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Der heilige Wald: Magie, Schönheit und Spiritualität des Waldes
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eBook195 Seiten2 Stunden

Der heilige Wald: Magie, Schönheit und Spiritualität des Waldes

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Über dieses E-Book

Das Waldbuch von Wolf E. Matzker ist eine Art Gesamtkunstwerk: Poesie, Philosophie, spirituelle Lebensform in und mit der Natur, Fotos, Zeichnungen, Gemälde und Aquarelle. Der Leser kann sich informieren und inspirieren lassen, wie er selbst eine Spiritualität des Waldes leben möchte. Das Buch spannt einen Bogen von der Märchenwelt bis zum spirituellen Schamanismus. Es werden viele Hinweise zu einer praktischen Spiritualität gegeben.
Der natürliche Wald ist eine Gegenwelt zur alles beherrschenden Zivilisation. Er ist voller Magie, voller Schönheit, voller Geheimnisse.
Das Buch ist ein Lobgesang auf den "Zauberwald", wie man ihn hier und da durchaus noch finden kann.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum22. Juni 2016
ISBN9783741229114
Der heilige Wald: Magie, Schönheit und Spiritualität des Waldes
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Autor

Wolf E. Matzker

Wolf E. Matzker, geb. 1951, zivilisationskritischer Autor und naturverbundener Künstler (spirituelle Wildlife-Art), erforscht und lebt eine freie, kreative Spiritualität. Die Entfaltung der menschlichen Seele und Sensibilität, die Wertschätzung und Achtung der wilden Natur sind ihm ein zentrales Anliegen.

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    Buchvorschau

    Der heilige Wald - Wolf E. Matzker

    Inhaltsverzeichnis:

    Der Traum vom Wald

    Die Farbe Grün

    Der heilige Raum der Göttin

    Ferne Wälder

    Der Wald in der Nähe

    Der Wald in Gemälden

    Besondere Wälder

    Waldeinsamkeit

    Walderfahrungen

    Rituale im Wald

    Runen und Wald

    Die Erde der Göttin

    die Erde der Göttin

    ist eine Erde des Lebens

    befreit von den Parasiten und

    der schwarzen Krake des Geldes

    können sie aufatmen: die Wälder

    die Gebirge und die Strände

    Bären und Wölfe nehmen

    ihre alten Pfade wieder auf

    kein Seeadler wird erschlagen

    von einem Windradmonster

    und kein Fuchs vergiftet

    von einem hassenden Jäger

    das Meer und die Berge

    die Wälder, die Flüsse, die Steppen

    Mutter Erde hat ihre

    eigene Kraft der Gestaltung

    Vielfalt der Wesen

    so ist ihr Sinn

    jedes hat seinen Raum

    seinen Ort im Ganzen

    keines kann haben alles

    für sich und nur für sich

    fort muss er: der störende

    Dummkopf, der Besessene

    die Flüsse müssen fließen

    nach eigenem Gesetz

    die Wälder wachsen

    nach eigenem, wilden Plan

    die Meere atmen und strömen

    ungehindert und frei

    nicht der Mensch ist das Maß

    die Erde ist es, die heilige Mutter

    die Erde der Göttin

    ist eine Erde des bunten Lebens

    bunt wie die Fische im Korallenmeer

    bunt wie der Papagei im Urwald

    bunt wie die Blumen der Wiese

    und die vielen kleinen Vögel

    in vielen Farben entfaltet es sich

    das Leben der Mutter

    Schwarzkiefernwald

    1. Der Traum vom Wald

    Bevor ich vom Meer und von den Bergen wusste, habe ich vom Wald geträumt. Bereits als kleines Kind, also mit drei, vier Jahren, war ich gerne im Wald. Bereits als kleines Kind hätte ich gerne im Wald gewohnt. In einem Forsthaus! Unser Wohnhaus, in dem meine Eltern und ich eine Wohnung im ersten Stockwerk (mehr gab es nicht) hatten, war für mich nicht sonderlich interessant. Auch nicht der Sandkasten oder der Garten, an den ich mich nicht erinnern kann. Vermutlich bot er nichts. An andere Gärten kann ich mich nämlich sehr wohl erinnern.

    Aber der Wald war aufregend! Dort gab es große, mächtige Baumwesen. Dort gab es eine Welt voller Geheimnisse. Aber ich wollte sie nicht lösen, eher wollte ich sie erleben, in sie eintauchen und in ihnen verschwinden. Das war eine kindliche Form von Mystik. Ein Kind hat dafür keinen Namen, keine klugen Begriffe. Später hat man dann vielleicht Begriffe, aber kein Erlebnis mehr, jedenfalls keines, das die Seele ganz und gar erfüllt. Dafür wurde man zu oft verletzt und verwundet, gehasst und abgewiesen. Jeder kennt das.

    Am Ende ist das „innere Kind tot. Oder es hat sich nur zurückgezogen und versteckt. Wenn es tot ist, dann ist man vielleicht schon eine tote Seele. Wenn das „innere Kind noch da sein sollte, dann ist nicht alles verloren. Man kann in den Wald gehen und es rufen und suchen.

    Psychologen haben viele Bücher über das „innere Kind" geschrieben. Man schreibt oft Bücher über das Verlorene. Der Wald der Kindheit ist ein verlorenes Paradies. Aber es ist nicht für immer verloren. Es gibt noch Wälder, es gibt auch noch wilde und geheimnisvolle Wälder, zumindest Waldregionen.

    Der Traum vom Wald ist nicht etwa irreal, sondern er bezieht sich auf konkrete Wälder. Man muss nicht auf kluge Leute hören, die immer gerne alles als „irreal" abtun, weil sie in einer toten Welt von Aufgaben, Akten, Strukturen, Organisationen etc. leben. Sollen sie doch, wenn sie nichts Besseres kennen und haben.

    Der Wald ist eine lebendige Zauberwelt. Ein sensibles Kind merkt das sofort und fühlt deshalb dort zuhause. Es kennt keine Angst. Weder vor Schlangen noch vor Wölfen, schon gar nicht vor Räubern. Unbewusst erinnert es sich an Jahrtausende, als es im Wald lebte und nur den Wald kannte. Wenn es zum allerersten Mal im Wald ist, dann wird etwas im Bewusstsein angeschaltet – und bei manchen wird es niemals wieder ausgeschaltet. Keine Prügel, keine Diffamierung, kein kluges Gerede und kein Zynismus können das bewirken.

    „Ich bin ein Teil des Waldes, hat Wolf-Dieter Storl eines seiner Bücher betitelt. Das kann ich auch sagen. Man sagt dann als Kind nicht „Ich bin Hans oder „Ich bin Dieter, nein, man sagt „Ich bin ein Teil des Waldes. Man muss das natürlich nicht laut sagen. Die Eltern nennen einen beim Namen, den sie für gut gehalten haben, aber man selbst weiß, dass man ein ganz anderer ist. Man kommt aus dem Wald, und dahin will man zurück.

    Ein Psychologe würde jetzt vielleicht von einem „Identitätsproblem" sprechen. Wer aus dem Wald kommt, hat eine andere Identität, die man nicht mit den menschlich-sozialen Kategorien erfassen kann, weil der Wald eine andere Dimension ist. Wer eine Waldseele hat, kann nicht Hans oder Dieter heißen, wobei die beiden Vornamen nur zwei von vielen dummen Vornamen sind.

    Der Traum vom Wald ist ein Traum vom grünen Paradies. Die Tatsache, dass sich das politisch nicht durchsetzen lässt und von den Geldmenschen grundsätzlich abgelehnt wird, weil sie nur an ihre Profite denken können und wollen, spricht nicht gegen den Traum. Ein Traum ist eine andere Form des Lebens. Man darf es nicht als irreales Konzept eines Phantasten abtun, weil es ja sehr wohl Realität sein kann, werden kann. Der Traum vom Wald ist eine andere Lebensphilosophie, nach der man den Wald vor allem in Ruhe lässt. Man lässt die Bäume und Pflanzen einfach wachsen. Da muss man gar nichts tun.

    Die Liebe zu der Schönheit des Waldes ist der richtige Geist, von dem man erfüllt sein muss.

    Wenn man ihn hat, dann ist es gut. Wenn man ihn nicht hat, dann gibt es pädagogische Programme. Joseph Cornell ist ein amerikanischer Erlebnispädagoge, mit dem ich mich schon vor vielen Jahren befasst habe. Soweit es möglich war, habe ich einiges in der Schule angewendet. Aber wenn Schüler nur gelangweilt sind, wenn sie sich etwas länger einem Baum widmen sollen, dann ist es eben aussichtslos. Die moderne Welt der Medien verbreitet „Geister", die mit den Geistern des Waldes nichts zu tun haben. Die Stille des Waldes, die Langsamkeit, die Bescheidenheit, die vielen kleinen Dinge, das ist etwas anderes als die große action, zu der die Menschen permanent angestachelt werden. Dann besuchen sie höchstens den Kletter-Erlebnisgarten oder einen Baumwipfelpfad. Das ist dann wenigstens spektakulär.

    Der Traum des Waldes geht in eine andere Richtung. Er geht in die Stille, in die Meditation, in die Suche nach einer Verbundenheit auf der Herzebene. Die liebende Verbundenheit mit den Pflanzen und Tieren ist eine andere Lebensform. Ein Mensch, der das lebt und erfährt, lebt in einer anderen Welt als der Großstadtmensch, der mit seinem Smartphone kommuniziert. Der Mensch des Waldes ist ein Naturmensch, ein Naturwesen.

    Menschen der Erde und Menschen der Stadt – ich würde heute sagen, dass wir nichts miteinander zu tun haben. Wir leben in komplett verschiedenen Welten.

    Als Menschen wissen wir ja, dass die Hirsche oder die Wildschweine ihre eigene, andere Welt haben, in der sie leben. Das haben wir zu respektieren und ihre Welt schlichtweg in Ruhe zu lassen. Wir sind keine Hirsche und wir werden nie Hirsche sein. Die Differenz ist zu groß. Die Differenz zwischen Naturmenschen und Stadtmenschen ist mittlerweile auch so groß. Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Das mag sich radikal oder resignativ anhören, aber es bleibt eine Tatsache, dass Mentalitäten und Lebensformen so weit auseinander driften können, dass man den Unterschied nicht mehr überbrücken kann. Ich denke, dass seit einigen Jahren der Unterschied so groß geworden ist, dass es keine Verbindung mehr gibt. Sicher, man könnte Verbindungen reaktivieren, noch ist das möglich. Aber von den meisten Stadtmenschen wird das gar nicht gewünscht. Die Naturmenschen bleiben lieber in ihrer natürlichen Welt und

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