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Als Erbschaft eine Kugel: Kriminalroman

Als Erbschaft eine Kugel: Kriminalroman

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Als Erbschaft eine Kugel: Kriminalroman

Länge:
157 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
26. Nov. 2019
ISBN:
9781533711151
Format:
Buch

Beschreibung

Als Erbschaft eine Kugel

KRIMINALROMAN

von Uwe Erichsen

Der Umfang dieses Buchs entspricht 119 Taschenbuchseiten.

Roberto Tardelli, Sohn eines ermordeten Mafia-Killers, hasst die Cosa Nostra. Er macht Jagd auf den Cleveland-Mob, dessen "Capo" Don Sergio Tucci ist, und hat es sich zur Aufgabe gemacht, unschuldige Opfer vor der "ehrenwerten Gesellschaft" zu beschützen. Ihm bleibt nicht viel Zeit herauszufinden, wer das nächste Opfer des Auftrags-Killers Piero Masini ist und wo der Mord stattfinden soll – Tardelli, dem die Mafia bereits auf der Spur ist, kennt nur die Uhrzeit: Punkt ein Uhr Eastern …

Herausgeber:
Freigegeben:
26. Nov. 2019
ISBN:
9781533711151
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Buch

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Der Umfang dieses Buchs entspricht 119 Taschenbuchseiten.

Roberto Tardelli, Sohn eines ermordeten Mafia-Killers, hasst die Cosa Nostra. Er macht Jagd auf den Cleveland-Mob, dessen „Capo Don Sergio Tucci ist, und hat es sich zur Aufgabe gemacht, unschuldige Opfer vor der „ehrenwerten Gesellschaft zu beschützen. Ihm bleibt nicht viel Zeit herauszufinden, wer das nächste Opfer des Auftrags-Killers Piero Masini ist und wo der Mord stattfinden soll – Tardelli, dem die Mafia bereits auf der Spur ist, kennt nur die Uhrzeit: Punkt ein Uhr Eastern ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by pixabay mit Steve Mayer, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Piero Masini — Ein gefährlicher Profi Killer, der nicht ahnt, dass Roberto Tardelli ihn rund um die Uhr beschattet.

Marco Raimondi — Das Opfer, auf das er es abgesehen hat und für das die Todeskugel schon im Lauf seiner Waffe steckt.

Rose Olsen — Ein Girl, das ebenfalls dran glauben soll, aber unerwartet Schwierigkeiten macht.

Don Sergio Tucci — Der Mafia Boss, dem Roberto Tardelli ans Leder will und der blitzschnell zuschlägt, als er das merkt.

Roberto Tardelli — Der Mann, der allein gegen das organisierte Verbrechen in aller Welt kämpft und niemals aufgibt.

1

Nur die hellblauen Augen in Roberto Tardellis schmalem Gesicht bewegten sich, als der Mann, auf den er gewartet hatte, in seinem Blickfeld erschien.

Piero Masini kam von dem Parkplatz, der zu dem großen neuen Apartmenthaus am West Shore Drive von Bay Village gehörte. Der farbige Türsteher unter dem gewölbten Baldachin rührte sich kaum, als der Mann an ihm vorbei auf die Drehtür zuging.

Masini war ein unauffälliger, fast mickriger Typ. Er sah nicht aus wie jemand, bei dessen Annäherung Portiers und andere dienstbare Geister in hektische Betriebsamkeit verfielen. Ein Umstand, der Masinis Beruf jedoch ungemein förderlich war, weil es niemals jemanden gab, der ihn hätte beschreiben können, wenn die Cops in der Umgebung eines Tatorts herumschnüffelten und den Zeugen, wenn überhaupt vorhanden, Löcher in die Figuren fragten.

Piero Masini war nämlich der Starkiller in Sergio Tuccis Organisation.

Roberto Tardelli reckte die steif gewordenen Schultern unter dem maßgeschneiderten Jackett. Vorsichtig spähte er über die Fensterkante des gemieteten Chevrolet Nova zur anderen Straßenseite hinüber, wo Masini soeben in der Halle des Apartmenthauses verschwand.

Im Gegensatz zu anderen Mafiosi bevorzugte der Killer einen dezenten Lebensstil. Eine kleine Wohnung in einem Apartmenthaus, die zwar teuer war, aber ein unbehelligtes Kommen und Gehen ermöglichte. Seine Anzüge waren von der Stange, der Wagen hatte nicht mehr als viereinhalbtausend gekostet. Masini lebte so stinknormal wie irgendein Buchhalter oder Techniker aus einem der Stahlwerke Clevelands.

Roberto Tardelli hatte sich vorgenommen, den ganzen Cleveland-Mob aufzurollen - Don Sergio und seine Brut, die die ganze Küste des Eriesees von Cleveland über Sandusky bis Toledo, an der Grenze zu Michigan, mit eiserner Faust beherrschte. Piero Masini, dieser eiskalte Killer mit dem Auftreten eines Biedermannes, fühlte sich so sicher in seiner verfluchten Haut, dass er einfach einen Fehler machen musste. Einmal ...

Roberto richtete sich jetzt ganz auf. Alle Schläfrigkeit schien von ihm abzufallen. Er schaltete den tragbaren Hochleistungsempfänger an, der neben ihm auf dem Beifahrersitz stand. Ein Kabel verband das Gerät mit der Autoantenne.

Sofort setzte heftiges Knattern und Rauschen ein. Auf der eingestellten Frequenz - 87,1 MHz - arbeiteten die Sprechfunkgeräte eines Wäscheservice aus Akron, dessen Fahrzeuge gelegentlich bis nach Cleveland kamen und dann hier den Empfang des empfindlichen Gerätes störten, ein Umstand, den Roberto nicht hatte berücksichtigen können, als er das drahtlose Körperschallmikrofon bei einem befreundeten Elektroniker in Denver bestellt hatte.

Roberto Tardelli hatte die verschiedenen Frequenzen zwischen 85 und 110 MHz einen halben Tag lang abgehört und sich dann für 87,2 entschieden, weil dieser Kanal sauber schien. An dem Tag war gerade keins dieser Wäschereifahrzeuge in Cleveland gewesen. Ausgerechnet heute kurvte jedoch eins in Cleveland herum ...

Das hochempfindliche Körperschallmikrofon klebte jetzt unter einem Federbügel an Piero Masinis Wohnzimmerfenster. Achter Stock, Blick über den See, vierhundert Dollar Miete die Woche.

Roberto hatte das Abhörgerät außen anbringen müssen. Mit dem wachen Blick des Gejagten hatte er die unscheinbaren Merkmale erkannt, mit denen der Killer seine Bleibe sicherte - hauchdünne Fäden, dünner als menschliche Haare, mit Speichel über die Fugen der Türen und Fenster geklebt, wo sie wie unsichtbare Siegel wirkten. Sie mussten unweigerlich zerreißen, wenn jemand während Masinis Abwesenheit die Wohnung betrat.

Es gab noch mehr Schikanen, daran zweifelte Roberto nicht. Vielleicht eine versteckt installierte Kamera in der Diele und eine Kontaktschwelle unter dem Teppich, die den Auslöser der Kamera betätigte, und was der Spielchen mehr sein mochten.

Um das Mikrofon am Fenster der Killerwohnung anzubringen, hatte Roberto in der vergangenen Nacht zwei verdammt windige Stunden außen an der rückwärtigen Seite des Hauses verbracht, fünfundsiebzig Fuß über der steinernen Umfassung des Swimmingpools, während der Killer seinem Hobby nachging.

Piero Masini hatte eine Schwäche für Jazz, und er hockte die halbe und manchmal auch die ganze Nacht in den engen verräucherten Jazzkellern der Downtown von Cleveland herum, wo er stundenlang einem unbekannten Klarinettisten lauschte oder einer fetten, hässlichen Soul Sängerin. Das alles und noch einiges mehr hatte Roberto herausgefunden, als er den Killer beschattete, während er auf das Spezialmikrofon wartete.

Masini schien das Dasein eines asketisch lebenden Müßiggängers zu führen. Morgens lief er eine Stunde am Strand entlang. Er lief scharf, wie Roberto sachlich registrierte, und er war topfit. Den Lunch nahm der Killer abwechselnd in einem Steakhaus an der Straße nach Elyria ein oder in einem Drive-in östlich von Bay Village. Niemals sprach er mit jemandem mehr als die unbedingt notwendigen Floskeln. Eine Frau schien es im Leben des etwa Achtunddreißigjährigen nicht zu geben, oder die Intervalle zwischen seinen sexuellen Bedürfnissen waren länger als der Zeitraum, in dem er sich unter Roberto Tardellis Beobachtung befand.

Wichtigere Aufschlüsse über das Leben des Killers und seine Methoden erhoffte sich Roberto von dem kleinen elektronischen Spion, der getreulich jeden Laut übertrug.

Piero Masini hatte seine Wohnung erreicht. Roberto hörte, wie die Tür ins Schloss geworfen und von innen verriegelt wurde. Die dann folgenden Geräusche gingen in der Meldung eines Fahrers unter, der seiner Zentrale in Akron seinen Standort durchgab.

Der Apparat verstummte für einen Moment, bis der Empfänger ein hartes Knacken registrierte. Die Haltung des Lauschers in dem schokoladenbraunen Nova spannte sich. Roberto wusste genau, was dieses Knacken bedeutete.

Der Killer setzte das Bandgerät in Betrieb, das während seiner Abwesenheit alle eingehenden Gespräche aufgenommen hatte.

Masini gehörte zwar zu Don Sergios Organisation, aber seine Stellung als Profikiller und Vollstrecker brachte es mit sich, dass er als absoluter Einzelgänger arbeitete, der niemals mit dem Capo oder einem anderen Mitglied der Familie in Verbindung trat. Wenn es Roberto gelang, herauszufinden, wie der Killer seine Aufträge bekam, konnte er ihn vielleicht zu packen bekommen  und Sergio Tucci ebenfalls.

„... die gewünschte Platte von Eddie Condon soeben hereinbekommen, Sir. Kommen Sie doch einmal vorbei und hören Sie sie an ..."

Roberto lächelte. Er verstand jedes Wort. Sein Lächeln erlosch jedoch, als sich der Wäschereifahrer aus Akron wieder einschaltete. Der Penner hatte sich zwischen Fairview und Parma verfahren.

Das Band in der Wohnung des Killers lief weiter. Roberto versuchte, die Abstimmung so zu ändern, dass die fremden Stimmen den Mikrosender nicht zu sehr überlagerten.

„... Timing dieses Mal besonders wichtig ... Punkt ein Uhr Eastern ... Marco ... Der Fahrer mit dem Wäschewagen zählte die Straßennamen auf, die er von einer Kreuzung aus erkennen konnte. Roberto zerbiss einen Fluch. „... Haven. Einzelheiten wie immer im Kontrakt, postlagernd ... Wieder ließ heftiges Prasseln die Worte untergehen. „... sofort zum Flughafen. Danach tauchen Sie für ein paar Tage unter. Ende."

Roberto lehnte sich zurück. Jemand sollte sterben. Ein Mann namens Marco. Wieder wollte der Moloch Mafia ein ahnungsloses Opfer verschlingen.

Ein ahnungsloses Opfer? Ein unschuldiges Opfer?

Roberto wusste es nicht.

2

Roberto ließ seinen Gedanken freien Lauf. Sie kreisten um die mitgehörten Satzfetzen, und die beschäftigten sich mit der Frage, was er tun sollte.

Was konnte er tun?

Er konnte den Killer nicht der Polizei ausliefern. Es gab keine Beweise gegen diesen Mann. Nur eine Notiz in den Aufzeichnungen seines ermordeten Vaters, der das Liquidationskommando der Mafia in Südkalifornien geleitet hatte. Ein Zettel mit einem verschlüsselten Namen und einer verschlüsselten Telefonnummer. Masini schien auch für Plancata, der Boss der Mafia von Kalifornien, Jobs erledigt zu haben. Manchmal erwies es sich nämlich als notwendig, einen Killer von weit her kommen zu lassen. Dann zum Beispiel, wenn das vorgesehene Opfer der eigenen „Familie" angehörte und die Killer der eigenen Organisation selbst genau kannte.

Nein, dachte Roberto, der Polizei konnte er Masini nicht übergeben. Er konnte versuchen, Piero Masini aufzuhalten, ihn in seiner Wohnung zu überwältigen, den Termin verstreichen zu lassen.

Ein Uhr. Roberto sah auf

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