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Mein Garten - Ein Traum: Inspirationen für naturnahe Gärten

Mein Garten - Ein Traum: Inspirationen für naturnahe Gärten

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Mein Garten - Ein Traum: Inspirationen für naturnahe Gärten

Länge:
198 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 14, 2016
ISBN:
9783799510851
Format:
Buch

Beschreibung

Wie kreiert man einen Garten, der einen wie Musik direkt ins Herz trifft? Eine ganz eigene Welt, in der man gerne verweilen mag? Solch ein Garten ist alles andere als perfekt. Er ist einfach und anspruchslos, eins mit der ihn umgebenden Natur. In seiner dicht verwobenen Vegetation nehmen die Blumen sich Freiheiten heraus und sind selbst ausgesäte Pflanzen willkommen. Dieser Garten verbreitet eine ganz besondere Stimmung – es fühlt sich an, als sei die Zeit stehen geblieben. Ein solches Kleinod anzulegen, ist nicht aufwendig. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl wird man mit einem Garten zum Leben und Wohlfühlen belohnt.
Ellen Forsström und Angélique Ohlin zeigen in ihren wunderschönen Fotos, Gartenbeschreibungen, Ideen und Skizzen, wie man Stück für Stück seinen Traumgarten verwirklichen kann.
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 14, 2016
ISBN:
9783799510851
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Mein Garten - Ein Traum - Ellen Forsström

KAPITEL 1

Eine eigene Welt

„Ich stehe auf Zehenspitzen und versuche hineinzusehen. Doch es gelingt nicht. Die dichte Buchenhecke ist zu hoch. Irgendwo muss es doch eine Öffnung geben. Ich fange an zu suchen, laufe den Gehweg auf und ab. Dort, eine schwere, schmiedeeiserne Pforte zwischen starken Steinpfosten. Darüber eine Ramblerrose, die in einem weiten Bogen über der Pforte rankt. Zweige, die sich gelöst haben, fallen wie ein Vorhang aus weißen Blüten herab. Einer verfängt sich in meinem Haar, als ich mich über die Pforte beuge.

Ach, ich bin so neugierig! Aber es ist immer noch schwierig, etwas zu sehen. In die eine Richtung erahne ich Teile eines weißen, etwas in die Jahre gekommenen Holzmöbels im Schatten eines krummen, knorrigen Apfelbaums. All das verborgen hinter etwas, das wie eine große Fliederlaube aussieht. Ein Pfad aus Kopfsteinpflaster, der an der Pforte beginnt, einen Haken schlägt und hinter einem kugelförmigen Liguster verschwindet. Direkt neben dem Liguster scheint jemand eine alte Gießkanne vergessen zu haben, ein Paar abgetragene Handschuhe mit Blumenmuster liegen auf dem Griff. Ich gehe hinein …"

Eine Spielfläche erzeugen

Ein wichtiger gemeinsamer Nenner der Gärten, die wir so lieben, ist, dass wir sie wie eine eigene Welt erleben. Sie sind von der Umgebung abgeschirmt, eingerahmt von üppigem Gebüsch, Gehölzen oder geschnittenen Hecken – einfach eingebettet in das Grün wie riesige Lauben. Menschen brauchen Rahmen, weil sie sicher fühlen wollen und weil sie sich eine eigene kleine Spielfläche erschaffen wollen. Einen Ort, an dem das Stück, der Garten in seiner ganzen Pracht, aufgeführt werden kann. Damit sind nicht die Äcker des Bauern oder die Kunststoffmöbel des Nachbarn gemeint. Nein, hier legt man selbst fest, welche Stimmung man erzeugen möchte.

Ein Garten, der nicht von einem Sichtschutz umgeben ist, lässt sich vielleicht mit einem Haus vergleichen, bei dem Wände und Dach fehlen: Es ist schwer, einen behaglichen Ort zu finden, an dem man sich aufhalten mag. Eine Terrasse ohne Schutz in irgendeine Richtung ist wie eine Aussichtsplattform, auf der man nicht nur den Blicken anderer, sondern auch dem Sonnenlicht schutzlos ausgesetzt ist. Ohne Begrenzungen kommt das Auge nicht zur Ruhe; man nimmt unweigerlich das wahr, was sich außerhalb der Grundstücksgrenze abspielt. Stellen Sie sich einen gemütlichen Innenhof in der Stadt vor, mit einem großen Baum und einen schönen Möbel, auf dem Sie sitzen und die Beine baumeln lassen. Plötzlich nimmt jemand eine Gebäudeseite weg und die Straße mit all den Autos wird sichtbar. Der Ort ist derselbe, fühlt sich aber ganz anders an.

Um einen Garten anzulegen, der genau das Gefühl weckt, das wir erreichen wollen, sind zwei Zutaten nötig: ein Rahmen und eine Aufteilung in Räume. Der Garten sollte eine Verlängerung des Hauses sein, mindestens einen zusätzlichen Raum bieten, vielleicht sogar mehrere. Zusammen bilden Haus und Garten eine Einheit mit derselben Formensprache. Durch den Garten kommt das Haus zur Geltung. Die Planung ist das A und O, so einfach ist das. Zunächst das Gerüst: Bäume, Hecken und Wege sind das Skelett des Gartens. Dann kann man das Ganze mit Poesie würzen, mit Storchschnabel, Frauenmantel und Sterndolde.

Der Rahmen

Man kann das Gerüst nicht einfach weglassen, denn dann erhält man ein unruhiges Bild statt der gewünschten verschwenderischen Fülle. Stellen Sie sich Ihren Garten wie eine Lichtung im Wald vor. Dort, wo das Haus steht, ist alles offen, doch je näher man der Grundstücksgrenze kommt, desto verschlossener wirkt er. Bäume drängen sich zusammen mit Pfeifensträuchern, Haselnuss und Flieder. Der Garten stellt so eine ruhevolle Öffnung mitten in all dem Grünen dar.

Wie wäre es mit einem Rahmen rund um den Garten aus hohen, schmalen Hainbuchen-Hecken mit Blättern, die auch im Winter nicht abfallen, sich aber bewegen und die Begrenzung auf eine spannende Weise transparent machen? Wer viel wagen möchte, versucht sich an einer hohen, kompakten Ziegelmauer mit rankendem Efeu. Der Garten soll geheimnisvoll bleiben. Man muss nach der Öffnung suchen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, als Sichtschutz eine hohe Hecke an die Straße zu setzen. Lassen Sie in diesem Fall die Begrenzung zur Straße etwas niedriger und platzieren Sie Ihre geschützte Oase weiter hinten im Garten.

Eine Hecke, einen Bretterzaun, eine Mauer oder Hauswand können wir nutzen, um Blühendes vor einem ruhigen Hintergrund abzugrenzen. Denn so sehr wir auch die perfekte Rose und die einzelnen Blütenblätter der Pfingstrosen lieben, so ist es doch der Aufbau des Gartens, der die Atmosphäre schafft. Es ist die ordentlich geschnittene Eibenhecke, die dafür sorgt, dass die zarte Akelei und die Margerite, die sich sanft im Wind bewegen, zur Geltung kommen. Außerdem steht das Gerüst auch noch, wenn die Blumen schon ihre Schuldigkeit getan haben. Das macht den Garten das ganze Jahr über interessant, z. B. wenn die Kälte des Winters die Blätter des Efeus in Kunstwerke und die Buchsbaumhecken in weiß gepuderte Stickereien verwandelt. Als Faustregel gilt, dass Sie ein gutes Drittel des Gartens mit winterharten Pflanzen bestücken sollten.

Aufteilung

Wenn Sie Ihren Garten in mehrere Räume aufteilen, wirkt er dadurch spannender und lädt zu Entdeckungstouren ein. Sie legen so mehrere Spielflächen an, die verschiedene Funktionen, Farbgebungen und Stimmungen haben können. In einem solchen Garten will man umherspazieren, sich hinter Fliederbüschen, Buchenhecken oder unter der mit Ramblerrosen berankten Pergola verstecken. Und bei einem zarten Spalier mit einer robusten Rispen-Hortensie fragen wir uns nach ein paar Jahren verwundert, wer dort eigentlich wen stützt.

„Räumlichkeit ist, seinen morgendlichen Kaffee an einem schönen, abgeschiedenen Ort trinken zu können und nicht gleichzeitig auf das noch nicht umgegrabene Gemüsebeet sehen zu müssen. Trauen Sie sich, Räume abzugrenzen, arbeiten Sie mit mehreren Ebenen. Das können z. B. große, üppige Büsche und Bäume an den äußersten Rändern des Gartens und in Form geschnittene Buchsbaum-, Lavendel- oder Liguster-Hecken in der Reihe dahinter sein. Auch sollten Sie „Schleusen zwischen den Räumen einbauen, wie Pforten, Alleen, Portale und Terrassierungen. Variieren Sie und denken Sie groß, es lohnt sich! Der Aufbau eines Gartens sollte Spannung erzeugen. Was befindet sich hinter der Fliederlaube, auf der anderen Seite der Kirsche oder

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