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Border Collie: Charakter, Erziehung, Gesundheit.

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Border Collie: Charakter, Erziehung, Gesundheit.

Länge:
199 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 21, 2016
ISBN:
9783840463983
Format:
Buch

Beschreibung

Border Collies sind wunderbare Partner, wenn man ihre Bedürfnisse versteht und sie entsprechend hält und erzieht. Sie brauchen in jedem Fall eine gute Grunderziehung, viel Bewegung und ein Ventil für ihre unbändige Leidenschaftlichkeit. Ursprünglich zum Schafe hüten gezüchtet, bringen sie eine leichte Erregbarkeit, aber auch eine hohe Arbeitsbereitschaft mit, weshalb sie besonders in den modernen Hundesportarten beliebt geworden sind. Rolf C. Franck gibt als Border Collie-Züchter, Verhaltensberater und Hundetrainer einen umfassenden Überblick über die Rasse und erklärt, wie man mit Border Collies glücklich leben kann. Er beschreibt die typischen Border-Collie-Probleme, deren Vermeidung und Lösungsmöglichkeiten.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 21, 2016
ISBN:
9783840463983
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Border Collie - Rolf C. Franck

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DIE GESCHICHTE DES

BORDER COLLIES

Hunde, die Schäfer bei der Arbeit unterstützen, gab es auf den Britischen Inseln schon lange, als etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Border Collie entstand. Die Einkreuzung verschiedener Rassen führte zu dem Typ Hund, den wir heute noch in unseren Border Collies erkennen können, wenngleich ihre Erscheinungsform insgesamt uneinheitlicher ist als bei anderen Rassen.

Vom Wolf zum Hund

Vermutlich ist es ungefähr 8000 Jahre her, dass unsere frühen Vorfahren ihren Lebensstil änderten. Anstatt als Nomaden umherzuziehen, wurden nun Siedlungen gegründet. Dies hatte einen entscheidenden Einfluss auf ein anderes Säugetier, denn mit den frühen Siedlungen entstanden auch die ersten Abfallgruben außerhalb des Dorfes. Sie brachten den Überlebenskünstler Canis lupus auf den Plan. Er musste bisher für seine Ernährung viel Energie aufbringen und fand hier nun einen gedeckten Tisch vor. Eine perfekte biologische Nische für Gevatter Wolf.

Im Laufe von Generationen spezialisierten sich diese Wölfe immer mehr. Ihre Scheu verschwand, und die Nähe zum Menschen wurde zur Überlebensstrategie. Eine neue, viel erfolgreichere Unterart, der Hund, war geboren.

Die Vorteile der neuen WG lagen aber nicht nur auf der Seite des Vierbeiners. Für die Menschen war es sehr nützlich, dass sich die Hunde um die Beseitigung von Abfällen und Ungeziefer kümmerten. Sicher wurden Hunde auch als lebendiger Frischfleischvorrat genutzt. Um nicht im Kochtopf zu landen und eine Chance auf Fortpflanzung zu haben, musste ein Vierbeiner schon besonders nützlich sein. Niedliches Aussehen und einschmeichelndes Verhalten waren wohl auch kein Nachteil. Andere Eigenschaften wie feste Familienstrukturen und komplettes wölfisches Jagdverhalten waren nicht mehr nötig oder unerwünscht. So unterschieden sich die Hunde bald in Aussehen und Verhalten von ihrem Urahn.

Der neue Mitbewohner bewährt sich

Besonders die unterschiedliche Brauchbarkeit von Hunden führte dazu, dass sich verschiedene Schläge ausbildeten. Zum Beispiel solche, die für die Jagd eingesetzt wurden, oder andere, die Herde und Hofstelle bewachten. Diese Verhaltensweisen kamen alle aus dem Repertoire des Wolfes. Bestimmte Teile seines genetischen Erbes wurden abgeschwächt oder verschwanden, und andere traten verstärkt hervor.

Je größer die Viehherden wurden, desto mehr wurde ein Hund geschätzt, der dabei half, die Tiere zusammenzuhalten und umzutreiben.

Vom Hund zum Border Collie

Das typische Jagdverhalten des Wolfes besteht aus sechs Elementen: Orientieren – Fixieren – Anschleichen – Hetzen – Fangen – Töten. Beim Arbeitsverhalten des Border Collies sind von dieser Kette in der Regel nur noch die ersten vier Elemente präsent. Fangen und Töten werden bei ihm natürlich nicht erwünscht, jedenfalls wenn man den Schäfer oder die Schafe fragt. Viele Border Collies suchen bei der Herde instinktiv den sogenannten Zwölfuhrpunkt, genau gegenüber dem Menschen. Ein Verhalten, das auch der Wolf in der Gruppenjagd zeigt.

Berühmt für diese Rasse ist die geduckte Körperhaltung und der starre Blick mit sprichwörtlich hypnotischer Kraft. Dieses konzentrierte Anstarren des Viehs nennt sich in Schäferkreisen „Eye (Auge). Der schleichende, geduckte Gang wird als „Style (Stil) bezeichnet.

Dies alles ist jedoch nur die grobe Grundausstattung des Border Collies. Bei einem herausragenden Arbeitshund müssen gute Veranlagung, geschickte Ausbildung und Führung zusammenkommen, um alle Elemente in Einklang zu bringen. Einen solchen Hund bei der Arbeit zu sehen ist für Kenner der reinste Leckerbissen.

Erstmals wurde ein Schäferhund mit einem solchen Hüteverhalten 1570 von Caius in seiner „Abhandlung über Englische Hunde" erwähnt.

Oben: Bosworth Coon, International Supreme Champion 1968, findet man in den meisten Ahnentafeln englischer Border Collies. Unten: Einer der einflussreichsten Deckrüden: International Supreme Champion 1965: Wiston Cap. (Fotos: Barbara Carpenter)

In Bewicks „Geschichte der Vierbeiner" (1790) findet man einen Holzschnitt eines Schäferhundes, der dem modernen Border Collie erstaunlich ähnelt. Ganz nebenbei hatte sich bei den Urvätern dieser Rasse ein ähnliches Erscheinungsbild herauskristallisiert: Ein Hund mit ausgewogenen Proportionen, der groß genug war, um sehr schnell, und klein genug, um sehr wendig zu sein.

Man kann nur vermuten, dass die Schäfer der Britischen Inseln sich lokal austauschten, um immer gute Hütehunde zu haben. Ganz sicher wurde schon damals ein Rüde, der besonders nützlich war, vermehrt zur Zucht eingesetzt.

Nützliche Hunde

Eben diese Nützlichkeit hatte den Hunden dann auch ihren Namen gegeben. In einem alten gälischen Dialekt hat das Wort Collie die Bedeutung „nützlich. Bis heute werden auf schottischen Farmen landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände mit dem Vorsatz „Collie- benannt. Ein „Collie dog war also ein nützlicher Hund. Auch wenn er hierzulande leider oft nur trocken „Border genannt wird – diese Rasse verdient den Namen „Collie" mehr als jede andere.

Collies

Es muss etwa in der späten Mitte des 19. Jahrhunderts gewesen sein, dass aus den gemeinsamen Vorfahren der reine Arbeitshund und der aristokratische Langhaar-Collie entstanden. Letzterer wurde gelegentlich mit einem Schuss Barsoi- oder Setterblut veredelt, während der Erstere sich immer mehr zum heutigen Border Collie entwickelte. Aber auch dieser trägt zum Teil das Erbgut anderer Rassen in sich. So kann man sicher sein, dass die Urväter dieser Rasse nicht zögerten, wenn sie sich vom Einkreuzen einer anderen Rasse etwas versprachen.

Sheepdog Trials

Einen sehr wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Border Collies hatten, und haben, die Hütewettkämpfe, bei denen sich die Schäfer miteinander messen. Das erste dieser Sheepdog Trials fand 1873 in Bala, Wales, statt. Interessant ist, dass es damals, wie später auch sehr oft, parallel zu den Hütewettkämpfen auch einen Schönheitswettbewerb gab.

Bei diesen Veranstaltungen trafen sich die Schäfer und konnten Ausbildungsmethoden besprechen, Zuchtpläne schmieden, Decktaxen aushandeln, Nachzuchten beurteilen und sich ein wenig von ihrem rauen Alltag erholen.

Eine junge Rasse mit Tradition

Im Jahre 1906 taten sich einige Anhänger der arbeitenden Hütehunde zusammen, um die „International Sheepdog Society" (ISDS) zu gründen. Sie sollte dem Schäfer und seinen Belangen mehr Achtung verschaffen und die Qualität der Schäferhunde verbessern.

Seit Gründung der ISDS trafen sich jährlich die besten Hundeführer aus England, Schottland, Wales und Irland zu den „International Supreme Championships" der Hütehunde. Besonders einige der frühen Supreme Champions wechselten für kleine Vermögen den Besitzer und wurden nach Neuseeland oder Australien verschifft. Von ihnen stammen die heutigen neuseeländischen und australischen Border Collies, aber auch der Kelpie ab.

Es war James Reid, damaliger Sekretär der ISDS, der das Stammbuch initiierte und diesen Hunden den Namen Border Collie gab. Diese Bezeichnung wählte er aus, weil damals die besten Hütehunde im Grenzland zwischen England und Schottland (Borders) zu finden waren. Man kann also sagen, dass der Border Collie eine vergleichsweise junge Rasse ist, wenn er auch einer sehr alten Tradition entspringt.

Urahn aller Border Collies mit legendären Arbeitsqualitäten: „Hemp".

Als Stammvater aller Border Collies wird der 1893 geborene „Hemp genannt. Er soll mehr als 200 Nachkommen gezeugt haben und war der erfolgreichste Trailhund seiner Zeit. Der Mythos besagt, dass Old Hemp, wie er später genannt wurde, jeden Trail gewann, an dem er teilnahm. Hemp hatte die Zuchtbuchnummer 9, und die Ehre der Nummer 1 im ISDS Studbook (Zuchtbuch) wurde der Hündin „Old Maid zuteil.

Um in das Studbook der ISDS zu kommen, muss ein Hund entweder bereits registrierte Eltern haben oder ein offenes Hütetrial gewinnen. Das äußere Erscheinungsbild ist dabei völlig unwichtig. Bis heute ist es so, dass ein Hütehund unbekannter Herkunft als Border Collie registriert wird, wenn er nur das entsprechende Trial-Ergebnis vorweisen kann. Die Registrierung bei der ISDS ist also ein Eintrag in ein reines Leistungsregister. Deshalb war bis in die späten Siebzigerjahre dieses Jahrhunderts der Border Collie kein international anerkannter Rassehund.

Interessant ist, dass schon immer Bearded Collies und Border Collies bei der ISDS registriert wurden. Der ursprüngliche Beardie war sehr eng mit dem Border Collie verwandt und unterschied sich nur durch sein Haarkleid und natürlich seinen Bart. Frühe Fotos von Shetland Sheepdogs (Shelties) zeigen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit modernen Border Collies.

Der moderne Border Collie

Über die Jahrzehnte entstanden die verschiedensten Schläge von Border Collies, die zum Teil auch in der äußeren Erscheinung der jeweiligen Landschaft angepasst wurden. So soll es schwerere, kurzbeinigere Lowland (Flachland-)Collies gegeben haben, wie auch hochbeinigere und leichtere Highland-(Hochland-) Typen.

Sehr erfahrene Kenner der Rasse können oft nur vom Ansehen eines Hundes erkennen, aus welcher Zuchtlinie er stammt.

Gemischte Gefühle

In den frühen Siebzigerjahren kam in Australien eine Bewegung auf, den Border Collie als australische Hunderasse festzulegen. Im Land der Kängurus waren diese Hunde schon seit Jahrzehnten anerkannte Rassehunde mit einem festen Rassestandard, die auch regelmäßig auf Ausstellungen erfolgreich waren. Dadurch geriet die britische Hundewelt in Zugzwang und musste sich beeilen, den Border Collie anzuerkennen. Wenn auch mit knirschenden Zähnen, so setzten sich doch Vertreter der ISDS mit solchen des Kennel Clubs (Britischer Dachverband) und des neu gegründeten Border

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