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Die Grube aus Eltville Band I
Die Grube aus Eltville Band I
Die Grube aus Eltville Band I
eBook210 Seiten2 Stunden

Die Grube aus Eltville Band I

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Über dieses E-Book

Das Buch ist ein zweiteiliger Roman, in Stilrichtung der Esoterik.
Im ersten Teil kehrt der Hauptdarsteller „Louis“ nach Eltville zurück. Dort hatte man ihn in seinem vorangegangenen Leben als Selbstmörder – welcher vor seinem eigenen Schicksal floh – beerdigt. Diesmal muss er sich sowohl seinen 300 Jahre zurückliegenden Taten, als auch den gegenwärtigen Schauplätzen stellen. Hinzu kommt, dass er wieder den Menschen begegnet, die er bereits aus damaliger Zeit kannte. Seine Berufung liegt darin, auch seinen Mitmenschen begreiflich zu machen, dass sie ihre in damaligen Inkarnationen begangenen Taten und Sünden jetzt wiedergutzumachen haben. Dies ist keine leichte Aufgabe, da die Seele immer wieder aufs Neue auf diese Erde geboren wird, um Sühne leisten zu können und sich geistig weiterzuentwickeln.
Der zweite Teil des Romans spielt 15 Jahre nach dem ersten. Die Botschaft besteht darin, den Leser auf den Sinn des Lebens aufmerksam zu machen. Damit man sich nicht mit den Vergangenen Dingen auseinandersetzt, sondern vielmehr mit der seelischen und geistigen Entwicklung.
SpracheDeutsch
HerausgeberTWENTYSIX
Erscheinungsdatum29. Juli 2016
ISBN9783740754730
Die Grube aus Eltville Band I
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Autor

Gabriel Boros

Máramarosszigeti Boros Gábor 1945. november 10-én született. Iskoláit szülövárosában végezte, majd felsöbb iskolai tanulmányait Kolozsváron folytatta mindaddig, amíg politikai okokból félbe nem „hagyatták” vele. 1983 tavasza óta családjával – választott új hazájában – Németországban él.

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    Buchvorschau

    Die Grube aus Eltville Band I - Gabriel Boros

    VORWORT

    Kaum hatte ich meinen letzten Roman vollendet, als ich eines Nachts in meinem Traum, die Eingebung erhielt, dass mein nächster Roman „Die Grube aus Eltville" heißen soll.

    Ich muss wohl kaum erwähnen, wie verwundert ich war, als ich mich umdrehte, und ich hinter mir ein und dieselbe Person mit rundlichem Gesicht lächeln sah, die mir bei jedem meiner Bücher die Titel vorhergesagt hatte.

    Diese Person – so schien es – wollte nur jemandem eine Botschaft mitteilen, denn sie blieb plötzlich stehen, wandte sich mir zu und im Moment meines Erwachens konnte ich erneut die Worte hören:

    „Die Grube aus Eltville"

    Ehrlich gesagt, wäre ich nicht so verwundert darüber gewesen, wenn sie dies auf Ungarisch gesagt hätte. Dann hätte ich es mir gut merken können, wie auch die anderen Titel, und hätte mir nicht bis zum Morgengrauen meinen Kopf darüber zerbrochen, was sie mir damit sagen wollte. Auch konnte ich mir nicht vorstellen, mein Buch auf Deutsch zu schreiben. Hatte ich doch bis vor kurzem, noch nicht einmal daran gedacht, neben Gedichten und „humorvollen Erzählungen" auch Romane zu schreiben. Den Entschluss hierzu fasste ich schließlich, weil mein jüngerer Cousin, der in der Budapester Akademie der Filmkünste im letzten Semester studierte, und für seine Examensarbeit ein Drehbuch benötigte... Und was daraus geworden ist, können Sie sich denken, da ich seit dieser Zeit immer noch die Romane für die Drehbücher seiner Filme schreibe, um die Karriere meines Cousins weiter voran zu treiben.

    Nun, also stand ich da, mit einem weiteren Buchtitel und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte, bis ich eines Tages zum „Ort des Geschehens" aufbrach, um mir ein genaueres Bild von der bereits bekannten Landschaft zu machen.

    Und als ich so da stand, liefen plötzlich Bilder eines mir bereits bekannten Films vor meinem inneren Auge ab. Diese erschienen mir so real, als wäre ich der Darsteller auf der Suche nach seiner Vergangenheit und nach dem Grab aus dem früheren Leben. Als ich um den Friedhof herum lief und an einer mit Efeu bewachsenen Villa vorbei ging, hörte ich dort einen mit französischem Dialekt sprechenden Mann in einem Garten mit Springbrunnen reden, den ich bereits mit meiner Frau bei einem Geisteswissenschaftlichen Vortrag im Wiesbadener Museum bewundern konnte.

    Aber wenn ich es mir nochmal überlege, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich ihn wirklich dort zum ersten Mal reden hörte. Und vermutlich waren auch die Darsteller nicht dieselben, zu denen er sich in diesem Leben hinzugesellte, um in ihnen eine andere „Einsicht" zu bewirken.

    Eines weiß ich jedoch mit Gewissheit, dass alles in diesen Schilderungen wahr ist, und jetzt die Wahrheit zum Vorschein kommt, welche in unseren Seelen wohnt und uns in den bevorstehenden Zeiten schützt.

    Jetzt, gestatten Sie auch mir nicht nur zu behaupten, dass es keine „Zufälle gibt, sondern auch was bereits der Freund unseres Helden sagte: „Es gibt keinen ungerecht wirkenden schicksalsbestimmenden Zeitpunkt, sondern lediglich die nicht erkannte, bereits angenommene Aufgabe...

    Die Grube aus Eltville

    Teil I

    „Einst beschritt ich diesen Weg zu Fuß, sprach Louis am Fenster des ratternden Zuges. „Damals rollten noch Kutschen und Fuhrwerke über die steinigen Straßen, und die Häuser waren um das Schloss herum erbaut, in der Nähe der Gutsherren...

    Der Zug mit Louis rollte in Richtung Eltville und die Hitze dieses Tages Ende Juni, wäre ihm wohl zu Kopf gestiegen, hätte die Luft aus den Tälern des Taunus nicht zuweilen seine Schläfen, mit kühleren Winden erfrischt.

    „Seien Sie mir nicht böse, mein Herr! Aber ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen, sagte ein älterer Mann hinter ihm, der anscheinend ein Einheimischer von Eltville gewesen war, und diese Bemerkung nicht im Raum stehen lassen wollte. „Ich bin wohl älter als Sie, und kann mich dennoch nicht an solche Begebenheiten erinnern...

    „Das kann nicht wahr sein!, rief Louis erneut aus, ohne dem neugierig wirkenden Fremden, eine Erklärung abzugeben. „Die Weinreben sind sogar bis an die Bahngleise herangewachsen.

    „So, sagen Sie mir bitte, wovon reden Sie eigentlich, und warum quälen Sie uns mit Ihren wirren Erzählungen...? Denn, seitdem ich zu denken vermag, waren hier immer Weinberge..."

    „Ich rede doch nicht von dem Jetzt, sagte Louis, und schaute mit seinen himmelblauen Augen hinter sich. Und bevor er dem Fremden gegenüber noch mehr Rätsel aufgab, fügte er lächelnd hinzu: „Ich rede von den Anfängen des 18. Jahrhunderts, als ich noch in der Villa meiner Großmutter, namens ‚Kellermann‘ gewohnt habe.

    Ich muss wohl nicht erwähnen, mit welch verwunderten Gesichtern ihn Alle im Abteil ansahen. Selbst die Wespe – die soeben neben dem Schaffner hereinflog, um zu den Kirschen essenden Kindern zu fliegen –, war verstummt.

    „Pass auf mein Kind, sonst fliegt sie dir in den Mund!", fuchtelte die Mutter vor dem Kind herum, während sie aufmerksam dem Gesagten zuhörte.

    „Bitte verraten Sie mir, wohin Sie wollen...!?", sprach der ältere Herr den in die ‚Vergangenheit Versunkenen‘ erneut an, als sie bereits den Bahnhof von Eltville erreicht hatten.

    „Ich suche eine Villa, welche zu dem Gasthaus Schneider gehört und in der Nähe einer Schmiede liegt..."

    „Aber eine Schmiede suchen Sie heutzutage vergebens."

    „Ich weiß, war die Antwort, „daher suche ich sie ja auch.

    Der Herr beschloss in diesem Augenblick erst einmal ruhig zu sein, und versuchte dann, nachdem sie ausgestiegen waren, mehr von Louis zu erfahren.

    Die Sonne trat wieder aus den Wolken hervor, und sogleich brachten die Stände und Läden ihre Ware nach draußen um die Aufmerksamkeit der Kundschaft zu wecken.

    „Verzeihen Sie mir bitte...! Dürfte ich Sie etwas fragen?", wandte sich Louis zu dem älteren Herren.

    „Aber sicher doch!"

    „Gibt es hier irgendwo eine Konditorei, oder ein Café, wo ich frühstücken könnte?"

    „Natürlich gibt es das...! Dann müssten Sie aber in die andere Richtung gehen, zeigte er, in Richtung des Bürgersteiges. „Dies würde ich jedoch sehr bedauern, da ich mit Ihnen sehr gerne weiter reden würde, erwiderte der ältere Herr und fügte hinzu: „Ich möchte Sie gerne zum Frühstück bei mir einladen; denn ich wohne nicht weit von hier und meine Familie ist noch nicht zu Hause, sodass Sie niemand bei Ihrem Mahl stören wird."

    „Ich nehme Ihr Angebot gerne an, soweit ich Ihnen nicht zur Last falle. Ansonsten habe ich genügend Zeit, da ich erst zur Mittagszeit in Wiesbaden sein muss. Bis dahin möchte ich jedoch auch gerne die Stadt besichtigen."

    „Auch hierbei kann ich Sie begleiten! Zeit genug habe ich ja, da ich Nachtwächter im Jugendgefängnis in Wiesbaden bin. Vielleicht haben Sie mal was davon gehört..."

    „Auch dies ist kein Zufall", unterbrach Louis den Herrn aus Eltville, und als sei ihm noch etwas durch den Kopf geschossen, schaute er sich plötzlich um.

    „Was soll kein Zufall sein?"

    „Dass wir uns hier miteinander unterhalten."

    „Wieso...? War dies, Ihrer Meinung nach bereits vorbestimmt?"

    „Ja! Einst in der Vergangenheit.", woraufhin der Herr aus Eltville zu lachen anfing.

    „Sicherlich halten Sie mich für verrückt. Mein Herr..."

    „Ich heiße, Werner! Manfred Werner, reichte ihm der Ältere seine stämmigen Hände. „Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich bin noch nie in meinem Leben jemandem wie Ihnen begegnet.

    „Das glaube ich Ihnen gerne", wandte sich Louis von ihm ab, während er seine Müdigkeit aus den Augen zu reiben versuchte.

    „Ich denke, Sie sollten sich ausruhen, bevor Sie erneut aufbrechen...! Auch ich werde mich so lange hinlegen, und anschließend können wir uns in die Stadt begeben, wenn Sie möchten..."

    „In Ordnung! Aber ich kann es eigentlich nicht von Ihnen verlangen. Und es war auch in meinen Plänen nicht vorgesehen."

    „Wenden Sie sich doch kurz von Ihren Plänen ab! Sobald Sie ausgeschlafen sind, können Sie wieder klare Gedanken fassen."

    Der Weg führte in Richtung der Weinberge, und ihre Gestalten warfen im glänzenden Morgenlicht, lange Schatten voraus.

    „Schauen Sie Werner, wie groß wir geworden sind...!, zeigte Louis auf die anmutige Gegend und fügte scherzhaft hinzu: „Sicherlich sind auch Sie hier in Eltville eine berühmte Persönlichkeit, da Sie von der Landschaft gestreichelt und gewogen zu werden scheinen.

    „Ich bezweifle, gelebt zu haben, Lui... Sehen Sie, jetzt habe ich bereits Ihren Namen vergessen, mein Herr?!"

    „Ich heiße Louis, aber Sie können mich bloß Lui nennen!"

    „Louis..., und wie weiter...? Ich würde auch gerne Ihren Familiennamen erfahren. Vielleicht kenne ich ja jemanden in dieser Gegend mit ähnlichem Namen."

    „Auch der Name ist nur Materie, antwortete unser Mann lächelnd, „wie auch unser Leib aus Staub ist und zu Staub wird. Dies bestimmt nicht unser vergangenes Leben. Wenn Sie jedoch darauf bestehen, verrate ich es Ihnen: Louis Anouilh ist mein Name, und ich komme aus dem elsässischem Lotringen.

    „Sie sind Franzose?"

    „Jawohl! In diesem Leben bin ich französischer Abstammung, so wie Sie deutsch sind. Der Unterschied ist bloß, dass mein Schicksal es mir ermöglicht hat, dass ich die deutsche Sprache erneut erlernen konnte. Ich muss noch etwas wieder gutmachen..."

    „Was denn, Louis...?", blieb der ältere Herr am Tor stehen, als sei er vor etwas erschrocken.

    „Nichts was Ihrer Hilfe bedürfte."

    Während des Frühstücks sprachen sie kein Wort miteinander. Sie saßen sich lediglich gegenüber, und ihre Gedanken schweiften in die Ferne.

    „Auch ich habe schon von ‚Reinkarnation‘ gehört, jedoch bin ich mir selbst nicht im Klaren darüber", bemerkte Werner nach dem Essen.

    „Auch ich war im Unklaren hierüber, bis man mich in einen tranceartigen Zustand versetzte, und mich in mein vorheriges Leben zurückführte."

    „Wer kann so etwas vollbringen?"

    „Der Psychotherapeut. Es ergab sich die Notwendigkeit einer Rückführung, um den Grund für meinen labilen Zustand zu erfahren..."

    „Wann ist das geschehen, Louis?"

    „In meiner Kindheit, als meine Eltern nicht wussten, wie sie mit meinem Zustand zurecht kommen sollten..., begann Louis seine Lebensgeschichte zu erzählen, als ihn wieder die Müdigkeit überfiel. „Verzeihen Sie mir, Werner! Könnte ich vielleicht einen Kaffee bekommen? Ich denke, ich könnte bei meiner inneren Unruhe sowieso nicht schlafen.

    „Warum denn? Was bedrückt Ihre Seele, Louis?"

    „Eines meiner Leben hier, in Eltville..."

    „Einverstanden Louis. Wenn Sie möchten, können wir uns auf etwas einigen. Ich schlafe solange, während Sie auf der Terrasse gemütlich Ihren Kaffee genießen können. Aber versprechen Sie mir bitte, dass Sie mir die Begebenheiten weiter erzählen, wenn ich aufwache!"

    „Dies tue ich gerne, sofern es Sie interessiert..."

    „Nenn mich doch ruhig, Manfred! Ich denke, ich kann dich darum bitten?"

    „Sicher, sicher..."

    Die Hausfassade, war mit Weinpflanzen bewachsen, und während Manfred schlief, strömte die kühlere Luft durch die offenen Fenster in das Zimmer. Die Sonne hatte die Ecke des Hauses noch nicht erreicht, und doch war es bereits so warm, dass der Hausherr sich nur im Bett wälzen konnte.

    „Oje! Wieso hast du mich denn nicht geweckt, als du sahst, dass die Uhr bereits den Mittag verkündet?", fragte Manfred, als er aufwachte und seine Uhr anschaute.

    „Weil du so friedlich schnarchtest, dass es ein Genuss war, dir zuzuhören..., machte der Gast seine Scherze. „Ansonsten denke ich nicht, dass wir noch Zeit haben, in die Stadt zu gehen, da bald mein Zug losfährt.

    „Ich fahre dich gerne mit dem Auto, wenn du möchtest!"

    „Mit welchem Auto...? schaute sich Louis um. „Du bist doch ebenfalls mit dem Zug nach Hause gekommen, oder nicht?

    „Ach so...!, lächelte Manfred. „Es kommt recht selten vor, dass ich mein Auto mitten in der Woche zur Inspektion fahre. Ich hatte bereits vergessen, dass ich es abholen sollte. Warte bitte einen Augenblick! Ich rufe sofort an, um sicherzustellen, dass ich es auch abholen kann, sprach er und machte sich im nächsten Moment bereits auf den Weg zur Werkstatt.

    „Siehst du! Dieses Gebiet kenne ich bereits im Großen und Ganzen... Lediglich die Häuser und die Straßen haben sich seither verändert, erzählte unser Mann angeregt, während er ständig hin und her blickte. „Wahr ist auch, dass zur damaligen Zeit die Kriege sehr viel zerstört hatten. Zunächst die Franzosen und anschließend die Rauenthaler, welche die Franzosen von hier vertrieben...

    „Was du nicht alles erzählst?!"

    „Das habe ich alles durchlebt, auch wenn ich damals nur ein kleines Kind war. Meine Großmutter wollte mich wegen der Auseinandersetzungen, nicht aus dem Haus lasse."

    „In welchen Jahren soll das gewesen sein?", unterbrach Manfred seinen Freund.

    „Um 1709, als ich etwa 10 Jahre alt gewesen sein dürfte, und schon so mutig, dass ich dachte, ich müsse aus dem Haus rennen, um an der Vertreibung der Franzosen Teil zu haben... Doch, meine Großmutter ließ dies nicht zu.

    Ich gebe zu, ich war sehr stolz auf meine deutsche Abstammung, als wir sie gemeinsam, mit den Rauenthalern vertrieben", überlegte Louis, als er plötzlich ausrief:

    „Oh je, die Schmiede!"

    „Dies ist keine Schmiede. Das ist meine Autowerkstatt... Kann ja sein, dass es zu Deiner Zeit eine Schmiede war, aber seitdem ich denken kann, war dies immer eine Werkstatt."

    „Siehst du nicht die alten Gemäuer?", zeigte Louis auf den Sockelbereich.

    „Doch schon, aber hier in Eltville weiß jeder, dass hier mal Ställe waren, an deren Stelle man diese Werkstatt errichtete."

    „Tja, das ist doch ein und dasselbe..., dann muss die Villa meiner Großeltern auch in der Nähe sein... Irgendwo dort", überlegte Louis und ging los um danach zu suchen.

    „Solange ich das Auto hole, kannst du ‚deine Villa‘ suchen gehen, und in etwa einer Viertelstunde wieder hier sein, damit wir nach Wiesbaden fahren können!"

    Während die glühend heiße Mittagssonne das blumenreiche Tal beschien, durchschritt Louis die Gassen und versuchte, das aus Backstein, Lehm und Holz erbaute Haus zu finden; hinter dem, auf einem parkähnlichen Grundstück, sich einst die Villa seiner Großmutter befand.

    An den dicht bewachsenen Gärten vorbeigehend, entdeckte Louis ein Anwesen, bei welchem die handgeschmiedeten Eisengitter, mit Kletterpflanzen bewachsen waren.

    An einer blumenreichen Stelle, konnte er einen Blick auf die pompöse Länderei erhaschen. Vor der frisch gestrichenen Villa befand sich ein Springbrunnen, welcher seine Wassertropfen im Antlitz der Sonnenstrahlen auf eine Weise sprühte, als wolle er dem Betrachter tausende Silbermünzen und glänzende Juwelen schenken.

    „Hier müsste sich der Eingang befinden, mit dem hohen Tor.", dachte sich Louis, und weil er dies nuschelnd halblaut aussprach, gesellte sich bald jemand an seine Seite, um ihn folgendes zu fragen:

    „Suchen Sie jemanden, mein Herr?"

    „Nicht unbedingt... Ich schaue mich nur kurz um., rang er um eine Antwort. „Mir gefällt diese Villa, weil sie so einen eleganten und gepflegten Eindruck macht.

    „Louis..., du hier?, eilte Manfred von der Straßenecke herbei. „Wenn du wüsstest, wie lange ich dich bereits gesucht habe... Einen schönen guten Tag wünsche ich Ihnen, Herr Schmidt!, grüßte er zwischenzeitig den Einheimischen, als er diesen, neben Louis wahrnahm. „Hast du

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