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Die Sau ist nackt - Das Weib muss weg: Zum Schweinefleischtabu bei Muslimen und Juden und dem Verhüllungsgebot

Die Sau ist nackt - Das Weib muss weg: Zum Schweinefleischtabu bei Muslimen und Juden und dem Verhüllungsgebot

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Die Sau ist nackt - Das Weib muss weg: Zum Schweinefleischtabu bei Muslimen und Juden und dem Verhüllungsgebot

Länge:
145 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
May 17, 2018
ISBN:
9783860402382
Format:
Buch

Beschreibung

Das Schweinefleischverbot ist typisch für den Islam und das Judentum, von dem es die Muslime übernahmen. Dabei ist den Gläubigen unklar, warum das Schwein - von anderen Völkern sogar für Glücksbringer gehalten und wertgeschätzt - denn nun so entsetzlich "unrein" ist, wie Hunde übrigens auch.
Sure 5, 60 des Korans besagt, dass Allah Juden, aber auch andere Ungläubige, in Schweine und Affen verwandle. In der muslimischen Welt ist selbst George Orwells "Farm der Tiere", verboten.
Letztlich gilt: Jahwe, Allah hat gesagt., im Talmud, im Koran steht. usw.
Die Ahmadiyya-Sekte, Gesprächspartner in punkto Islamunterricht in diversen Bundesländern, bringt es sogar als Verursacher von Homosexualität ins Spiel.

Ferner gibt es im Islam, je nach Ausrichtung, ein mehr oder weniger starkes Verhüllungs- bzw. Verschleierungsgebot, vom simplen Kopftuch bis zur Burkha, die den ganzen weiblichen Körper bedeckt und versteckt. Verschwiegen wird aus offensichtlichen Gründen ("christlich-jüdische Tradition" - Merkel, Westerwelle u.a.), dass das Verhüllungsgebot grundsätzlich auch bei strenggläubigen Juden anzutreffen ist und Frauen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgegrenzt werden. Dies aber nicht nur dort, sondern in allen sexuell repressiven Gesellschaften.
In Israel z.B. reißen die "Orthodoxen" in manchen Stadtvierteln sogar "zu freizügige" Werbeplakate von den Anschlagtafeln, greifen "zu leicht bekleidete" Frauen und Mädchen an, verlangen von ihnen vor den Synagogen die Straßenseite zu wechseln, ferner eine Geschlechtertrennung in Bussen, wo sie hinten einsteigen sollen. Das riecht nach Selma, Alabama, und ist sechzig Jahre her. Im Supermarkt sollen sie getrennte Kassen benutzen, bei Wahlen andere Wahlurnen.
Im übrigen scheinen sie, wie auch in vielen anderen Ländern, generell die Pest zu haben.

Dieses Buch stellt erstmalig in aller Deutlichkeit den Zusammenhang zwischen dem Schweinefleischtabu und der "Unreinheit" von Frauen her, eine Gedankenverbindung, die auch im Christentum Tradition hat, selbst die "Kirchenväter" (im Rang über dem Papst) beschäftigte, und eine entsprechende Behandlung der Frau mit noch heute spürbaren Folgen bei uns zur Folge hat.
Im Kern handelt es sich also um eine sexuelle Geschichte, die hier aufgeblättert wird, denn keine Religion kann ohne Unterdrückung von Sexualität existieren. Das interessiert am meisten; das ist das Tagesgeschäft.
Freigegeben:
May 17, 2018
ISBN:
9783860402382
Format:
Buch

Über den Autor


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Bei den vielen Rezensionen zum Film Das Schwein von Gaza von 2011 des Franzosen Sylvain Estibal wurde leider nie der Hintergrund deutlich. Ganz im Sinne der Zeit geht es nur noch um eins: Hier eine kleine Besprechung, nun klick und kauf´. Ab zu Amazon! Mehr wird kaum geboten.

Estibal selbst zur Rolle des Schweins in seinem Film: Was die beiden verschiedenen Lager dieses Films vereint, ist einzig und allein, die Abscheu vor dem Schwein, so dass es zum Botschafter, Grenzgänger – zum Bindeglied zwischen den beiden Lagern wird. Aus diesem kleinsten gemeinsamen Nenner entsteht Verständnis, das zu einer Annäherung führt. In gewisser Hinsicht könnte man sagen: Das Hängebauchschwein ist meine Friedenstaube, denn Der Film drückt den starken Wunsch aus, Dinge zu ändern. Das Werk, das immerhin auch einen Cäsar als bestes Erstlingswerk einheimste, erfreut die Herzen der Zuschauer nun durch die ganzen Irrungen und Verwicklungen, die sich aus dem Ekel vor dem Schwein, diesem unreinen und verachtungswürdigen Tier ergeben, das der Fischer Jafaar aus seinem Netz zieht und das aus religiösen Gründen nicht einmal den Boden in Gaza berühren darf.

Wir empfinden es als unfassbar grotesk, dass der arme Fischer sich sträubt, sein Schwein anzufassen und ihm Socken verpasst, damit ja nicht die heilige Erde entweiht werde. Insgesamt eine leichte Komödie, so weit in Ordnung.

Nicht thematisiert werden aber die Hintergründe. Woher rührt die Abscheu vor dem armen Tier, das in ein lächerliches Wollsockenschwein verwandelt werden muss? Was steckt hinter der Geschichte?

Das Speiseverbot, den Verzehr von Schweinefleisch, führen viele auf die früher häufigen Fadenwürmer (Trichinen) zurück, aber die gab es genauso gut auch hier, sogar noch häufiger als im Orient.

Schwules Schwein

Ja, die Abscheu ist riesig und wird absurderweise auch noch auf diverse andere Übel in dieser Welt, wie sexuelle Orientierungen übertragen bzw. dafür verantwortlich gemacht.

So soll Hazrat Mirza Tahir Ahmad, geistlicher Führer der muslimischen Ahmadiyya-Sekte, Ansprechpartner der zuständigen Stellen beim Islamunterricht usw. in Hessen und Hamburg, erklärt haben, dass die gegenwärtige Steigerung zum Hang zur Homosexualität mit dem Verzehr von Schweinefleisch in Verbindung stehen könnte. Im Jugendjournal der Gemeinde erörtert eine Autorin die Auswirkungen von Schweinefleischverzehr auf das menschliche Moralverhalten und macht es als schamloses Tier, für die Ausprägung gewisser Verhaltensweisen des Konsumenten verantwortlich. Sie beruft sich auf Hazrat Mirza, der den zunehmenden Hang zur Homosexualität mit dem Schweinefleischverzehr in unserer Gesellschaft in Verbindung gebracht habe.

Die Porcophobie (1), im Judentum zu finden, von den Moslems übernommen, dürfte also andere Gründe haben.

Jeder kann es leicht nachvollziehen: Steht mann im Sommer vor einer Ampel und blinzelt – selbst gegen die Sonne – auf die Wartenden gegenüber, so ist blitzartig klar, wer da gegenübersteht. Innerhalb eines Sekundenbruchteils sind Männlein und Weiblein voneinander geschieden, ohne dass ein Gesicht oder weitere Details erkannt zu werden bräuchten. Grund: Frauen zeigen vielleicht ein Viertel oder ein Drittel mehr Haut als Männer. Das weckt sofort Interesse, oder es erzeugt Abwehr, je nach Konditionierung, sprich Sozialisierung oder Kultur.

Keine Zehn Gebote

Zu Anfang gab es einen kleinen Hinweis bei Ibn Warraq, Autor von Warum ich kein Muslim bin (Titel in Anlehnung an Bertrand Russells Buch Warum ich kein Christ bin an) und dann noch mal eine freche Beschäftigung des Pyrotechnikers des politischen Essays, wie ihn der Spiegel mal nannte, Christopher Hitchens, in Der Herr ist kein Hirte, mit der Frage, warum der Schöpfer denn keinen Schinken ausstehen könne. Das war der Beginn der Recherche, der nebenher auch das Geheimnis um einen beliebten Cocktail, der Bloody Mary, enthüllte.

Die Geschichte ist so einfach, dass man sie kaum glauben mag: Schwein, wie auch Hund, wurden am Haus gehalten, treiben´s offen unter aller Augen miteinander und stören durch ihre zügellose Annäherungen. Während der Hund als Hüter, Wächter, Hirten-, Jagd-, Lawinen- und Blindenhund, ja sogar im Krieg als Melder- und Sanitätshund auch eine gewisse Achtung erringen konnte, besitzt das Schwein über die Verwertung seines Körpers, Fleisch, Haut (Leder) und Borsten hinaus, keine weiteren nützlichen Qualitäten.

Dabei ging´s dem Hund anfangs nicht anders als dem Schwein. Er diente als wandelnder Nahrungspeicher, der gemästet und bei Bedarf geschlachtet und verzehrt wurde. Was sollten die Eskimos z.B. bei Hungersnot auch tun? Das Fell wurde zu Decken und Kleidung verarbeitet, und teils wurde der Hund auch geopfert. Der Vorteil des Hundes als Vorratskammer gegenüber dem Schwein lag auch darin, dass er wegen seiner Anhänglichkeit nicht eigens eingezäunt und bewacht zu werden brauchte. Während er bei uns zum gefühlsmäßig stark besetzten Begleitwauwau aufrückte und nicht mehr arbeiten muss, ist er in anderen Teilen der Welt, nicht nur in der muslimischen, eher ein unnützer Fresser, den man drangsalieren und verachten darf oder eben aufessen, s. die Proteste zum Hundeschlachtfest in China. Eine Zwischenüberschrift in dem Artikel lautet: Tötung der Tiere entspricht dem grausamen Schächten. Ja, aber genau das wurde bei uns aus Glaubensgründen, sprich religiös bestimmter Vorstellungen von Juden und Muslimen wieder nach langem Verbot erlaubt. Nicht aus Notwendigkeit, nicht vernunftbedingt, sondern, weil irgendwelche Zwangsvorstellungen alter, primitiver Ziegenhaltergesellschaften damit verbunden werden.

Zwei Dinge sind zu unterscheiden: Grausamkeiten gegen Tiere, oft aus völlig irrationalen Gründen resultierend sowie der Verzehr irgendeines Tieres an sich. Das Quälen der Hunde durch Prügel vor der Schlachtung wird mit einem höheren Adrenalinausstoß begründet, der das Fleisch zäh und aromatisch mache. Dies fällt unter die erste Kategorie. Unter die zweite fällt z.B. die Forderung von Tierschützern: China müsse dem Vorbild anderer entwickelter Nationen folgen und de Verzehr von Hunden und Katzen Einhalt gebieten. Dies sei ein Zeichen einer reifen, zivilisierten Gesellschaft. Hier geht es also um bestimme Tiere als Speise, die aus zivilisatorischen Gründen verschwinden soll, um zu signalisieren: Wir sind dabei, wir gehören zu Euch, wir sind ungefährlich, Teil der globalisierten Gemeinde.

Ja, wo steckt eigentich unser Pferd? Man verbiete den Isländern doch mal ihren Fohlenbraten. Zweidrittel der Hengsfohlen müssen alljährlich im Herbst verschwinden … Jahrhundertelang wurde es als Speise verteufelt, es habe keine Nieren, der Urin befinde sich im Fleisch usw. Warum der Quatsch? Die Germanen, die Sachsen, verehrten es. Noch heute sind allerorten in den Dörfern die gekreuzten Pferdköpfe auf den Firsten zu sehen.

Soweit das Fazit, dazu hier und auf den Folgeseiten einige Vertiefungen.

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