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111 Orte in Ulm um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss: Reiseführer

111 Orte in Ulm um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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111 Orte in Ulm um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss: Reiseführer

Länge:
571 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 1, 2016
ISBN:
9783960410669
Format:
Buch

Beschreibung

Man könnte meinen, Ulm würde sich nur über seinen Kirchturm definieren, er ist immer noch der höchste der Welt, und das seit 125 Jahren. Nein, im Gegenteil, Ulm ist gleichermaßen Tradition und Moderne. Die Stadt hat es geschafft, ihre nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg noch erhalten gebliebenen historischen Gebäude mit modernster Architektur in Einklang zu bringen. Das Buch lädt ein zu einem Rundgang durch 3.000 Jahre Geschichte und führt den Leser an sehens- und liebenswerte Orte, die er auch als eingefleischter Stadtbewohner vielleicht noch nie gesehen hat.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 1, 2016
ISBN:
9783960410669
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie 111 Orte in Ulm um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss

Buchvorschau

111 Orte in Ulm um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss - Erwin Ulmer

111 Orte in Ulm, um Ulm und um Ulm herum, die man gesehen haben muss

Erwin Ulmer

emons: Verlag

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2016

Alle Rechte vorbehalten

Texte: Erwin Ulmer

© der Fotografien: Erwin Ulmer, außer:

Kap. 1: Kloster Bonlanden;

Kap.4: Urgeschichtliches Museum Blaubeuren;

Kap. 13: Michael Reiber, Illertissen;

Kap. 16: Albert Merkle, Munderkingen;

Kap. 26: Gemeinde Oberstadion;

Kap. 77: Dagmar und Ruprecht Hub

Herzlichen Dank an alle Museen und sonstigen Einrichtungen, die mir die Erlaubnis erteilt haben, in ihren Räumen Fotos zu machen und diese zu veröffentlichen.

©Covermotiv: Depositphoto.com/artnature

Gestaltung: Emons Verlag

Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

ISBN 978-3-96041-066-9

E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

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Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Der Krippenweg | Berkheim-Bonlanden

Weihnachten übers ganze Jahr

2_Die Blau | Blaubeuren

Ein Fluss sagt seine Meinung

3_Die Dodel-Vitrine | Blaubeuren

Man nannte ihn den Schwäbischen Salomon

4_Die Geierknochenflöte | Blaubeuren

Das älteste Musikinstrument der Welt

5_Das Lau-Denkmal | Blaubeuren

Eine märchenhafte Schönheit

6_Die Schubartstube | Blaubeuren

Ort einer spektakulären Verhaftung

7_Die küssende Sau | Blaubeuren-Weiler

Mutmaßungen über einen seltsamen Felsen

8_Die Rommel-Steige | Blaustein-Herrlingen

Auf den Spuren des Wüstenfuchses

9_Die Villa Rot | Burgrieden-Rot

Der Duft der großen weiten Welt

10_Der blaue Steinbruch | Ehingen

Naturschönheit aus zweiter Hand

11_Das Ney-Loch | Elchingen-Oberelchingen

Schwere Tage für ein kleines Dorf

12_Das Erbacher Schloss | Erbach

Wo der Freiherr noch selbst residiert

13_Das Carillon | Illertissen

Zweimal täglich Glockenspiel

14_Der Reiseliebling | Langenau

Der Oldtimerbus für viele Anlässe

15_Der Laemmle-Brunnen | Laupheim

Von Laupheim nach Hollywood und zurück

16_Der Löwenbrunnen | Munderkingen

Heiße Küsse von eiskalten Burschen

17_Die Schwäbische Alb-Bahn | Münsingen

Nostalgie und Gemütlichkeit auf Schienen

18_Die Schneckenfarm | Nersingen

Reine Geschmackssache

19_Das Kindermuseum im Edwin Scharff Museum | Neu-Ulm

Anfassen erwünscht!

20_St. Johann Baptist | Neu-Ulm

Expressionismus trifft Romanik

21_Das Wiley | Neu-Ulm

Von der Ami-Kaserne zum begehrten Wohnviertel

22_The Walther Collection | Neu-Ulm-Burlafingen

Große Fotokunst im Vorortwohnviertel

23_Der Jakobsbrunnen | Oberdischingen

Der steinige Weg zu sich selbst

24_Die Fischtreppe | Obermarchtal

Das feuchte Amphitheater für Fische

25_Der Spiegelsaal | Obermarchtal

Des Künstlers kleine Freiheiten

26_Das Christoph-von-Schmid-Zimmer | Oberstadion

Erinnern an den Dichter von »Ihr Kinderlein kommet«

27_Der Roggenburger Weiher | Roggenburg

Gelungene Symbiose von Mensch und Natur

28_Die Ausgrabungsstätte | Schelklingen

Der Hohle Fels, ein Fundort höchsten Ranges

29_Der Drehrohrofen | Schelklingen

Das Kernstück der Zementfabrik

30_Das Pumpwerk | Schelklingen

Endlich sauberes Trinkwasser auf der Alb

31_Der Urspring-Quelltopf | Schelklingen

Des Blautopfs kleiner Bruder

32_Das Weishaupt-Forum | Schwendi

Weltarchitektur, wo sie niemand vermutet

33_Der Alte Friedhof | Ulm

Geschichte in der innerstädtischen Oase

34_Der Alte Herzog | Ulm

Zum Hauptgang Spaghetti, zum Nachtisch Liebe

35_Die Astronomische Uhr | Ulm

Astronomisch kompliziert

36_Der Ausritt | Ulm

Septimus Rommels Tonfiguren

37_Das Berblinger-Denkmal | Ulm

Einfach nur zu früh geboren

38_Das Brettle | Ulm

Alles von Hand gemacht

39_Das bronzene Stadtrelief | Ulm

Für Blinde und Sehende gleichermaßen nützlich

40_Die Buchstaben am Donauufer | Ulm/Neu-Ulm

Pfiffiger Hinweis auf das Donaufest

41_Das Café LesBar | Ulm

Der schönste Blick aufs Münster

42_Das Dinglinger-Relief | Ulm

Vom Lautenberg zum Grünen Gewölbe

43_Der Elefant am Dachtrauf des Münsters | Ulm

Regenrinnenkunst

44_Der Entendamm | Ulm

Das Schlafzimmer der Donauvögel

45_Fräulein Berger | Ulm

Zurück in die 50er

46_Das Gänstor | Ulm

Der Anfang einer schweren Zeit

47_Das Geburtshaus der Knef | Ulm

Für Hildegard regnete es nie rote Rosen

48_Das Geigenatelier | Ulm

Die Synthese von Handwerk und Kunst

49_Der gläserne Steg | Ulm

Nicht nur Brücke zwischen zwei Museen

50_Die Guckehürle | Ulm

Der ganz private Aussichtsturm

51_Die Herdbrücke | Ulm/Neu-Ulm

Napoleons schwieriges Erbe

52_Der Hildegardbrunnen | Ulm

Vom kurzen Leben der dritten Frau Karls des Großen

53_Der Hospizgarten | Ulm

Ulms besinnlichster Ort

54_Die Hundsbrunzer | Ulm

Mittelalterliche Verkehrsleitsysteme

55_Der Karajan-Platz | Ulm

Jeder fängt mal klein an

56_Das Kasperletheater | Ulm

Lernen durch die Hintertür

57_Die Kepler-Tafeln | Ulm

Das letzte große Werk des berühmten Astronomen

58_Der Kinderpark | Ulm

Endlich in Ruhe einkaufen dürfen

59_Der knallrote Beichtstuhl | Ulm

Bunt, bunter, Georgskirche

60_Der Lego-Stammtisch | Ulm

Klötzlebauer unter sich

61_Das »Mayser«-Schild | Ulm

Die Erfolgsgeschichte eines kleinen Hutmachers

62_Das Museum der Brotkultur | Ulm

Alles rund um das tägliche Brot

63_Der Nachtclub Aquarium | Ulm

Ein heißes Becken für prominente Fische

64_Das Naturkundliche Bildungszentrum | Ulm

Mit allen Sinnen

65_Der Neue Bau | Ulm

Hier flossen Blut und Wein in Strömen

66_Das Paradiesgässle | Ulm

Wo Männer ihre Freude hatten

67_Das Parkhaus am Rathaus | Ulm

Schöner parken

68_Der Pedaleur | Ulm

Fahrrad nach Maß

69_Das Radhaus beim Rathaus | Ulm

Der diebstahlsichere Stall für Drahtesel

70_Der Rapunzelturm | Ulm

Ein märchenhaftes Bauwerk

71_Die Rathausbemalung | Ulm

Weiser Rat an der Rathauswand

72_The Red Dog for Landois | Ulm

Der rote Hund, der vor dem Rathaus bellt

73_Der Rosengarten | Ulm

Das Duftkonzentrat mit Märchengeschmack

74_Das Schmuckprediger-Museum | Ulm

Ulms kleinstes Museum

75_Der Schnakenhof | Ulm

Das Erste Ulmer Pfannkuchenhaus

76_Die Schuhmacherwerkstatt | Ulm

Altes Handwerk in der beliebten Einkaufsstraße

77_Die Schwörglocke | Ulm

Die Glocke, die nur einmal jährlich schlägt

78_Der seltsame Türklopfer | Ulm

Erinnerungen an Dr. Gustav Leube

79_Die Solarflotte | Ulm / Neu-Ulm

Zu 100 Prozent emissionsfreies Bootsvergnügen

80_Die staufische Mauer | Ulm

Was ein Stein in der Mauer alles erzählen kann

81_Das Stella | Ulm

Gemütlich, gut und klein

82_Die Stiege | Ulm

Vom öffentlichen WC zur Sommer-Kult-Bar

83_Der Straßencellist | Ulm

Professionelle Musik am Straßenrand

84_Der strickende Soldat | Ulm

Zeitvertreib am Seelengraben

85_Der Tatort | Ulm

Ulms einziger unaufgeklärter Mord

86_Die Theaterwerkstätten | Ulm

Wie Kunstwerke hinter den Kulissen entstehen

87_Die Ulmer Münz | Ulm

Hat das Ulmer Geld wirklich mal die Welt regiert?

88_Die Ulmer Sammlung | Ulm

Frauenpower im Mittelalter

89_Die Ulmer Schachteln | Ulm

Die schwimmenden Einwegverpackungen

90_Die Valentinswetterfahne | Ulm

Die Hinrichtung auf dem Dachfirst

91_Die Wallensteintafel | Ulm

Als nachts sogar die Glocken schwiegen

92_Der Wasserspeier am Rathausbalkon | Ulm

Warum ihm manchmal speiübel wurde

93_Das Weltkriegsmahnmal | Ulm

Die furchtbarsten Minuten der Stadtgeschichte

94_Die Wilhelmsburg | Ulm

Der Höhepunkt der Bundesfestung

95_Der Zuckerbäcker | Ulm

Hier backt man noch von Hand

96_Der Botanische Garten | Ulm-Eselsberg

Blumenreich und pflanzenstark

97_Das Energon | Ulm-Eselsberg

Der Welt größtes Passivhaus-Bürogebäude

98_Der Kunstpfad | Ulm-Eselsberg

Von Adam und Eva bis zur Knochenschraube

99_Der Gasthof zum Ritter | Ulm-Gögglingen

Das Wirtshaus mit der Napoleon-Anekdote

100_Die Gerd-Walter-Linde | Ulm-Kuhberg

Viele 50-Pfennig-Stücke geben auch einen Baum

101_Die KZ-Gedenkstätte | Ulm-Kuhberg

Was geschah am Oberen Kuhberg?

102_Das Schloss Obertalfingen | Ulm-Obertalfingen

Wo das Lüsterweibchen von der Decke schaut

103_Das Kraftwerk an der Böfinger Halde | Ulm-Oststadt

Umweltschonender Strom für fast 12.000 Haushalte

104_Der Tiergarten | Ulm-Oststadt

Einheimische Fische, Streichelschweine und vieles mehr

105_Das Meinloh-Murale | Ulm-Söflingen

900 Jahre alte Liebesgedichte aus Söflingen

106_Die neue Moschee | Ulm-Söflingen

Der steinige Weg zum gemeinsamen Gebet

107_Das Restaurant Zum Franzl | Ulm-Söflingen

Österreichischer Augen- und Gaumenschmaus

108_Die Wilde Brunhilde | Ulm-Söflingen

Wer hat die wilde Dame in den Sand gesetzt?

109_Die Allegorie der Mathematik | Ulm-Wiblingen

Wo die gesammelte Weisheit des Abendlandes stand

110_Der Lichternsee | Ulm-Wiblingen

Natur pur zwischen Industrie- und Wohngebiet

111_Der Garten Eden | Untermarchtal

Bewegung und Erbauung für Jung und Alt

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Was macht Ulm und seine Umgebung so spannend, so außergewöhnlich, so faszinierend?

Die Einzigartigkeit dieser Stadt und ihres Umfelds besteht aus der Mischung von Großartigem und Unscheinbarem, Erfreulichem und Traurigem, Historischem und Modernem, vergleichbar mit einem Mosaik, das aus vielen Steinchen ein Gesamtkunstwerk entstehen lässt. Darum führt Sie dieses Buch nicht nur zur Astronomischen Uhr am Rathaus, sondern auch zu einer alten Backsteinfassade und zu einem geflickten Loch in einer Mauer. Hinter allem steckt immer eine spannende Geschichte.

Ulm und seine Umgebung kann man nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren kennenlernen. Vernehmen Sie mal bewusst am Schwörmontag den ehernen Ton der Schwörglocke, hören sie den herrlichen Melodien des Straßencellisten oder des Carillons in Illertissen zu! Erleben Sie Ulm mit geschlossenen Augen, indem Sie sich auf dem bronzenen Stadtrelief durch die Straßen tasten oder die Pflanzen im Sinnesgarten Untermarchtal und im Kobelgraben erspüren. Erfahren Sie, wie gut sich Ulm anfühlt, wenn man die Tiere im Tiergarten streichelt oder auch im Edwin Scharff Museum und im Naturkundemuseum Experimente für den Tastsinn machen darf. Riechen Sie mal, wie im Rosengarten oder im Botanischen Garten die Blumen und Sträucher duften. Erobern Sie Ulm und die ganze Region mit Ihrem Gaumen, es lohnt sich. Hier gibt es viele hervorragende Gaststätten, in denen Sie kulinarisch verwöhnt werden.

Und dann sind da noch die Menschen, die hier wohnen! Wer fast ein Jahr lang wie der Autor Ulm und die Region erkundet, hat die Gelegenheit, einen ausgesprochen sympathischen und hilfsbereiten Menschenschlag kennenzulernen.

Ulm und alles um Ulm herum ist nicht nur sehens-, hörens-, fühlens-, riechens- und schmeckenswert, Ulm ist einfach lebens-und liebenswert!

Berkheim-Bonlanden

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1_Der Krippenweg

Weihnachten übers ganze Jahr

Es war ein außergewöhnlicher Auftrag für die renommierte Agentur »Milla & Partner«, die schon für das Konzept mehrerer berühmter Museen verantwortlich gezeichnet hat: die Gestaltung einer neuen Krippenlandschaft im Kloster Bonlanden. Und sie ist gut gelungen!

Es ist Nacht, genauer gesagt Morgengrauen in dem 160 Quadratmeter großen Ausstellungsraum. Am pechschwarzen Himmel strahlen scheinbar unendlich viele Sterne. Am Horizont erscheinen die ersten Sonnenstrahlen, die den unteren Rand des Raumes in ein tiefes Blau tauchen. Im grellen Scheinwerferlicht dagegen liegen Landschaft, Gebäude und die etwa 370 Krippenfiguren. Der Besucher kann die 16 Szenen der erweiterten Weihnachtsgeschichte von der Prophezeiung bis zur Hochzeit von Kana erwandern. Zwischen der großzügigen, realitätsnahen Landschaft Palästinas finden auch größere Besuchermengen genügend Platz zum Betrachten. Vor einer orientalischen Kulisse spielt sich das Leben des jungen Jesus in prächtigen, aber auch in intimen Szenen ab. Der »Zug der Drei Könige« und die Szene im Tempel zeigen Figuren in kostspieligen Brokatgewändern, während Maria und ihre Base Elisabeth bei ihrem Treffen in der Zeit der Schwangerschaft deutlich bescheidenere Kleider tragen. Neben der großen Barockkrippe zeigen die Bonlandener Schwestern zudem Krippen aus außereuropäischen Gebieten, in denen sie Missionsstationen betreiben oder betrieben haben.

Info

Adresse Franziskanerinnen von Bonlanden, Faustin-Mennel-Straße 1, 88450 Berkheim-Bonlanden | ÖPNV Bahnhof Kellmünz/Iller Buslinie 251 über Erolzheim nach Bonlanden, Haltestelle Kloster | Anfahrt A7 Ulm nach Memmingen, Ausfahrt Dettingen in Richtung Berkheim. In Erolzheim links nach Bonlanden, dort rechts. | Öffnungszeiten täglich 10–17 Uhr | Tipp Das Klostercafé hat immer zeitgleich mit dem Krippenweg geöffnet. Spezialität sind die frischen Kuchen aus der Klosterbäckerei.

Die Franziskanerinnen wollen in dieser Ausstellung auch an ihren Ordensgründer erinnern, der als der Erfinder der Weihnachtskrippen gilt. Er hat in der Christnacht des Jahres 1223 das Heilsgeschehen mit lebenden Figuren (Menschen und Tieren) nachstellen lassen. Genauso wie damals können heute Familien in bereitliegende Kostüme schlüpfen und als Josef, Maria, König oder Hirte verkleidet das Wunder von Bethlehem nachspielen und sich dabei fotografieren lassen.

In der Nähe

Das Weishaupt-Forum (13.9 km)

Das Carillon (17.29 km)

Die Villa Rot (18.92 km)

Der Laemmle-Brunnen (22.47 km)

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Blaubeuren

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2_Die Blau

Ein Fluss sagt seine Meinung

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Ich glaube, man unterschätzt mich einfach! Ich bin zwar nur 22,2 Kilometer lang, aber diese Kilometer haben’s in sich. Schon meine Quelle ist rekordverdächtig, denn ihre durchschnittliche Schüttung beträgt sagenhafte 2.300 Liter pro Sekunde, ist also die zweitstärkste Quelle Deutschlands. Mein Wasser speist den berühmten Blautopf, der eine solch schöne blaugrüne Farbe hat, dass er jährlich mehr als 100.000 Besucher anzieht. Diese meinen natürlich alle, ich hätte meinen Namen von der Farbe meines Wassers. Stimmt nicht, der ist keltischen Ursprungs!

Auf meinem weiteren Weg Richtung Ulm habe ich mit meinem Wasser ein traumhaft schönes Tal geschaffen. In Ulm angekommen, teile ich mich in die Große und die Kleine Blau, und zum Schluss durchfließe ich das ebenfalls berühmte Fischerviertel. Man stelle sich dieses Quartier ohne mich vor! Früher hätten weder die Müller ihre Mühlen betreiben noch die Gerber ihre stinkenden Felle wässern können. Und heute? Ohne mich wäre das Fischerviertel nur halb so schön, die Touristen blieben weg, und die Hälfte der Wirte könnte ihre Kneipen schließen. Schon ein paar Meter weiter muss ich mich in die Donau ergießen, damit diese noch großspuriger und breiter durch Ulm fließen kann. Ja, liebe Donau, eigentlich bist du im Vergleich zu mir doch ein armseliger Wurm! Deine Quelle bei Furtwangen liefert gerade mal einen Liter pro Sekunde. Und dann wird dir dieser Ursprung noch von den Donaueschingern streitig gemacht. Das ist ja wie ein Kind, das nicht weiß, wer sein Vater ist. Das Schlimmste aber ist, dass du die meiste Zeit bei Immendingen einfach verschwindest und dein Wasser dann dem Rhein spendierst. Schäm dich!

Info

Adresse zwischen 89143 Blaubeuren und 89073 Ulm | Tipp Fahrrad in den Zug nach Blaubeuren einladen und dann zurück nach Ulm per Muskelkraft. Einkehren nicht vergessen und immer wieder die Blau bewundern.

Also, liebe Donau, in Zukunft etwas mehr Respekt vor mir und denk an den Text des berühmten Donauwalzers von Strauß! Dort heißt es so treffend: »Donau so Blau, so schön und Blau!« Der Verfasser wusste, was sich gehört!

In der Nähe

Die Geierknochenflöte (1.16 km)

Die Schubartstube (1.34 km)

Die Dodel-Vitrine (1.38 km)

Das Lau-Denkmal (1.47 km)

Zur Online-Karte

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Blaubeuren

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3_Die Dodel-Vitrine

Man nannte ihn den Schwäbischen Salomon

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Dodelweg! Bestimmt nicht jeder Blaubeurer weiß etwas mit diesem Namen anzufangen, vielleicht hat er mit dem Wort »dudeln«, dem schwäbischen Synonym

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