Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Kostenlos für 30 Tage, dann für $9.99/Monat. Jederzeit kündbar.

Der DAX: Goldene Zeiten für Aktien

Der DAX: Goldene Zeiten für Aktien

Vorschau lesen

Der DAX: Goldene Zeiten für Aktien

Länge:
187 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 11, 2016
ISBN:
9783739267388
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Symbol der deutschen Wirtschaft ist der DAX (Deutscher Aktienindex). Der Aktienindikator findet Beachtung in aller Welt. Er repräsentiert die 30 führenden deutschen Aktien in einer einzigen Zahl. Was aber genau ist der DAX? Das Buch erzählt die spannende Geschichte des Börsenbarometers. Es wirft einen Blick in die Gegenwart und Zukunft. Der DAX ist im März 2015 bereits über 12.000 Punkte gestiegen. Die gestiegenen Aktienkurse machen Schlagzeilen. Wie geht es an der Börse weiter?
Das Buch erklärt die wirtschaftlichen Zusammenhänge unserer Zeit in einfacher Sprache. Es kommt Licht ins Dunkel einer Materie, die nicht immer leicht zu durchschauen scheint: Börse, Aktien und Zinsen – diese Begriffe gewinnen an Leben. Davon können die Anleger profitieren. Denn der Erfolg an der Börse ist lernbar. Die Zinsen sind auf einem Tiefstand. Dadurch ändern sich die Grundlagen der Geldanlage. Das Buch hilft dabei. www.der-dax.com
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 11, 2016
ISBN:
9783739267388
Format:
Buch

Über den Autor

Jürgen Blohm, geboren 1963 in Hamburg, ist Bankkaufmann, Betriebswirt, Jurist, Unternehmer und Autor. Seinem Studium an der European Business School folgten Jahre der beruflichen Tätigkeit im Ausland. Der Unternehmer ist erfolgreich in der Immobilien- und Textilbranche. Seit 30 Jahren investiert er an der Aktienbörse und erzielt einzigartige Resultate. Jetzt widmet er sich seiner Leidenschaft – dem Schreiben. „Der DAX“ ist sein Debut als Sachbuchautor. Jürgen Blohm lebt mit seiner Familie in Hamburg.


Ähnlich wie Der DAX

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Der DAX - Jürgen Blohm

Kursen.

1. Das magische Dreieck

Das magische Dreieck nennt drei Ziele der Geldanlage. Es sind die Sicherheit, die Rentabilität und die Liquidität. Diese Ziele stehen sich gegenüber und können nicht alle gleichzeitig erreicht werden.

Es gibt viele Wege, Geld anzulegen. Die wichtigsten Anlageklassen sind:

Aktien

Anleihen (verzinsliche Wertpapiere)

Immobilien

Liquide Mittel

Rohstoffe (z. B. Gold, Öl)

Jetzt werden die Anlageklassen anhand der drei Ziele untersucht.

Die Sicherheit

Bei der Sicherheit geht es um die Frage, wie sicher es ist, dass der Anleger sein eingesetztes Geld (Kapital) später wieder zurückerhält.

Als „sichere Anlagen" gelten das Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld. Sie unterliegen keinem Kursrisiko.

Ein Sparbuch ist ein kleines Heft, das beim Sparer verbleibt und in dem ein Geldinstitut ein- und ausgezahlte Sparbeträge sowie Zinsguthaben quittiert. Tagesgeld hat keine feste Laufzeit, der Kontoinhaber kann täglich über sein Guthaben verfügen. Festgeld ist eine Bankeinlage mit fester Laufzeit von mindestens einem Monat.

Aktien und Anleihen unterliegen einem Kursrisiko. Sie werden an der Börse gehandelt und können im Kurs steigen oder fallen. Was Aktien sind, erfahren Sie im 5. Kapitel. Anleihen sind Schuldverschreibungen einer Organisation, zum Beispiel eines Staates oder Unternehmens.

Zusätzlich besteht ein Währungsrisiko, wenn es sich um Aktien und Anleihen in ausländischer Währung handelt. Bei Anleihen besteht außerdem ein Bonitätsrisiko. Das Bonitätsrisiko drückt die Gefahr aus, dass der Schuldner an den Gläubiger vielleicht nicht zurückzahlt. Der Schuldner leiht das Geld und der Gläubiger verleiht es.

Die meisten Anleger bevorzugen sichere Geldanlagen. Sie investieren nur, wenn sie zuversichtlich sind, dass sie das Geld auch zurückerhalten. Ein Risiko gehen sie ungern ein. Deshalb räumen sie dem Sparbuch oder Festgeld den Vorrang vor Aktien oder Anleihen ein.

Die Rentabilität (Rendite)

Das zweite Ziel des magischen Dreiecks ist die Rentabilität (kurz: Rendite). Die Kennzahl wird errechnet, indem der Ertrag zum Kapital ins Verhältnis gesetzt wird. Ein Ertrag ist zum Beispiel der Zins. Es gilt:

Der Zielkonflikt zwischen Rendite und Sicherheit

Verschiedene Anlagen im Zielkonflikt zwischen Rendite und Risiko.

Das Risiko ist der Kehrwert der Sicherheit

Ein Zielkonflikt besteht zwischen der Rendite und der Sicherheit. Es ist nicht möglich, eine hohe Rendite bei gleichzeitig hoher Sicherheit zu erzielen.

Beim Sparbuch ist das Risiko gering, aber die Rendite ist auch gering. Bei Aktien ist die Rendite, historisch gesehen, höher, aber das Risiko ist auch höher.

Daraus folgt: Wer eine attraktive Rendite erzielen will, muss ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Das Risiko ist der Preis für die Rendite. Es kommt darauf an, die „goldene Mitte" zu finden und ein Risiko in Maßen einzugehen, denn zu viel Risiko ist gefährlich und gar kein Risiko bringt keine Rendite.

Die Liquidität

Das dritte Ziel des magischen Dreiecks ist die Liquidität. Ein anderes Wort dafür ist ist „kurzfristige Handelbarkeit". Es gibt liquide und illiquide Anlagen. Grundsätzlich ist es natürlich von Vorteil, wenn eine Anlage liquide ist, also kurzfristig gehandelt werden kann.

Liquide Anlagen sind Aktien oder Anleihen, weil sie börsentäglich gekauft und verkauft werden können.

Illiquide Anlagen sind dagegen Immobilien, diese sind in der Regel nicht schnell handelbar. Es kann lange dauern, bis der Verkäufer einen Käufer gefunden hat.

Fazit

In diesem Kapitel haben Sie gelernt, dass es verschiedene Anlageklassen und Ziele der Geldanlage gibt. Diese sind nicht immer miteinander vereinbar. Der Anleger muss manchmal eine Entscheidung treffen, was für ihn wichtiger ist: die Sicherheit oder die Aussicht auf einen höheren Ertrag.

2. Zins, Anlagenotstand und Geldentwertung

Der Zins

In diesem Kapitel geht es um die Rendite als Ziel des magischen Dreiecks. Die meisten Anleger wollen mit ihrer Geldanlage eine „auskömmliche Rendite" erzielen.

Wenn der Zins hoch ist, dann ist das Anlegen von Geld sehr leicht. Dann können die Anleger das Geld einfach auf die Bank bringen und dafür Zinsen einnehmen.

Aber was ist eigentlich, wenn der Zins sehr niedrig ist oder nicht mehr existiert? Das ist eine neue Situation. Mit ihr wollen wir uns gleich beschäftigen.

Zunächst aber eine andere Frage: Welche Bedeutung hat der Zins in unserer Gesellschaft?

Der Zins ist das Lebenselixier der Wirtschaft. Er ist der Preis für das Leihen von Geld. In den modernen Industriegesellschaften ist ein Leben ohne den Zins kaum vorstellbar. Denn wenn es keinen Zins gäbe, würde keiner dem anderen Geld leihen. Es ist aber wichtig, dass Geld verliehen wird, denn oft haben diejenigen, die investieren oder konsumieren wollen, nicht genug eigenes Geld. Daher besorgen sie es sich von anderen und zahlen den Zins als „Belohnung".

Der Leitzins der EZB (Europäische Zentralbank)

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist ein Organ der Europäischen Union und hat ihren Sitz in Frankfurt. Sie ist verantwortlich für die Geldpolitik in der Eurozone und bestimmt den Leitzins.

Der Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz): von 2000 bis 2015

Der Leitzins beeinflusst die Geldaufnahme und Geldanlage der Geschäftsbanken bei der Zentralbank und wirkt sich darauf aus, zu welchen Bedingungen die Geschäftsbanken Kredite an Unternehmen und Verbraucher weitergeben.

Davon hängt auch ab, welche Guthabenzinsen die Sparer erhalten. Weil der Leitzins niedrig ist, kriegen die Sparer nur geringe Zinsen. Denn der Leitzins und die Guthabenzinsen hängen eng zusammen.

Die EZB hat den Leitzins in den letzten Jahren sehr weit gesenkt. Er ist jetzt nahe null. Das war nicht immer so. Im Jahr 2000 lag der Leitzins bei vier Prozent, und auch 2008 blickte er über diese Marke.

Der tiefe Zins hat mehrere Gründe: Die EZB möchte die Kreditaufnahme erleichtern. Mit günstigeren Krediten soll mehr investiert und konsumiert werden. Investitionen sind Ausgaben von Unternehmen, um Gewinne zu erzielen. Konsumausgaben sind die Ausgaben der privaten Verbraucher. Von günstigen Krediten profitieren also die Schuldner. Zum Beispiel: Das Bauen von Häusern ist günstig, das ist gut für die Hausbauer und Bauunternehmen.

Die EZB möchte, dass die Wirtschaft in Schwung kommt. Das ist auch dringend notwendig. Denn die Wirtschaft in Europa – abgesehen vielleicht von Deutschland – ist nicht stark, sondern schwach. Es wird zu wenig konsumiert, zu wenig investiert und es gibt zu viele Arbeitslose. In südeuropäischen Ländern wie Griechenland und Spanien herrscht Massenarbeitsloigkeit.

Die EZB möchte helfen, diese Situation verbessern. Nur wenn viel investiert und konsumiert wird, dann spielt das Geld eine aktive Rolle im Wirtschaftskreislauf. Die EZB findet es gut, wenn Geld ausgegeben wird und nicht auf dem Sparkonto bleibt. Sie möchte, dass die Wirtschaft an Fahrt gewinnt. Das ist die Voraussetzung für Wachstum, Wohlstand und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa.

Der tiefe Leitzins hat noch einen anderen Grund: die große Schuldenkrise. Die meisten Staaten sind hoch verschuldet. Spitzenreiter der verschuldeten Staaten ist Japan, gefolgt von Griechenland, dem Libanon, Jamaika, Italien und Portugal. An 13. Stelle kommen die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und Deutschland bringt es in dieser Rangliste auf Platz 33.

Die Schuldenquote eines Landes wird gemessen, in dem der Schuldenstand zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ins Verhältnis gesetzt wird. Das Bruttoinlandsprodukt ist der Gesamtwert der Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellt wurden. Die Berechnung lautet:

x 100

Die Tabelle zeigt die Länder nach ihrem Verschuldungsgrad.

Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts, April 2014

Die PIIGS-Länder sind in Europa am stärksten verschuldet. Diese Abkürzung steht für Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Die Erinnerung an das englische Wort für „Schweine" ist rein zufällig und ohne böse Absicht. Diesen Staaten wird unterstellt, sie hätten eine so hohe Staatsverschuldung, dass ihnen der Staatsbankrott droht. Der Staatsbankrott ist die Einstellung fälliger Zahlungen oder die Erklärung einer Regierung, fällige Forderungen nicht mehr erfüllen zu können. Griechenland schrammt seit Jahren knapp am Staatsbankrott vorbei und hat jüngst ein drittes Rettungspaket erhalten, mit dem es seine alten Schulden bezahlen kann. Wie es mit Griechenland aussieht, erfahren Sie in Kapitel 11.

Bitte halten Sie sich vor Augen, was

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Der DAX denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen