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Hagar Qim: Auf den Spuren eines versunkenen Kontinents - Rätsel um die Insel Malta

Hagar Qim: Auf den Spuren eines versunkenen Kontinents - Rätsel um die Insel Malta

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Hagar Qim: Auf den Spuren eines versunkenen Kontinents - Rätsel um die Insel Malta

Länge:
390 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 20, 2014
ISBN:
9783956520747
Format:
Buch

Beschreibung

Die Tempel und mysteriösen Spuren im Korallenkalkstein der Mittelmeerinseln Malta und Gozo geben Wissenschaftlern wie interessierten Besuchern der maltesischen Inseln Rätsel auf. Gerade diese Spuren, die im einheimischen Sprachgebrauch als "Cart Ruts" - Karrenspuren, bekannt sind, scheinen einzigartig auf dieser Erde zu sein. Zwar gibt es ähnliche Spuren, die wirklich auf alte Karren zurückzuführen sind, doch die Präzision und die Art der maltesischen Cart Ruts weisen alle konventionellen Erklärungsversuche zurück. Alexander Knörr machte sich auf, diese Rätsel zu untersuchen und stieß während seiner jahrelangen Recherchen auf immer mehr rätselhaftes. Er verfolgte die mysteriösen Cart Ruts durch Europa und stieß auf ein Jahrtausende altes Geheimnis - er deutet die von ihm aufgespürten Hinweise und kommt zu einem Schluss, der nur eines zulässt: Der Mittelmeerraum barg in einer fernen Vergangenheit eine technisch hochentwickelte Zivilisation die durch eine kosmische Katastrophe zerstört wurde. Ihre spärlichen Hinterlassenschaften sind heute noch vorhanden, werden aber meistens falsch gedeutet oder einfach übersehen. Folgen Sie Alexander Knörr auf eine atemberaubende Reise durch unsere bisher unbekannte Vergangenheit.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 20, 2014
ISBN:
9783956520747
Format:
Buch

Über den Autor


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Hagar Qim - Alexander Knörr

Bildnachweis

Wenn Steine beginnen zu reden …

Vorwort des Autors

Malta! Faszinierend ragt diese Insel zwischen Sizilien und Libyen aus dem Mittelmeer.

Faszinierend durch ihre Schönheit und Anmut, durch ihre traditionsreiche Geschichte, aber vor allem auch durch ihre Rätsel, die sie seit jeher den staunenden Besuchern dieses idyllischen Eilands aufgibt. Als Tourist ist Malta auf jeden Fall eine Reise wert.

Ganz abgesehen davon, ob man sich für alte Kulturen und deren Rätsel interessiert, bietet diese kleine Insel mit ihren Schwesterinseln Gozo und Comino alles was das Touristenherz begehrt.

Auch wenn die maltesischen Inseln hauptsächlich aus Felsgestein bestehen, weisen sie doch an der einen oder anderen Stelle sogar einen Sandstrand für die Sonnenanbeter unter den Touristen auf.

Jedoch ist die Inselgruppe in Ihrer Ganzheit ein großer Haufen Gestein! Meistens begegnet man hier dem gewachsenen Korallenkalkstein, der auch durch seine besondere Härte besticht.

Die Geschichte Maltas strotzt geradezu von historischen und bautechnischen Rätseln und beeindruckenden geschichtlichen Fakten.

Durch die mannigfaltigen Kulturen, welche die Insel im Laufe der Jahrtausende durch ihre zentrale Lage im Mittelmeer beeinflussten, begegnet man fast an jeder Stelle der Inseln anderen erstaunlichen Fakten und Bauwerken.

Allein für die interessierten Kirchgänger, die sich überall auf der Welt in den Kirchen der Urlaubsorte breit machen und wahre Prozessionen von Kirche zu Kirche abhalten, bietet Malta eine gewaltige Fleißaufgabe: Malta verfügt über sagenhafte 365 Kirchen!

Man könnte also, wenn man sich jeden Tag nur eine Kirche vornimmt, ein ganzes Jahr voller Spannung auf Malta verbringen.

Oder aber, auf einen normalen Urlaubszyklus von 10 Tagen gerechnet, hat man jeden Tag 37 Kirchen auf dem Programm! Eine schöner als die andere.

Die Insulaner haben auch von den italienischen Nachbarn gelernt, vorzügliche Weine an- und auszubauen. Und, gerade für mich als Gourmet interessant, die maltesische Küche bietet sehr viel Abwechslung und natürlich fangfrischen Fisch. Das zeigt, dass man, touristisch gesehen auf Malta keineswegs zu kurz kommt.

Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken als Kirchen, Strände, Küche und eine unvergleichliche Landschaft.

Die Tempel Maltas sind ein wahrer Touristenmagnet und auch die aufgeschlossenen Forscher überall auf dem Erdball ziehen die maltesischen Tempel in ihren Bann. Eines ihrer Rätsel und auch das vordergründigste ist ihre bestechende Vielzahl.

Sage und schreibe 25 steinzeitliche Tempel zählt die moderne Archäologie auf Malta, und Gozo beherbergt gleich noch einmal die stattliche Anzahl von sieben steinzeitliche Tempelanlagen.

Wenn man sich überlegt, was unsere Vorfahren vor – archäologisch feststehenden – ca. 5.000 bis 6.000 Jahren für Strapazen auf sich genommen haben, um diese Tempel zu errichten, fragt man sich, wozu denn das Ganze gut sein soll. Weiter fragt man sich, wie eine solche Bauleistung ohne Schrift, ohne Mathematik und nur von primitiven Menschen hervorgebracht worden sein soll.

Doch waren die Tempel Kultstätten und Gebäude, in denen Götter verehrt wurden? Ohne Zweifel! Sagt die moderne Archäologie!

Jedoch sind unsere Archäologen auch frei von irgendwelchen Zwängen, die ihre Ansichten prägen? – Wohl kaum.

Denn selbst wenn sie starke Abweichungen von der Norm feststellen würden, könnten sie diese Erkenntnisse, auch wenn diese richtig und unumstößlich wären, nicht der Öffentlichkeit präsentieren, ohne ihr Ansehen in der Riege der archäologischen Fakultät zu verlieren.

Leider ist es immer noch so, dass gerade die Archäologie auf Dogmen aufgebaut ist, die ein jeder Archäologiestudent von seinen Professoren geradezu aufgedrängt bekommt – und wenn er andere Erkenntnisse als die langjährig bekannten und als zwingend richtig erklärten, hinzuziehen möchte, fällt er durch. So einfach ist das!

Die Spekulationen auf wirkliche Neuentdeckungen bleiben den so genannten Laienforschern vorbehalten.

Diese können dann auch von den angesehenen Archäologen angeprangert werden.

Laienforscher, wie auch ich einer bin, lassen Steine reden.

Lassen die offensichtlichen Eindrücke für sich sprechen und hinterfragen die althergebrachten Meinungen der Archäologen. Nicht, dass ich automatisch alle Erkenntnisse und Errungenschaften der Archäologen als nichtssagend hinstellen möchte. Keineswegs! Ich möchte nur an dem feststehenden Weltbild rütteln und sozusagen wach rütteln. Offensichtliche Fehler in der Geschichtsschreibung sollten auch einmal von offizieller Seite aus als falsch angeprangert werden. Wenn auch ein Fragezeichen bleibt, und man sich einmal keinen Reim drauf machen kann, sollte man trotzdem diesen Weg gehen und nicht unweigerlich die uralten Dogmen einfach übernehmen, damit man eine Lösung vorweisen kann.

Schauen Sie sich die Rätsel der maltesischen Inseln einmal persönlich an!

Das möchte ich Ihnen ans Herz legen! Und Sie werden mich verstehen und erleben, dass die Steine beginnen zu reden!

Dieses Buch soll Ihnen die wahren Rätsel dieser Mittelmeerinselgruppe darlegen und vielleicht einen Ansatzpunkt für deren Lösung liefern. Natürlich war auch ich nicht dabei als die Tempel Maltas entstanden und die frühen Malteser ihre steinernen Monumente erschufen, also kann auch ich nur – wie die Archäologen in den meisten Fällen auch – spekulieren und Lösungsmöglichkeiten liefern!

Auf jeden Fall wird dieser Exkurs für Sie ein spannender sein!

Lassen Sie sich entführen in die rätselhafte Welt Maltas!

Ihr

Alexander Knörr

So weit so gut …

So weit so gut – und das wäre auch schon mein Vorwort gewesen …

Als ich mit meinen Recherchen zu diesem Buch vor nunmehr sieben Jahren begann, wollte ich ein Buch schreiben, welches alle Rätsel der Mittelmeerinseln Maltas umfasst und als Denkanstoß zu ihrer eventuellen Lösung zu gebrauchen gewesen wäre.

Seit dem ersten Gedanken an ein diesbezügliches Buch hat sich aufgrund eben dieser meiner Recherchen vieles gewandelt und verändert.

Meine Denkanstöße sind ebenso wie mein Buch einem stetigen Wandel unterworfen. Die nunmehrige Fassung unterscheidet sich in so manchem von der Ur-Fassung, die noch vor sieben Jahren in meinem Kopf entstanden war.

Eigentlich wollte ich ein ganz spezielles Wort nie in den Mund nehmen. Dieses eine Wort hat schon für so viel Aufruhr und kontroverse Theorien und Denkansätze gesorgt, dass ich nie etwas dazu schreiben wollte.

Für fast jede, oft unsinnige, Theorie musste es herhalten! Von Laien wie von Wissenschaftlern wurde es aufs höchste strapaziert.

Nie wollte ich ein Wort in den Mund nehmen, zu dem mich aber alle meine Recherchen zu diesem Buch immer und immer wieder hin trugen, mich quasi an der Hand nahmen und wie selbständig führten!

Im Grunde wollte ich beweisen, dass Malta der Dreh- und Angelpunkt einer uralten Hochzivilisation gewesen ist, die sich im gesamten Mittelmeerraum ausbreitete. Später fand ich Indizienbeweise in Form alter Bauwerke und Hinterlassenschaften wie den phänomenalen Cart Ruts, welche meine These stützten, aber auch belegten, dass diese Kultur im wahrsten Sinne des Wortes „untergegangen" war.

Eine Hochzivilisation, weitaus älter als alles, an das wir uns bewusst erinnern, nur in Form einzelner Überreste übrig gebliebener Bauwerke erhalten, welche uns heutzutage vor Unverständnis staunen lassen; so mächtig und eindrucksvoll, dass sie zu ihrer Zeit alles in ihrem weiten Umfeld beeinflusst haben muss! Eine solche Hochzivilisation ist uns nur unter einem Namen bekannt.

Sie werden schon lange wissen, welchen ich meine, welchen ich die ganze Zeit versuche zu umgehen, weil allein schon die Nennung dieses Namens meine Theorie ad absurdum führen und sofort angreifbar machen würde.

Der Name, den ich nie verwenden wollte, aber zwangsläufig verwenden muss, ist der Name einer untergegangenen Hochzivilisation, die weit vor der Zeit wie wir sie kennen bereits erloschen ist – Atlantis!

Nicht noch ein Buch über Atlantis! – Ich weiß. Ich weiß es doch selbst.

Aber ich denke, dass niemand die einzelnen Hinweise dergestalt gedeutet hat, wie ich dies in Zusammenhang stelle (ich wüsste auf jeden Fall nicht, lasse mich aber gerne belehren).

Also gehen Sie nicht zu kritisch mit der Verwendung des Namens Atlantis um, ich verspreche Ihnen, dass ich diesen nicht über Gebühr strapazieren werde!

Ich wünsche Ihnen nochmals viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Lesen dieses Buches.

Wenn Ihnen das Lesen nur halb so viel Freude bereitet, wie mir das Recherchieren und Schreiben, bin ich schon zufrieden.

Ihr

Alexander Knörr

Frische Brise in unserem Denken …

Gerade einmal zwei Flugstunden – was ist das schon im modernen Zeitalter von Mobilität und Massentourismus – liegt die Insel Malta, klein, aber vollgepackt mit den erstaunlichsten Hinterlassenschaften einer längst vergangenen Zeit.

Mit Dingen, die uns tausend Rätsel aufgeben. Und solchen, die einfach nicht zusammenpassen wollen mit unserem traditionellen Weltbild, das noch immer den ungebildeten und grobschlächtigen Vorzeit-Wilden propagiert, dessen technisches Wissen im besten Fall zum Aneinanderschlagen zweier Feuersteine ausreichen mag.

Dass dieses Geschichtsbild allenfalls für jene Zeitgenossen tauglich ist, die ohne nachzufragen alles unwidersprochen abnicken, merkt man spätestens dann, wenn man sich selbst auf den Weg macht, mysteriöse Relikte vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Hierfür ist die besagte Mittelmeerinsel Malta ein Ort par excellence!

Nur 27 Kilometer lang und an ihrer breitesten Stelle 15 Kilometer messend, bietet sie auf engstem Raum eine derartige Fülle an prähistorischen Kostbarkeiten, wie ich das in vergleichbarer Konzentration bislang nur auf einem anderen winzigen Eiland am anderen Ende dieser Welt erlebt habe – auf der nicht minder geheimnisvollen Osterinsel.

Auf Malta stolpert man fast über Ungereimtheiten aus rätselhafter Vergangenheit. Da ziehen sich paarweise Rillen über den felsigen Untergrund, die in den einschlägigen Reiseführern abschätzig als „Cart Ruts bezeichnet werden. Also als „Karrenspuren – nur dies können sie auf keinen Fall gewesen sein.

Eine Vielzahl an Tempeln, gebaut aus tonnenschweren Monolithen, lässt uns hilflos vor der Frage stehen, mit welchen technischen Mitteln die Altvorderen dies bewerkstelligt haben mögen. Die klassische Archäologie gesteht ihnen hierfür fast weniger als Nichts – drastisch ausgedrückt – zu.

Und wer noch nicht sprachlos staunt, wird dies spätestens im Hypogäum von Hal Saflieni tun.

Tief unten, in den Eingeweiden der Erde, wurden Ein- und Durchgänge, Kammern und Nischen, Hallen und Galerien aus dem Fels herausgearbeitet. Fugenlos ragen gewaltige, tadellos gearbeitete Säulen nach oben, welche die Kuppel der Haupthalle stützen. Nichts wirkt gestückelt, alles wie aus einem Guss – oder wie aus dem Vollen geschnitzt.

Steinzeitmenschen, heißt es, müssen das unterirdische Wunderwerk geplant und erbaut haben. Aber im gleichen Atemzug wird eingewendet, dass Steinzeitmenschen unmöglich über das hierzu notwendige Knowhow verfügt haben.

Als Forscher und Autor, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, seinen Lesern über möglichst viele geheimnisvolle Stätten dieser Welt von vor Ort zu berichten, hat es mich in den vergangenen Jahren bereits neun Mal auf die kleine, aber feine Insel zwischen Sizilien und Nordafrika verschlagen. Es wurde mir nicht langweilig dabei, denn jedes Mal gab es neue, noch nicht bekannte und bis dato nicht publizierte Dinge zu entdecken.

Mehrere Male hat mich bei diesen Reisen Alexander Knörr begleitet, ein aufgeweckter und ohne Scheuklappen denkender Mensch, der sich mit vorgefertigten „Erklärungen" aus dem Schulbuch partout nicht zufrieden geben will.

Was Malta und auch weitere Schauplätze früherer Hochkulturen angeht, vertiefte er seine Recherchen vor Ort und zog es vor, an den Stätten selbst zu forschen, anstatt als „Schreibtischtäter" den bequemeren Weg zu gehen. Und kam zu interessanten Schlussfolgerungen, die er in den nachfolgenden Seiten zur Diskussion stellt.

Muss nun aber jeder, der auf ein spannendes Sachthema gestoßen ist, auch gleich ein Buch darüber schreiben? Ertrinken wir nicht in einer Papierflut, die schon lange nicht mehr überschaubar ist?

Alleine im deutschen Sprachraum werden alljährlich den Verlagen weit mehr als eine Million Manuskripte angeboten. Wer soll das alles drucken, in die Buchhandlungen bringen, kaufen und letztendlich lesen? Und außerdem: Was wollen wir noch mit Büchern, wo die elektronischen Medien viel bequemer zu konsumieren sind, und keinen Platz mehr im Bücherregal benötigen? Speziell beim i-pod- und sms-verseuchten Nachwuchs steht doch sowieso zu befürchten, dass diese Jugend mit Büchern nichts mehr anzufangen weiß.

Ich bin guter Hoffnung; dass sich dieser Trend wieder einmal wendet. Daher zuerst eine Lanze für das gute, alte, auf Papier gedruckte und zwischen zwei Deckel gebundene Buch. Ist es doch nicht jedermanns Sache, Stunden, Tage und Nächte vor dem flimmernden Computer-Bildschirm zu sitzen. Ein Buch kann man einpacken, nicht nur an regnerischen Tagen Spannung und Informationen genießen, ohne einen PC oder den Laptop an eine Steckdose stöpseln zu müssen.

Und Bücher liefern noch immer neuen Gesprächsstoff. In einer Zeit, da in den Medien oft unerträgliche Gleichmacherei herrscht, ist dies unschätzbar wichtig. Neunmalkluge Zeitgenossen verkaufen uns ihre Meinung als der Weisheit allerletzten Schluss, und alle Welt hängt beflissen an ihren Lippen.

Hat uns nicht einer dieser Fernsehonkels mit dem bedeutungsschwangeren Augenaufschlag längst in seiner Show zur Prime-Time erklärt, wie das mit den Holzrollen beim Pyramidenbau funktioniert, und dass Außerirdische niemals die unvorstellbaren Distanzen im Weltall überwinden können?

Nach diesem fatalen Prinzip funktioniert übrigens auch unser gesamtes Bildungssystem. Wie kommt man an gute Noten oder die begehrten „Scheine" im Studium? Richtig: Wer seinem Lehrer oder Professor am getreulichsten das vorgekaute Material wiedergeben kann, der ist Klassenbester. Eigene Meinung oder am Ende vielleicht ausgefallene Denkmodelle? Nein, danke! So wird klar, warum es auch in der Forschung so schwer ist, mit neuen Gedanken echten Fortschritt zu erzielen.

Wie man sieht, ist es sogar bitter notwendig, dass wer von seiner Sache überzeugt ist, – selbst gegen den Strom tradierter Lehrmeinungen – Bücher schreibt.

Ohne das gute Sachbuch würde sich überhaupt nichts bewegen! Die Wissenschaften blocken ab, verlangen zuweilen mehr Glauben als die Religionen.

Über neue Denkansätze kann es nicht genug gute Bücher geben. Und was Alexander Knörr an Ergebnissen und Erkenntnissen in diesem Werk vorstellt, ist gleichsam mit Herz und Hand geschrieben, basiert auf gründlichen Recherchen an den Orten des Geschehens. Ich wünsche Ihnen nun eine spannende Expedition auf die maltesischen Inseln. Dort, wo vom Meer stets eine erfrischende Brise weht, die auch wir in unserem Denken gut gebrauchen können!

Ihr Hartwig Hausdorf

1. Kapitel

Maltas Tempel

Nirgends in Europa findet man mehr steinzeitliche Tempelanlagen als auf dem kleinen Eiland Malta und dessen Schwesterinsel Gozo! Heute kann man die ursprüngliche Schönheit und Vollkommenheit, die Größe und Gewaltigkeit der alten Tempelanlagen Maltas und Gozos nur noch erahnen.

Einige Tempelanlagen sind noch sehr gut erhalten und zeugen von ihrer einstmaligen Schönheit und Größe. Andere wiederum sind nur noch bruchstückhaft vorzufinden und lassen uns im Unklaren darüber, wie diese gewaltigen Tempelkomplexe ursprünglich in ihrer Ganzheit wirkten.

Leider ist das leidige Thema Tourismus auch schuld an der Zerstörung so mancher „Tempel-Herrlichkeit"! Wenn man in einem dieser imposanten Bauwerke steht und die alten Zeiten auf sich wirken lassen möchte, wird man nicht nur jäh von Touristengeplapper unterbrochen, sondern auch von so manchem modernen Graffito wieder in die Realität gerissen!

Dass viele der Tempelanlagen nur noch Archäologen Zutritt bieten und vor Touristen und anderen Besuchern geschützt werden, in dem man sie einzäunt, ist somit nicht verwunderlich!

25 Tempel für die Götter?

Einer der Kernpunkte, um den die maltesischen Tempel sich drehen, ist, wie auch schon im Vorwort beschrieben, ihre große Anzahl. An jeder Ecke Maltas und Gozos trifft man auf steinzeitliche Tempel!

Ein Tempel dient in seiner allgemeinen Definition der Verehrung. Also soll in einem Tempel eine Gottheit oder dergleichen angebetet werden. Dieser Tempel diente also, ähnlich der modernen Kirchen und Moscheen oder anderer Gotteshäuser weltweit der Ausübung einer Religion.

Hinweise darauf, dass die Tempel Maltas und Gozos wirklich der Ausübung einer Religion dienten, sammelten die Archäologen in Form von einzelnen Hinweisen wie z. B. kleiner Statuetten, welche in den Tempelanlagen bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Abb. 1: Statuette der „Venus von Malta", gefunden im Tempel Hagar Qim, heute ausgestellt im archäologischen Museum von Valetta

Da die meisten dieser Statuetten wohl geformte, teilweise überaus üppige, weibliche Rundungen aufweisen, liegt laut Meinung der zuständigen Archäologen nahe, dass ein Kult um die Magna Mater (lateinisch: große Mutter – Muttergottheit), eine Fruchtbarkeitsgöttin, hier gepflegt wurde.

Auch im Hypogäum von Hal Saflieni wurde eine „schlafende Venus oder „Sleeping Lady, so die offizielle Bezeichnung, unter einer Anhäufung von Knochenstaub und unzähligen Knochen gefunden.

Abb. 2: Die schlafende Venus von Hal Saflieni, heute ausgestellt im archäologischen Museum von Valetta

Die Sleeping Lady stellt einen einzigartigen Fund dar. Nirgendwo auf den maltesischen Inseln wurde eine ähnliche Figurine gefunden. Und der Umstand, dass diese unter Tausenden von Knochen gefunden wurde, erweckt unter den Archäologen den Anschein, dass diese eine Gottheit des ewigen Schlafes symbolisiert.

Nicht nur kleine Figuren dieser Magna Mater, der Fruchtbarkeitsgöttin, wurden in den Tempeln gefunden – nein, auch überaus große Statuen wurden im Hal Tarxien Tempel, inmitten der Ortschaft Tarxien, bei den Ausgrabungen zu Tage gefördert.

Auch die Form der Tempel spricht nach Angaben der Archäologischen Stellen für die Verehrung der Magna Mater. Denn die Apsen der Tempel erinnern an die Rundungen der aufgefundenen Gottheitsstatuen – allerdings erst jetzt, in ihrem jetzigen Zustand, ohne Dach und von der Luft aus gesehen.

Waren die Tempel Maltas also ehemals zur Ausübung einer Fruchtbarkeitsreligion erschaffen worden? Eigentlich ein nahe liegender Gedanke, wenn man sich die oftmals karge Landschaft der maltesischen Inseln ansieht.

Scheint alles zu passen! Aber: Wenn diese Tempel wirklich der Ausübung einer Religion galten, werfen sie trotzdem noch einige Fragen auf! Malta ist ein recht kleines Eiland und zur Zeit so stark bevölkert wie nie zuvor in seiner bewegten Geschichte.

Abb. 3: Modell eines maltesischen Tempels – erinnert die Formgebung an die Rubensfigur der Magna Mater?

Abb. 4: Bildnis der Muttergöttin Magna Mater

Warum also benötigte man in der Steinzeit – denn die Tempel sollen ein Alter von 6.000 Jahren haben – bei einer geschätzten Inselpopulation von 3.000 Menschen, eine solche Ansammlung von Tempeln auf einem derartig kleinen Fleckchen Erde?

War die maltesische Inselgruppe also ein steinzeitlicher Wallfahrtsort? Genau das wird von manchen Archäologen vermutet! Dass Malta als eine

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