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Der neue Landdoktor 13 – Arztroman: Kims Überraschungs-Hochzeit

Der neue Landdoktor 13 – Arztroman: Kims Überraschungs-Hochzeit

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Der neue Landdoktor 13 – Arztroman: Kims Überraschungs-Hochzeit

Länge:
115 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 22, 2016
ISBN:
9783740901387
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...


Seit vierzehn Tagen war Kim nun auf der Alm, einem riesigen Plateau mit blühenden Wiesen, das sich zwischen dem Abgrund und den kahlen Gipfeln ausbreitete. Sie genoss jede Minute ihrer selbstgewählten Einsamkeit. Die Sonnenaufgänge am Morgen, die Wärme des Tages, wenn das Licht über die Hochwiesen flirrte, und schließlich die kühlen Abende, das Kaminfeuer und das Buch bei Kerzenlicht. Wie an jedem Morgen hatte sie sich nach dem Aufstehen eine Tasse Tee zubereitet. Sie setzte sich auf die Bank auf der Veranda und beobachtete den Nebel, wie er über dem Tal aufstieg, sich allmählich auflöste, während die Sonne am Horizont aufblitzte und Himmel und Berggipfel in rosarote Farben tauchte
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 22, 2016
ISBN:
9783740901387
Format:
Buch

Über den Autor


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Der neue Landdoktor 13 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor –13–

Kims Überraschungs-Hochzeit

Nein, es ist nicht nur eine Notlösung

Roman von Tessa Hofreiter

Seit vierzehn Tagen war Kim nun auf der Alm, einem riesigen Plateau mit blühenden Wiesen, das sich zwischen dem Abgrund und den kahlen Gipfeln ausbreitete. Sie genoss jede Minute ihrer selbstgewählten Einsamkeit. Die Sonnenaufgänge am Morgen, die Wärme des Tages, wenn das Licht über die Hochwiesen flirrte, und schließlich die kühlen Abende, das Kaminfeuer und das Buch bei Kerzenlicht.

Wie an jedem Morgen hatte sie sich nach dem Aufstehen eine Tasse Tee zubereitet. Sie setzte sich auf die Bank auf der Veranda und beobachtete den Nebel, wie er über dem Tal aufstieg, sich allmählich auflöste, während die Sonne am Horizont aufblitzte und Himmel und Berggipfel in rosarote Farben tauchte.

Kim wollte die letzten Wochen des Sommers für ihre Forschungen nutzen. Sie war Botanikerin, und die Universität hatte sie damit beauftragt, die Artenvielfalt der heimischen Almen zu untersuchen. Ihr Cousin Leonhard, dem die Alm gehörte, hatte ihr angeboten, sich dort einzuquartieren. Sie hatte das Angebot ohne Zögern angenommen, schon wegen der Hütte, die komfortabel eingerichtet war, über fließend Wasser und Strom verfügte. In den letzten Jahren hatte Kim an einigen Expeditionen teilgenommen, sie war es gewohnt, tagelang ohne jeglichen Komfort durch den Urwald zu streifen. In ihrem jetzigen Zustand wollte sie aber nicht auf die Errungenschaften der Zivilisation verzichten. In sechs Wochen würde ihr Kind zur Welt kommen.

»Wenn irgendetwas ist, dann rufe mich an, ich kann in einer halben Stunde bei dir sein«, hatte Leonhard gesagt, als er sie mit dem Auto bis zur Brücke unterhalb der Alm gebracht hatte und sie das letzte Stück, das nur zu Fuß zu bewältigen war, hinauf begleitete.

Im Gegensatz zu Norbert, dem Vater ihres Kindes, sorgte er sich um sie. Sie hatte keine Ahnung gehabt, dass der Mann, den sie auf einer Party kennenlernte und mit dem sie ein paar aufregende Wochen verbrachte, nicht der junge Maschinenbauingenieur war, für den sie ihn hielt, sondern der Erbe des Maschinenbauunternehmens Maring, der längst verheiratet war und nur nach einer Abwechslung gesucht hatte. Als sie Norbert von der Schwangerschaft erzählte, rückte er mit der Wahrheit heraus und machte ihr klar, dass er an einer Beziehung mit ihr nicht interessiert sei und dass sie zusehen müsse, wie sie mit dem Kind allein zurechtkam.

Warum er sie am Abend zuvor nach Monaten des Stillschweigens angerufen hatte, um ihr vorzuschlagen, das Kind in einer von ihm ausgewählten Privatklinik zur Welt zu bringen, war ihr ein Rätsel. Dass er für die Kosten des Aufenthaltes aufkommen wollte, bedeutete vielleicht, dass er inzwischen ein schlechtes Gewissen hatte, und das wollte er mit dieser ›noblen‹ Geste beruhigen. Aber was auch immer er damit bezweckte, sie war nicht darauf eingegangen. Sie war fertig mit ihm, und es interessierte sie auch schon lange nicht mehr, was in der Klatschpresse über ihn zu lesen war.

»Es tut mir leid, meine Liebe, aber ein Mädchen aus kleinen Beamtenverhältnissen wäre für meine Familie ohnehin nicht infrage gekommen, selbst wenn ich noch frei wäre. Dir fehlt einfach der Glamour, weißt du. Meine Mutter würde vor Scham sterben, wenn ich ihr jemanden wie dich zumuten würde.« Diese Worte hatte er zu ihr gesagt, nachdem er ihr die Wahrheit über sich gestanden hatte. Sie würde sie niemals vergessen, sie hatten sie zu sehr verletzt.

Sie zuckte zusammen, als sie plötzlich ein merkwürdiges Ziehen tief unten in ihrem Rücken spürte. Da es aber bald wieder nachließ, kümmerte sie sich nicht weiter darum. Sie trank ihren Tee zu Ende, aß ein Stück Brot mit Käse und machte sich dann an ihre Arbeit. In festen Wanderstiefeln, Hosen und weitem T-Shirt und mit einem Sonnenhut auf dem Kopf streifte sie durch die Wiesen, fotografierte Blumen und Gräser. Ihre besondere Aufmerksamkeit aber galt den Bienenvölkern, die Leonhard gehörten und die in den Holzkästen zu Hause waren, die in einiger Entfernung zur Hütte auf der Wiese standen. Sie teilte die Faszination für diese Wesen mit Susanne, Leonhards Frau, die sich um die Imkerei in Bergmoosbach kümmerte und dafür sorgte, dass das berühmte Honigbier der Brauerei Schwartz, die Leonhard von seinen Eltern geerbt hatte, immer gleich gut schmeckte.

»Hallo, Herr Brombacher«, begrüßte Kim den großen starken Mann, der mit einem geflochtenen Weidenkorb auf dem Rücken gegen Mittag zu ihr herauf kam.

»Ich grüße Sie, Frau Baum, alles in Ordnung bei Ihnen?«, erkundigte sich Alois Brombacher, der Imker, der sich in Leonhards Auftrag um die Bienenstöcke auf der Alm kümmerte, die Waben austauschte und die mit Honig gefüllten zur Imkerei nach Bergmoosbach brachte.

Alois‘ Hof lag am Fuß des Berges, und der Imker kam jeden zweiten Tag auf die Alm, auch um nach Kim zu sehen, wie er es Leonhard versprochen hatte.

»Die Erni hat Schwarzbrot gebacken, frischen Schafskäse und ein bissel ein Gemüse gibt es auch, damit Sie auch ordentlich was zum Essen haben.« Alois hatte seinen Tragekorb auf die Bank vor der Hütte gestellt und nahm die Stofftasche heraus, in der alles steckte, was seine Frau ihm für Kim mitgegeben hatte.

»Vielen Dank, Herr Brombacher«, bedankte sich Kim bei ihm. Jedes Mal, wenn er zu ihr heraufkam, brachte er ihr etwas von seinem Hof mit.

Während Alois die Waben auswechselte, packte sie die Tasche aus und kochte Kaffee, weil sie wie immer noch ein bisschen mit ihm plaudern wollte, bevor er wieder ins Dorf hinunterging.

»Noch fünf Tag, dann treff ich hier wieder nur die Bienerl an, dann ist’s vorbei mit dem Kaffeeempfang«, seufzte Alois und nahm einen großen Schluck aus der Tasse, die Kim ihm hingestellt hatte.

»Ich werde die Alm auch vermissen und ich werde Sie vermissen«, sagte Kim und streichelte Alois über die Hand.

»Geh, Sie machen mich ganz verlegen«, antwortete er und strich über seinen ergrauten Schnurrbart. »Aber wenn das Kleine dann mal ein bissel größer ist, dann kommen Sie wieder hier herauf und zeigen ihm, was es hier alles zum Schaun gibt, und vielleicht kommt er dann ja auch mit.«

»Ich glaube nicht, dass er jemals hierherkommt.« Kim wusste, dass Alois mit ›er‹ den Vater ihres Kindes meinte, über den sie nie sprach.

»Wer kümmert sich denn um Sie und das Kleine, wenn Sie wieder in der Stadt sind?«, fragte Alois. Seitdem sie ihm erzählt hatte, dass ihre Eltern nicht mehr lebten und sie außer Leonhard keine Verwandten mehr hatte, schien er sich um sie und das Kind zu sorgen.

»Ich habe Freunde in der Stadt; wenn ich Hilfe brauche, dann werden sie für mich da sein«, versicherte sie ihm, obwohl sie nicht wirklich davon überzeugt war. Ihre Münchner Freunde hatten sie in den letzten Monaten nur selten besucht und sie aus ihren Unternehmungen ausgeklammert. Niemand von ihnen hatte bisher Kinder, alle waren noch auf der Jagd nach schicken Häusern, schicken Autos und dicken Bankkonten. Sie dagegen plante ohne diese Voraussetzung eine Zukunft mit Kind, und es schien, als gehörte sie nun nicht mehr dazu. Wieder spürte sie dieses Ziehen im Rücken und wieder ignorierte sie es.

»Ist was?«, fragte Alois und betrachtete sie aufmerksam, weil ihm nicht entgangen war, dass sie sich kurz an den Rücken fasste.

»Alles in Ordnung«, beruhigte sie ihn. Um die Pflanzen für ihre Arbeit zu fotografieren, musste sie sich ständig bücken, da konnte es schon mal im Rücken zwicken.

»Wollen Sie mit mir ins Dorf hinuntergehen?«

»Das ist sehr nett von Ihnen, Herr Brombacher, aber mir geht es gut«, sagte sie, als er sie mit seinen dunklen Augen skeptisch musterte.

»Und Sie bleiben auch nur auf der Wiese, wie Sie es dem Leonhard versprochen haben.«

»Aber ja, in meinem Zustand verbietet sich die Kletterei«, versicherte sie ihm.

»Dann mach ich mich wieder auf den Weg.« Alois schulterte den Tragekorb mit den eingesammelten Waben, trank im Stehen den letzten

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