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Wer ist eigentlich dieser Gott?!: Gott suchen – sich selber finden
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Wer ist eigentlich dieser Gott?!: Gott suchen – sich selber finden
eBook201 Seiten2 Stunden

Wer ist eigentlich dieser Gott?!: Gott suchen – sich selber finden

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Über dieses E-Book

Zu diesem Buch
Wer immer sich auf die Sinnsuche begibt, begegnet auch füher oder später Gott. Und damit dann all den modernen Konzepten um Erleuchtung und Offenbarung. Sich hier nicht vollkommen zu verlaufen, ist schon ein gutes Stück Sinnfindung. Die Protagonistin hatte zwischen all den selbsternannten Erleuchteten und Meistern zeitweise den Eindruck im Looping durch eine Geisterbahn zu rasen. Sie schildert hier in heiterer Art, was alles passieren kann, wenn man da mal kurz unterwegs beherzt das Licht anknipst …
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum18. Apr. 2016
ISBN9783739249384
Wer ist eigentlich dieser Gott?!: Gott suchen – sich selber finden
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Autor

Nicole Diercks

Nicole Diercks ist eine 1967 in Hamburg geborene Bayerin und arbeitet als selbstständige Erfolgs-Beraterin und Provokationstherapeutin an der Nordsee. Parallel betreut sie Opfer aus Beziehungen mit Cluster-B-Gestörten, und betreibt darüber eine weit gefächerte Aufklärung über Bücher, Vorträge und einen Youtube-Kanal. https://www.youtube.com/channel/UC294n63zf1jPjBMtTqn57WQ

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    Buchvorschau

    Wer ist eigentlich dieser Gott?! - Nicole Diercks

    Inhalt

    Einleitung

    Fragen an die Kirche oder „Hol’s die Erbse!"

    Fragen an die Erbsen-Bücher

    Die Meister der Erbsen

    Spontan entleuchtet

    Metaphysik meets Erbse

    Konsum-Zombie

    Erleuchtungs-Übungen

    Alles Erbse, äh: Gott!

    Aus sich rausgehen

    Intensität

    Anstrengend!

    Trolle

    Energie-Vampyr

    Mayday, it's Payday!

    Ja, aber …!

    Cave: Neid!

    Voll auf die Ohren gekriegt

    Schlappes Hängerchen

    Das verzeihe ich Dir nie!

    Die Psycho-Wippe

    Festplatten-GAP

    Zeit der Narzissen

    Cooles Gürkchen

    Seelische Abkehr

    Die neue Einsamkeit

    Like me!

    Verschiebung der Realität

    Die apokalyptischen Reiter des Zeitgeistes

    Klostertourismus

    Auf der Suche nach meiner Bestimmung

    Falsches Pferd

    Der psychologische Druckknopf

    Sauber abgezogen

    Ausstieg in Fahrtrichtung links …

    Die Tolle Erbse

    Weitere Werke der Autorin

    Impressum

    Einleitung

    Das kennt Ihr ja sicherlich auch: man hat einen Höllenritt hingelegt, ist glücklich endlich leicht verschlissen irgendwo angekommen, und seufzt erleichtert bis genervt: „Da könnte ich jetzt echt ein Buch drüber schreiben …!" Ich hab’s wirklich gemacht. Mein Höllenritt hatte ca. 40 Jahre lang gedauert, also habe ich tatsächlich auch ein bisschen was drüber zu erzählen. Immerhin habe ich unterwegs ja nicht geschlafen. Jedenfalls nicht die ganze Zeit.

    Dies ist die Geschichte meiner Suche nach Sinn, nach Gott und nach mir. Nach vierzig Jahren, schreibt sich das jetzt so leicht hin. Was ich mal gesucht hatte, war ja nun nicht das, was ich dann gefunden habe! Ich war mal ausgezogen, um Sinn zu suchen und stützte mich dabei praktikabler Weise auf die Existenz einer sinnstiftenden Entität. Und da fiel mir eben nichts besseres ein, als Gott. Zumal diese ganze Geschichte, inklusive der Bibel und dem ganzen Getue der Kirche, doch großen Erklärungsbedarf aufwies. Selbst für einen so kleinen Wurm wie der, der ich damals war, als ich loszog um Gott zu finden.

    Hier ist in ziemlich komischer und sehr selbstkritischer Art meine Suche und mein vielfacher Irrweg beschrieben. Weil jeder ja seinen eigenen Weg einschlägt, um Gott, Sinn oder was-auch-immer zu finden, fand ich die Idee amüsant es mal aufzuschreiben. Ähnlichkeiten und gleiche Denkfehler gibt es bestimmt zu Hauff – und wer weiß: vielleicht enthält die Schilderung ja die eine oder andere Abkürzung für manchen Mitreisenden …? Immerhin muss man ja nun nicht jeden Fehler zwingend selber machen!

    Es klingt manchmal fast, als hätte ich mir morgens entschlossen meinen Heiligenschein aufgesetzt und wäre dann losgezogen, um mein Tageslimit von ca. ein bis zwei Erweckungen durchzuziehen. Nicht, dass ich nicht davon geträumt hätte! Aber ich gehörte wirklich nicht zu der Art von Leuten, denen man erzählte, dass die Waschmaschine schon wieder verrückt spiele und der dann als Antwort gab: „Eine Waschmaschine ist wie ein Mensch – von Gott gemacht … Apropos: Wann hast Du eigentlich das letzte Mal gebetet?!" Nicht, dass ich nicht in Versuchung gewesen wäre, aber ich hatte mich im Griff. Meistens. Wie viele andere, die von Schüben der Spontanerleuchtung heimgesucht werden, hatte auch ich zeitweise einen natürlichen Hang zum Predigen. Der rührte allerdings auch daher, dass ich mich in meiner Erleuchtung auf wundersame Weise erhaben und gleichsam auch enthoben fühlte. Außerdem spürte auch ich die in diesem Geschäft weit verbreitete Verantwortung diesen selbst erlebten  Segen rasch, und möglichst breit gestreut, unter den nach Erlösung Dürstenden zu verteilen. Eine wirklich ärgerliche Nebenwirkung der Erweckungsbranche.

    Zumeist ging es mir aber eigentlich nur darum mit dem Rest von Gottes Kindern in einen vitalen, erinnernden Kontakt zu treten, wer wir eigentlich alle wirklich waren. Und dass das doch nun endlich mal eine echt gute Nachricht bedeutete! Zu meiner Überraschung, an der ich den Leser hier lebendig teilhaben lasse, gestaltete sich das aber ziemlich schwierig bis unmöglich. Wo ich mit meiner jeweiligen Erleuchtungs-Theorie dann immer landete ist hier ausführlich niedergelegt. Manchmal fühlte ich mich, Euch kann ich es ja ruhig anvertrauen, wie eine entfernte Nachkommin von Maria Magdalena. Wie Eine, die ebenfalls als „Undercover-Apostel" arbeitete und die ungebrochen und standhaft wie ein kleiner Zinnsoldat ihr Nicci-Evangelium [Nic] unter die Ohren der schlafenden Welt zu bringen versuchte. Wohlgemerkt: versuchte.

    Aber weil ich als Cineast aus Leidenschaft natürlich weiß, dass sich nur Geschichten mit Happy-End richtig gut verkaufen lassen, habe auch ich mir eines gegönnt. Aber das war hart erkämpft und verpasste mir das, was einige so zurückhaltend „Die Schule des Lebens" nennen. Auf der Suche nach Gott, Sinn und dem ganzen Rest, machte ich nämlich ausversehen, und ohne bewusstes Einverständnis, eine Schulung in Tiefenpsychologie und angewandter Soziologie durch. Außerdem entschlüsselte ich ausversehen die Prozesse des heutigen Zeitgeists und die Mechanismen, nach denen Beziehungen, zumindest heute, (nicht mehr) funktionieren. Alles in allem: tendenziell frustrierend. Aber gut zu wissen.

    Hier ist aufgeführt, wie ich feststellte, dass mein bisheriges Leben mich wohl irgendwann von links überholt haben musste, durchgekaut und an die Leitplanke gespuckt hatte. Auch das war eine Folge des Zeitgeistes, den ich in meiner Naivität brutal unterschätzt hatte in seinem Tempo und seiner massiven Umwälzungskraft. Wir haben heute eine völlig andere Welt vor uns, als sie es noch in der Jahrtausendwende war! Da muss ich dann wohl irgendwie ein Stückweit hängengeblieben sein. Etwas, das wie ich weiß, nicht nur mir in den letzten Jahren so gegangen ist, aber man spricht wohl nicht so gerne öffentlich drüber. Um so weniger, wenn man keine genaue Ahnung hat, warum das eigentlich alles jetzt so merkwürdig gekommen ist?! Da bleibt immer auch der Ruch an einem hängen, dass man natürlich selber irgendwie dran Schuld sein muss – weil irgendwas nicht mit einem nicht stimmt. Der Klassiker also.

    Ich behandele hier, manchmal komisch, manchmal melancholisch, wie der moderne Zeitgeist es versteht sogar an Gott und dem Glauben zu nagen. Und ich hoffe damit Mut zu machen. Mut zu haben dran zu bleiben, wenn man wirklich sucht! Mut zu haben man selber zu bleiben, wenn man sich so mag, wie man eben geworden ist! Mut zu haben nicht auf den Zeitgeist aufzuspringen, wenn er einem in den Werten weh tut! Mut zu haben sich frei auszudrücken und nach Gefährten zu suchen! Mut zu haben etwas Neues zu wagen! Mut zu haben dennoch und gerade trotzdem unerbittlich zu glauben!

    Seid fest umarmt, meine Lieben!

    Fragen an die Kirche oder „Hol’s die Erbse!"

    Beginn der Suche

    Es kam irgendwann der Tag, da begann ich mich kindlichen metaphysischen Betrachtungen hinzugeben und mich zu fragen, wie eigentlich alles in der Welt zusammenhing, warum wir überhaupt hier waren, was das alles sollte - und was der Sinn von allem war.  Wusste leider keiner. Also traf ich zwangsläufig auf unserem Dorf auf die aktive Kirche und ihre heilige Bibel. Und bis in die Kindergruppe des Gemeindehauses war es schon ein weiter Umweg gewesen - in einer Familie voller Atheisten, längst aus der Kirche ausgetretener Protestanten und bekennender Agnostiker. Als ich da trotzdem irgendwann angekommen war, griff die Verwirrung erst richtig durch!

    Da war also dieser Gott! Der war irgendwo „da oben", nichts genaues wusste keiner darüber. Hatte man auch nie persönlich gesehen, den Knecht. Der schaffte seiner Menschheit nur immer per göttlichem Dekret drohend – ganz nach Belieben – irgendwas an. Wenn man Glück hatte, traf man auf einen seiner Postboten: einen Engel. In meinem weiteren Bekanntenkreis war das aber noch nie vorgekommen.

    Und dann war da diese Jungfrau! Das war so Eine, die zwar keinen Sex praktizierte, es aber trotzdem fertig gebracht hatte, von nix schwanger zu werden! Das allein widersprach ja mal wieder allem, was man mich in den letzten Jahren zu glauben gelehrt hatte! Den Storch, so hatte man mir versichert, gäbe es genauso wenig wie den Osterhasen und die Demokratie. Die ganze Chose habe ganz allein handfeste biologische Ursachen, basta. Na, toll – und wie hatte Maria das dann bitte geschafft  - vollkommen ohne diese ganze zwingende Biologie?! Ich war geneigt an die eben erst kennengelernte Luftbestäubung zu glauben, wurde aber darüber illuminiert, dass Maria zwar eine Rose, aber dennoch keine Blume sei! Wie jetzt …  „Na, es war ein Wunder eben!", das war die einzige Antwort zu der sich dann noch mal jemand herabließ. Na, ganz prima, die hielten mich hier scheinbar alle für doof wie Erbse …?!

    Und dann war da dieser Christus! Der hatte 29 Wunder gewirkt, hellsehen gehörte leider offenbar nicht dazu. Denn obwohl er beim letzten Dinner unkte, dass einer von seinen leutseligen Kumpels ihn demnächst übers Messer barbieren würde, nannte er weder Namen, noch sprach er ein deutliches „Lakkamukko, wir verstehen uns, Bruder!" aus. Er trabte doof nach Jerusalem und ließ sich dann prompt auch noch in Golgota kreuzigen. Quelle surprise. Ich fand, Jesus sei ein ausgemachter Trottel gewesen, wenn er doch gewusst hatte, was ihm da blühen würde! Das durfte ich so aber nicht aussprechen, nicht mal denken, denn Jesus sei auch für mich gekreuzigt, gestorben und begraben worden! Und ich obstinatsche Blage solle dankbar dafür sein und hier nicht so renitent herum plärren! Jesus hatte auch meine Schuld, wie die der ganzen Welt, auf sich genommen - und mich mit allen Menschen damit für immer - von allen Sünden erlöst! Das sei ein Grund zum jubilieren und ganz sicher keiner um hier blöde Theorien über Jesus Geisteszustand aufzustellen!

    Ich stieg aber dennoch temperamentvoll auf die Barrikaden, mir war das alles zu billig! Ich plärrte wütend, dass Jesus damals keine Ahnung gehabt haben konnte, dass 1967 Jahre später ausgerechnet ich hier erscheinen würde! Und was ich dann so genau auf dem Kerbholz haben würde! Ich versicherte feurig, dass ich mir keiner Sünden bewusst sei und dass, wenn es denn wirklich welche gäbe, ich die dann schon selber auszubaden gedächte! So, wie den aus dem Mund gefallenen knallblauen Dauerlutscher damals auf dem weißen Teppich! Da hatte mich schließlich auch keiner von erlöst und ich lag ganz allein im Seifenschaum, bis seine Patina verschwunden war! Ich ging sogar noch weiter, denn ich behauptete ärgerlich, der gute Jesus habe ganz offensichtlich einen Größenwahn gehabt sich einzubilden er könne überhaupt die Sünden der ganzen Welt – und dann noch für alle Zeiten - und von allen Menschen - mal kurz global ansaugen und auslöschen! Denn das wäre einfach schon rein technisch irgendwie gar nicht möglich gewesen, denn dazu hätte er ja alle Sünden von jedem Erdenbürger, der irgendwann mal hier wassern würde, einzeln kennen müssen! Und das ganz ohne Computer! Die Antwort darauf kam reichlich verbissen und keinen Hauch spirituell oder gar naturwissenschaftlich: „Es war eben einfach ein Wunder - und jetzt halt endlich den Rand!" Ich schob beleidigt die Unterlippe vor und sparte mir an dieser Stelle die Frage, warum jemand, der die Sünden der ganzen Welt kannte, es eigentlich nötig gehabt haben sollte, mit solchen Kretins wie Judas herumzuhängen …?!

    Meine Eltern wurden schließlich zitiert. Ich untergrübe mit meinen fürchterlichen Beiträgen die Moral der Truppe! Wenn nun jeder hier anfinge die Bibel in Frage zu stellen und um jeden Pups zu diskutieren, würde es im Religionsunterricht einfach sofort untragbar! Das fanden meine Eltern auch, obwohl sie meines Wissens nie über den Absatz „Und Gott schuf Himmel und Erde hinweg gekommen waren. Ich hörte mir den Vortrag zur religiösen Demoralisierung der vierten Grundschulklasse unseres Dorfes an und dachte genervt: „Jajaja, genau: Määähhh!

    Und weil keiner mir auch nur den Hauch einer brauchbaren Antwort liefern konnte oder wollte, wurde ich jetzt zickig und fand, dass die Kirche sich mit ihrer dünnen Geschichte komischerweise jedes mal mit einem „Wunder" aus der Affaire zog, wenn keine echten Erklärungen für die durchgehend dünne Faktenlage zur Hand waren! Und ich wurde gleich noch ärgerlicher, als ich darüber nachdachte, dass der kleine Timmy im Birkenweg letztes Jahr mit nur vier Jahren an einem Tumor im Rücken jämmerlich gestorben war. Und das sein Tod überhaupt keinen Sinn ergeben habe und überhaupt nichts wunderbares ausgelöst hatte! Keine Antwort. Wahrscheinlich nur wieder ein weiteres Wunder.

    Kontakt zur Erbse

    Und da stand ich nun: jung und ahnungslos. Ich wollte mich allerdings trotz der ganzen verrückten und sinnfreien Geschichten aus der Bibel nicht von der Vorstellung trennen, dass es „da jemanden oder etwas gab, der diesen ganzen Flohzirkus irgendwie beaufsichtigte und vielleicht auch mal etwas wohlwollend lenkte. Die evangelische Jugendbewegung im Dorf sollte Abhilfe dieser Wissendefizite leisten, nachdem die Kindergruppe ja nun so derbe gefloppt war. Aber wie sollte man an „ihn herankommen, wenn keiner wusste wo „er eigentlich war?! „Irgendwo hoch oben im Himmel!, war die einhellige Meinung, nicht nur die der Kinder. Aber wie kriegte man „ihn zu fassen, wie kam man mit „ihm ins Gespräch, oder wenigstens mal in Kontakt …??

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