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Circle C-Ranch #5: Yuma-Hölle

Circle C-Ranch #5: Yuma-Hölle

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Circle C-Ranch #5: Yuma-Hölle

Länge:
159 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9781533700339
Format:
Buch

Beschreibung

Pike Leverty wird für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen hat. Aber niemand glaubt ihm. Das Gericht verurteilt ihn wegen Mordes und schweren Raubes zu lebenslanger Haft im berüchtigten Yuma-Gefängnis. Trotzdem gibt Pike nicht auf, auch wenn er fast sechs Jahre lang dort die Hölle erlebt. Aber er hofft, eines Tages wieder freizukommen und seine Unschuld beweisen zu können. Das kann er aber nur schaffen, wenn er Hilfe von außen bekommt. Jemand, der ihm seine Unschuld auch glaubt und zwischenzeitlich alles unternimmt, um die Behörden umzustimmen. Und dieser Mann ist US-Marshal Cliff Copper...

Ein bemerkenswerter Roman von Horst Weymar Hübner über das Leben der Sträflinge im berüchtigten Zuchthaus von Yuma.

Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9781533700339
Format:
Buch

Über den Autor


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Circle C-Ranch #5 - Horst Weymar Hübner

Klappe

Pike Leverty wird für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen hat. Aber niemand glaubt ihm. Das Gericht verurteilt ihn wegen Mordes und schweren Raubes zu lebenslanger Haft im berüchtigten Yuma-Gefängnis. Trotzdem gibt Pike nicht auf, auch wenn er fast sechs Jahre lang dort die Hölle erlebt. Aber er hofft, eines Tages wieder freizukommen und seine Unschuld beweisen zu können. Das kann er aber nur schaffen, wenn er Hilfe von außen bekommt. Jemand, der ihm seine Unschuld auch glaubt und zwischenzeitlich alles unternimmt, um die Behörden umzustimmen. Und dieser Mann ist US-Marshal Cliff Copper...

Ein bemerkenswerter Roman von Horst Weymar Hübner über das Leben der Sträflinge im berüchtigten Zuchthaus von Yuma.

––––––––

Roman

Dass Pike Leverty ein besonders zahmer Bursche sei, hatte nie jemand behauptet, am wenigsten er selber.

Seine Pechsträhne begann an dem Tag, als Mr. Arbuckle, einer der reichsten Männer von Tucson, zu ihm kam und sagte: „Pike, nimm deinen Revolver, ich habe eine Arbeit für dich!"

Pike wurde bockig, weil er glaubte, er solle jemanden erschießen. Es ging aber bloß darum, den neuen Geldschrank von Arbuckle zu bewachen. Dieser Job gefiel Pike, er übernahm ihn, und größere Aufregungen waren nicht zu befürchten. Das änderte sich an dem Tag, als Kate Bloomer in der Stadt auftauchte, ein Frauenzimmer mit höchst fragwürdigem Ruf und Anführerin einer Bande, die mit Dynamit arbeitete.

Pike hatte gleich ein ungutes Gefühl, denn mit der schlimmen Kate erschienen auch drei Männer, die man niemals zuvor in Tucson gesehen hatte. Und wirklich ging diese Bande auf Mr. Arbuckles Geldschrank los.

Aber Pike hatte vorgesorgt und den Geldschrank zuvor leergeräumt. Als die Bande den Eisenkasten sprengte, ging etwas schief. Alle drei Banditen wurden zerrissen, und Kate Bloomer verlor bei der Sache Daumen und Zeigefinger der linken Hand und hieß fortan Drei-Finger-Kate. Geschickt täuschte sie einen Unfall mit einem Buggy vor und lenkte allen Verdacht von sich. Nur Pike kannte die Wahrheit.

Als Drei-Finger-Kate wenige Tage später die Stadt mit der Postkutsche nach Kalifornien verließ, wurde sie von einem scharfäugigen Mann verabschiedet. „Bis bald dann, Blue!", rief sie ihm zu.

Die Wells Fargo-Company heuerte Pike für ein riskantes Unternehmen an. Es galt, einen wichtigen und höchst wertvollen Transport nach Tombstone zu bringen. Nach der mörderischen Explosion bei Mr. Arbuckle war Pike der richtige Mann für diesen Auftrag.

Weil Raker, der Agent der Wells Fargo, einen Überfall fürchtete und offensichtlich gewisse Hinweise erhalten hatte, schickte er drei Wagen gleichzeitig los. In drei verschiedene Himmelsrichtungen. Pike wurde einem der Wagen zugeteilt und stieß erst später zum richtigen Transport nach Tombstone. Eine reine Sicherheitsmaßnahme.

Er staunte nicht schlecht, als er dort jenen Blue traf, der Drei-Finger-Kate zur Postkutsche gebracht hatte, und machte sich Gedanken, wieso ein bewaffneter Begleitreiter der Wells Fargo Freundschaft mit einem liederlichen Weib wie Kate pflegte. Überhaupt hatte Raker eine eigenartige Mannschaft zusammengestellt, denn da war noch der junge Ambrose Casey, der ein Jahr zuvor ein Viehtreiben nach Kansas mitgemacht und dort droben einen Sheriff erschossen hatte. Deswegen war in Kansas sein Steckbrief in Umlauf. Der dritte Mann hieß Hatch Walker und war ein Dreckfink; er stank fünf Meilen gegen den Wind. Ünd der Fahrer des Wagens war ein Ire und hörte auf den Namen Josh Mclntire. Pike machte sich auf einiges gefasst.

Was er nicht wusste - diese vier Männer vermuteten Geld auf dem Wagen und wollten es sich unter den Nagel reißen. Wurde denn nicht immer Pike Leverty geholt, wenn es viel Geld zu transportieren galt?

In einem mörderischen Unwetter lockte Cannon Blue mit einem Trick Pike vom Transport weg und fiel mit seinen Freunden über die Ladung her. Statt einer Geldsendung fanden sie etwas viel Besseres - echtes, pures Gold, in acht Kisten verpackt. In aller Eile drehten sie den Transport um. Das Unwetter würde die Radfurchen und die Fährte der Pferde zuschwemmen, und Pike würde sie nie im Leben finden.

Doch am Verduga-Pass ereilte das Schicksal die Männer. Vom Regen unterspült, rutschte ein Hang ab und begrub Männer, Pferde, den Wagen und das Gold darauf. Mannshoch bedeckte der Schlamm dieses,goldene Grab.

Außer sich vor Zorn kehrte Pike um, als er merkte, dass er von Blue an der Nase herumgeführt worden war. Verzweifelt suchte er die Männer und den Wagen. Er fand keine Spuren, nur Wasser, das vom Himmel rauschte.

Noch nie hatte Pike einen Transport verloren. Verbissen suchte er die Männer, Erst in der schrecklichen Llano-Wüste, bis er selber fast vor die Hunde ging, dann im Pecos-Tal. Nach Wochen kehrte er nach Tucson zurück - abgemagert bis auf die Knochen, enttäuscht und mutlos. Seine letzte Hoffnung zerschlug sich, die Männer seien vielleicht bloß vor dem Unwetter geflüchtet und inzwischen irgendwo aufgetaucht.

Raker als verantwortlicher Agent wurde von der Wells Fargo fristlos gefeuert und Pike vor Gericht gestellt. Brad Siringo, Beauftragter der Wells Fargo, erhob schwere Anklage gegen ihn - heimtückisch habe er die vier Männer beseitigt und die Ladung des Wagens an sich gebracht und irgendwo in der Wildnis versteckt. Pike beteuerte seine Unschuld, benannte Zeugen, berichtete von seiner Beobachtung und äußerte den Verdacht, dass vielleicht Cannon Blue und Drei-Finger-Kate das Verschwinden des Transportes eingefädelt haben könnten.

Das war ein schwerer Fehler, denn jetzt waren die Geschworenen gegen Pike eingenommen.

Die Geschworenen wollten Pike zwar nicht des Mordes an den vier Männern für schuldig erkennen - und sie bewahrten ihn damit vor dem Galgen - aber dass er die Ladung des Transportes im Wert von hunderttausend Dollar beiseite geschafft hatte, glaubten sie schon.

Und weil Pike seinen Revolver dabeigehabt hatte, war es bewaffneter Raub. Der Richter verurteilte Pike darum zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe, abzuleisten im Höllenzuchthaus von Yuma.

Das kam einem Todesurteil gleich. Denn aus den Steinbrüchen von Yuma war noch kein Lebenslänglicher zurückgekommen.

„Sie müssen mir helfen, Copper!, rief Pike noch einmal dem jungen Marshal von Tucson zu, bevor ihn zwei Gerichtsdiener aus dem Raum brachten. „Ich bin unschuldig. Verdammt noch mal, ich bin unschuldig!. Sie kennen mich doch – ich habe das nicht getan!

Das Letzte, was er von Cliff Copper sah, war dessen skeptischer Blick. Aber Pike Leverty wusste nicht, ob der Marshal ihm glaubte.

*

Mit einem niederträchtigen Ruck fuhr der Gefängniswagen an.

Pike war an Händen und Füßen angekettet und konnte sich nirgends festhalten. Der Ruck warf ihn in die kurzgeketteten Eisenfesseln.

Irrsinnige Schmerzen zuckten durch seinen Körper und ließen ihn aufbrüllen. Er fürchtete, Arme und Beine seien gebrochen.

Eine rohe Stimme lachte in der Dunkelheit, und ein Marin sagte dann: „Das passiert dir nur einmal, du lernst es nämlich verdammt schnell, jede Bewegung unserer Luxuskutsche mitzumachen. He, bist du der Bursche, den sie nach Yuma bringen?"

Ächzend lehnte sich Pike zurück und suchte die bequemste Sitzhaltung, die die Fesselung zuließ. „Noch bin ich nicht dort!", stieß er rau hervor.

Höhnisches Lachen aus mehreren Kehlen drang an seine Ohren. Dann sagte der Mann, der ihn schon angesprochen hatte, wieder: „Schon wieder einer, dem die großen Pflaumen im Schädel wachsen! Mann, verschwende lieber erst gar keinen Gedanken an Flucht, denn sie haben uns Nolan mitgegeben. Das ist der Lump, der dich angekettet hat, und die größte Sau, die unter der Sonne gewachsen ist. Nolan, verstehst du? Das ist der wandelnde Tod!"

„Ich wurde vor ihm gewarnt, sagte Pike heiser. „Er schießt gern.

„Dann weißt du hoffentlich Bescheid, kam die Stimme aus der Dunkelheit. „Als der Klapperkasten vor, einer Woche in Fort Ringgold losrollte, waren wir zu siebt. Jetzt stimmt die Zahl gerade wieder.

Trotz der Hitze und des Miefs im Wagen fror Pike. „Wirklich Nolan?", fragte er.

Ein gotteslästerlicher Fluch erklang.

Dann wieder die rohe Stimme: „Vor zwei Tagen hat er den kleinen Duffee umgelegt. Mit drei Schüssen in den Rücken. Sagte, es sei ein Fluchtversuch gewesen. Aber wir alle haben gesehen, dass er ihm ein Bein stellte und gleichzeitig einen Stoß versetzte. Duffee wollte nicht hinfliegen und rannte torkelnd, um das Gleichgewicht zu behalten. Ist gar nicht so leicht mit der Eisenkette zwischen den Füßen. Die Sau hat hämisch gelacht und Duffee aus weniger als fünf Schritten in Fetzen geschossen. Wir mussten den Kleinen an Ort und Stelle begraben. Einen Augenblick herrschte Stille, dann fügte der Mann hinzu: „War besser so für Duffee.

Das verstand Pike nicht. „Besser?"

Der Mann lachte gehässig. „In Phoenix ist der Galgen für ihn aufgebaut. Er hätte hängen müssen. So hat er immerhin tausend glotzäugige Leute um das Schauspiel der Hinrichtung beschissen. Ein fabelhafter Spaß, wenn ich mir das richtig überlege. Tausend Leute oder mehr strömen von nah und fern zusammen, stehen sich stundenlang die Füße platt und wollen sehen, wie sich einer am Seil zu Tode zappelt oder sofort das Genick bricht - und dann passiert nichts! Ist doch wirklich ein großartiger Spaß. Vielleicht mache ich’s wie Duffee."

„Sollst du auch hängen?", fragte Pike betroffen.

Wieder lachte der Mann. „Wir sind alles Galgenvögel. Mit Ausnahme von Swoke. Der wird erschossen. Stimmt’s, Swoke? Er ist nämlich Soldat, und aus der Armee wird er erst ausgestoßen, wenn sie ihn an die Wand stellen. Das wird ein Fest. Mit Trommeln und Pfeifen und allem Drumherum. Man kann direkt neidisch werden. Und wenn’s soweit ist, geht es verdammt schnell. Die Burschen, die das Los gezogen haben, legen auf dich an, ein Offizier kommandiert, und schon bist du hin. Wenigstens ist das ’ne saubere Sache. Dran glauben müssen wir alle mal, das ist nicht weiter schlimm. Was einem beim Häingen so zusetzt, ist die verfluchte Ungewissheit, ob’s gut ausgeht. Auf den Henker kommt es an, verstehst du? Ob er gut ist oder ein Pfuscher. Ich hab mal ’ner Hängeparty beigewohnt, da ist erst der Strick gerissen, und der arme Teufel sauste runter und brach sich ein Bein. Er brüllte jämmerlich. Sie haben ihn wieder raufgeschleppt aufs Gerüst und festgeknüpft. Klappe auf - was soll ich dir sagen? Jetzt brach der Arm vom Galgen ab und stürzte hinter ihm her. Das Kinn zerschmettert, ein Schlüsselbein hin und fast alle Rippen gebrochen, so haben sie ihn unterm Gerüst hervorgezogen. Schließlich haben sie ihn an der Fassade vom Saloon aufgeknüpft, weil das Haus zwei Stockwerke hatte und er immer ein fröhlicher Trinker gewesen sein soll. Da hat’s dann endlich geklappt. Nach fast einer halben Stunde! Stell dir das bloß mal vor! Bei Nolan ist’s eine Sache von einem Augenblick. Ein tiefer Atemzug drang durch das Wageninnere. „Ich denke, ich gebe ihm eine Chance.

„Ich nicht!", erwiderte Pike wild und trotzig.

„Solltest du aber", redete der Mann weiter. „Gerade du! Yuma - das sind alle sieben Höllen zusammen. An dir gemessen sind wir richtige Glückspilze. Wir sterben bloß

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