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Der neue Landdoktor 23 – Arztroman: Was geschah in Las Vegas?

Der neue Landdoktor 23 – Arztroman: Was geschah in Las Vegas?

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Der neue Landdoktor 23 – Arztroman: Was geschah in Las Vegas?

Länge:
121 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 9, 2016
ISBN:
9783740906252
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...

"Der Tag kam mir heute endlos lang vor", seufzte Corinna Höfner und schlüpfte aus den Ballerinas, die am Morgen noch ganz bequem waren. Jetzt, nach beinahe zehn Stunden hinter dem Tresen der Bäckerei, erschienen sie ihr zwei Nummern zu klein. Nachdem sie den Laden geschlossen hatte, war sie in das Café nebenan gegangen. Sie hatte sich an einen der freien Tische gesetzt, die unter der schattenspendenden Krone der alten Kastanie standen. "Deshalb ist es gut, dass du ein paar Tage frei hast." Ihr Bruder Henning, dem das Café gehörte, brachte ihr eine Eisschokolade und setzte sich zu ihr. Auch das Café würde in einer halben Stunde schließen, und die meisten Gäste waren bereits gegangen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 9, 2016
ISBN:
9783740906252
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der neue Landdoktor 23 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor –23–

Was geschah in Las Vegas?

Es ist wie ein böser, böser Traum

Roman von Tessa Hofreiter

»Der Tag kam mir heute endlos lang vor«, seufzte Corinna Höfner und schlüpfte aus den Ballerinas, die am Morgen noch ganz bequem waren. Jetzt, nach beinahe zehn Stunden hinter dem Tresen der Bäckerei, erschienen sie ihr zwei Nummern zu klein. Nachdem sie den Laden geschlossen hatte, war sie in das Café nebenan gegangen. Sie hatte sich an einen der freien Tische gesetzt, die unter der schattenspendenden Krone der alten Kastanie standen.

»Deshalb ist es gut, dass du ein paar Tage frei hast.« Ihr Bruder Henning, dem das Café gehörte, brachte ihr eine Eisschokolade und setzte sich zu ihr. Auch das Café würde in einer halben Stunde schließen, und die meisten Gäste waren bereits gegangen.

»Hoffentlich wird es den Eltern nicht zu viel, wenn sie alles allein stemmen müssen.«

»Mach dir darüber mal keine Sorgen. Sie schaffen das schon. Du wirst auf jeden Fall frei nehmen. Du hast die Eltern in ihrem Urlaub vertreten, jetzt bist du dran.«

»Was mache ich denn mit dieser ganzen Freizeit?«

»Vielleicht gehst du einfach mal aus, lernst einen netten jungen Mann kennen.«

»Kein Interesse.«

»Geh, du bist doch noch jung. Gönn dir ein bissel Spaß, Herzl.« Ursel, die ältere Bedienung mit dem freundlichen runden Gesicht, kam an ihren Tisch. Die letzten Gäste, zwei kräftige Männer in den roten Anzügen einer Münchner Spedition, hatten das Café verlassen.

»Ich denke, ich werde einfach nur lange schlafen, auf dem Balkon sitzen und lesen.«

»Vielleicht kommt’s auch anders.«

»Wie meinst du das, Ursel?«, fragte Corinna, als Ursel auf einmal ganz geheimnisvoll dreinschaute.

»Ich hab was gehört«, entgegnete sie schmunzelnd und zupfte an der weißen Spitzenschürze, die sie zu ihrem honigfarbenen Dirndl trug.

»Mach es nicht so spannend«, bat Corinna. Sie öffnete die Spange, mit der sie ihre braunen Locken zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte, und fuhr sich mit beiden Händen durch das Haar, um es zu lockern.

»Die beiden Herren von der Spedition, die gerad noch da waren, haben Truhen und Kisten, die aus Buenos Aires kamen, am Münchner Flughafen abgeholt und zum Gutshof gebracht.«

»Du meinst, er kommt zurück?«, fragte Corinna, und ihre hellen blauen Augen strahlten, als habe ihr jemand etwas ganz Wundervolles verkündet.

»Stopp.«

»Was ist denn?«, fragte Corinna erschrocken, als Henning sich mit ernster Miene einmischte.

»Bevor du irgendwelche Hoffnungen in dieser Richtung hegst, solltest du bedenken, dass wir seit fünfzehn Jahren nichts mehr von Andreas gehört haben.«

»Aber jetzt kommt er offensichtlich her. Warum sonst sollte er diese Sachen vorausschicken?«

»Ja, mag sein, dass er auf dem Weg nach Bergmoosbach ist. Aber er könnte inzwischen verheiratet sein und auch Kinder haben. Das würde bedeuten, dass er mit seiner Familie auf Gut Meiring leben wird.«

»Darf ich mich deshalb nicht freuen, ihn wiederzusehen?«, entgegnete Corinna trotzig.

»Natürlich darfst du dich freuen. Ich möchte nur nicht, dass du dich in etwas hineinsteigerst. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie du wochenlang jeden Abend in deinem Zimmer gesessen und dir die Augen nach ihm ausgeweint hast.«

»Ich bitte dich, Henning, ich war damals beinahe noch ein Kind, und Andreas hatte gerade sein Abitur gemacht. Seine Tante in Argentinien war seine einzige Verwandte. Sie wollte ihm damals nach dem Tod seiner Eltern ein Zuhause geben. Es war richtig, dass er dieses Angebot angenommen hat. Mal ganz davon abgesehen …«

»Noch ein Geheimnis?«, fragte Henning und strich sein braunes Haar zurück, das ein Windstoß ihm ins Gesicht gepustet hatte.

»Ich lass euch wieder allein, ich räum noch ein bissel auf und geh dann. Bis morgen«, verabschiedete sich Ursel von den beiden, die ihr einen schönen Feierabend wünschten.

»Also, was gibt es noch zu erzählen?«, hakte Henning nach, nachdem Ursel in der Konditorei verschwunden war.

»Andreas und ich waren damals nicht mehr zusammen. Ich hatte mit ihm Schluss gemacht, weil ich ihn mit Miriam am See gesehen hatte. Sie haben sich geküsst.«

»Das hast du nie erzählt.«

»Ich wollte allein leiden. Außerdem habe ich ja dann Bent kennengelernt. Weißt du noch, der nette Däne, der mit seinen Eltern in Bergmoosbach Urlaub gemacht hat und jeden Morgen in die Bäckerei kam?«

»Nachmittags und abends auch, bis du endlich mit ihm ins Kino gegangen bist.«

»Er war nett.«

»Klar, so nett, dass du ihn nie wiedergesehen hast.«

»Er ging bald darauf an die Uni in Kopenhagen und hat sich in eine Kommilitonin verliebt. Ihm habe ich aber nicht nachgetrauert.«

»Nur wegen nett, trauert man auch nicht. Andreas hat dir mehr bedeutet, er war nicht bloß nett.«

»Nein, nett trifft es nicht, ich war verliebt, so verliebt wie nie zuvor und nie mehr danach«, seufzte sie.

»Genau das ist der Grund, warum ich nicht möchte, dass du von etwas träumst, das sich vermutlich nie erfüllen wird.«

»Danke für deine Fürsorge, Henning, aber glaube mir, die Sache mit Andreas habe ich überwunden.«

»Dann kann ja nichts passieren.«

»Nein, es kann nichts passieren. Wann kommst du nach Hause? Ich könnte uns etwas zu essen machen. Die Eltern gehen doch heute Abend zu einem Treffen der Bäckerinnung.«

»Ich bin mit Freunden im Biergarten verabredet. Wir wollten auch dort essen.«

»Dann lass es dir schmecken. Ich wünsche dir einen schönen Abend«, verabschiedete sich Corinna von ihrem Bruder. Wenn sie allein war, musste sie nichts kochen. Sie würde sich mit einem Käsebrot und einem Apfel begnügen, sich mit einem Buch auf den Balkon setzen und ihren Urlaub einläuten. Es wird einmal mehr ein gemütlicher Abend allein werden, dachte sie, als sie die Haustür aufschloss.

Das Haus mit der Bäckerei und dem Café gehörte schon seit seinem Bau vor 150 Jahren ihrer Familie. Inzwischen war es einige Male renoviert worden. Im ersten Stock gab es eine große Wohnung, die Corinnas Eltern bewohnten. Die beiden hellen Zweizimmerappartements im Dachgeschoss hatten sich die Geschwister eingerichtet.

Der Balkon war Corinnas Lieblingsplatz. Sie konnte ihn sogar bei Regen nutzen, da er im Schutz der Dachschräge lag. Auch an diesem Abend saß sie auf dem Rattansofa mit den gelben Polstern. Während sie ihren Apfel aß, schaute sie nachdenklich in Richtung Westen. Sie spürte einen Stich in der Magengrube, als sie hinter einer Reihe Ahornbäume das rote Dach des Gutshauses hindurchschimmern sah. Vielleicht sollte ich noch eine kleine Fahrradtour unternehmen, dachte sie und auf einmal war sie gar nicht mehr müde.

*

Eine halbe Stunde später zog Corinna den hellen kurzärmligen Leinenpulli an, der so gut zu ihrer Jeans passte. Sie drehte sich vor dem Garderobenspiegel einmal um sich selbst und betrachtete sich von allen Seiten. Was soll der Unsinn? Ich habe doch keine Verabredung, dachte sie und schüttelte über sich selbst den Kopf. Kurz darauf verließ sie die Wohnung, ging in den Hof hinunter und setzte sich auf ihr Fahrrad.

Zuerst bog sie an der Apotheke in die Straße zum Sternwolkensee ein. Der Radweg führte ein Stück vom Ufer entfernt durch die hügligen Wiesen. Der Anblick des Wassers beruhigte ihre aufgewühlten Gedanken, die plötzlich alle um Andreas kreisten. An einer Weggabelung bog sie in Richtung Westen ab, bis sie an die Ahornbäume gelangte, hinter denen sich Gut Meiring verbarg.

Nein, das geht nicht, was mache ich denn hier?, dachte sie und wollte schon umdrehen, als sie plötzlich ein lautes Klirren hörte. So als sei ein Fenster auf einem Steinboden zersplittert. Kurz entschlossen folgte sie dem Weg, der um die Ahornbäume herum zum Tor des Gutshofes führte. Dort sah sie auch gleich, was passiert war.

Ein riesiger Spiegel, der offensichtlich an der Innenseite des schmiedeeisernen Tores gelehnt hatte, war auf das rote Kopfsteinpflaster des Hofes gestürzt. Der Messingrahmen des etwa zwei Meter hohen und ebenso breiten Spiegels war das einzige, was noch übrig war. Sie ließ ihr Fahrrad am Tor stehen und lief auf Zehenspitzen an den Scherben vorbei in den Hof. »Hallo!«, rief sie und schaute

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