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Traum-Welten: Grenzenlose Kräfte des Geistes

Traum-Welten: Grenzenlose Kräfte des Geistes

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Traum-Welten: Grenzenlose Kräfte des Geistes

Länge:
214 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2013
ISBN:
9783944198644
Format:
Buch

Beschreibung

Jahrtausende lang galt ein magisches Weltbild. Was heute als "übersinnlich" angesehen wird, gehörte zum Alltag. Die Kraft der Träume wurde genutzt. Auf die Botschaften der Seele wurde gehört. Das vorliegende Buch will die so oft verdrängte Welt der Träume in unser Bewusstsein rücken.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2013
ISBN:
9783944198644
Format:
Buch

Über den Autor


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Traum-Welten - Walter-Jörg Langbein

Literaturanhang

Nenne dich nicht arm,

weil deine Träume

nicht in Erfüllung gegangen sind;

wirklich arm ist nur,

der nie geträumt hat.

Marie von Ebner-Eschenbach

(1830-1916,

österreichische Schriftstellerin)

Vorwort: Der Kraft der Träume auf der Spur

Einst wollte sich die Göttin Inanna nicht mehr damit begnügen, die Welt der Lebenden zu beherrschen. Sie wollte auch Herrin über das Totenreich sein. Also machte sie sich auf, um der Totenwelt einen Besuch abzustatten. Sie wollte die Königin der Unterwelt, ihre eigene Schwester, stürzen. Der Weg war weit. Sieben Tore musste Inanna passieren und an jedem Tor ein Zeichen ihrer Macht ablegen. Nackt kam sie schließlich bei den Toten an... nackt und machtlos.

Ereshkigal, die Herrin über die Unterwelt, verurteilte empört Inanna zum Tode. Mit Inanna drohte das Leben zu erlöschen. Die Natur erstarrte, nichts mehr wuchs. Alles Leben war vom Hungertod bedroht.

Doch Inanna durfte nach drei Tagen wieder von den Toten auferstehen. Für sie mussten allerdings ihr Liebhaber Dumuzi und ihre Schwester Geschtinanna jeweils für ein halbes Jahr in der Welt des Todes ausharren. Dumuzi und Ereshkigal retteten so Inanna das Leben…aber nicht nur ihr. Inanna durfte wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren. Die Erde war gerettet. Die Natur war nun doch nicht zum ewigen Tod verurteilt. Die Vegetation konnte wieder aufleben. Der alle bedrohende Tod konnte so abgewendet werden.

Der uralte Mythos aus Mesopotamien erklärte Leben, Sterben und Wiedergeburt der Natur. Jahr für Jahr wiederholt sich das Geschehen. Im Sommer scheint in Mesopotamien alles Leben zu versiechen. Dürre breitet sich aus. Doch dann regnet es und alles wird wieder grün. Es ist immer wieder göttliche Magie, die den Kreislauf des Lebens erhält! Wenn alles wächst und gedeiht, feiern Inanna und Dumuzi alle Jahre wieder die „Heilige Hochzeit". Und alle Jahre wieder droht das Aus...

Rettung bringen Dumuzi und Geschtinanna, die je ein halbes Jahr im Totenreich ausharren müssen. Geschtinanna, die Göttin des Traums, rettet so das Leben, bewahrt es vor dem endgültigen Untergang. Der uralte Mythos weist also dem Traum eine lebens-, ja überlebensnotwendige Bedeutung zu!

Jahrtausende lang galt die Welt des Traums als ein magisches Reich, in welchem sich nur Propheten und Priester auskennen. Im Schlaf erhielten sie nach ihrer Überzeugung Anweisungen von den Göttern oder erlebten magische Reisen in die Zukunft. Die Welt des Traums war, wie der Religionswissenschaftler Wolfram Buisman meint, für die Menschen früher Kulturen ebenso wirklich wie ihr Alltag. Es war eine Realität, der man ehrfürchtig und mit Scheu gegenübertrat.

Wissenschaftler, die sich mit dem Phänomen des Träumens auseinandersetzten, widmeten sich zunächst ausschließlich dem Tierreich. Sie maßen die Gehirnströme von Tieren und kamen zur Erkenntnis, dass sie alle ohne Ausnahme träumen.

Delphine zum Beispiel haben eine ganz besondere Strategie entwickelt. Bei ihnen schläft stets nur eine Gehirnhälfte. Zellen in der jeweils anderen, wachen Gehirnregion achten darauf, dass das Tier regelmäßig Luft holt. Es würde sonst ertrinken.

Gründlich untersucht wurde auch das Schlafverhalten von Ratten. Die possierlichen Nager erwiesen sich als recht intelligent. Sie erlernten so manches Kunststückchen. Was ihnen tagsüber beigebracht worden war, das prägten sie sich im Traum erst richtig ein. Sie verstärkten und speicherten die Informationen im Gehirn, wobei in ihren grauen Zellen sogenannte „Theta-Rhythmen" auftraten. US-Forscher Jonathan Winson stimulierte tagsüber die Gehirne von Ratten mit besagten Schwingungen. Das Ergebnis war eindeutig: Sie lernten viel schneller.

Und Katzen… Katzen gelten nicht nur als Meister der Entspannung, sondern auch des Träumens. Im Schlaf gehen sie, jagen sie und sind erfolgreich. Ob sie im Traum üben, was sie im Leben beherrschen müssen?

Schlafender Kater „Koschko" (Foto: Walter-Jörg Langbein)

Fazit des Wissenschaftlers: „Theta-Schwingungen" stanzen bei Ratten im Schlaf Informationen in den Gedächtnisspeicher des Gehirns wie in ein Lochstreifenband eines Computers.

Die beobachteten besonderen Schwingungen treten auch bei Katzen auf. Sie wurden nachgewiesen, wenn Stubentiger schlafen und träumen. Sie werden aber auch im Wachzustand gemessen. Und zwar nur bei ganz bestimmten Tätigkeiten: nämlich beim Erkunden von Neuland, wenn sie es erstmals neugierig und ängstlich betreten.

Was hat das zu bedeuten? Darüber sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Erkunden Katzen etwa im Traum unbekannte Gefilde? Stellen sie sich vor, ihr vertrautes Terrain zu verlassen? Erweitern sie in Gedanken ihr Revier?

Mitte der 80-er Jahre kamen Wissenschaftler im Labor von Jouvet in Lyon, Frankreich, zur Überzeugung, dass Katzen im Traum tatsächlich in einer „anderen Welt" zu sein scheinen. Sie reagierten nicht auf Sinneseindrücke ihrer unmittelbaren Umgebung, müssen aber die Traumwelt sehr real gesehen haben. Auf chemischem Wege wurden einzelne Gehirnpartien ausgeschaltet. Folge: Die Tiere führten Bewegungen, von denen sie offensichtlich träumten, aus. Sie hoben den Kopf, liefen umher, verfolgten imaginäre Beutetiere.

Träumende Katze „Purzel" (Foto: Walter-Jörg Langbein)

Für Ratten und Mäuse, so ergaben Tierversuche, sind Schlaf und Träume lebenserhaltend. Hindert man sie einige Wochen daran zu träumen, sterben sie.

Ende des 19. Jahrhunderts führte Professor Dr. Alfred Lehmann, Kopenhagen, die Vorstellung von der Existenz von Geistern auf Träume zurück. Weil der Mensch, so der Gelehrte, oft von verstorbenen Menschen träumt, seien Angehörige von Naturvölkern zur Überzeugung gelangt, dass die Geister der Verblichenen in geheimnisvollen Traumwelten leben. Nur für eine begrenzte Zeit seien sie von Träumenden zu sehen, dann würden sie sich in andere mysteriöse Gefilde zurückziehen. Dort könne man sie nicht mehr erreichen.

Im 19. Jahrhundert vermuteten Mediziner, dass die Großhirnrinde beim Menschen wichtigstes „Organ" des Körpers überhaupt sei. Hier, so vermutete man, sitze das Bewusstsein, spielten sich die Träume ab. Bald erwies sich diese Annahme aber als falsch. Hirnchirurgen wie Harvey Cushing und Walter Dandy erkannten, dass der Hirnstamm eine weit wichtigere Rolle spielt. Heute wissen wir, dass eine Zentralstelle des Gehirns neben dem Stammhirn sitzt.

Anno 1996, gegen Ende des 20. Jahrhunderts, haben Wissenschaftler der belgischen Universität von Lüttich damit begonnen, das Geheimnis des menschlichen Träumens zu erkunden. Sie förderten interessante Erkenntnisse zutage. Auf keinem anderen Forschungsgebiet wurden, wie der israelische Schlafforscher Peretz Lavie feststellte, wurden in so kurzer Zeit so wichtige Erkenntnisse ermittelt.

Insgesamt rund 25 Testpersonen wurden in Lüttich zunächst künstlich daran gehindert einzuschlafen. Als sie dann vollkommen übermüdet waren, begann man mit umständlichen Prozeduren. Ihr Ziel war es, die Wege der Träume im Gehirn zu erforschen.

Testperson A, ein junger Mann, bekam von einer Assistentin des Neurologen Pierre Maquet eine eng anliegende Gesichtsmaske verpasst Seine Schädeldecke wurde verkabelt – mit immerhin zehn empfindlichen elektrischen Leitungen. Schließlich wurde eine radioaktive Flüssigkeit in seine Adern gespritzt. Testperson A muss wirklich sehr müde gewesen sein. Sie war nämlich längst schon eingeschlafen, als sie in die beängstigend enge Röhre eines Computertomographen geschoben wurde.

Hellwach indes war Gehirn- und Traumforscher Maquet. Auf einem Computerbildschirm beobachtete er genau, was sich im Hirn von Testperson A abspielte. Da gab es eine Art Miniaturfeuerwerk der farbenprächtigsten Art. Die mannigfaltigen Lichtblitze ließen den Experten genau erkennen, welche Gehirnpartien von Person A jeweils aktiv waren – beim Träumen. Einerseits wurde in der Traumphase eine Vielzahl von Gehirnregionen benutzt, deren Funktion bereits hinlänglich bekannt war. Die Zellen, die im Wachzustand von der Nase Informationen erhalten, wenn es gilt, Duftstoffe zu überprüfen, agierten dann, wenn der Schlafende von Gerüchen träumte. Andere Regionen wiederum, zuständig für das Erkennen von Tasteindrücken, blitzen auf dem Computerbildschirm auf, wenn Testperson A davon träumte etwas anzufassen. Andere Regionen wiederum wurden aktiviert, wenn der Traum optische Eindrücke vermittelte.

Besonders aktiv war aber stets die Amygdala. Im Wachzustand ist dieses etwa mandelgroße Gehirnstück so etwas wie eine Kommandozentrale. Sie sitzt neben dem Hirnstamm im Zentrum des Schädels. Sie ist die Schaltzentrale, die Erinnerungen wahrnimmt und die entsprechenden Daten dem Langzeitgedächtnis einverleibt.

Bildhaft ausgedrückt: Der Mensch ist wie eine große Tageszeitung organisiert. Viele Reporter sind beschäftigt. Ihre Aufgabe besteht darin, Informationen zu sammeln. Telefonisch werden diese den Telefonistinnen einer Zentrale mitgeteilt. Die tüchtigen Damen sorgen dafür, dass alle eingehenden Berichte schriftlich festgehalten und in einem Archiv gespeichert werden. Oder sie tippen sie am Computer und geben die Daten dem elektronischen Gedächtnis des Superhirns weiter. Sie können bei Bedarf jederzeit wieder abgerufen werden: Zum Beispiel wenn es darum geht, einen Artikel über ein bestimmtes Thema zusammenzustellen.

Die Reporter des menschlichen Organismus sind die Nervenzellen. Sie sitzen auf der Haut, in der Nase, im Gehörzentrum der Ohren, in den Augen. Wenn beispielsweise ein Mensch mit dem Finger auf eine heiße Herdplatte fasst, dann melden die Nervenzellen laut und deutlich: Ofenplatte – heiß – Schmerz – Tut weh! Diese Information wird über Nervenbahnen der Amygdala-Zentrale gemeldet. Und die deponiert die Daten im Langzeitgedächtnis. Sie können jederzeit abgerufen werden. Wenn der Mensch dann wieder einmal eine heiße, rotglühende Herdplatte sieht, dann meldet sich das Langzeitgedächtnis zu Wort: Achtung! Heiße Herdplatte! Schmerz! Tut weh! Der Mensch ist gewarnt. Er vermeidet es, die heiße Herdplatte zu berühren.

Beim Träumen ist nun eben diese Amygdala besonders aktiv. Sie baut ganz offensichtlich die Einzelinformationen „Sehen, „Riechen, „Tasten, „Hören und „Schmecken" zu Traumbildern zusammen. Ist sie der Regisseur, der einzelne Impressionen zu einem Film zusammenbaut?

Maquet fand noch mehr heraus: Während in der Amygdala eigentlich stets Hektik wie in einer Zeitungsredaktion vor Zusammenstellung einer neuen Ausgabe herrschte, war in anderen Gefilden des Gehirns Funkstille angesagt. Ausgerechnet jene Gehirnpassagen, die für das logische Denken, aber auch für das Zeitgefühl des Menschen zuständig sind, mit denen analysiert und gedacht wird, bleiben beim Träumen vollkommen untätig.

Pierre Maquet machte erstmals sichtbar, was sich im Gehirn des Menschen abzeichnet, wenn er träumt. Er fertigte „Landkarten" des Gehirns an, in denen genau vermerkt wurde, welche Gehirnregionen beim Träumen aktiv und welche passiv sind. Wenn der Mensch so etwas wie ein gigantischer Roboter ist, dann besteht sein Hirn aus drei Computern. Der eine ist für die Logik, der andere für die Gefühlswelt zuständig. Beim Träumen wie im Wachzustand werden Eindrücke empfangen und an den dritten Computer weitergeleitet – an das Langzeitgedächtnis. Beim Träumen aber bleibt der Logik-Computer außer Betrieb. Warum das so ist, das konnte auch die aktuelle Studie des Belgiers Maquet nicht in Erfahrung bringen.

Bereits vor Jahren äußerte der französische Erforscher übersinnlicher Phänomene die Vermutung, Träume könnten so bizarr sein, weil sie nicht der logischen Zensur des Denkens unterworfen werden. Der erfolgreiche Autor von Werken wie „Aufbruch ins dritte Jahrtausend" zum Verfasser: „Auf den Menschen prasseln unvorstellbar viele Sinneseindrücke ein. Viele sind logisch, viele scheinbar unlogisch. Es sind deren zu viele, als dass der Mensch sie alle wirklich bewusst bearbeiten könnte." Also gebe es da so etwas wie einen Filter im Gehirn, der aussortiert. Wie man sich einen solchen Filter vorstellen müsse? Wie ein Computerprogramm, das so entworfen worden ist, bestimmte Informationen zu löschen und andere weiterzuleiten. Der Mensch bestimmt selbst, was gelöscht, was weitergegeben wird. Was aber lässt er löschen? Welche Informationen dürfen bestehen bleiben?

Nach Bergier wird an Informationen getilgt, was scheinbar mit dem Weltbild des Menschen absolut nicht in Einklang gebracht werden kann. Und es bleibt an Wissen erhalten, was eben dieses Weltbild bestätigt und stützt. Jahrtausende lang galt ein magisches Weltbild. Was heute als „übersinnlich" angesehen wird, gehörte zum Alltag. Die Kraft der Träume wurde genutzt. Auf die Botschaften der Seele wurde gehört. Das vorliegende Buch will die so oft verdrängte Welt der Träume in unser Bewusstsein rücken.

In Malta gab es vor Jahrtausenden heilige Stätten gigantischen Ausmaßes. Sie waren einer „schlafenden Göttin" geweiht. Die Stifter der wichtigsten

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