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Kit Carson Band 10: Mormonen und Seminolen

Kit Carson Band 10: Mormonen und Seminolen

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Kit Carson Band 10: Mormonen und Seminolen

Länge:
175 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Dez. 2019
ISBN:
9781536512335
Format:
Buch

Beschreibung

In Galena finden Kit Carson und Washakie eine Notiz, aus der sich das wahre Ausmaß der Verschwörung allmählich erahnen lässt. Old Ezekiel Calhoun versucht durch die Flucht aus dem Taos Pueblo sein nacktes Leben zu retten. Am Mississippi richten die Sauk und Fox ein Massaker unter den Siedlern an. In Washington werden weitere Ränke geschmiedet, doch das unbekannte Haupt der landesweiten Verschwörung residiert in New York. Auch bei den Lemhi-Schoschonen gibt es einen geheimen Drahtzieher, dem der Trapper Jim Bridger auf der Spur ist. Geheimnisvolle Todesfälle bei den Mormonen in Independence, deren Zeugen Kit Carson und Washakie werden,hängen ebenfalls mit der großen Verschwörung zusammen. Beim Kampf um Taos droht inzwischen die Lage zu eskalieren. Kit Carson riskiert sein Leben, um diese Verschwörung aufzudecken...

Herausgeber:
Freigegeben:
14. Dez. 2019
ISBN:
9781536512335
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Kit Carson Band 10

Buchvorschau

Kit Carson Band 10 - Leslie West

Kit Carson

Band 10

Mormonen und Seminolen

von Leslie West

––––––––

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Hugo Kastner, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappe

In Galena finden Kit Carson und Washakie eine Notiz, aus der sich das wahre Ausmaß der Verschwörung allmählich erahnen lässt. Old Ezekiel Calhoun versucht durch die Flucht aus dem Taos Pueblo sein nacktes Leben zu retten. Am Mississippi richten die Sauk und Fox ein Massaker unter den Siedlern an. In Washington werden weitere Ränke geschmiedet, doch das unbekannte Haupt der landesweiten Verschwörung residiert in New York. Auch bei den Lemhi-Schoschonen gibt es einen geheimen Drahtzieher, dem der Trapper Jim Bridger auf der Spur ist. Geheimnisvolle Todesfälle bei den Mormonen in Independence, deren Zeugen Kit Carson und Washakie werden,hängen ebenfalls mit der großen Verschwörung zusammen. Beim Kampf um Taos droht inzwischen die Lage zu eskalieren. Kit Carson riskiert sein Leben, um diese Verschwörung aufzudecken...

DIE LISTE

Der Geruch von Staub und abgestandener Luft im verschlossenen Büro des toten Sheriffs Straker war Washakie unangenehm.

Das unregelmäßige Brummen einer einzelnen Fleischfliege, die sich ins Office verirrt hatte, zehrte seit Stunden an seinen Nerven. Nach Einbruch der Abenddämmerung blieb das Tier endlich sitzen. 

Das matte Licht der Straßenlampen fiel durch die trüben Fensterscheiben und verwischte die Konturen der Einrichtung. Washakie sehnte sich nach dem unendlichen Sternendach über der freien nächtlichen Prärie, doch war ihm bewusst, dass er ebenso gut längst tot und von Gesteinsmassen begraben in der Cowaghan-Mine hätte liegen können. Dagegen war dieses muffige Büro noch ein Geschenk.

Allmählich verlor er jedes Zeitgefühl.

War es noch vor Mitternacht, als er das Scharren und Kratzen an der Hintertür vernahm?

Hastig drückte er sich in seinem finsteren Winkel so weit zurück wie er nur konnte. Er hörte das suchende Stochern und schließliche Einrasten des Schlüssels an der Hintertür, zwei Umdrehungen und ein leises Quietschen, als die Klinke heruntergedrückt wurde.

Bei jedem Knarren wurde die Tür kurz verhalten. Washakie wagte fast nicht mehr zu atmen.

Dass der Eindringling mit den Räumlichkeiten zumindest grob vertraut sein musste, verrieten seine nächsten Bewegungen. Mit wenigen Schritten hatte er sich dem Safe genähert, der in der hintersten Ecke stand. Er fingerte in der Dunkelheit am Schloss des Panzerschranks herum, bis er fündig geworden war.

Der Halbschoschone verfolgte seine Aktivitäten mit wachsendem Staunen.

Niemand außer Bürgermeister Evans hätte noch über diese Schlüssel verfügen dürfen. Einen Augenblick lang keimte ein schrecklicher Verdacht in ihm auf, den er jedoch rasch wieder verwarf. Außerdem durfte ihm das Geschehen nicht aus den Fingern gleiten.

Ihr seid nicht allein, raunte er.

Der Einbrecher fuhr hoch, als hätte ihn ein Blitz gestreift. Trotz der Dunkelheit erkannte der Halbschoschone von vorne den Mann mit dem Schnurrbart, den Kit ihm und Evans beschrieben hatte.

Seine Schrecksekunde war kürzer als Washakie erwartet hatte. Hereinfallendes Mondlicht brach sich auf einer Messerklinge, die auf den Halbschoschonen zuraste.

Kit Carsons Gefährte riss einen Stuhl hoch und fing das Messer samt dem Arm, der es führte, ab. Der andere trat jedoch von unten blitzschnell gegen den Stuhlsitz.

Washakie bekam den Bügel der Lehne in den Bauch und flog durch das halbe Office. Doch er war längst wieder auf den Beinen, bevor der andere erneut den Safe erreichen konnte.

Als dieser bemerkte, dass er dazu keine Chance mehr hatte, warf er sich herum und huschte mit einem Satz durch die Tür hinaus.

Washakies erster Impuls war, ihm zu folgen, aber er durfte Kits Anweisungen nicht zuwiderhandeln. Es war nicht ausgeschlossen, dass dieser erste und erfolglose Einbruch nur als Ablenkungsmanöver gedacht war.

Der Schlüssel steckte noch im Safe. Möglicherweise wartete draußen ein weiterer Besucher nur darauf, dass der Halbschoschone das Office verlassen und Butler nachsetzen würde, um währenddessen den Panzerschrank in aller Ruhe ausräumen zu können.

Washakie sicherte nach draußen, schloss den Safe ab, nahm den Schlüsselbund und verriegelte das Büro erneut von innen.

Diesmal wurde seine Geduld auf keine lange Probe gestellt. Jemand pochte mit der Faust am Vordereingang.

Der hochgewachsene Krieger erkannte den Diener, der ihnen bei Bürgermeister Ronald Evans serviert hatte. Nach kurzer Suche war der Schlüssel zum Büroeingang gefunden.

Der Bürgermeister ist niedergeschlagen und seines Schlüsselbundes beraubt worden!, keuchte der Livrierte aufgeregt. Als wir ihn wieder zu sich gebracht haben, hat er mich sofort hierher geschickt. Gerade sah ich einen Mann davonlaufen, aber ich sollte doch  ...  oh! Sie haben Bürgermeister Evans’ Schlüsselbund in den Händen!

Das. wäre alles nicht passiert, wenn man sein Anwesen besser gesichert hätte. Wie geht es dem Bürgermeister?

Er ist noch etwas angeschlagen, aber nicht verwundet. Mein Gott, wer hätte auch mit einer solchen Unverfrorenheit gerechnet! Aber nun geben Sie mir den Bund, damit ich ihn dem Bürgermeister zurückbringen kann und er sich wieder ein wenig beruhigt.

Trotz seines beherrschten Gemütes fiel es Wasahkie bei diesen Worten schwer, nicht laut aufzulachen.

‘‘Mich dagegen beruhigt, dass ich die Schlüssel selbst in der Hand habe, erwiderte er. ‘‘Seid Ihr denn darauf gefasst, wegen dieses Bundes unterwegs hinterrücks überfallen zu werden und Euer Leben in Gefahr zu bringen?

Der Diener erblasste und griff sich an den Hals.

Oder seid Ihr Manns genug, den Schurken zu verfolgen, der versucht hat, hier einzubrechen?

Ein erschrockenes Kopfschütteln war die Antwort des Livrierten.

Mister Evans erwartet mich schleunigst zurück, versuchte er sich krächzend aus der Affäre zu ziehen.

So reitet! Berichtet ihm alles genau so, wie es vorgefallen ist und passt auf, dass Ihr unterwegs nicht in einem Hasenbau verschwindet.

Selbstverständlich!, schnappte der Butler.

Washakie schloss hinter ihm ab, froh, wieder allein zu sein. Jetzt kam es auf Kit an.

*

Kit Carson lief geduckt am Dachrand des Lagerschuppens entlang, der die Vorräte und das Mobiliar von Alan Holdsworth' Saloon enthielt. Er war lange genug dort oben flachgelegen, bis er sicher sein konnte, dass niemand mehr zu ihm herauf schauen würde.

Längst hatte der letzte Gast die Trinkstätte verlassen.

Nach dem Spülen der Gläser waren im Erdgeschoss zuletzt sämtliche Lichter erloschen. Und auch im ersten Stock waren inzwischen nur noch zwei Zimmer der Wohnräume des Eigentümers beleuchtet.

Der junge Trapper beschleunigte seine Schritte. Als er das Dachende erreicht hatte, sprang er. Seine ausgestreckten Hände bekamen gerade noch den Balkonrand zu fassen. Er nutzte den Schwung, um sein rechtes Bein zwischen zwei Stäbe zu bekommen, verlagerte sein Gewicht und zog sich ganz hoch. Indem er seine Beine an den jeweiligen Bretterenden aufsetzte, vermied er jedes Knarren.

Ein Blick durch das Fenster beseitigte jeden Zweifel, dass Alan Holdsworth allein war.

Kit hatte den vorderen Laufteil seiner Rappahannock-Holsterpistole mit einem Stofftuch umwickelt. Fast behutsam drückte er damit die Glasscheibe langsam ein, und mit den wenigen Splittern fiel auch der Lappen ins Zimmerinnere, so dass der nackte Lauf auf den Saloonbesitzer wies.

Besuch, Holdsworth, raunte der hochgewachsene Scout. Wach ganz auf.

Der Schock hatte den großen, wuchtigen Mann mit den dichten schwarzen Haaren erstarren lassen.

Ich fackle nicht lange, zischte Kit. Die erste Kugel sitzt, wenn Sie irgendwelche Dummheiten versuchen.

Das half: Der Saloonbesitzer wuchtete sich aus seinem Sessel und öffnete unter der vorgehaltenen Pistole das Fenster, so dass Kit einsteigen konnte.

Der junge Trapper sicherte mit einem kurzen Rundblick. Beide Türen saßen fest im Schloss, und in den großen Schränken konnte niemand verborgen sein..

Das Amulett, forderte er Holdsworth auf.

Aber ich habe  ... 

Meine Geduld hat enge Grenzen!

Sekunden später hielt der Trapper einen unversehrten Anhänger in der Hand. Damit waren seine letzten Zweifel beseitigt.

Wann kommt Butler?

Ein Blick in Kits Augen belehrte den Saloon- und Minenbesitzer, dass es besser war, nicht zu lügen.

Noch heute Nacht. Wann genau, hat er nicht gesagt.

Steckt er hinter dem Anschlag in der Cowaghan-Mine?

Davon weiß ich nichts.

Kit hatte nicht den Eindruck, dass er log. Schwer atmend ließ sich der massige Mann wieder in seinen Sessel plumpsen.

Ich hasse es, jemandem die Worte wie Würmer aus der Nase ziehen zu müssen! Entweder ich erfahre jetzt  ... 

Hatte Holdsworth eben die rechte Hand unter der Schreibtischplatte bewegt? Kit hörte das leise Knarren der Tür und warf sich herum.

Der andere war bereits abgesprungen und erwischte den Lauf der Rappahannock, bevor Kit sie hochreißen konnte. Dafür trat der Scout ihm voll in die Rippen.

Holdsworth’ Aufpasser ließ dennoch nicht los, ebenso wenig wie Kit. Der Schwung trug beide an den Schreibtisch, der umfiel, während der Saloonbesitzer hinter ihm hervor schlüpfte.

Das war Kits Chance. Der Kopf seines Angreifers kam so dicht unter der Platte zu liegen, dass der Scout nur noch sein linkes Knie hochreißen musste.

Der Kopf seines Gegners prallte mit solcher Wucht auf das Hartholz, dass er sofort das Bewusstsein verlor.

Holdsworth war auf den unbeleuchteten Flur geeilt. Er riss eine der nächsten Türen auf und verschwand darin, doch Kit war ihm rasch genug gefolgt, um noch zu sehen, in welcher.

Der Scout hatte die Tischlampe an sich gerissen, deren von einem Rundglas geschützte brennende Kerze nicht erloschen war, als sie beim Sturz des Tisches in den Sessel gerollt war. Er trat die Tür, die Holdsworth hinter sich zugeschlagen hatte, bis zum Anschlag auf. Doch während sie an die Wand krachte, erklang der schrille Schrei einer Frau.

Im Schein der Lampe erkannte Kit den weiblichen Barkeeper, bei dem er sich nach Holdsworth und Butler erkundigt hatte. Über dem Nachtgewand stand das üppige rote Haar der Frau in alle Richtungen ab.

Holdsworth hatte sich aufrecht in eine Zimmerecke gedrängt. Ohne seine Augen und den Lauf der Rappahannock von ihm abzuwenden, stellte Kit die Lampe auf die gegenüberliegende Anrichte, deren Spiegel das Licht verdoppelte.

Das war nur ein Aufschub, Holdsworth. Bleiben Sie ruhig liegen, Madam, denn Sie haben nichts zu befürchten. Und Sie, Holdsworth, werden mir jetzt endlich verraten, was Ihr verdammter Geheimbund in dieser Gegend als nächstes in petto hat.

Kits kaum noch unterdrückte Wut ließ den Salooner erbeben.

Sie sollen es erfahren, wenn Sie vorher die Waffe herunter nehmen.

Den Teufel werde  ... 

Das ächzende Holz warnte Kit, als der wuchtige Wandschrank von hinten auf ihn zu kippte, aber es war schon zu spät. Jedoch wurde sein Fall links von der Anrichte abgefangen, und als er zu Boden krachte, fand Kit sich zwischen ihr, dem Schrank und der unteren Bettwand der Frau eingekeilt.

Er hatte noch genügend Bewegungsfreiheit, um sich mit Verrenkungen und angeschlagener Pistole mühsam aufzurichten, als mehrere Schüsse von hinten in den Schrank schlugen, dessen Rückwand und Türen allerdings stark genug waren, um Kit vor Schaden zu bewahren.

Kit wagte einen blitzschnellen Blick. Im Türrahmen stand Butler mit rauchenden Waffen!

Der Scout schoss zurück. Butler verschwand im Flur und gab aus der sicheren Position zwei weitere Schüsse ab. Sofort darauf verklangen seine fliehenden Schritte die Treppe hinunter.

Kit rammte sich mit heftigen Bewegungen frei  ...  und erstarrte, als er sah, dass Butler keineswegs ungezielt gefeuert hatte.

Alan Holdsworth war bereits tot, denn die Kugel des Geflohenen hatte ihn mitten in die Stirn getroffen.

Die junge Frau im Bett aber lebte noch. Ihr Nachtgewand rötete sich über der linken Brustseite. Ihr Anblick schmerzte Kit bis ins Mark. Im Saloon, wo sie sorgfältig und üppig geschminkt gewesen war, hatte er sich fast ein wenig vor ihr gefürchtet, da er mit Frauen ihres Berufsstands nicht die geringste Erfahrung hatte. Nun aber sah er das reine, verzweifelte Gesicht eines Mädchens vor sich, das

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