Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Kostenlos für 30 Tage, dann für $9.99/Monat. Jederzeit kündbar.

Geheimakte Esoterik II: Tempelritter, Freimaurer, Voodoopriester

Geheimakte Esoterik II: Tempelritter, Freimaurer, Voodoopriester

Vorschau lesen

Geheimakte Esoterik II: Tempelritter, Freimaurer, Voodoopriester

Länge:
240 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 1, 2013
ISBN:
9783944198781
Format:
Buch

Beschreibung

Die Esoterik war schon immer ein verborgenes Wissen, das von den Eingeweihten nur im Geheimen weitergereicht wurde - auch um den Nachstellungen der Mächtigen und der Obrigkeit zu entgehen. Die Weitergabe des Wissens erfolgte in Geheimgesellschaften oder Kulten, die sich teilweise bis heute erhalten haben. Teil 2 des Erfolgsbuches von Walter-Jörg Langbein!
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 1, 2013
ISBN:
9783944198781
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Geheimakte Esoterik II

Mehr lesen von Walter Jörg Langbein

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Geheimakte Esoterik II - Walter-Jörg Langbein

Literaturverzeichnis

Vorwort: Aufbruch ins dritte Jahrtausend

Vor einem halben Jahrhundert schrieben Louis Pauwels und Jacques Bergier in ihrem visionären Werk „Aufbruch ins dritte Jahrtausend" (Bern, Stuttgart 1962, S. 69): „Die Idee einer internationalen Gesellschaft, zu der sich Menschen zusammenschließen, die den Wunsch hegen, ihre wissenschaftlichen Entdeckungen gegen die organisierten Mächte, die Neugier und Habgier der anderen Menschen abzuschirmen, und sich vorbehalten wollen, ihre Entdeckungen erst im geeigneten Moment zu nutzen, sie für eine Reihe von Jahren geheim zu halten oder doch nur einen winzigen Bruchteil davon bekannt zu machen – diese Idee ist sehr alt und zugleich ultramodern."

Die Geschichte ist immer ein Ablauf von Kämpfen. Sie wird von Mächtigen bestimmt, die sich die Ohnmächtigen unterwerfen. Starke besiegen Schwache und zwingen ihnen ihre „Ideale" auf. Was richtig ist, das bestimmen die Sieger. Was falsch ist, legen Gewinner fest. Verlierer haben zu gehorchen. In der Welt des Wissens spielten zumindest ähnliche, wenn nicht gleiche Prinzipien eine zentrale Rolle. Auf der einen Seite gab es stets die etablierte Wissenschaft, die die gültige Lehre vertrat. Nicht selten war – und das gilt nicht nur für das Christentum – wissenschaftliches Denken von religiösen Autoritäten bestimmt.

Die Esoterik war immer verborgenes, verstecktes Wissen. Die „Akte Esoterik" rettete uraltes verborgenes, ja verbotenes Wissen vor dem Vergessen, gegen die Mächtigen, die bestimmen wollen, was Wissenschaft und was Aberglaube ist. Die Starken haben Angst vor dieser „Akte Esoterik". Hatte doch Esoterik sehr Häufiges etwas für die Meinungsmacher Subversives an sich. So nimmt es nicht Wunder, dass Esoteriker, allein schon um aus Selbsterhaltungstrieb den häufig extrem massiven Anfeindungen zu trotzen, esoterische Schulen formierten, in denen „Akte Esoterik" im Verborgenen weitergereicht und gelehrt wurde. Geheime Schulen und Gesellschaften entstanden. Sie wurden aber auch gegründet, um das esoterische Wissen ausschließlich Auserwählten zugänglich machen zu können. Es sollte einer elitären Minderheit vorbehalten sein und bleiben.

Der Templerorden ist eine typische Gemeinschaft, die von Esoterikern gegründet wurde. Den wissensdurstigen Männern ging es freilich nicht vordergründig um wissenschaftliche Studien, nicht um Erlangung von Weisheit. Sie studierten geheime Texte, weil sie im Heiligen Land einen esoterischen Schatz suchen wollten. Vermutlich fanden sie ihn. Wo aber ist er geblieben?

Sakrale Gebäude waren vor Jahrhunderten nicht selten so etwas wie Geheimwissen in Stein. Nur Eingeweihten war das bekannt. Nur Wissende konnten die massive Architektur der Kirchen wie ein Buch lesen.

0 Christus-Kirche, Bad Pyrmont

1.) Geheime Schulen und Gesellschaften

1.1.) Der Templerorden – die Suche nach einem esoterischen Schatz

Ordensgründung und Rituale

Hugo von Payens gründete 1119 in Jerusalem noch eher heimlich eine Ordensgemeinschaft. Da der Wohnsitz der zunächst völlig unbedeutenden Gruppe an den Salomonischen Palast grenzte, nannte sie sich auch „Arme Ritterschaft vom Salomonischen Tempel". Die offizielle Gründung erfolgte 1128. Erklärte offizielle Aufgabe der Ordensbrüder, so ließ von Payens auch verlautbaren, war der Schutz der frommen Europäer, die an die Wirkungsstätten Jesu im Heiligen Land pilgern wollten. Papst Honorius II. bestätigte 1127 offiziell den Orden. 1128 gilt nach verschiedenen Chroniken auch als das eigentliche Gründungsjahr des Tempelherrenordens als religiöse Gemeinschaft.

Die Väter der Geheimgesellschaft sind der Benediktiner Bernhard von Clairvaux, Hugo von Payens und Johannes Michaelensis. Bernhard von Clairvaux (1091-1153), der eigentliche Begründer des Zisterzienserordens, wird in der katholischen Kirche als „Patron der Todesstunde" verehrt. Ihm werden zahlreiche Heilungen nachgesagt. 1174 wurde er heilig gesprochen. Hugo von Payens wurde der erste Großmeister des Ordens. Johannes Michaelensis lege die Statuen der Gesellschaft schriftlich fest.

Einmal dem Papst unterstellt, galt der Orden als endgültig anerkannt. Die „arme Ritterschaft" wurde rasch wohlhabend. Erbschaften und Schenkungen ließen schnell ein ordentliches Finanzpolster anwachsen. Geschickter Umgang mit den anvertrauten Mitteln, eifrig betriebene Finanzgeschäfte ließen den Orden in erstaunlichem Tempo anwachsen. Er gewann besonders in West- und Südwesteuropa an Bedeutung.

Das Emblem de Templer war ein Pferd, auf dem zwei Ritter, behelmt, mit Schild und Speer versehen, sitzen. Das Symbol sollte Brüderlichkeit und Armut versinnbildlichen, die Haupttugenden des Ordens. Arm war die Gemeinschaft ja schon längst nicht mehr. Aber auch das dicke Finanzpolster änderte nichts an dem brüderlichen Einvernehmen der Templer. Es wurde streng darauf geachtet, dass der Orden immer eine verschworene Gemeinschaft blieb, deren Treffen streng geheim waren. Für Fremde absolut tabu waren besonders die Einweihungszeremonien. Sie fanden in bewachten Stiftshäusern statt.

Zu Beginn der Feierlichkeiten stellte ein Großprior der gesamten versammelten Ritterschaft die Frage, ob denn der Neue aufgenommen werden sollte. Regte sich Widerspruch? Falls kein Einspruch angemeldet wurde, musste der Novize, der aufgenommen werden wollte, seine finanzielle Situation offenbaren. Hatte er Schulden? Gab es finanzielle Verpflichtung der Familie gegenüber? Hatte er einem anderen Herrn die Treue geschworen? Konnte er diese Fragen verneinen, waren die Grundvoraussetzungen für die Ordensaufnahme gegeben. Erst jetzt durfte er niederknien und darum bitten, als „Diener und Sklave" des Tempels aufgenommen zu werden. Er legte das Gelübde ab und bekam den weißen Mantel mit rotem Kreuz auf dem Schulterteil umgehängt. Er unterstand jetzt keiner weltlichen Justiz mehr. Nur noch dem Ordenschef musste er Rechenschaft ablegen – und Gott.

Über das Aufnahmeritual selbst wird viel spekuliert. In einschlägiger Literatur wird immer wieder behauptet, der Aufnahmeritus sei eine Verunglimpfung des christlichen Glaubens gewesen. Angeblich musste jeder Novize zu Beginn des Rituals das Kreuz verhöhnen, den Gekreuzigten bespucken und gegen das Kreuz treten. Er musste, so heißt es weiter, Christus verleugnen und schließlich dem Zeremonienleiter sowie allen anderen Ordensmitgliedern küssen – nach dem „Lexikon der Esoterik" ... „auf Stellen, die man sonst schamhaft zu verhüllen pflegt". Schließlich sei den Neumitgliedern die ausdrückliche Genehmigung erteilt worden, widernatürliche Unzucht zu treiben.

Es muss in starkem Maße bezweifelt werden, dass die aufgeführten Behauptungen über das Aufnahmeritual in den Templerorden auch den Tatsachen entsprechen. Die Templer selbst haben keine offiziellen Statuten hinterlassen. Einige Ordensmitglieder machten bei den Prozessen gegen die Gemeinschaft Aussagen, auch über die Riten. Diese Aussagen geschahen freilich nicht freiwillig, sie erfolgten vielmehr unter den Torturen der Folter. Vermutlich sagten die Gemarterten nur, was ihre Peiniger hören wollten. Eine Verurteilung und Zerschlagung des Ordens musste durch die Aussagen legitimiert werden.

1 Die Templer erobern Jerusalem zurück.

Ritter und Kreuzzüge

1070 eroberten die türkischen Seldschuken Jerusalem. Aus Sicht der Kirche geriet damit die Heilige Stadt in den Besitz von Ungläubigen. Papst Urban II. rief daraufhin 1095 auf der Synode zu Clemont-Ferrand zum „christlichen Krieg gegen die Heiden" auf. Begeisterte Massen, die freilich alles andere als militärisch ausgebildete oder gar erfahrene Truppen waren, zogen daraufhin gen Jerusalem und wurden vernichtend geschlagen. Nord- und südfranzösische, lothringische, flämische und normannische Ritter hatten hingegen Erfolg. Unter Gottfried von Bouillon als Anführer eroberten sie 1096 bis 1099 im 1. Kreuzzug Jerusalem zurück.

2 Hugo von Payens übernahm den Tempel.

Die offizielle Aufgabenstellung für die Templer lautete: Sicherung der Pilgerwege ins Heilige Land. Ein solcher Schutz war auch dringend nötig. Erreichten doch viele Pilger, die Jerusalem besuchen wollten, die Heilige Stadt gar nicht. Manche (die „glücklicheren" unter ihnen?) fanden einen raschen Tod bei Überfällen durch Sarazenen aus dem nordwestarabischen Raum. Ein schlimmes Schicksal wurde jenen zuteil die gefangen genommen wurden. Sie kamen als Sklaven in den Handel und wurden verschleppt, sahen die Heimat nie wieder.

1129 bestand die Gemeinschaft der Templer aus 300 Mitgliedern. Idealisten wie Glücksritter, die auf eine glanzvolle Karriere hofften, vornehmlich aus Adelskreisen, strebten höhere Posten an. Männer aus dem einfachen Volk taten eifrig ihren Dienst als Waffenknechte. Nicht wenige von ihnen mögen dabei zunächst tatsächlich ideelle Zwecke verfolgt haben. Auch wenn die Heiligen Stätten wieder in christlicher Hand waren, so griffen die „Ungläubigen" doch ständig an, mussten abgewehrt werden. Dazu sollten Krieger anrücken. Die aber brauchten Geleitschutz, um überhaupt nach Jerusalem zu kommen.

Der Papst hatte freilich gehofft, dass sich weit mehr Krieger aus Europa an der „heiligen Sache beteiligen würden. Doch der Kreuzfahrergedanke stieß im christlichen Europa alles andere als auf helle Begeisterung. So fehlte den Truppen vor Ort die nötige Unterstützung, die christlichen Kämpfer mussten immer wieder herbe Niederlagen einstecken. 1146 verbuchten die „heidnischen Gegner große militärische Erfolge. Im gleichen Jahr gelang es Bernhard von Clairvaux, einem der Gründerväter der Ordensritter, auch die Deutschen zu begeistern. Sie schlossen sich einem Kreuzzug unter König Ludwig VII an und wurden vernichtend geschlagen.

Inzwischen wuchs der Orden der Tempelritter, die in gleichem Maße nicht nur die Wege nach Jerusalem sicherten. Sie griffen vielmehr immer häufiger mit eigenen Truppen unmittelbar in das Kampfgeschehen ein. Zweifelsohne waren sie immer wieder maßgeblich an militärischen Erfolgen in Jerusalem beteiligt.

1187 eroberte Sultan Saladin allerdings Jerusalem zurück. Kaiser Friedrich I., Richard Löwenherz und König Philipp II von Frankreich versuchten vergeblich in einem weiteren Kreuzzug (1189-1192) den Europäern wieder zum Sieg zu verhelfen. Gewiss, sie konnten einige Teilsiege erringen, Jerusalem aber nicht aus Feindeshand befreien. Wieder wurden Truppen in die Schlacht geworfen, 1202-1204, vergeblich.

Den militärischen Irrsinn, aber auch den Missbrauch religiöser Begeisterung verdeutlicht der so genannte „Kinderkreuzzug". 1212 marschierten französische und deutsche Kinder los. Sie kamen, von eigentlich nur als verrückt zu bezeichnenden religiösen Fanatikern gehetzt, zu Tausenden bis nach Genua und Mailand. Wie viele von ihnen schon während des Gewaltmarsches elendiglich umkamen, darüber gibt es keine Aufzeichnungen. Am Meer angekommen, erlebten die religiös Verblendeten eine herbe Enttäuschung. Gott stand ihnen nicht bei. Es wiederholte sich nicht das biblische Wunder der Teilung des Meeres. Sie konnten nicht trockenen Fußes nach Jerusalem gehen. Zwielichtige Gesellen mit eindeutig kriminellen Interessen versprachen rasche Hilfe und organisierten Schiffe. Vermutlich sprachen sie sich gleich mit Sklavenhändlern ab. Denn kein Kind erreichte je Jerusalem. Die Verblendeten wurden als Sklaven verkauft.

Was blutiges Gemetzel nicht erreichen konnte, das gelang Friedrich II anno 1229. Nach teilweise zähen Verhandlungen mit Sultan al-Kamil ging Jerusalem in christlichen Besitz über: immerhin bis 1244. Dann obsiegten wieder die „Heiden".

Machtpolitik

Im 12. Jahrhundert sahen sich kirchliche Autoritäten in zunehmendem Maße wachsender Kritik ausgesetzt. Die Bevölkerung beobachtete teils mit Argwohn, teils mit Abscheu, dass nicht wenige Kleriker in Reichtum schwelgten und sich einem Luxusleben hingaben, das zum oftmals ärmlichen Leben der sonstigen Bevölkerung in krassem Widerspruch stand. Die Kleriker, dieser Eindruck entstand, predigten ihren Schäflein Wasser und tranken selbst Wein.

Der Ritterstand hatte einen mehr als schlechten Ruf. Die weltliche wie die kirchliche Obrigkeiten wussten beide nicht so recht, welche Gesinnung die kampferprobten Männer hatten. Waren sie überhaupt einem bestimmten Lager zuzuordnen? Konnte sich die Obrigkeit auf sie verlassen? Bernhard von Clairvaux hatte da erhebliche Zweifel. 1095 äußerte er sich abfällig, bezeichnete

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Geheimakte Esoterik II denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen