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Norwegen ist ganz schön lang: Kurzweilige Impressionen einer Reise mit dem Fahrrad

Norwegen ist ganz schön lang: Kurzweilige Impressionen einer Reise mit dem Fahrrad

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Norwegen ist ganz schön lang: Kurzweilige Impressionen einer Reise mit dem Fahrrad

Länge:
52 Seiten
31 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 20, 2016
ISBN:
9783739250205
Format:
Buch

Beschreibung

»Für alles kann man die Norweger befinden, wenn man nur will: stur, wortkarg, rot- und altbacken, witzlos, nur eines sind sie nicht im Entferntesten: aufdringlich. (…) Es gibt aber eine Situation, wo alle Berührungsängste schwinden, wo der Norweger Gebaren beinahe an Hemmungslosigkeit grenzt: Fragt man sie etwas, antworten sie.«
Ein humoristisch unterfütterter Erlebnisbericht einer Radtour durchs südliche Norwegen, in dem Elche, Schutzhütten, blonde Norwegerinnen, Qi-Gong-Übungen inmitten sehr lästiger Mückenschwärme, norwegischer Dauerregen, Straßen mit Höhenfieber und norwegischer Frauenfußball eine nicht unbedeutende Rolle spielen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 20, 2016
ISBN:
9783739250205
Format:
Buch

Über den Autor

1960 geboren in Graz. Musiker und Autor. Lehrt an der Kunstuni Graz. Im Schreiben noch jung. Finalist beim 7. Literaturwettbewerb Wartholz 2014. Nominiert für den »Irseer Pegasus« 2016.


Buchvorschau

Norwegen ist ganz schön lang - Adi Traar

Was nun, Sir, wenn ihm, da er seinen Weg allein gehen musste, ein Unfall zugestoßen wäre? – Oder wenn mein kleiner Herr durch den erlittenen Schreck, der bei einem so jungen Wanderer ganz natürlich wäre, das Ziel seiner Reise elend und erschöpft erreicht hätte; – wenn seine Muskelstärke und seine Mannheit zu einem Fädchen eingeschrumpft, – wenn seine eigenen Lebensgeister über alle Beschreibung zerrüttet worden wären, – und wenn er sich in diesem traurigen verstörten Nervenzustand für lange, lange neun Monate hingelegt hätte, eine Beute plötzlicher Zuckungen oder einer Rehe schwermütiger Träume und Fantasien.

Laurence Sterne, Tristram Shandy

Inhaltsverzeichnis

Nordfunk

Hüttengaude in Norge

Gleichgeschlechtliche Hiebe

9.7.2007, Drammen, (leider) Campingplatz

11.7.2007, Tinnsjø

Lachsstiegen

Impertinent

14.7.2007, Blefjell

29.7.2007, Peer Gyntvegen

Topografie einer norwegischen Straße mit Höhenfieber

Rivalitätstheorie

Auf Abwegen am Rallarvegen

… denn wahrlich, ich sage euch, die Deutschen sind überall (ganz und gar nicht kinderbibeltauglich)

I ♥ Qi Gong

Klang of music

Ein Unfall

Tyedalen– etwas mit Wäschewaschen

Olympia

Bleiben wir beim Sport

Nordfunk

Nehmen wir all die Annehmlichkeiten der Zivilisation, an die wir uns dermaßen gewöhnt haben, dass sie längst aus unserem Bewusstsein gepoltert sind, auf die wir aber unverhofft bestehen, sobald sie drohen, abhandenzukommen, und nach denen wir uns verzehren, sollten sie bereits abhandengekommen sein:

Das Dach überm Kopf, die Klobrille unterm A.; geregelte Mahlzeiten und Beziehungen (Letztere natürlich bevorzugt aus den digital geflochtenen Sozialgespinsten); gigalastige Computer (an die Spuren, die man mit ihnen im weltwebweiten Netz hinterlässt, haben wir uns keineswegs gewöhnt – wir können sie noch nicht einmal wahrnehmen); wendehälserne Überwachungskameras in den Straßen (mit denen ist es das Gleiche); Autos; Stellvertretersex oder gar Cybersexhoffnungen …

Im Grunde dreht sich das meiste um derlei, obgleich oft in begehrlicher Vertretung durch den schnöden Mammon. Dabei gilt: Für Geld tun die Menschen zwar alles, geben aber tatsächlich nichts dabei – geben sie tatsächlich alles, tun sie das nicht für Geld.

Wenn also das alles Alles ist, befinde ich mich augenblicklich haargenau im Nichts.

Wälder, verschwenderisch aufgetragen, von Gewässern durchzogen. Moore, die keinem See das Wasser reichen können, selbstverloren vegetieren sie zwischen den Elementen. Eine Straße, die sich zögerlich hier durch schlängelt. Elche, Bären und wer weiß sonst noch alles haben den Durchblick, sie kennen genügend Verstecke, um unsereins zu meiden. Die ganze Gegend besteht praktisch aus Verstecken, sie ist Verstecke.

In Warndreiecken rot eingerahmt die schattenhaften Elche, sie betreffen mich Radfahrer viel mehr als die Autofahrer. Hat so ein Bursche beim Straßeüberqueren unsereins einmal plattgerammt, bemerkt er das wahrscheinlich kaum; ich eher schon. Andererseits

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