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Circle C-Ranch #6: Ein Grab für Cliff Copper

Circle C-Ranch #6: Ein Grab für Cliff Copper

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Circle C-Ranch #6: Ein Grab für Cliff Copper

Länge:
132 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9781524247690
Format:
Buch

Beschreibung

Sie ist eine junge Witwe und wunderschön. Seit sich Sandra Birmingham zu Gast auf der Circle C-Ranch aufhält, hat sie es auf Cliff Copper abgesehen. Denn er soll ihr helfen, einen wilden Hengst einzufangen. Aber daraus wird nichts, denn Cliff und Sandra geraten in einen Hinterhalt von Verbrechern, die auf der Lohnliste eines skrupellosen Geschäftsmannes aus Tucson stehen. Sandra und vor allem Cliff müssen zum Schweigen gebracht werden. Aber der Plan der Banditen funktioniert nicht. Denn selbst in ausweglosen Situationen gibt ein Mann wie Cliff Copper nicht so schnell auf...

Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 9, 2019
ISBN:
9781524247690
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Circle C-Ranch #6 - Glenn Stirling

CIRCLE C-RANCH

Band 6

Ein Grab für Cliff Copper

Ein Western von Glenn Stirling

––––––––

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Nach einem Motiv von H.W.Dunton mit Steve Mayer, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappe

Sie ist eine junge Witwe und wunderschön. Seit sich Sandra Birmingham zu Gast auf der Circle C-Ranch aufhält, hat sie es auf Cliff Copper abgesehen. Denn er soll ihr helfen, einen wilden Hengst einzufangen. Aber daraus wird nichts, denn Cliff und Sandra geraten in einen Hinterhalt von Verbrechern, die auf der Lohnliste eines skrupellosen Geschäftsmannes aus Tucson stehen. Sandra und vor allem Cliff müssen zum Schweigen gebracht werden. Aber der Plan der Banditen funktioniert nicht. Denn selbst in ausweglosen Situationen gibt ein Mann wie Cliff Copper nicht so schnell auf...

Roman

„Da ist er!", sagte Cliff Copper leise und deutete ins Tal hinab.

Sandra Birmingham hielt schirmend die Hand über die Augen und blickte in die Tiefe. Ein weites Tal mit saftiggrünem Grund, und inmitten wahllos verteilter Büsche stand die Herde. Pferde aller Schattierungen. Eines aber befand sich abseits auf einer Erhöhung. Schwarz wie Ebenholz und glänzend das Fell wie poliert, so stand der Hengst oberhalb seiner Herde. Wie ein Standbild überragte er die Remuda mit gerecktem Kopf. Er fraß nicht wie die anderen. Er wachte, und seine Ohren waren das einzige, das sich immerzu bewegte.

„Herrlich, einfach hinreißend!, sagte Sandra mit dunkler Stimme. „Mr. Copper, ich möchte ihn, oh, ich möchte ihn unbedingt!

Cliff sah sie von der Seite her an. Ihm erschien diese Frau noch viel begehrenswerter als dieser Leithengst, den er vor Wochen entdeckt hatte. Er vergaß ihn jetzt völlig und hatte nur Augen für diese rassige Frau. Ihr Haar war so dunkel wie das Fell des prächtigen Rappens. Ihre Haut wirkte weich wie ein weißes Rosenblütenblatt. Und ihre Figur! Er hatte bisher keine Frau mit solch vollendeter Figur gesehen.

Sie wandte den Blick, bemerkte wohl, wie er sie anstarrte, und sagte kühl: „Bin ich die erste Frau, der Sie begegnet sind, Mr. Copper?"

Cliff wurde verlegen, grinste und meinte: „Also der Hengst gefällt Ihnen?" Er sagte das, weil ihm nichts anderes einfiel, um sie abzulenken.

„So eine Frage! Was verlangen Sie, wenn Sie ihn für mich einfangen?" Ihre Stimme klang geschäftsmäßig, sachlich und bestimmt. Auf Cliff wirkte das wie Eiswasser.

„Man sollte solche Leithengste nicht einfangen. Besser wäre es, die jungen Hengste herauszuholen. Leithengste werden selten brauchbar für die Menschen."

Sie musterte ihn verächtlich. „Angst?"

Er atmete tief durch, als wollte er damit eine vorschnelle böse Antwort verhindern. Dann sagte er gepresst: „Sind Sie mitgekommen, um mich zu beleidigen? Ich weiß genau, was ich sage. Mit Angst hat das nichts zu tun. Gefährlich ist es trotzdem. Was wollen Sie mit einem Hengst, der nie mehr ganz zahm wird?"

Sie sah hinunter ins Tal, dann wandte sie sich wieder Cliff zu, und ihre Blicke kreuzten sich. Er war groß, blond, schlank und hart, das hatte sie schon vor drei Tagen bemerkt, als sie ihm zum ersten Mal auf der Circle C-Ranch begegnet war.

Eigentlich sollte ich zufrieden sein, dachte sie. Die Empfehlung von dieser Hotelbesitzerin, dieser Mrs. Radstone, war gut. Auf der Circle C-Ranch bin ich gut und herzlich empfangen worden. Und der Rancher ist zwar ein brummiger Mann, kann aber auch sehr hilfsbereit sein. Und die Söhne? Nun ja, dieser Jimmy Copper ist um mich herumgebalzt wie ein Gockel, Cliff Copper hingegen hat immer etwas reservierter getan. Vielleicht wirke ich nicht so auf ihn. Dabei gefällt er mir. O ja, er gefällt mir sogar großartig, aber das werde ich ihm nicht auf die Nase binden. Erst muss er mir den Hengst einfangen. Das muss er!

„Ich möchte, dass Sie den Hengst fangen, Cliff!" Sie sah ihn plötzlich auf eine Weise an, dass Cliff schwül wurde. Aber er wusste von sich, dass er auf Frauen eine gewisse Wirkung hatte. Die. Mädchen mochten ihn, und an Freundinnen hatte es nie bei ihm gemangelt. So lächelte er herablassend und sagte:

„Vielleicht tut es ein anderer für Sie, Sandra." Er sprach sie nun auch mit dem Vornamen an, und sie quittierte das mit einem Stirnrunzeln.

„Natürlich tut es ein anderer, wenn Sie den Mut nicht haben, Mr. Copper. Als ich auf die Ranch Ihres Vaters kam, da dachte ich noch, Sie würden das für mich tun. Mir nur den Hengst zu zeigen, das hätte ein kleiner Junge gekonnt."

„Wirklich?" Cliff lächelte. Jetzt hatte er seine Selbstsicherheit wieder. Sie war reich, spleenig dazu und wollte - wie ein kleines Kind - ihren Willen haben. Im Moment hatte sie es sich in den Kopf gesetzt, diesen schwarzen Hengst zu besitzen, von dem Cliff schon wusste, dass er ein Teufel in Pferdegestalt war.

Trotzig sah sie ihn an. Sie wollte nicht nur den Hengst. Sie wollte auch Cliff. Ihrer Meinung nach war dieser große, blonde Mann um die sechsundzwanzig Jahre, also ein Jahr älter etwa als sie selbst. Nun, sie war keine jungfräuliche Knospe mehr, und das wusste auch Cliff Copper. Sie hatte mit siebzehn geheiratet, einen zwanzig Jahre älteren Mann übrigens, der vor einem Jahr auf ganz banale Weise die Treppe hinuntergestürzt war und sich das Genick gebrochen hatte. Und das mitten auf einer Party zwischen drei Dutzend Gästen.

Immerhin hinterließ er Sandra ein Paket Eisenbahnaktien der UPRR, ein riesiges Haus in Santa Fé und die Anteile von einer ganzen Reihe kleiner und großer Industriebetriebe in St. Louis. Von der Rendite konnte Sandra wie eine Prinzessin leben, ohne nur einen Schlag dafür tun zu müssen. Seit einem halben Jahr züchtete sie Pferde. Der Erfolg war bisher nicht abzusehen, aber das Gestüt in Santa Fé funktionierte bereits. Nach Sandras eigener Idee kreuzte sie teuer importierte englische und spanische Vollblutstuten mit in Arizona eingefangenen Wildpferdhengsten. Ihre Idee, weil sie daran glaubte, dass Wildpferde das Blut der sensiblen Vollblüter noch verbessern konnten.

Cliff musste daran denken, dass sein Vater ihr zu dieser Idee noch Beifall gezollt hatte. Cliff selbst hielt das alles für den Spleen einer überreizten, leicht hysterischen Frau, die vor Geld und Übermut nicht mehr wusste, was sie tun sollte. Auch ihr Einfall, selbst dabei zu sein, wenn der Hengst gefangen wurde, den sie zudem unbedingt und entgegen Tom Coppers Rat haben wollte, erschien Cliff als ein Klaps, eine Sucht nach Nervenkitzel.

„Hören Sie, Mrs. Birmingham, sagte Cliff eindringlich, „einen Leithengst zu fangen, das ist schon eine Sache. Wenn Sie ihn dann bloß zur Zucht haben wollen, ginge es noch. Aber Sie haben gesagt, Sie wollen ihn auch reiten.

„Ich habe auf allen Hengsten gesessen, die in meinem Gestüt sind."

Cliff nickte. „Ich habe mir das ja vorigen Monat angesehen. Was Sie an Hengsten dort haben, das sind Blindschleichen, verglichen mit diesem Pulverfass dort unten. Haben Sie vergessen, was Ihnen mein Vater gesagt hat?"

„Ihr Vater ist nicht mehr so jung, dass er ein Risiko leichtherzig eingeht."

Cliff lachte wild auf. „Haben Sie eine Ahnung, Madam! Nun gut, Sie stehen zu Ihrem Angebot, fürs Einfangen fünfhundert Dollar zu zahlen?"

Sie nickte. „Natürlich. Ich wechsle meine Ansichten nicht wie die Wäsche."

„Hm." Cliff sah sie lächelnd an und dachte daran, wie sie wohl ohne dieses Kattunhemd und die Lewishose aussehen würde. Wie sie im Kleid aussah, wusste er. So war sie auf der Ranch angekommen. Ganz Dame. In Hosen wirkte sie aufreizend, und Cliff war nicht kühl genug, um das einfach zu übersehen. Andererseits durchschaute er Sandra. Sie war es gewohnt, Männer mit Hilfe ihrer körperlichen Reize gefügig zu machen. Eine Nonne war sie bestimmt nicht.

„Also fünfhundert, in Ordnung. Hier unten ist Geld knapper als Wasser. Cliff lachte. „Die Summe gilt nur fürs Einfangen allein.

Sie nickte und lächelte ihn wie zur Belohnung für seine Zusage verführerisch an, aber er tat, als bemerke er das nicht und deutete ins Tal hinunter. „Ich muss es mir genauer ansehen. Außerdem gefällt mir der Himmel nicht."

Sein Blick wanderte zum westlichen Horizont, wo sich dunkle Wolken aufgetürmt hatten. Regen würden die nicht bringen, dachte Cliff. Aber Sturm und vielleicht auch ein paar Donnerschläge. Regen wäre gut, sehr gut, doch es wäre zu schön, um wahr zu sein.

„Ein Gewitter, nicht wahr?", fragte Sandra.

Er nickte. „Aber ganz selten regnet es. Meist gibt es nur ein paar Blitze und einen anschließenden Sandsturm. Regen hätten wir bitter nötig. Kommen Sie, ich will sehen, wie man den Canyon unten abriegeln kann, um den schwarzen Satan zu fangen."

„Wollen Sie ihn allein fangen?", fragte Sandra.

Er lachte spöttisch. „Danke, dass Sie mir das zutrauen, aber ich bin kein Übermensch. Dazu braucht man wenigstens drei Mann, und jeder muss für zwei aufpassen. Dort drüben ist ein Abstieg, kommen Sie!"

*

Der dicke Prewitt Westham ließ sich schnaufend in den Sessel sinken, blinzelte gegen den grellen Himmel und wandte sich dann dem großen, breitschultrigen Mann zu, der vor ihm stand. Staub bedeckte die Reiterkleidung des großen Mannes vom Hut bis zu den Stiefeln, und seine großen Durangosporen schepperten leise, als er die Füße bewegte. Schwer und drohend hing ein Peacemaker Colt in der Halfter, glänzend, glatt und ölig wie eine

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