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Die geheime Macht: Thriller

Die geheime Macht: Thriller

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Die geheime Macht: Thriller

Länge:
251 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Aug. 2019
ISBN:
9781524243340
Format:
Buch

Beschreibung

Die geheime Macht

Thriller von Peter Wilkening

Der Umfang dieses Buchs entspricht 244 Taschenbuchseiten.

Der 55-jährige Friedhofsverwalter Friedrich Dietering trifft in einer Phase seines Lebens, in der er sein Leben schon für abgeschlossen hält und viel über seine bewegte, unbeschwerte Jugend nachdenkt, auf die schöne junge Sophie, die er über alles begehrt. Durch sie gerät er in Konflikt mit einem Geheimbund, der mit der Islam Sturm Schutz Abteilung (ISSA) zusammen arbeitet und die Wirtschaft und die Politik aus dem Hintergrund bestimmt sowie skrupellos gegen die vorgeht, die sein Emporkommen gefährden. So befinden sich Sophie, ihr Freund und Friedrich bald in Lebensgefahr. Haben sie eine Chance gegen den weltweit operierenden, elitären Club und der ISSA, die als Zeichen ihrer Macht Frauen nach mittelalterlichen Ritualen züchtigen und vergewaltigen? Ist die Welt noch zu retten?       

Herausgeber:
Freigegeben:
4. Aug. 2019
ISBN:
9781524243340
Format:
Buch

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Die geheime Macht - Peter Wilkening

Die geheime Macht

Thriller von Peter Wilkening

Der Umfang dieses Buchs entspricht 244 Taschenbuchseiten.

Der 55-jährige Friedhofsverwalter Friedrich Dietering trifft in einer Phase seines Lebens, in der er sein Leben schon für abgeschlossen hält und viel über seine bewegte, unbeschwerte Jugend nachdenkt, auf die schöne junge Sophie, die er über alles begehrt. Durch sie gerät er in Konflikt mit einem Geheimbund, der mit der Islam Sturm Schutz Abteilung (ISSA) zusammen arbeitet und die Wirtschaft und die Politik aus dem Hintergrund bestimmt sowie skrupellos gegen die vorgeht, die sein Emporkommen gefährden. So befinden sich Sophie, ihr Freund und Friedrich bald in Lebensgefahr. Haben sie eine Chance gegen den weltweit operierenden, elitären Club und der ISSA, die als Zeichen ihrer Macht Frauen nach mittelalterlichen Ritualen züchtigen und vergewaltigen? Ist die Welt noch zu retten?   

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author und Edition Bärenklau, 2016

©  Cover by Viktoria/123RF, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Friedrich Dietering schreckt mitten in der Nacht hoch. Er versucht sich an seinen Traum zu erinnern. Aber das gelingt ihm nicht. Er weiß nur soviel: Es war ein böser Traum, ein Albtraum! Die Unterbrechung seines Schlafes ist typisch für die letzten Tage. Die Schlafstörungen sind plötzlich gekommen. Dietering kennt die Ursache nicht. Eigentlich geht es ihm soweit ganz gut. Er hat keine gesundheitlichen Probleme. Jedenfalls dachte er das bisher. Friedrich wälzt sich im Bett herum und schließt die Augen. Vielleicht kann er ja gleich wieder einschlafen. Doch in der bedrohlich wirkenden Dunkelheit kommen unweigerlich die Gedanken, die seine Müdigkeit bekämpfen und ihn wach halten. Es sind die Erinnerungen an Kindheitserlebnisse. Ungeordnet, scheinbar zufällig ausgewählt. So sieht er sich als zehnjähriger Junge im Schlafzimmer seiner Eltern. Sein Vater duscht gerade und seine Mutter bereitet unten in der Küche das Frühstück vor. Friedrich sucht und findet  das Portemonnaie in der Hose seines Vaters. Er entnimmt zwei Fünf-Mark-Münzen und verstaut die Geldbörse rasch wieder in der Hosentasche. Doch zu spät! In diesem Moment geht die Tür auf und sein Vater kommt herein. Das Bild, das sich ihm bietet, überrascht ihn. Er findet zunächst keine Worte dafür: „Friedrich, was machst du denn da, fragt er endlich. Natürlich nur eine rhetorische Frage. Er sieht ja schließlich, was sein Sohn getan hat. Friedrich fängt jämmerlich an zu weinen. Aus Wut und Enttäuschung über sich selbst. Er verlässt, ohne ein Wort zu sagen, das Schlafzimmer. Auch sein Vater sagt nichts mehr. Es wurde seitdem nie mehr über diesen Vorfall gesprochen. Nun ist er hellwach. Er schaltet das Licht ein. Die Nachttischlampe wirft einen grellen Lichtkegel auf sein Kopfkissen. Er schaut auf die große Wanduhr und stellt fest, dass er noch drei Stunden Zeit hat bis zum Aufstehen. Dann wird sein Wecker unerbittlich klingeln, damit er seinen Dienst als Friedhofsverwalter pünktlich um sieben Uhr aufnehmen kann. Sein Arbeitsplatz ist der große städtische Schloss-Friedhof. Dorthin ist er von seinem Arbeitgeber, der Stadt, aus der Hauptverwaltung versetzt worden. Dies nach einem Zerwürfnis mit seinen Vorgesetzten. Er würde von Mobbing sprechen, dem er sich jahrelang ausgesetzt sah. Aber sicherlich ist das nur seine ganz persönliche Einschätzung. Friedrich wird von einer großen Unruhe erfasst und kann nicht mehr liegen bleiben. Er muss aufstehen. Was soll er jetzt tun? Er könnte Zeitung lesen, vorausgesetzt, dass sich seine Zeitung schon im Briefkasten befindet. Aber eigentlich hat er dazu gar keine Lust. Stattdessen sucht er sein Arbeitszimmer auf und schaltet den Computer ein. Ihm ist der Einfall gekommen, seine Emails zu checken. Das hat er länger nicht mehr getan. Nachdem er den Posteingang aufgerufen hat, studiert er die empfangenden Nachrichten. Wieder nur Werbung. Nein, halt! Fast hätte er auch die letzte neue Mitteilung gelöscht. Schon allein der Betreff: „Sitzung des NGLR am 26.08.2015 macht ihn stutzig und irritiert ihn. Was bedeutet das? Was heißt das? „NGLR? Er weiß es nicht. Diese Abkürzung hat er noch nie gehört. Rasch liest er den weiteren Inhalt der Email: „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit lade ich Sie zur nächsten Sitzung des NGLR ein. In der Anlage erhalten Sie die entsprechende Tagesordnung und das Protokoll der letzten Sitzung. Wir treffen uns am 26.08.2015 um 19.00 Uhr im Hotel ´Exklusiv`. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Dr. Meier, Geschäftsführer! Was soll er davon halten? Warum hat gerade er diese Email erhalten? Es handelt sich sicherlich nur um einen Irrtum, eine fehlgeleitete Nachricht. Aber die Anhänge wird er lieber nicht öffnen. Immer wieder hört man von falschen Emails, die einen Virus nach sich ziehen. Also löscht er die ganze Email und beendet das Email-Programm. 

2

Der siebenjährige Friedrich geht gelangweilt den Weg entlang. Da sieht er das Fahrrad, das am Gartenzaun lehnt. Ihm sitzt der Schalk im Nacken. Er sucht und findet das Ventil des Vorderreifens. Mit einem Grinsen im Gesicht öffnet er es und lässt die Luft heraus. Gerade, als er flüchten will, greift  eine Hand über den Gartenzaun nach ihm und er bekommt es mit der Angst zu tun. Er will weglaufen, schafft es aber nicht, da er festgehalten wird. „Halt, hier geblieben, ruft die aufgebrachte Frau mittleren Alters. Mit aller Kraft kann er sich losreißen und davonrennen. Schwer atmend erreicht er den heimischen Garten und versteckt sich hinter einem Busch. Das gibt Ärger. Mindestens eine Tracht Prügel oder Stubenarrest und Fernsehverbot. Könnte er doch nur die ganze Angelegenheit wieder rückgängig machen. Er ist wütend über sich selbst und fängt an, zu brüllen und zu weinen. Da sieht er die Frau, wie sie den Weg entlang eilt. Ihre Blicke treffen sich. „Ah, hab ich dich, du Strolch! Durch den Lärm aufmerksam geworden, haben sich mittlerweile auch seine Mutter und sein älterer Bruder Ronald im Garten eingefunden. Ronald begrüßt artig die Frau. Es ist seine Klassenlehrerin. Diese Erkenntnis führt dazu, dass Friedrich nunmehr wie ein Verrückter laut schimpfend durch den Garten rennt. Seine Mutter setzt dem Treiben ein Ende und schickt ihren unartigen Sohn ins Haus. Ronald kann ein Grinsen nicht verbergen. Das hätte er sich bei seiner Klassenlehrerin nicht getraut. Friedrichs Strafe fällt moderat aus: Eine leichte Ohrfeige, verabreicht am Abend durch seinen gestressten Vater. 

3

Er wacht wieder mitten in der Nacht auf. Es ist zwei Uhr. Um die bevorstehenden Stunden der Schlaflosigkeit sinnvoll nutzen zu können, schaltet er seinen PC ein. Ihm fällt ein, dass er im Internet nachsehen wollte, ob er etwas über „NGLR findet. Und tatsächlich gleich beim 1. Versuch erfährt er, was die Abkürzung bedeutet: „Neue Große Liberale Republik. Das macht ihn auch nicht viel schlauer. Er studiert die weiteren Seiten: „Bei der NGLR handelt es sich nicht um eine Partei, sondern um eine außerparlamentarische Organisation, die bei Wahlen nicht antritt und politisch zwischen der AFB (Aktion für den Bund), PERGOLA (Pazifistische Europäer rufen gern: „Olaf), LDP (Liberale Deutsche Partei) und CPD (Christliche Partei Deutschland) angesiedelt ist. Die NGLR hat etwa 100 Mitglieder und meidet die Öffentlichkeit, insbesondere Fernsehauftritte. Dadurch gibt es nur wenige Informationen über diese Vereinigung. Das reicht erst einmal. Also ist die NGLR nichts weiter als eine harmlose, unwichtige, ja wahrscheinlich sogar überflüssige Gruppierung, die lediglich in Nuancen abweicht vom aktuellen Gedankengut und Zeitgeist. Typisch deutsch eben. Was soll er sich überhaupt darüber Gedanken machen? Ihn interessiert doch Politik schon seit längerer Zeit nicht mehr. Er beendet die Internet-Sitzung und legt sich wieder ins Bett. Erwartungsgemäß kann er nicht einschlafen. Friedrich lässt den Arbeitstag Revue passieren. Es tut ihm leid, dass er seinem Stellvertreter eine Abmahnung erteilen musste, aber bei Alkohol am Arbeitsplatz gibt es keine andere Möglichkeit. Ansonsten war es relativ ruhig auf dem Friedhof, dem er vorsteht. Die neue Urnengemeinschaftsanlage (UGA) wird sehr gut angenommen. Bei den Beerdigungszahlen konnte ein Anstieg um 50 % verzeichnet werden. Ein wenig schmunzeln muss er schon über den Protest, den seine Kollegen und Verwalter von anderen Friedhöfen artikulieren, in dem sie ihm Preis-Dumping vorwerfen. Da klingelt der Wecker. Es ist fünf Uhr, er muss aufstehen.

Er kommt heute früher nach Hause. Noch bevor er sein Reihenhaus betreten hat, ahnt er, dass etwas nicht stimmt. Rasch schließt er die Eingangstür auf und öffnet sie. Sein Blick fällt sofort auf die offene Terrassentür. Jemand hat sie aufgebrochen. Er bekommt einen gehörigen Schreck. Seine Hände zittern. Ist der Einbrecher noch im Haus? Friedrich weiß es nicht. Woher auch? Jedenfalls hat er große Angst. Er eilt in die offene Küche und holt sich ein großes Brotmesser. So bewaffnet, wagt er sich ins Obergeschoss. Langsam tastet er sich vor. Da sieht er die Bescherung: Sein Arbeitszimmer ist verwüstet. Sämtliche Unterlagen und Schreibutensilien liegen auf dem Boden verstreut und der PC fehlt. Sonst scheint alles da zu sein. Sicherheitshalber macht Friedrich einen Rundgang durchs Haus, inspiziert dabei auch den Keller. Der Einbrecher befindet sich nicht mehr im Haus. Schließlich ruft er die Polizei an.

Es ist spät am Abend. Friedrich sitzt im Dunkeln auf der Terrasse und lässt seine Gedanken schweifen. Er hält ein Glas Rotwein in der Hand und genießt die warme Sommerluft. Seine Nerven beruhigen sich langsam wieder. Der Alkohol tut seine Wirkung. Nachdem die Polizei seine Anzeige wegen Einbruchdiebstahl aufgenommen und eventuelle Spuren gesichert hat, kehrt wieder etwas Ruhe ein. Bedingt durch die bestehende Anti-Einbruchs-Gruppe aus Bürgern und Polizisten in seinem Ort, ist die Zahl der Einbrüche rapide zurück gegangen. Warum hat es dann gerade ihn erwischt? Es hätte doch viel lukrativere Objekte gegeben. Und warum wurde nur sein mindestens zehn Jahre, eher fünfzehn Jahre alter PC gestohlen? Der hat vielleicht noch einen Wert von 100 Euro. Das sieht ja fast so aus, als ob es der Einbrecher allein auf dieses Gerät abgesehen hatte. Aber warum? Aus welchem Grund? Er hat keine Ahnung. So vergehen die Stunden und es ist Mitternacht geworden. Friedrich denkt zurück an seine Kindheit. An den Bandenkrieg, der sich in seiner Grundschulzeit ereignet. Er ist in der sechsten Klasse der Anführer von etwa 15 Mitschülern. Die andere Hälfte der Klasse wird von seinem Widersacher Horst Längsmüller angeführt. Horst sieht gut aus und ist in der Schule der Mädchenschwarm. Er ist größer und breiter als Friedrich. Nach mehreren Auseinandersetzungen kommt es eines Tages nach dem Unterricht auf der Wiese vor der Schule zum finalen Kampf zwischen den Beiden. Die Anfeuerungsrufe im Ohr legt Friedrich los wie die Feuerwehr und hat damit das Überraschungsmoment auf seiner Seite. Er holt mit seinen dünnen Armen weit aus und schlägt den siegessicheren, nun aber zunehmend verunsicherten Horst immer wieder ins Gesicht. Die Vielzahl der Schläge verfehlt ihre Wirkung nicht. Das tut richtig weh und der große Horst muss einsehen, dass heute gegen den mit seinen längeren Armen wie ein Verrückter wild zuschlagenden Friedrich kein Kraut gewachsen ist. Horst gibt den Kampf auf, um seine persönliche Schädigung in Grenzen halten zu können. Friedrichs Anhänger applaudieren und jubeln und die Mädchen versorgen ihn aus dem nahen Süßwaren-Geschäft mit frischer Coca Cola. Dann verlässt Friedrich mit seinen Getreuen das Schlachtfeld und zieht von dannen. Horst revanchiert sich auf seine Art. Bei einem Rugby-Spiel auf der besagten Wiese vor der Grundschule macht er aus dem Getümmel heraus Ernst und schlägt Friedrich ein blaues Auge. Ihre Wege trennen sich nach der sechsten Klasse. Während Horst die Realschule besucht, geht Friedrich aufs Gymnasium. So verlieren sie sich aus den Augen. Jahre später hört Friedrich über ihn, dass er an einer Überdosis Heroin gestorben ist.

4

Es ist Samstagnachmittag. Die Zuschauer klatschen, johlen und pfeifen, je nach dem Spielverlauf. In der VIP - Lounge des Stadions treffen sich drei Männer, die sich nur durch ihre Krawatten unterscheiden. Der Mann mit der roten Krawatte ergreift das Wort: „Jetzt sind wir mal wieder mit der Meisterschaft dran! Ihr habt sie in den beiden letzten Jahren bekommen! „Na, gut, dann kriegen wir aber den Pokal, entgegnet der Herr mit dem gelben  Schlips. „Und wir gehen wieder leer aus! Das kommt nicht in Frage, wirft der Mann mit der grünen Krawatte ein. Der rote Krawattenträger versucht zu beschwichtigen: „Ich könnte mir eine höhere Ausgleichszahlung und einen lukrativen Spielerwechsel vorstellen. „Gut, abgemacht, stimmt der grüne Schlipsträger zu. Ein fester Händedruck besiegelt den Deal. „Lasst uns darauf trinken, ruft der Herr mit der roten Krawatte aus und ergänzt: „Ich werde mit den Beteiligten reden." Da bricht der Jubel los. Die Heimmannschaft hat gerade das 1:0 geschossen.

5

Friedrich Dietering verbringt seinen Feierabend im Garten. Er wässert mit dem Gartenschlauch die Blumen und die trockenen Rasenstellen. Das ist seine Lieblingsbeschäftigung. Dabei kann er am Besten abschalten, seine Seele baumeln lassen. Plötzlich sieht er vor sich auf dem Rasen etwas Weißes aufblitzen. Was ist das denn? Ein Stückchen Papier vielleicht? Er stellt das Wasser ab und bückt sich danach. Es ist eine Visitenkarte. Friedrich liest die Aufschrift: „Hotel Exklusiv.  Wer hat die denn hier verloren? Die Erkenntnis erfasst ihn schlagartig. Es muss der Einbrecher gewesen sein. Wer sonst hatte in letzter Zeit in seinem Garten zu schaffen? Wieso kommt ihm der Name des Hotels so bekannt vor? Wieder meldet sich sein Gedächtnis. Die seltsame Email, die er vor einigen Wochen von der „NGLR erhalten hatte, enthielt als Ort der nächsten Zusammenkunft: das Hotel „Exklusiv. An das Datum und die Uhrzeit kann er sich nicht mehr erinnern. War es nicht der 21.08.2015 um 18.00Uhr? Oder der 25.08.2015 um 20.00 Uhr? Nein! Er kann es nicht sagen. Warum hat er diese Email nur gleich gelöscht? Friedrich holt sich aus dem Keller eine Flasche Bier und setzt sich auf die Terrasse. Er genießt die letzten Sonnenstrahlen des Tages und die abendliche Ruhe. Er beobachtet die Wolken am Himmel und freut sich über das nahe Wiehern eines Pferdes. Ihm fallen die Augen zu. Friedrich rennt als Kind vor dem Mann weg, den sie „Trager nennen. Es sind noch 50 Meter bis zum Ausgang des Firmengeländes. Schafft er es bis dahin, ohne von „Trager" eingeholt zu werden, darf ihn niemand mehr anfassen. Aber der Mann mit dem blauen Kittel hinter ihm beschleunigt und hat ihn fast erreicht. Friedrich spürt schon den Atem seines Verfolgers im Nacken, da wird er unsanft zurück gerissen und festgehalten. Verzweifelt versucht sich der Junge los zu reißen, doch er hat keine Chance. Zur Strafe wird er trotz aller Proteste in den Bauwagen eingesperrt. 

6

Friedrich sitzt im Foyer des Hotels „Exklusiv in der Nähe der Rezeption und des Eingangs. Vor ihm steht ein Cocktail, an dem er sich schon den ganzen Abend über festhält. Heute ist bereits der fünfte Tag, den er hier ab 17.00 Uhr verbringt. Er hatte für sich als Zielkorridor den Zeitraum vom 21.08. bis zum 26.08.2015 ausgewählt. Bisher ohne Erfolg. Friedrich glaubt auch nicht, dass heute noch etwas passiert. Es ist 20.45 Uhr, also langsam Zeit zum Aufbruch. Somit bleibt ihm nur noch der morgige Tag für seine „Ermittlungen. Er winkt dem Kellner und zahlt. Er steigt in seinen Wagen ein und fährt nach Hause. Vor dem Fernseher sitzend, schläft er bald ein. Der achtjährige Friedrich ist auf dem Heimweg von der Schule. Da sieht er vor sich seinen älteren Bruder Ronald. Jedenfalls denkt er, dass es sich um ihn handelt und ruft: „Hey, Ronald, warte mal!" Der so Angesprochene dreht sich um und bleibt stehen. Friedrich beeilt sich, zu ihm zu kommen. Als er ihn erreicht, erkennt er seinen Irrtum. Es ist nicht sein Bruder. Doch nun ist es zu spät.

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