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Der Satan hat noch einen Trumpf im Ärmel

Der Satan hat noch einen Trumpf im Ärmel

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Der Satan hat noch einen Trumpf im Ärmel

Länge:
149 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9781524243494
Format:
Buch

Beschreibung

Der Satan hat noch einen Trumpf im Ärmel

Unheimlicher Thriller von Peter Haberl

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Kurz vor ihrer Hochzeit plagen Gabriele Westiner schlimme Alpträume. Sie befürchtet, ihr zukünftiger Mann wird in der Nacht der Vermählung zu Tode kommen. Wenig später gibt es nicht nur einen Toten und die Mordkommission muss ermitteln...

Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9781524243494
Format:
Buch

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Der Satan hat noch einen Trumpf im Ärmel

Unheimlicher Thriller von Peter Haberl

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Kurz vor ihrer Hochzeit plagen Gabriele Westiner schlimme Alpträume. Sie befürchtet, ihr zukünftiger Mann wird in der Nacht der Vermählung zu Tode kommen. Wenig später gibt es nicht nur einen Toten und die Mordkommission muss ermitteln...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Cover Steve Mayer

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Die Landschaft, die sich vor Gabriele Westiners Blick öffnete, schien endlos zu sein - geradezu beängstigend endlos. Alles war grau in grau, soweit das Auge reichte. Es gab keinen Baum und keinen Strauch, keinen Hügel oder Felsen, es existierte nur das nicht zu enden scheinende Grau.

Es war eine triste, lebensfeindliche Welt, die darüber hinaus ausgesprochen bedrohlich und unheilvoll anmutete.

Gabriele verspürte Unbehaglichkeit, Angst kroch in ihr in die Höhe, die Einsamkeit, die sie umgab, war geradezu erdrückend, die Stille lastend und geheimnisvoll. Die junge Frau ließ ihren Blick schweifen, spürte ihr Herz dumpf gegen die Rippen pochen und fühlte, dass sich irgendetwas anbahnte, das sie nicht einschätzen konnte und das sich noch ihrem Verstand entzog.

Eine ganze Zeit tat sich nichts; alles mutete unveränderlich und wie erstarrt an, und selbst sie, Gabriele, stand regungslos da, abgesehen von ihren Augen, die mal in diese dann wieder in die andere Richtung blickten und nach etwas suchten, von dem Gabriele selbst nicht wusste, was es sein könnte. Denn die Leere war grenzenlos.

Plötzlich aber veränderte sich der Horizont. Wolken zogen auf, türmten sich zu dunklen, drohenden Gebilden übereinander und ein heftiger Sturm schien sie heranzutreiben. Die Angst kam kalt und stürmisch und begann Gabriele regelrecht zu würgen, das Herz drohte ihr in der Brust zu zerspringen, sie wollte sich herumwerfen und die Flucht ergreifen, doch sie war zu keiner Reaktion fähig. Panik schwemmte durch ihr Bewusstsein, breitete sich rasend schnell in ihrem ganzen Körper aus und drohte sie zu überwältigen, aber etwas hielt sie fest, sie fühlte sich wie eine Gefangene, wie fest mit der Stelle verwachsen, auf der sie stand und der sich die Wolkenwand, in der es zu brodeln, zu gären und zu kochen schien, mit Windeseile näherte. Die Lautlosigkeit, mit der alles ablief, war unwirklich und gespenstisch. Zu Gabrieles Panik gesellte sich Verzweiflung, sie hatte das Empfinden, den Verstand verlieren zu müssen. Mit erschreckender Schärfe wurde ihr die Hilflosigkeit bewusst, mit der sie diesem Phänomen gegenüberstand, sie fühlte ihre Ohnmacht und der Gedanke, dass diese Wolke sie verschlingen und alles vorbei sein würde, brachte sie an den Rand des Wahnsinns. Sie wollte ihre Ängste und Nöte hinausbrüllen, aber ihre Lippen waren wie versiegelt, und der Schrei, der sich in ihrer Brust hochkämpfte, erstickte kläglich in der Kehle.

Aber dann hielt die Wolkenwand an. Feinstoffliche Gestalten schienen sich in ihr zu bewegen, ineinander zu verschmelzen, die verschiedensten Formen annehmend und die seltsamsten Gebilde formend - um sich wieder voneinander zu lösen - in einem sich ständig wiederholenden, unruhigen Turnus.

Die fast schmerzliche Beklemmung in Gabriele legte sich ein wenig, denn die unmittelbare Gefahr schien gebannt zu sein. So etwas wie Neugierde begann sogar in ihr zu erwachen und ihr forschender Blick verkrallte sich regelrecht an dem Gewoge, den ständig ineinanderfließenden Formationen, doch so sehr sie sich auch anstrengte, es gelang ihr nicht, damit in die Wand einzudringen, um erkennen zu können, was sich im Innern der Wolkengebilde abspielte.

Nach und nach bekam sie den Aufruhr in ihren Eingeweiden unter Kontrolle, Anspannung erfasste sie bis in die letzte Faser ihres Körpers, Angst und Panik waren dem Interesse an dem, was sich anbahnte, gewichen. Eine fast fiebrige Erregung ließ sie erschauern.

Und dann war in dem Brodeln und Wabern etwas zu erkennen, etwas Großes, Dunkles und Formloses, ein Schemen, der aber, je näher er dem Rand der Wolke kam, Form annahm, und als sie ihn auszuspucken schien, entpuppte er sich als ein alter, bärtiger und weißhaariger Mann, der heranschwebte und drei Schritte vor Gabriele in der Luft stehen blieb.

Das war kein Wesen von dieser Welt, wenn es auch durchaus menschliche Züge aufwies und auch von der Gestalt her ein Mensch hätte sein können. Ein Geist, eine Gottheit, vielleicht auch ein Dämon? Die verschiedenen Möglichkeiten zuckten durch Gabrieles Bewusstsein, seltsamerweise kam dabei die Angst nicht zurück. Da war nur die Erwartung, mit etwas konfrontiert zu werden, das ihr zumindest im Moment nicht gefährlich zu werden schien.

Der Weißhaarige starrte sie durchdringend an, er hielt die Arme, die in den weiten Ärmeln seiner weißen Toga steckten, deren unterer Saum bis über die Knöchel hinunterreichte und die Füße verdeckte, vor der Brust verschränkt. Die Haut in seinem Gesicht mutete an wie Jahrhunderte altes Pergament und ihr intensives Braun bildete einen starken Kontrast zum Weiß von Bart und Kopfhaar. Seine blauen Augen, deren Blick durchdringend und stechend war, waren wässrig, sie glitzerten kalt und gefühllos wie die Augen eines Reptils und konnten Angst einflößen.

Plötzlich erhob der Greis die Stimme; sie war dunkel und klang hohl, als spräche er aus einem Grab. „Du bist Hekate, und du bist in diese Welt geboren worden, weil du eine besondere Aufgabe zu erfüllen hast."

Die Erscheinung vermittelte trotz allem Ruhe und war wenig Furcht einflößend, und so fühlte sich Gabriele ausgesprochen sicher, als sie fragte: „Wer ist Hekate? Mein Name ist Westiner - Gabriele Westiner. Und wer bist du? Von was für einer Welt sprichst? Meine Welt sieht anders aus - ganz anders."

„Deine Welt ist die der Sterblichen. Die Menschen werden unter Schmerzen geboren, ihr Leben ist seit der Vertreibung aus dem Garten Eden ein einziger Daseinskampf und irgendwann sterben sie, oftmals unter unsäglichen Qualen. Auch du bist in diese Welt hineingeboren worden, doch du hast eine Bestimmung."

„Damit ist keine meiner Fragen beantwortet. Und ich stelle gleich noch eine weitere Frage: Von welcher Bestimmung sprichst du?"

„Eines Tages erhältst du die Antworten auf alle deine Fragen. Noch wäre es verfrüht, dich einzuweihen. Ich bin hier, um dich zu warnen."

„Vor wem oder was?" Gabriele fragte sich, woher sie den Mut nahm, derart forsch aufzutreten.

„Du darfst diesen Mann nicht heiraten. Tust du es dennoch, wird er noch in der Nacht eurer Vermählung sterben. Wenn du ihn liebst, dann löse die Verlobung und erkläre ihm, dass euer Hochzeitstag sein Todestag wäre."

„Aber ich liebe ihn wirklich - und Herbert liebt mich. Wir sind füreinander bestimmt, der Termin für die Hochzeit steht fest. Warum soll er sterben? Er ..."

„Dir wurde ein anderer ausgewählt. Er wird in dein Leben treten, ihr werdet glücklich sein und du wirst einen Sohn gebären. Für den Mann aber, mit dem du vor den Traualtar treten möchtest, gibt es keinen Platz in deinem Leben. Die Vorsehung will das so, du hast eine Aufgabe zu erfüllen, und du – wirst – diese - Aufgabe - erfüllen. Diese letzten Worte sprach der weißhaarige Greis mit besonderer Betonung. „Wenn du deinen Verlobten retten willst, dann heirate ihn nicht. Ein weiteres Mal werde ich dich nicht warnen. Es liegt an dir.

„Aber, wir - ich ..." Gabrieles Stimme versagte, denn ihr Hals war plötzlich wie zugeschnürt.

Der Weißhaarige schwebte davon, seine Gestalt drang in die Wolke ein, verlor ihre Konturen, war schließlich nur noch verschwommen wahrzunehmen und wurde schließlich von dem unruhigen Gewoge gänzlich aufgesogen.

Du wirst diese Aufgabe erfüllen!

Die Stimme hatte, als sie diesen Satz sprach, Gabriele erschreckt, denn die fünf Worte beinhalteten eine kaum zu überhörende Drohung. Und der Schreck ging tief - sehr tief, so tief, dass Gabriele zusammenzuckte und - die Augen aufschlug.

Es dauerte einen Moment, bis sie sich zurechtfand. Finsternis umgab sie, die lediglich von der Helligkeit, die von der Straße durch das Schlafzimmerfenster sickerte, etwas gelichtet wurde. Gabrieles Herz schlug einen rasenden Rhythmus, ihre Atmung ging schnell, der Traum hielt sie nach wie vor in seinem Bann - aber da war auch das beruhigende Gefühl, dass sie sich in ihrem Schlafzimmer befand, dass ihr Verlobter, Herbert Ackermann, im anderen Bett schlief und dass das, was sie eben erlebt zu haben glaubte, eine Projektion ihres Unterbewusstseins gewesen war, ein Albtraum, dessen Ursachen sie erst gar nicht zu ergründen versuchte.

Gabriele warf einen Blick auf die Digitalanzeige des Weckers. Es war kurz nach 3 Uhr, was bedeutete, dass sie noch fast drei Stunden schlafen konnte.

Sie wälzte sich seufzend auf die Seite und zog die Beine an, drückte die Augen fest zu und versuchte nicht mehr an den Traum

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