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Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix: Abenteuer in der bekannten Welt aus Beast Quest
Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix: Abenteuer in der bekannten Welt aus Beast Quest
Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix: Abenteuer in der bekannten Welt aus Beast Quest
eBook134 Seiten1 Stunde

Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix: Abenteuer in der bekannten Welt aus Beast Quest

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Über dieses E-Book

Ein actiongeladenes Abenteuer in der Welt von Beast Quest. Das perfekte Fantasy-Kinderbuch für Jungs ab 10 Jahren mit mehr Biestern, schwierigen Missionen und spannenden Abenteuern!

In Avantia tobt ein erbitterter Krieg. Der dunkle Krieger Derthsin versucht, alle Biester in seine Gewalt zu bringen. Doch dazu braucht er die Maske des Todes. Seine gnadenlose Suche beginnt – eine Suche, die alles Lebendige tötet.

Sam muss mit ansehen, wie Derthsin und dessen grausame Krieger sein Dorf zerstören. Doch Sam darf den Mut nicht verlieren, denn er ist der Auserwählte Reiter von Firepos, dem Phönix. Und die beiden haben den Auftrag, Avantia vor dem Bösen zu retten. Zwar sind sie auf dieser gefährlichen und blutigen Mission bald nicht mehr allein, aber ihr Kampf hat gerade erst begonnen …
SpracheDeutsch
HerausgeberLoewe Verlag
Erscheinungsdatum1. Apr. 2016
ISBN9783732006793
Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix: Abenteuer in der bekannten Welt aus Beast Quest
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Autor

Adam Blade

Adam Blade is the pen name of Paul Foxton while writing the fantasy series King's Reign. Planning to expand the universe he created in 1999, Paul is currently working on some new material and unearthing the original set of stories which were published as a limited edition in 2005. Paul also writes other material including Freelance Forensics (as P A Foxton) and records music under his own name. He also is the creator and presenter of Paul & The Popcorn, a movie and more website which covers comic-cons, unboxings, movies, music and more.

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    Buchvorschau

    Die Chroniken von Avantia (Band 1) - Der Kampf des Phönix - Adam Blade

    Karte AvantiaTitelseite

    Mein besonderer Dank gilt Cherith Baldry

    Für meinen großen Fan JJ

    Prolog

    Tief im Bauch des Vulkans ramme ich meine Krallen in den glühenden Stein. Ich spüre das kochende Feuermeer unter mir, ich spüre die aufsteigende Hitze. Hier wurde ich geboren.

    Bald wird der Morgen grauen. Bald werden Ereignisse ihren Lauf nehmen, die sich seit langer Zeit angekündigt haben.

    Ich stoße mich ab. Mit weiten, kräftigen Flügelschlägen arbeite ich mich nach oben, getragen von Wirbeln aus brennender Luft, bis ich in einer Flammenexplosion aus dem Krater schieße. Bis ich in der kühlen Nachtluft schwebe, den Wind in den Federn genieße und den Blick über meine Heimat schweifen lasse: Avantia.

    Dort draußen wartet meine Bestimmung, mein Auserwählter Reiter. Endlich ist es an der Zeit, ihn zu suchen.

    Ich öffne den Schnabel und stoße einen Schrei aus, einen Schrei, der aus den Tälern und Wäldern widerhallt – einen Ruf nach meinen treuen Freunden. Es ist viele Monde her, dass wir uns gesehen haben. Dann lande ich auf dem Rand des Kraters. Nun kann ich nur noch warten.

    In der Ferne, in großer Höhe, entdecke ich eine winzige Gestalt. Rasend schnell bewegt sie sich über den Himmel, der sich allmählich aufhellt. Erregung ergreift mich. Die Gestalt wird größer, deutlicher und verdichtet sich zu einem … grauen Wolf. Zu einem grauen Wolf, der direkt auf mich hinabschießt. Erst im letzten Moment öffnet er die ledernen Schwingen und landet behutsam auf allen vieren. Einige Meter entfernt streift er rastlos auf dem Kraterrand hin und her. Ich nicke ihm zu. Gulko ist gekommen.

    Da zerreißt ein gespenstisches Jaulen die Stille. Aus den Schatten, die sich am Fuß des Vulkans sammeln, tritt eine riesige Raubkatze, eine Art Puma. Flink und geschmeidig springt sie über einzelne Felsbrocken bis zum Gipfel. Funken fliegen, als ihre Klauen über den nackten Stein kratzen. Das Feuer des Vulkans lässt ihr goldenes Fell glänzen und ihre bernsteinfarbenen Augen blitzen – Neras großer Auftritt. Ich kenne sie seit frühesten Zeiten und ich freue mich, meine alte Freundin wiederzusehen. Ich bin froh, dass sie uns bei der kommenden Aufgabe zur Seite stehen wird. Wir werden ihren unerschütterlichen Mut bitter nötig haben.

    Ein durchdringendes Zischen und Peitschen ertönt von der gegenüberliegenden Seite des Kraters. Als ich mich umdrehe, sehe ich, wie sich Snakor aus einer großen Felsspalte hervorwindet. Die gespaltene Zunge der Riesenschlange zischelt durch die Luft, schmeckt den Wind. Langsam gleitet sie auf uns zu. Die Flammen der brodelnden Lava spiegeln sich auf ihrer schuppigen Haut, darunter treten deutlich die kraftvollen Muskeln hervor. Verwirbelte Farben leuchten auf ihren Flanken, wie eine schimmernde Ölschicht im Wasser. Nun senkt sie den breiten, flachen, mit Dornen bewehrten Kopf zum Gruß. Ihre schwarzen Augen verschlucken alles Licht, selbst das Licht der Sterne und des Vulkans. Snakor wickelt ihren schillernden Leib um einen Findling und reckt den Kopf aufmerksam in die Höhe. Sie wartet.

    Meine Federn erstrahlen noch heller. Der heutige Tag wird auf ewig in Erinnerung bleiben, denn heute haben wir uns wieder versammelt, zum ersten Mal seit langer Zeit. Als ich die Flügel ausbreite, nähern sich die anderen Biester. Sie senken den Kopf, sie lauschen meinen Worten. Die Luft knistert vor Spannung, als würde gleich ein Sturm losbrechen.

    Es ist an der Zeit, sage ich ihnen. Derthsin, unser alter Feind, bringt Unheil über das Königreich. Ein Krieg braut sich zusammen. Es wird ein furchtbarer und brutaler Krieg werden. Wir müssen unsere Auserwählten Reiter finden.

    Gulko wirft den Kopf nach hinten und entfesselt ein Heulen, das von den Hängen des Vulkans widerhallt. Nera stimmt mit einem donnernden Knurren ein, das den Stein unter meinen Füßen bröckeln und krachen lässt. Snakor zischt und zieht den Körper um den Findling enger zusammen, bis der Fels unter dem Druck zersplittert. Und auch aus meinem Hals bricht ein Schrei hervor, ein frohlockendes Krächzen aus der Tiefe meiner Kehle.

    Nun stößt sich Gulko ab. Ich kann nur noch zusehen, wie er mit wild schlagenden Flügeln verschwindet. In großen Sätzen springt Nera den steinigen Hang hinab, bald wird sie von den Schatten verschluckt. Snakor streckt sich, bis sein glitzernder Körper in seiner gesamten Länge vor mir liegt, verabschiedet sich mit einer angedeuteten Verbeugung und gleitet in eine Felsspalte.

    Ich wünsche euch viel Glück, meine Freunde. Meine Gedanken begleiten euch.

    Zuletzt breite ich die Flügel aus. Einen Moment lang genieße ich das Gefühl ihrer Kraft. Dann hebe ich ab.

    Mein Name ist Firepos und mein Auserwählter Reiter erwartet mich …

    Ich fliege. Das Land rast unter mir hinweg wie ein verwischter Flickenteppich aus hellen Äckern und dunklen Wäldern.

    Noch ist es nicht hell.

    Die Welt wirkt ruhig und friedlich …

    Bis ich einen scharfen Geruch bemerke: Rauch. Aber nicht nur Rauch. Vor Schreck erglühen meine Federn. Weiter vorne entdecke ich ein orangefarbenes Flackern. Feuer!

    Ich schieße im Sturzflug hinab und gleite über den Wald, meine Klauen streichen über die Wipfel der höchsten Bäume. Vor mir liegen Weizenfelder – Weizenfelder, die von gierig lodernden Flammen verschlungen werden. Und reetgedeckte Hütten, von denen schwarze Rauchschwaden aufsteigen. Ein Angriff auf das Dorf Forton!

    Schreie dringen aus dem brodelnden Inferno: Soldaten stürmen das Dorf und treiben die Bewohner vor sich her. Ihre Rüstungen tragen Spuren zahlreicher Kämpfe, die Spitzen ihrer Speere und Schwerter blitzen. Ich sehe, wie einige Dorfbewohner stehen bleiben, um sich den Eindringlingen zu stellen. Doch gegen diese Armee wirken sie völlig schutzlos.

    Tief in mir regen sich meine Sinne. Irgendwo hier muss er sein. Mein Auserwählter Reiter!

    Ich hätte früher kommen sollen. Was, wenn es schon zu spät ist?

    Jetzt galoppiert ein Schlachtross die Hauptstraße hinunter. Schweiß rinnt über seine Flanken und auf seinem Rücken reitet ein riesenhafter Krieger. Sein gesamter Körper wird von einer eng anliegenden schwarzen Rüstung geschützt, von der scharfe Stacheln abstehen. Sein Gesicht verbirgt sich hinter einer ledernen Maske, einer unförmigen, grässlichen Maske. Bei ihrem Anblick kribbeln meine Federn.

    Ich kenne diese Maske.

    Aus den schlaffen Wangen ragen lange Dornen, zwei Reihen spitzer Zähne ziehen sich über die klaffenden Kiefer. Von den Schläfen winden sich korkenzieherförmige Hörner in die Luft, die sich am Ende zu heimtückischen Widerhaken verjüngen, wie man sie beim Angeln verwendet.

    Es ist das Gesicht eines Dunklen Biests, einer Kreatur namens Anoret, die fast nur noch in Sagen und Legenden existiert. In alten Zeiten soll sie das Land terrorisiert haben. Ihre Maske trägt grenzenlose Macht in sich.

    Das Gesicht Anorets. Oder wie es von der Bevölkerung Avantias genannt wird: Die Maske des Todes.

    Und der dunkle Reiter, der sie trägt, muss Derthsin sein!

    Blind vor Wut winkle ich die Flügel an, stoße einen schrillen Schrei aus und rase auf ihn zu.

    Derthsin fährt im Sattel herum. Er hat mich entdeckt. Ich lasse Flammen in meine Klauen strömen, bis ein Feuerball entsteht, der immer weiter wächst, sich immer weiter aufheizt. Von meinem Feind wird bald nur noch ein Haufen schwelender Asche übrig sein.

    Hinter den Löchern in der fratzenhaften Maske glitzern Derthsins Augen. Er scheint mir zuzuwinken – eine lässige, wegwerfende Bewegung.

    Plötzlich fühle ich mich, als wäre ich ins Auge eines Hurrikans geraten. Eine unsichtbare Macht kracht in mich hinein, wirft mich aus der Bahn und schon rast der Boden auf mich zu, schnell und immer schneller …

    Laut kreischend knalle ich ins nächste Weizenfeld. Als der Feuerball zwischen meinen Krallen explodiert und die umliegenden Ähren versengt, hellt sich die Umgebung für eine Sekunde auf. Meine Flügel knicken ab, ich höre, wie meine Knochen knacken.

    Doch hinter dem Nebel aus Schmerz und Wut begreife ich, was geschehen ist: Die Legende vom Gesicht Anorets ist wahr! Sie verleiht Macht über die Biester Avantias.

    Erst jetzt ergreift mich

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