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Der neue Landdoktor 11 – Arztroman: Jonas kennt die Wahrheit …

Der neue Landdoktor 11 – Arztroman: Jonas kennt die Wahrheit …

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Der neue Landdoktor 11 – Arztroman: Jonas kennt die Wahrheit …

Länge:
118 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 23, 2016
ISBN:
9783740900687
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...


Der Kosmetiksalon Simone im Hotel Sonnenblick, auf einem Hang oberhalb von Bergmoosbach gelegen, war bei den Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebt. Schon der Empfangstresen aus honigfarbenem Holz, die hellen Fußbodendielen und die schönen Pflanzen wirkten beruhigend auf die Besucher, und erst recht der großzügige Raum mit den vier bequemen Liegen für die kosmetische Behandlung, die getrennt durch helle spanische Wände vor der bodentiefen Fensterfront standen und einen weiten Blick über das Tal boten. "Mei, ganz zart, wie bei einem jungen Madl." Traudel Bruckner betastete ihr Gesicht und schaute in den Vergrößerungsspiegel, den sie in der Hand hielt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 23, 2016
ISBN:
9783740900687
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der neue Landdoktor 11 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor –11–

Jonas kennt die Wahrheit ...

Aber kann er Mona überzeugen?

Roman von Tessa Hofreiter

Der Kosmetiksalon Simone im Hotel Sonnenblick, auf einem Hang oberhalb von Bergmoosbach gelegen, war bei den Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebt. Schon der Empfangstresen aus honigfarbenem Holz, die hellen Fußbodendielen und die schönen Pflanzen wirkten beruhigend auf die Besucher, und erst recht der großzügige Raum mit den vier bequemen Liegen für die kosmetische Behandlung, die getrennt durch helle spanische Wände vor der bodentiefen Fensterfront standen und einen weiten Blick über das Tal boten.

»Mei, ganz zart, wie bei einem jungen Madl.« Traudel Bruckner betastete ihr Gesicht und schaute in den Vergrößerungsspiegel, den sie in der Hand hielt. Hin und wieder gönnte sich Traudel, die sich um den Haushalt der Landarztpraxis Seefeld kümmerte, einen Besuch im Kosmetiksalon und ließ sich dort verwöhnen.

»Ich habe Ihrer natürlichen Schönheit nur ein wenig nachgeholfen. Meine Kräutermaske ist eine wohltuende Auffrischung für die Haut, aber den Alterungsprozess aufhalten, das geht nur von innen«, entgegnete Mona Wagner, die Kosmetikerin, die Traudel gerade behandelt hatte.

»Vorsicht, Herzl, du verdirbst uns noch das Geschäft«, mischte sich Simone Windfang ein, die hinter einer spanischen Wand hervorkam und sich zu ihnen gesellte. Simone, die Inhaberin des Salons, hatte Mona erst vor kurzem zu ihrer Verstärkung eingestellt, aber ihre Kräutermasken waren bei den Bergmoosbacherinnen bereits so beliebt, dass einige inzwischen jede Woche vorbeikamen. Die eine oder andere hatte sich sogar zum ersten Mal in ihrem Leben in einen Schönheitssalon gewagt und neben Monas Kräutermaske noch andere Behandlungen ausprobiert. Das Geschäft blühte, und Simone befürchtete ganz und gar nicht, dass Mona es verdarb. »Obwohl, so gesund wie du, Traudel, ernähren sich die meisten Leute ja nicht, da muss schon öfter von außen nachgeholfen werden«, fügte sie dann auch mit einem Augenzwinkern hinzu.

»Das ist wohl wahr«, stimmte Traudel ihr zu, während sie auf der bequemen Liege saß, deren Kopfteil Mona aufgestellt hatte, nachdem sie die Gesichtsmaske wieder abgewaschen hatte.

»Was ist?«, fragte Simone, als Traudel sie nachdenklich musterte.

»Mein Neun-Kräuter-Trank ist zurzeit sehr beliebt«, sagte Traudel.

»Hilft bei was?«

»Er ist gut für die Linie.«

Simone war eine füllige Blondine mit rundem Gesicht und Pausbacken. Offensichtlich hatte sie in den letzten Monaten noch ein wenig mehr zugelegt und hatte sicher große Mühe gehabt, sich in das beige ärmellose Sommerkleid zu pressen, das sie an diesem Vormittag trug und das ziemlich viele Falten über ihren breiten Hüften warf. Neben der schlanken dunkelhaarigen Mona in dem sonnengelben Kleid mit der schmalen Taille und dem weitschwingenden Rock fiel Simones Gewichtszunahme noch mehr ins Auge.

»Den trinkst du selbst aber nicht sehr oft«, konterte Simone und betrachtete die rundliche ältere Frau mit den hellen kurzen Locken.

»Doch, das tue ich, damit ich das Gewicht halte, was leider im Alter immer schwieriger wird«, seufzte Traudel und lächelte Simone von unten herauf an.

»O ja, es wird tatsächlich schwieriger«, gab Simone zu und zupfte an ihrem Kleid. »Was ist denn so drin in deinem Trank?«

»Ein bissel von dem und ein bissel von dem.«

»Eine geheime Mischung, verstehe. Mona wollte zuerst auch ein Geheimnis um ihre Kräuterbehandlungen veranstalten, aber das konnte ich nicht zulassen. Schließlich muss ich wissen, womit wir unsere Kundinnen behandeln. Ich bin ohnehin ein bissel skeptisch, was dieses Naturzeug betrifft. Wer sich nicht wirklich auskennt, langt auch schnell mal daneben, das hat dann vielleicht böse Folgen.«

»Wer sich nicht auskennt, sollte auch keine Kräuter sammeln.«

»Freilich nicht, aber was sagen denn deine beiden Doktoren zu deinem Trank?«, wollte Simone von Traudel wissen.

»Benedikt trinkt zweimal die Woche ein Glas davon.«

»Aber nur zur Vorbeugung, nehme ich an. Seefeld senior ist ja noch eine äußerst sportliche Erscheinung und ungemein attraktiv. Vielleicht, wenn ich mich wieder ein bissel in Form bringe …«

»Hast du nichts zu tun?«, fragte Traudel und dabei schaute sie Simone biestig an, so wie sie es immer tat, wenn eine Frau in ihrer Gegenwart von Benedikt Seefeld schwärmte.

»Schon gut, war nicht so gemeint«, entschuldigte sich Simone, die wie alle im Dorf wusste, dass Traudel in Benedikt Seefeld verliebt war, auch wenn sie es nie aussprach. »Vielleicht komme ich demnächst mal vorbei und hole mir etwas von deinem Trank. Ich hab so ein schönes Dirndl, das ich zum Trachtenumzug anziehen möcht, das aber leider recht spannt.«

»Der Umzug ist schon in der nächsten Woche, da hast du nicht mehr lange.«

»Ich weiß, ich werde mich wohl mächtig anstrengen müssen«, seufzte Simone und verschwand wieder hinter der spanischen Wand.

»Wenn Sie sich so gut mit Kräutern auskennen, Frau Bruckner, dann können Sie mir vielleicht weiterhelfen«, wandte sich Mona an die Haushälterin der Seefelds, während sie eine Feuchtigkeitscreme auf ihr Gesicht auftrug.

»Was kann ich für Sie tun, Frau Wagner?«, erkundigte sich Traudel.

»Bitte, Frau Bruckner, sagen Sie Mona zu mir.«

»Das mache ich, Kindchen«, antwortete Traudel.

»Was die Kräuter betrifft, bisher habe ich die für meine Maske von einem Biohof in der Nähe von Augsburg bezogen, weil ich dort in der Nähe in einem Kosmetikstudio gearbeitet habe. Mir wäre es aber lieber, ich könnte sie hier vor Ort bekommen.«

»Was brauchen Sie denn?«

»Fenchel, Wacholderbeeren, Nessel, Farn und noch einige andere Pflanzen.«

»Ehrlich gesagt, ich sammle meine Kräuter auch nicht alle selbst. Die mir fehlen, die hole ich vom Biohof Kastner.«

»Wo genau finde ich den Hof?«

»Sie fahren am Sternwolkensee vorbei in Richtung Norden, nach dem Tannenwäldchen rechts den Feldweg entlang, der führt direkt zum Hof.«

»Danke, Frau Bruckner, ich denke, ich werde mir den Hof gleich heute einmal ansehen.«

»Dann grüßen Sie Jonas recht schön von mir, ihm gehört der Hof.«

»Das will ich gern tun.«

»Die riecht aber gut, was ist das?«, fragte Traudel, als ihr der Duft der Gesichtscreme in die Nase zog.

»Olive und Aprikose«, antwortete Mona.

»Auch selbst hergestellt?«

»Im Gegensatz zu Simone vertraue ich gern auf das, was die Natur uns anbietet.«

»Bleiben Sie dabei«, bestärkte Traudel die junge Frau. »Darf ich Sie fragen, warum es Sie ausgerechnet nach Bergmoosbach verschlagen hat?«

»Meine Großeltern wohnen im Nachbartal, und seitdem meine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen sind, haben sie nur noch mich. Sie haben sich gewünscht, dass ich näher bei ihnen wohne, deshalb habe ich mich gleich hier beworben, als ich Simones Anzeige las. Einen Freund, auf den ich Rücksicht nehmen muss, habe ich zurzeit ja nicht.«

»Lange wird so ein hübsches Madl nicht allein bleiben, schon gar nicht bei uns. In Bergmoosbach herrscht ein günstiges Klima für die Liebe«, erklärte Traudel mit einem geheimnisvollen Lächeln.

»Ich habe es nicht so eilig mit der Liebe, aber wenn sie anklopft, dann nehme ich sie an. Kann ich noch etwas für Sie tun, Frau Bruckner?«, fragte Mona, nachdem sie mit der Gesichtspflege für Traudel fertig war.

»Mei, ich fühle mich gerade so entspannt, ich möchte schon gern noch ein bissel bleiben. Vielleicht eine Maniküre?«

»Sehr gern«, antwortete Mona mit einem freundlichen Lächeln.

*

Mona fuhr gleich nach Feierabend mit dem Fahrrad zum Kastnerhof. Als sie die Kleewiese erreichte, auf der die braun gefleckten Kühe weideten, stieg sie von ihrem Rad und schob es den letzten Teil des Weges. Das Herz wurde ihr ganz weit, als sie die Kälbchen sah, die behütet von ihren Müttern auf der Wiese lagen. Es war ihr auch eine Freude, das große Gehege mit der Sandkuhle, den Wassertümpeln und dem offenen Stall zu sehen, auf dem die Schweine des Biohofes zusammen mit den Hühnern lebten und sich offensichtlich wohlfühlten.

Das Haus mit den angebauten Stallungen lag inmitten eines großflächigen Blumen- und Kräutergarten. Unten weiß verputzt, der erste Stock und das Dachgeschoss mit dunklem Holz verkleidet und die Balkons mit bunt bepflanzten Blumenkästen geschmückt. Ein junger Mann, groß, mit hellblondem Haar, in Jeans und Gummistiefeln, kam gerade aus der Tür, als Mona ihr Fahrrad neben einem Blumenbeet im Hof abstellte.

»Hallo, zu wem möchten Sie?«, fragte er.

»Ich suche Jonas Kastner. Traudel Bruckner meinte, er könnte mir helfen.«

»Bei was denn?«

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