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Wie weit wirst du geh'n?

Wie weit wirst du geh'n?

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Wie weit wirst du geh'n?

Länge:
79 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 3, 2016
ISBN:
9783990484449
Format:
Buch

Beschreibung

Florina ist hübsch, beliebt und fröhlich - und sie wurde gerade erst aus dem Jugendgefängnis entlassen, denn eine schicksalhafte Nacht hat ihr Leben für immer verändert. Auf einer Gartenparty trifft sie den Straßenjungen Mika. Er lebt bei dem Kleinkriminellen Steven, nachdem er aus dem Waisenhaus abgehauen ist. Plötzlich steht Florinas Gefühlswelt Kopf. Doch soll sie sich gegenüber dem Jungen, den sie zwar kaum kennt, aber der sie magisch anzieht, wirklich öffnen - nach allem, was sie gerade erst durchgemacht hat? Und was ist, wenn jemand herausfindet, was damals in jener schrecklichen Nacht wirklich passierte?
Noch ahnen Florina und Mika nicht, wie weit ihre Geschichten bereits miteinander verstrickt sind und in welches Netz aus Lügen, Geheimnissen und Intrigen sie hineingezogen werden. Bis es schließlich kein Entkommen mehr gibt …

Ein Thriller aus unterschiedlichen Perspektiven über Liebe, Freundschaft, Loyalität und Verrat.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 3, 2016
ISBN:
9783990484449
Format:
Buch

Über den Autor


Buchvorschau

Wie weit wirst du geh'n? - Anna Feldmann

Epilog

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2016 novum Verlag

ISBN Printausgabe: 978-3-99048-443-2

ISBN e-book: 978-3-99048-444-9

Lektorat: Isabella Busch

Umschlagfoto: Anna Feldmann

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

1

„Tschüss, rief ich über die Schulter, schnappte mir noch einen Blaubeermuffin und zog die alte Holztür hinter mir ins Schloss. Das Sonnenlicht blendete mich, als ich aus dem Schatten des Lofts trat. Ich schloss meine Augen und hielt mein Gesicht in die Sonne. Endlich Frühling. Und mit dem Winter war nun auch endgültig der Albtraum vorbei. Mit einem Lächeln auf den Lippen überquerte ich die Straße, wich einigen hupenden Autos aus und steuerte das „Cupcake an, ein kleines Café, in dem Lilja und ich uns jeden Morgen trafen, seit wir aufs Gymnasium gingen.

Wie immer war ich die Erste, denn meine beste Freundin kam konsequent mindestens fünf Minuten zu spät. „Zweimal Latte Macchiato mit Vanillearoma?, fragte Jana die fröhliche, leicht rundliche Besitzerin des Cafés. Sie gab mir das Gefühl, als hätten zwischen meinem letzten Besuch und heute nicht zwei Monate gelegen, und ich war dankbar dafür. Ich nickte und setzte mich auf einen der Barhocker. Nachdem ich meinen Latte Macchiato zur Hälfte ausgetrunken und mit Jana über Gott und die Welt gequatscht hatte, läutete die Türglocke und Lilja wirbelte mit zerzausten Haaren und offenen Schnürsenkeln ins Café. Sie küsste mich zur Begrüßung auf beide Wangen, wünschte Jana einen guten Morgen und griff nach ihrem Latte. Gemeinsam verließen wir das Café und machten uns auf den Weg zur Schule. Seit ich denken konnte waren Lilja und ich beste Freundinnen. Sie war zwar unpünktlich und schusselig ohne Ende, aber ich wusste, dass ich mich auf niemanden mehr verlassen konnte als auf meine hübsche blonde Seelenschwester. Genau wie ich umgekehrt alles für sie tat. „Weißt du schon, was du heute Abend anziehst?, fragte Lilja, während wir die Straße entlangschlenderten. Heute Abend fand die angesagteste Gartenparty des Jahres bei Gereon, einem der heißesten Typen der Schule, statt. In Anbetracht der Tatsache, dass alle über mich reden würden, hatte ich eigentlich zu nichts weniger Lust, aber ich war froh, dass meine alten Freunde mich größtenteils unproblematisch wieder aufgenommen hatten, also konnte ich auf keinen Fall absagen. „Mhm, vielleicht das süße weiße Cocktailkleid mit der Spitze, das ich mir letztes Jahr im Sommerschlussverkauf gekauft habe, überlegte ich. „Oder den Rock, den wir in Italien gekauft haben. „Nimm das Kleid, entschied Lilja. „Mir ist schon wieder alles zu klein geworden, jammerte sie gleich darauf. Ich lachte. Obwohl wir mittlerweile 17 waren, hatte Lilja noch immer nicht aufgehört zu wachsen. Sehr zu ihrem Leidwesen, da sie bereits 1,80 Meter groß war. „Freu dich doch, Lil, sagte ich. „Ich sehe aus wie eine Giraffe, stöhnte sie. Das war gelogen und Lilja wusste das genau. Mit ihren langen Beinen und den großen blauen Augen könnte man sie locker für ein Model halten. „Was soll ich denn sagen?, empörte ich mich gekünstelt. „Schließlich sehe ich aus wie ein Zwerg. „Ich wäre gerne nur 1,65 Meter", blieb Lilja stur.

Pünktlich mit dem ersten Gong erreichten wir das Schulgelände. Ich schlürfte den letzten Schluck Kaffee aus meinem Plastikbecher und warf ihn im Vorbeigehen in einen Mülleimer. Vor dem alten Backsteingebäude trennten wir uns. Lilja hatte in der ersten Stunde Mathe. Ich schloss die Augen, atmete noch einmal tief durch und machte mich auf den Weg zu Geschichte.

Nachdem er sich eine halbe Stunde lang die Beine in den Bauch gestanden hatte, verließ endlich ein Mädchen das Loft. Sie hielt ihr Gesicht in die Sonne und ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Er zog das Foto aus der Tasche. Das darauf abgebildete Mädchen stimmte mit dem, das nun die Straße überquerte, überein, darin bestand kein Zweifel. Hübsch sah sie aus, mit ihren langen braun-blond- gesträhnten Haaren, die zu einem unordentlichen Pferdeschwanz hochgebunden waren, der bei jedem ihrer schwungvollen Schritte auf und ab wippte. Auch er überquerte die Straßen und beobachtete, wie sie ein kleines Café betrat. Einige Minuten später verließ sie es mit einem Latte Macchiato in der Hand und einem blonden Mädchen an ihrer Seite. In gebührendem Abstand folgte er den beiden Mädchen, die quatschend und lachend den Bürgersteig entlangschlenderten. Jede ihrer Gesten und Bewegungen prägte er sich genauestens ein, analysierte sie. Es ging ganz von alleine, schließlich war er im Observieren kein Anfänger. Die beiden Mädchen verkörperten das typische hübsche it-girl-Duo, das es an jeder Schule gab. Hübsch, unzertrennlich und wahrscheinlich genauso beliebt wie beneidet. Vor dem Lessing-Gymnasium verabschiedeten sie sich lachend voneinander und betraten das alte Backsteingebäude durch unterschiedliche Eingänge. Das Lachen wird dir noch schnell genug vergehen, Florina O’Dell. Endlich hatte er eine Spur und fast bedauerte er ihren sicheren Untergang. Ärgerlich wischte er dieses Gefühl beiseite. Schließlich war er kein Anfänger.

„Kommst du heute Abend auch zu Gereons Party, Flori?, rief Mia mir quer über den Schulhof zu. „Klar, antwortete ich, „du auch? Das Mädchen mit den kinnlangen dunkelbraunen Haaren nickte mit leuchtenden Wangen. „Er hat mich gerade gefragt, berichtete sie. „Hoffentlich erlauben meine Eltern, dass ich hingehe. „Ach bestimmt, Mia, beruhigte ich sie. „Es ist schließlich eine Gartenparty, sogar seine Eltern sind da." Mia gehörte nicht wirklich in die Gruppe der beliebten Mädchen, aber sie war lieb und ich hatte mich schon am Anfang der Fünften mit ihr angefreundet. Nicht so eng wie mit Lilja, aber wir verstanden uns noch immer gut. Auch, dass sie sich heute sofort neben mich gesetzt hatte, rechnete ich ihr hoch an. Mia

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