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Die Magie der Weisen: Kulte und Riten

Die Magie der Weisen: Kulte und Riten

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Die Magie der Weisen: Kulte und Riten

Länge:
206 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 17, 2013
ISBN:
9783944198538
Format:
Buch

Beschreibung

Die Welt ist am 21.12.2012 nicht untergegangen. Doch die Zeit danach wird nach Meinung spiritueller Menschen deutlich von "Magie" beeinflußt werden. Doch was ist "Magie"? Der Autor nimmt den Leser mit durch einen Streifzug durch Länder und Zeiten und stellt bedeutende Weise Menschen und Magische Strömungen vor.
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Feb 17, 2013
ISBN:
9783944198538
Format:
Buch

Über den Autor


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Die Magie der Weisen - Walter-Jörg Langbein

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1.) Die Magie der Azteken

„Wanderer, du bist in der durchsichtigsten Region der Lüfte angekommen!" fabulierte der mexikanische Nationaldichter Alfonso Reyes voller Stolz über die einst so klare Luft von Mexico City. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden die hymnischen Worte des Dichters ankommenden Touristen entgegengehalten. Heute verzichtet man auf diesen poetischen Gruß. Heute sind es auch nur noch in den seltensten Fällen Wanderer, die nach Mexikocity kommen.

Smog, Wissenschaft und Magie

Mexico Stadt... Man wird nicht mehr von klarer Luft, sondern stickigem Smog begrüßt. In einer Höhe von 2480 Metern leben im Hochtal von Anahuac anno 1997 nach Christus rund 25 Millionen Menschen. Zur Jahrtausendwende werden es nach vorsichtigen Schätzungen der UNO 40 Millionen sein. Die meisten werden dann in gigantischen Elendsvierteln hausen. Schon heute sterben jährlich etwa 100.000 Menschen an der giftigen Luft. Es ist nur noch eine Frage der Zeit: Irgendwann werden Automaten aufgestellt, an denen – gegen Bezahlung – saubere Atemluft „getankt" werden kann.

Für Jacques Bergier stellt die von Umweltgiften verseuchte Riesenmetropole dem wissenschaftlichen Denken, so wie es etwa von den Universitäten am Übergang zum dritten Jahrtausend gelehrt wird, ein Armutszeugnis aus. Der Wissenschaftspublizist im Gespräch mit dem Autor: „Auch heutige Wissenschaftler streben nach Erweiterung von Wissen. Sie begehen dabei zwei massive Fehler. Erstens glauben sie nur, dass Erkenntnisse nur auf den bekannten, von der reinen Vernunft geprägten Wegen erlangt werden können. Zweitens können sie sich nicht vorstellen, dass beispielsweise Vertreter früher Kulturen auch andere Wege zum Wissen kannten." Damit meinte Jacques Bergier, wie er auf Anfrage erklärte, die Möglichkeit der Magie.

Gibt es nun Hinweise in der Geschichte Mexikos, die auf magische Erkenntnisgewinnung hindeutet?

Umstritten ist, wann die Geschichte Mexikos begann. Sie könnte älter sein als das den meisten Wissenschaftlern unserer Tage lieb ist. So entdeckte der amerikanische Archäologe Byron Cummings 1922 im heutigen Stadtgebiet von Mexico City bei Cuilcuilco eine Pyramide. Das unscheinbare Bauwerk müsste eigentlich die Welt der Wissenschaft dazu zwingen, ihr Lehrgebäude grundlegend zu renovieren. Sie ist nämlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weit älter als gewöhnlich angenommen wird. Archäologen weisen noch heute daraufhin, dass besagte Pyramide dem Baustil nach von den Olmeken beeinflusst worden sei. Sie kann aber kaum erst im vierten vorchristlichen Jahrhundert entstanden sein.

Cuilcuilco heute. (Foto: Walter-Jörg Langbein)

Je mehr archäologische Literatur man zurate zieht, desto älter wird Cuilcuilco: „Sie wurde 900 vor Christus begonnen, 350 v. Chr. aufgegeben!" meint der Archäologe C. A. Burland. Ähnlich denkt Leo Deuel: „Baubeginn – 600 v. Chr.!" Zu ganz anderen Ergebnissen kam der Geologe George E. Hyde. Der kümmerte sich freilich nicht um echte oder vermeintliche Ähnlichkeiten zwischen der geheimnisvollen Pyramide und anderen Bauwerken. Der Geologe stellte klipp und klar fest: „Teile der Pyramide sind von Lavamassen überdeckt worden, die etwa 7.000 Jahre alt sind."

Die Datierung des Geologen Hyde stellt die Geschichtsschreibung der Archäologie auf den Kopf. Demnach wurde im heutigen Gebiet von Mexico City eine Pyramide viele Jahrtausende früher gebaut als es nennenswerte Volksgruppen in Zentralamerika gab. Fachautor und Archäologe Ron Willis: „Obwohl die Pyramide etwas Aufsehen erregte, wurde der Fund bald von vielen Archäologen ignoriert, einfach weil die Pyramide eine komplexe Zivilisation in Mexiko voraussetzen würde, die mehrere Jahrtausende vor Ägypten und Sumer bestand."

Die magische Pyramide von Cuilcuilco – Rekonstruktion. (Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein)

Welches Volk mag damals in Mexico gelebt haben? Die Azteken können es nach anerkannter Lehrmeinung nicht gewesen sein, denn die wanderten erst etwa zu Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrtausends in Mexiko ein. In Nordamerika trug der Indianerstamm freilich zunächst einen anderen Namen: Nahua. Sie gehörten einer Gruppe von Völkern an, deren Nachfahren bis zum heutigen Tage in Nordamerika leben: die Comanchen, Schoschonen und Ute. Es gelang den Nahua durch eine friedliche Handelspolitik, aber auch durch strategisch geschickte Kriegführung innerhalb von weniger als einhundert Jahren zu dem beherrschenden Kulturvolk im Hochtal von Mexiko zu werden.

Die alten magischen Kulte ihrer Vorfahren waren den Azteken heilig. Professor Dr. Hanns Prem vom Seminar für Völkerkunde der Universität Bonn bezeichnete die Azteken im Spätherbst 1996 als „erste Archäologen". Sie führten Grabungen durch, bargen Kultgegenstände und Statuen, die bereits fast 1.000 Jahre vom Erdreich bedeckt gewesen waren. Uralte Götterfiguren stellten sie in ihren Tempeln auf und bezogen sie in ihre magischen Praktiken ein.

Als Azteken gingen sie in die Welthistorie ein, entwickelten eine der erstaunlichsten Zivilisationen unseres Globus. Erst 1370 n. Chr. gründeten sie ihre Hauptstadt Tenochtitlan. Hernando Cortes fiel am 8. November 1519 im Hochtal von Mexikocity ein. Staunend stand er mit seinen Mannen vor einer kultivierten Riesenmetropole. Im Vergleich dazu erschienen die Hauptstädte des Alten Europa wie ärmliche Dörfer.

Hernando Cortes schrieb an Kaiser Karl V.: „Alle Straßen sind der Länge nach von Kanälen durchzogen, so dass zwischen ihnen eine Wasserverbindung besteht. Über diese Kanäle, von denen einige sehr breit sind, führen Brücken." Vermutlich lebten damals 100.000 Familien in der Hauptstadt der Azteken. Wie hoch die Zahl der Bevölkerung war, darüber streiten sich noch heute die Experten. Waren es „nur" 700.000 oder mehr als 1.000.000

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