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Der neue Landdoktor 20 – Arztroman: Ich war dir niemals untreu!

Der neue Landdoktor 20 – Arztroman: Ich war dir niemals untreu!

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Der neue Landdoktor 20 – Arztroman: Ich war dir niemals untreu!

Länge:
124 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 28, 2016
ISBN:
9783740904463
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...

"Dann wünsche ich guten Appetit!" Traudel Bruckner, die Haushälterin und gute Seele im Doktorhaus, schaute freundlich in die Runde ihrer Lieben. Wie so oft saßen nicht nur die Mitglieder der Familie Seefeld am Tisch in der gemütlichen Landhausküche. Neben Emilia, der vierzehnjährigen Tochter Sebastian Seefelds, hatte ihr Freund Markus Platz genommen. Er war gleich nach der Schule mit ins Doktorhaus gekommen, weil morgen eine Französischarbeit anstand, für die die Jugendlichen lernen wollten. Zwei andere Freundinnen würden später auch noch dazukommen, und alle zusammen hätten dann die Terrasse am weitläufigen Garten als herrlichen Arbeitsplatz.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 28, 2016
ISBN:
9783740904463
Format:
Buch

Über den Autor


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Der neue Landdoktor 20 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor –20–

Ich war dir niemals untreu!

Und das werde ich beweisen

Roman von Tessa Hofreiter

»Dann wünsche ich guten Appetit!« Traudel Bruckner, die Haushälterin und gute Seele im Doktorhaus, schaute freundlich in die Runde ihrer Lieben.

Wie so oft saßen nicht nur die Mitglieder der Familie Seefeld am Tisch in der gemütlichen Landhausküche. Neben Emilia, der vierzehnjährigen Tochter Sebastian Seefelds, hatte ihr Freund Markus Platz genommen. Er war gleich nach der Schule mit ins Doktorhaus gekommen, weil morgen eine Französischarbeit anstand, für die die Jugendlichen lernen wollten. Zwei andere Freundinnen würden später auch noch dazukommen, und alle zusammen hätten dann die Terrasse am weitläufigen Garten als herrlichen Arbeitsplatz.

Neben Sebastian Seefeld, dem beliebten Landarzt, saß eine sehr hübsche, schweigsame junge Frau. Sie war klein und zierlich, hatte einen hellen, seidigen Teint und faszinierende Augen, die je nach Beleuchtung grün oder blau-grün schimmern konnten. Ihre langen dunkelblonden Haare hatte sie zu einem lässigen Knoten auf dem Kopf zusammengefasst. Sie trug ein leichtes, blau-graues Sommerkleid, das mit zarten Vogelfedern bedruckt war, und eine hauchdünne, goldene Halskette. Die junge Frau war Viktoria Plessin, eine Medizinstudentin kurz vor dem letzten Teil des Examens. Ihre Doktorarbeit hatte sie bereits abgeschlossen, der größte Teil ihres praktischen Jahres im Uniklinikum lag hinter ihr. Viktoria wollte ihre praktischen Erfahrungen nicht nur im Krankenhaus sammeln, sondern auch in einer Landarztpraxis. Deshalb war sie ab heute die neue Mitarbeiterin von Doktor Sebastian Seefeld.

»Wie sind denn Ihre ersten Eindrücke gewesen, Viktoria?«, erkundigte sich Sebastian freundlich. Er war ein gut aussehender, großer Mann mit dunklen Haaren, auffallenden grauen Augen und einem warmherzigen Lächeln.

»Vielfältig!«, antwortete die junge Frau. »Natürlich kann ich jetzt noch nichts Genaues sagen, aber ich glaube schon, dass die Bergmoosbacher und ich uns aneinander gewöhnen werden.«

Benedikt Seefeld, der Senior der Familie und ebenfalls erfahrener Landarzt, lachte. »Lassen Sie mich raten!«, sagte er. »In mindestens fünf unterschiedlichen Variationen hat man Sie gefragt, ob Sie denn schon eine richtige Frau Doktor sind!«

Viktoria grinste.

»Das Madl schaut doch aus, als ob es grad von der Schulbank kommt!«, wiederholte sie den Satz, den sie heute mehrmals zu hören bekommen hatte. Sie zuckte mit den Schultern und widmete sich wieder Traudels köstlichem Zwiebelrostbraten. »Wie gesagt: Wir werden uns schon aneinander gewöhnen.«

»Es gab aber nicht nur Zweifel, sondern auch dickes Lob«, ergänzte Sebastian. »Unser Bürgermeister Talhuber hat mich extra von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden, damit ich erzählen kann, dass das Fräulein Doktor ihn sanft wie ein Engel geimpft hat! Exakt seine Worte!«

Alle lachten. Es war allgemein bekannt, dass den Bürgermeister – ein gestandenes Mannsbild, das sich tatkräftig um alle Belange der Bürger kümmerte – eine Heidenangst vor jeglicher Art von Spritzen plagte.

»Du, Papa«, sagte Emilia plötzlich und wurde wieder ernst, »wo du gerade den Namen Talhuber genannt hast, da fällt mir etwas ein. Heute Mittag haben Markus und ich Therese Talhuber getroffen. Sie stand am Marktplatz und hat ganz seltsam um sich geschaut, so als ob sie etwas sucht. Wir haben sie gefragt, ob wir ihr helfen können, und sie hat ganz komisch geantwortet: Warum denn jetzt alles anders sein muss, hat sie gesagt.«

»Dass sie doch schon ihr ganzes Leben im Laden von Fanny und davor bei deren Eltern eingekauft hat und dass sie nicht versteht, warum das Geschäft­ auf einmal verschwunden ist«, ergänzte Markus die Worte Emilias.

»Wir haben ihr gesagt, dass der Laden noch dort ist, wo er immer schon gewesen ist, und sie gefragt, ob wir sie vielleicht begleiten sollen, aber das wollte sie nicht«, fuhr das junge Mädchen fort.

»Nein, sie hat gesagt, dass sie doch weiß, wo der Laden ist, und ob wir glauben, dass sie dumm ist. Dann ist sie weggegangen, aber nicht hinüber zu Fannys Kolonialwarenladen, sondern in Richtung ihres Hofes, und ihren Einkaufskorb hat sie einfach stehen lassen. Den haben wir dann mitgenommen«, berichtete Markus. »Er steht draußen bei Emilias Fahrrad.«

Die Erwachsenen wechselten einen besorgten Blick. Die alte Frau war schon einmal durch offensichtliche Verwirrung aufgefallen.

»Danke, dass ihr euch um Therese Talhuber gekümmert habt«, sagte Sebastian zu den Jugendlichen. »Ich denke, ich werde ihren Enkel darauf ansprechen müssen.«

»Talhuber?«, mischte sich jetzt Viktoria ins Gespräch. »Ist diese Therese mit dem Bürgermeister verwandt?«

»Ja, entfernt«, antwortete Sebastian. »Sie selbst ist seit langem verwitwet und wohnt bei ihrem Enkel Leopold auf dem Lindenhof.«

Während des Gesprächs hatte Traudel die Teller zusammengeräumt und frische Erdbeeren mit einem Krug Rahm auf den Tisch gestellt. Alle genossen nun die reifen, süßen Früchte, und das Gespräch drehte sich nicht mehr um Praxisbelange, sondern um das Sommerprogramm des Kinos, das wieder eine Freiluftveranstaltung plante.

Emilia und Markus brachen zu einer weiten Runde mit Nolan, dem verspielten Familienhund, auf, und Sebastian und sein Vater zogen sich mit ihren Kaffeetassen zu einem Schachspiel in die berankte Laube zurück, in der sie gern die Mittagspause verbrachten.

»Und Sie?«, sagte Traudel freundlich zu ihrem jungen Gast und reichte ihr eine Kaffeetasse. »Wollen Sie sich noch ein wenig auf die Terrasse setzen, ehe die Nachmittagssprechstunde beginnt?«

»Das wäre schön!« Sehnsüchtig schaute Viktoria in den herrlichen Garten hinaus. Duftende Rosen, Hortensien, Ranunkeln und große Tongefäße mit leuchtenden Lobelien wechselten sich ab mit üppigen Sträuchern und der großen, sanft abfallenden Grasfläche, die teilweise von einem Steingarten eingerahmt wurde. »Leider habe ich jetzt keine Zeit, mich auf die Terrasse zu setzen, ich muss mich um meine Wohnung kümmern. Zum Glück habe ich noch etwas gefunden, was ich mir anschauen kann.«

»Das Missgeschick bei ihrer Wohnungsvermietung war aber auch zu ärgerlich!« Traudel schüttelte mitfühlend den Kopf. »Frau Müller ist immer noch ganz geknickt, dass ihr dieser Fehler mit der doppelten Buchung unterlaufen ist. Sie hat so ein schlechtes Gewissen, weil wir doch Hochsaison haben und eine Unterkunft schwer zu bekommen ist.«

Viktoria lächelte. »Ich hatte ja Glück im Unglück, dass Sie und Ihre Familie mich so freundlich aufgenommen und im Gästezimmer untergebracht haben. Ich musste also nicht auf der Straße übernachten, nur weil mein Quartier vergeben worden war. Und dann hatte ich nochmal Glück, weil diese kleine Wohnung auf dem Lindenhof überraschend freigeworden ist. Ich vermute, dass es der Hof ist, der vorhin erwähnt wurde. Mein zukünftiger Vermieter heißt jedenfalls Leopold Talhuber.«

»Dann haben Sie es gut getroffen!«, strahlte Traudel. »Der Lindenhof ist ein schönes, altes Anwesen, auf dem man bestimmt gut wohnen kann, und der Leopold ist ein sehr netter Mann. Er versucht gerade, den Hof in einen Biobetrieb umzuwandeln. Wenn Sie das Landleben mögen, sind Sie dort genau richtig.«

»Und diese Therese Talhuber, von der Emilia erzählt hat, wohnt auch dort? Dann kann ich doch gleich ihren Einkaufskorb mitnehmen«, schlug Viktoria vor und fügte nachdenklich hinzu: »Vielleicht kann ich bei der Gelegenheit mit Leopold Talhuber über die alte Dame sprechen, falls er dazu bereit ist.«

»Das ist eine gute Idee! Leopold kümmert sich rührend um seine Großmutter. Und nehmen Sie der Therese bitte ein Stück von meinem Nusskuchen mit.« Traudel wickelte rasch den Kuchen ein und reichte ihn der jungen Frau. »Sagen Sie ganz liebe Grüße von uns!«

»Danke, Frau Bruckner, das richte ich aus.«

»Ach, Madl, mein Name ist Traudel«, sagte die freundliche, mütterliche Frau im hellblauen Dirndl.

»Wunderbar! Und dann lassen wir bitte das mit der Frau Plessin, ich bin Viktoria«, antwortete die junge Frau erfreut.

»Dann los, Viktoria! Ich drück die Daumen, dass die Wohnung hübsch ist und du dort gern wohnen magst.«

Traudel schaute der jungen Frau wohlwollend hinterher. Sie mochte die angehende Ärztin gern, die ihnen als überraschender Gast ins Haus geschneit war, nachdem man ihre angemietete Wohnung doppelt belegt hatte. Viktoria Plessin war freundlich und klug, trug ihr Herz nicht auf der Zunge und zeigte viel Verständnis für andere Menschen; sie würde eine sehr gute Ärztin sein.

Und zwar eine, die ‚Spritzen sanft wie ein Engel‘ verabreichte, wie Traudel sich gerade erinnerte. Leise vor sich hin lachend griff die gute Seele des Hauses nach ihrem Roman und streckte sich zur wohlverdienten Mittagsruhe auf ihrer Lieblingsliege im Schatten des alten Walnussbaumes aus.

*

Viktoria musste nicht lange fahren, um zum Lindenhof zu kommen, er lag am Rand Bergmoosbachs, eingebettet in eine Hügelkette. »Das hätte ich auch mit dem Rad schaffen können«, murmelte die sportliche junge Frau. »Gut zu wissen, dass ich es nicht weit bis zur Praxis habe.« Sie bog von der Landstraße ab und fuhr die gewundene Auffahrt hinauf, die von Ackerland und fetten Viehweiden gesäumt war.

Der Lindenhof war ein schönes, altes Anwesen mit mehreren Gebäuden, die alle aus Holz errichtet waren. Am Haupthaus mit seinem umlaufenden Balkon rankten blühende Geranien aus den Kästen, es gab einen Bauerngarten, der nach klassischem Vorbild angelegt worden war, aber einen verwilderten Eindruck machte. Seinen Namen hatte das Gehöft von den

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