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Island - Land der Odinskraft und Land der Edda
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eBook61 Seiten49 Minuten

Island - Land der Odinskraft und Land der Edda

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Über dieses E-Book

Ein Phänomen, das bis heute selbst im Norden als eine Art Wunder gilt: wie die Lieder der EDDA und andere hochentwickelte Sprachkunst z.B. die Ísländersaga sich speziell auf dieser Vulkaninsel am nördlichen Polarkreis entwickelt und erhalten haben.

Auf Island gab es eine alte Odinsverehrung und mit diesem germanischen Gott der Dichtung und der Sprache verbunden, Kräfte, die offenbar weit in christliche Zeiten hineinwirkten. Dieses Volk zeigte nach später Christianisierung (im Jahre 1000) eine erstaunliche Aktivität, mit der christlichen Literatur die lateinische Sprache - und deren Lettern bei sich heimisch werden zu lassen, ohne dass die eigene uralte Sprachkultur ihrer Skaldik - wozu auch die EDDA gehört, von den neuen Energieströmungen 'überrollt' wurde.

Dass die Völuspá bis heute eine Art Nationaldichtung der Isländer geblieben ist, mag seinen Grund darin haben, dass sich in ihrem Dichter beide Ströme begegneten: Die bewährten Kräfte eines alten Odinskultes auf Island und das junge, dynamisierende Christentum.

Zwei Vorträge.

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum9. Apr. 2016
ISBN9781533721693
Island - Land der Odinskraft und Land der Edda
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    Island - Land der Odinskraft und Land der Edda - Margot Buchholz

    Inhaltsverzeichnis

    MARGOT BUCHHOLZ

    MARGOT BUCHHOLZ

    Island – Land der Odinskraft und Land der EDDA

    Zwei Vorträge:

    Das alte Island – eine der Sprache verpflichtete Kulturnation

    Die Völuspá (Der Seherin Schau) eine apokalyptische Dichtung zwischen Heidentum und Christentum auf Ísland

    ––––––––

    Impressum

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und

    BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author/ Cover by Steve Mayer, 2016

    © dieser Ausgabe 2016 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin

    Munsonius.

    WWW.ALFREDBEKKER.DE

    postmaster@alfredbekker.de

    ––––––––

    Ein Phänomen, das bis heute selbst im Norden als eine Art Wunder gilt: wie die Lieder der EDDA und andere hochentwickelte Sprachkunst z.B. die Ísländersaga sich speziell auf dieser Vulkaninsel am nördlichen Polarkreis entwickelt und erhalten haben.

    Auf Island gab es eine alte Odinsverehrung und mit diesem germanischen Gott der Dichtung und der Sprache verbunden, Kräfte, die offenbar weit in christliche Zeiten hineinwirkten. Dieses Volk zeigte nach später Christianisierung (im Jahre 1000) eine erstaunliche Aktivität, mit der christlichen Literatur die lateinische Sprache - und deren Lettern bei sich heimisch werden zu lassen, ohne dass die eigene uralte Sprachkultur ihrer Skaldik - wozu auch die EDDA gehört, von den neuen Energieströmungen 'überrollt' wurde.

    Dass die Völuspá bis heute eine Art Nationaldichtung der Isländer geblieben ist, mag seinen Grund darin haben, dass sich in ihrem Dichter beide Ströme begegneten: Die bewährten Kräfte eines alten Odinskultes auf Island und das junge, dynamisierende Christentum.

    Zwei Vorträge.

    I.

    Das alte Island – eine der Sprache verpflichtete Kulturnation

    (Vortrag, gehalten von Margot Buchholz am 19.4. 2011 in der

    Christengemeinschaft Heilbronn)

    Ein Kölner Skandinavist und Islandforscher, Prof. Dr. Ulrich Groenke, prägte den lapidaren Satz, der uns heute zum Titel dient, Island sei eine dem Wort verpflichtete Kulturnation

    Er fährt fort:

    Die Hauptakteure der Geschichte Islands (waren) immer 'Sprachgewaltige' -

    vom Gesetzessprecher des Jahres 1000  bis zum Vorkämpfer der Unabhängigkeitspolitik. Die Größen der politischen Geschichte Islands waren immer auch Dichter, Philologen, Geschichts- und Rechtsgelehrte, und das nicht nur nebenher."

    Überhaupt seien die „Zeugnisse und Erzeugnisse einer geistigen Kultur im Falle Islands vorwiegend sprachlicher Art, also sprachliche Kunstwerke" gewesen. 

    Stellt man sich die gewaltige Natur Islands vor Augen, ist nicht schwer zu verstehen,, dass hier der Mensch kaum die Gemälde und Skulpturen seiner landschaftlichen Realität bildnerisch zu überbieten vermochte. Auch ist das vulkanische Gestein nicht für Bildhauerarbeit geeignet. - Aber in der spannungsreichen Bildersprache seiner Mythen, in der EDDA z.B., erkennt man diese eindrucksvolle Natur nicht nur als Kulisse, sondern als schöpferisches Handlungs-Element.

    Auch die literarische Form des Dramas gedieh nicht in diesem dünn besiedelten Land, dessen Bewohner so weit voneinander entfernt lebten und sich u.U. nur einmal im Jahr  in großer Ansammlung auf dem Thingplatz im Südwesten der Insel begegneten.  Die Prosaliteratur des 13. Jahrhunderts allerdings,  die Isländersaga, spiegelt ein für unser Gefühl sehr dramatisches Leben. - Die Dichtung aber, die der nordgermanischen Skaldik und hierin vor allem die Edda,  möchte man geradezu die isländische Skulptur nennen, die also in sprachlicher Art sich manifestiert hat und weit in 'heidnische Zeiten' eines alten Odinskultes zurückreicht...

    Der Münchner Märchenforscher und Nordist Kurt Schier, der sich viele Jahre mit den  Entwicklungen Islands und seiner Sprachdenkmäler beschäftigt hat, sieht es ähnlich: Von Anbeginn der isländischen Besiedlung habe sich dort alles Kunststreben auf Sprache und Dichtung gerichtet:

    In Island entstand die Kunst der Saga, eine eigene, höchst realistische Kunstform, die historische Ereignisse in äußerster Knappheit und mit hohem Stilwillen beschreibt und umformt. Die Sagakunst ist eine rein isländische Schöpfung und hat kein fremdes Vorbild. Auch im norwegischen Mutterland wurde diese Kunst durch Ísländer bekannt."  und weiter:

    Die Lieder der Edda, ältere und jüngere Helden- und Götterdichtung, die in ähnlicher Form einst bei den meisten germanischen Stämmen bekannt gewesen waren, wurden allein in Island bewahrt. Die in ganz Skandinavien geübte Skaldenkunst endlich führten Ísländer zu höchster Blüte". Und nur dort wurde sie schriftlich fixiert!

    Selbst im Norden wird dieses Phänomen als ein Wunder angesehen, das noch immer nicht ganz erklärt sei.

    Der heutige Vortrag versucht diesem Wunder ein wenig nachzugehen. - Vielleicht verstehen wir am Ende  besser, wie es kommt, dass Dichtungen wie die EDDA die

    fast überall im Abendland dramatischen Umwälzungen der Christianisierung zu überstehen vermochte. Aus langer mündlicher Tradition

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