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Prinzessinnengeschichten

Prinzessinnengeschichten

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Prinzessinnengeschichten

Länge:
153 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Jul 8, 2016
ISBN:
9783815575512
Format:
Buch

Beschreibung

14 Geschichten - 14 Prinzessinnen-Mädchen

Kann Prinzessin Sarah sich von ihrem kostbaren Schmuck trennen, um zu helfen? Werden die königlichen Eltern akzeptieren, dass ihre Tochter Louisa lieber durch den Schlosspark tobt, anstatt eine feine Prinzessin zu sein. Wird aus der Angeberin Prinzessin Ludmilla doch noch eine Freundin? Zeigt Prinzessin Rosalie den anderen, dass sie nicht die kleine Prinzessin ist, für die sie alle halten? Kann die klitzekleine Wunschfee den größten Wunsch von Prinzessin Sarafina erfüllen? Und schafft es Prinzessin Isabella, das kleine Rehkitz zu retten? Vierzehn liebenswürdige, fantasievolle und abwechslungsreiche Vorlesegeschichten rund um neugierige, mutige, hilfsbereite, tierliebe und ganz normale Prinzessinnen.
Von der Autorin Carola von Kessel auf besonders einfühlsame Weise fantasievoll und kindgerecht erzählt und mit zahlreichen liebevoll gestalteten Bildern ausgestattet. Mädchen ab 4 Jahren werden begeistert sein von diesem herzallerliebsten Prinzessinnen-eBook!

- Prinzessinnen, mit denen sich Mädchen identifizieren können
- Liebevoll gestaltete Illustrationen von Daniela Pohl
- Hervorragend geeignet auch als Gute-Nacht-Geschichte
Freigegeben:
Jul 8, 2016
ISBN:
9783815575512
Format:
Buch

Über den Autor


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Prinzessinnengeschichten - Carola von Kessel

Schlaf

Die Prinzessin der Herzen

Prinzessin Sarah war wunderschön. Sie hatte lange blonde Haare und samtweiche Haut. Sarahs Bewegungen waren voller Anmut, und der melodische Klang ihrer Stimme erinnerte an ein Glockenspiel.

Wenn die Prinzessin den König mit ihren großen braunen Augen anblickte, schmolz er nur so dahin. Er liebte seine Tochter über alles und erfüllte ihr jeden Wunsch.

Der König und die Prinzessin lebten in einem kleinen, aber feinen Schloss.

Sarahs Mutter war schon vor vielen Jahren gestorben. Sie hatte ihrer Tochter nur ein Kästchen mit kostbarem Schmuck hinterlassen.

Prinzessin Sarah war sehr stolz auf ihre Schönheit. Oft saß sie vor dem Spiegel und bewunderte sich selbst.

Sie bürstete ihre Haare, bis sie wie flüssiges Gold über ihre Schultern fielen. Ihre Kleiderschränke waren voll mit prächtigen Kleidern, und der Prinzessin fehlte es an nichts.

Oder etwa doch? Der König machte sich Sorgen um seine Tochter. „Du bist zu viel allein, meine liebe Sarah, sagte er immer wieder. „Und du beschäftigst dich zu sehr mit dir selbst. Was soll nur aus dir werden, wenn ich einmal nicht mehr bin?

Doch wenn Prinzessin Sarah dann fröhlich um ihren Vater herumtanzte und ihm ein Küsschen auf die Wange drückte, schob der König die finsteren Gedanken schnell wieder beiseite.

„Mach dir keine Sorgen, lachte Prinzessin Sarah. „Ich bin so schön, dass ich mir später einmal den besten und reichsten Königssohn aussuchen kann. Da stimmte der König ihr zu, und ihm wurde wieder leicht ums Herz.

Doch dann kamen schwere Zeiten für das kleine Königreich. Der König wurde sehr krank und konnte sich nicht mehr um sein Reich kümmern. Das nutzte der Herrscher des Nachbarlandes aus. Er fiel mit seinen Soldaten in das kleine Königreich ein. Die Soldaten raubten das Land aus und räumten alle Lagerhäuser leer.

Voller Angst und Schrecken sah die Prinzessin, wie die hoch beladenen Fuhrwerke über die Grenze verschwanden. Bald zogen sich die Soldaten wieder zurück. Doch sie hatten alle Rüben und Kartoffeln, alle Hafer- und Weizensäcke mitgenommen.

Im kleinen Königreich herrschte nun große Armut. Alle hatten Hunger. Es dauerte nicht lange, bis eine Abordnung von Bürgern im Königsschloss vorsprach. Die Männer baten Prinzessin Sarah, etwas zu unternehmen.

Die Prinzessin hatte ein gutes Herz. Aber sie hatte keine Ahnung, wie man ein Land regierte und was bei einer Hungersnot zu tun war. Sie versprach den Untertanen, etwas zu unternehmen. Aber was? Ihren Vater konnte sie nicht um Rat fragen. Er sollte von all dem Leid nichts erfahren. Die Prinzessin befürchtete, dass die Sorgen ihn womöglich noch kränker machen würden.

So beschloss Prinzessin Sarah, dem Herrscher des Nachbarlandes einen Besuch abzustatten. Sie schlüpfte in ihr schönstes Kleid und legte den kostbaren Schmuck an, den sie von ihrer Mutter geerbt hatte. Dann ließ sie ihr treues Pferd Tristan herbeirufen, sattelte es und machte sich auf den Weg.

Als Sarah im Schloss des Nachbarlandes vorsprach, stand große Not in ihrem Gesicht. „Verehrter Herrscher, begann sie und machte einen Knicks. „Ich möchte Euch bitten, uns unsere Vorräte zurückzugeben. Die Menschen in unserem Land haben nichts mehr zu essen. Vor Hunger und Schwäche sind viele schon krank geworden.

Der Herrscher blickte auf den funkelnden Schmuck, den Sarah trug.

„Was ist das für eine wunderschöne Kette? Und welch prächtigen Goldreif trägst du an deinem Handgelenk?" Seine Augen funkelten vor Habgier.

Die Prinzessin trat einen Schritt zurück. Sie war blass geworden. „Das ist der Schmuck meiner Mutter", sagte sie mit zitternder Stimme.

„Wenn du mir diesen Schmuck gibst, rief der Herrscher, „dann sollt ihr eure Vorräte zurückbekommen!

Da drehte sich die Prinzessin um und lief schnell davon. Draußen vor dem Schloss sprang sie auf ihr Pferd. Im wilden Galopp ritt sie los – zurück in ihr kleines, armes Königreich. Niemals würde sie den geliebten Schmuck ihrer Mutter hergeben! Niemals!

Als sie in ihr Reich zurückkehrte, standen überall Menschen am Wegesrand. Mit hoffnungsvollen Augen blickten sie der Prinzessin entgegen. Prinzessin Sarah schluckte. Was sollte sie den Bürgern sagen?

„Was habt Ihr erreicht, edle Prinzessin?, riefen die Männer und Frauen ihr zu. „Bekommen wir bald wieder etwas zu essen?

„Geduldet euch noch etwas, sagte die Prinzessin. „Bald kann sich jeder wieder satt essen. Sie brachte es nicht übers Herz, den Menschen die Wahrheit zu sagen.

In der nächsten Nacht wälzte sich die Prinzessin im Bett hin und her. Was sollte sie nur tun? Sie liebte den Schmuck ihrer Mutter über alles. Viele Stunden lang hatte sie sich damit im Spiegel betrachtet.

Doch wenn sie an die flehenden Blicke der Menschen dachte, an die hungernden Kinder und an die schwachen, alten Leute im Lande, dann wurde ihr ganz schwer ums Herz.

Am nächsten Morgen wusste die Prinzessin, was sie zu tun hatte. Wieder sattelte sie ihr Pferd und ritt ins Nachbarland. Der Herrscher lächelte siegesgewiss, als die Prinzessin bei ihm vorsprach. Seine Augen glänzten, als sie ihm den Schmuck gab. Sarah warf noch einen letzten Blick in das Schmuckkästchen, doch sie blieb bei ihrem Entschluss.

Der Herrscher hielt Wort. Noch am gleichen Tag rumpelten die ersten Fuhrwerke mit Getreide und Kartoffeln zurück in das kleine Königreich. Der Jubel bei den Menschen war groß.

Die Bürger des Landes veranstalteten ein großes Fest. Es gab köstliche Speisen und die leckersten Kuchen und Torten. Zum ersten Mal seit Langem konnten sich alle satt essen. Die

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