms ist mit einer hohen Gefährdung hierbei lediglich die Spitze des Eisbergs. Rückenprobleme – sowohl durch Fehlhaltungen vor dem PC als auch psychosomatischer Natur – Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Nervosität, Magenprobleme, Essstörungen bis hin zu Depressionen begleiten die IT-Branche. Neben dem menschlichen Desaster, das damit verbunden ist, ist der wirtschaftliche Schaden für die Unternehmen schwer zu kalkulieren.

Bei diesen Ergebnissen ist es kaum verwunderlich, dass der „Gebrauch von Antidepressiva um 60 Prozent, der von Psychopharmaka gar um 91 Prozent über dem Durchschnitt liegt", wie der KMU-Branchen-Wegweiser IT-Dienstleistungen zu berichten weiß.

Wenn es nur gelänge, einen Teil dieser stressbedingten Erkrankungen durch eine qualifizierte Vorbereitung und Begleitung in Sachen Soft Skills sowohl durch externe Hilfen als auch durch die menschenorientierte Arbeit der Führungskräfte zu vermeiden, wäre die Motivation aller Mitarbeiter höher.

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