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Fear Street 24 - Eiskalte Vergeltung: Die Buchvorlage zur Horrorfilmreihe auf Netflix

Fear Street 24 - Eiskalte Vergeltung: Die Buchvorlage zur Horrorfilmreihe auf Netflix

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Fear Street 24 - Eiskalte Vergeltung: Die Buchvorlage zur Horrorfilmreihe auf Netflix

Länge:
182 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Juni 2017
ISBN:
9783732008537
Format:
Buch

Beschreibung

Billy verbringt seine Ferien in Sandy Hollow. Doch statt mit seinen Freunden Spaß zu haben, ist er besessen von einem Gedanken: Rache zu nehmen an den Vampiren, die letztes Jahr seine Freundin getötet haben. Billy ahnt nicht, dass ihm nur wenig Zeit bleibt. Denn auch die Vampire haben sich ihr nächstes Opfer bereits ausgesucht …
Der Horror-Klassiker endlich auch als eBook! Mit dem Grauen in der Fear Street sorgt Bestsellerautor R. L. Stine für ordentlich Gänsehaut und bietet reichlich Grusel-Spaß für Leser ab 12 Jahren.
Ab 2021 zeigt Neflix den Klassiker Fear Street als Horrorfilm-Reihe!
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Juni 2017
ISBN:
9783732008537
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Fear Street 24 - Eiskalte Vergeltung - R.L. Stine

Titelseite

Prolog

Ein bleicher Mond schwebte hoch über der Bucht von Sandy Hollow, als Diana neben Eric am Strand entlangspazierte. Der feuchte Sand unter ihren Füßen fühlte sich kalt an. Sie schauderte kurz, dann griff sie nach Erics Hand.

„Ich liebe den Strand bei Nacht", murmelte Diana.

„Äh? Was hast du gesagt?", fragte Eric. Er schien mit den Gedanken ganz woanders zu sein.

„Ach, nicht so wichtig. Komm schon!" Diana beschleunigte ihre Schritte und zog ihn zu den Wellen, die sich sanft auf dem Sand brachen.

„Der Strand ist nachts so friedlich, dachte sie. „Und ideal für das, was ich tun muss.

Die Sterne funkelten und hoben sich mit ihrem silbernen Glanz von dem wolkenlosen schwarzen Himmel ab. Bis zur Morgendämmerung dauerte es noch mindestens eine Stunde.

Diana betrachtete Erics Gesicht. Sein strubbeliges schwarzes Haar, seine ernsten dunklen Augen. Ihr Blick blieb an seiner Kehle hängen, an der weichen Haut unter seinem Kinn.

„Gleich ist es so weit, dachte sie. „Nicht mehr lange.

„Es ist schon spät, meinte Eric. „Ich muss langsam mal nach Hause.

„Du hast doch nicht etwa Angst im Dunkeln, oder?", neckte Diana ihn.

„Natürlich nicht."

„Warum dann die Eile?"

„Ich habe einen anstrengenden Tag hinter mir. Vor Sonnenaufgang würde ich gerne noch ein bisschen Schlaf bekommen."

Diana blieb stehen und blickte den leeren Strand hinunter. „Sieh doch mal!, rief sie. „Da hat jemand einen Sonnenschirm vergessen. Lass uns dort hinsetzen. Nur für eine Minute, ja?

„Aber es ist doch schon so spät", protestierte Eric.

Diana stürmte zu dem Schirm und ließ sich darunter in den Sand fallen. „Komm schon!, drängte sie. „Dieser Platz ist nur für uns beide.

Widerstrebend setzte Eric sich zu ihr. Sie zog ihn an sich und gab ihm einen Kuss. Einen kurzen, hastigen Kuss. Seine Lippen fühlten sich kalt an. Kalt wie die Nachtluft.

„Ich muss jetzt echt nach Hause", flüsterte Eric.

„Vergiss es!", widersprach ihm Diana.

Für einen Moment schwieg er. Sein Gesicht zeichnete sich als regloser Umriss vor dem sternenübersäten Himmel ab. „Was soll das heißen?", fragte er schließlich.

„Ich habe dich hierhergelockt, um dich zu töten."

Er lachte. „Machst du Witze?"

„Nein, Eric. Das ist mein voller Ernst. Letzten Sommer hat ein Vampir meine Cousine umgebracht. Und sie war nicht nur meine Cousine, sondern auch meine beste Freundin. Ich will, dass alle Blutsauger sterben!"

Erics Fangzähne glitten herab. „Das war’s dann wohl für dich", fauchte er.

„Nein. Für dich!", erwiderte Diana scharf.

Seine Augen funkelten – vor Wut und unstillbarem Durst. Er griff nach ihr.

Doch Diana rollte sich weg und riss dabei den Sonnenschirm aus dem Sand. Den Schirm, den sie extra für heute Nacht präpariert hatte.

Eric folgte ihr. Das Mondlicht glitzerte in seinen Augen.

Das obere Teil des Sonnenschirms löste sich und kullerte über den Strand, sodass Diana nur noch die Stange umklammerte.

„Ich kann dein Blut schon schmecken!", rief Eric.

„Freu dich nicht zu früh!", zischte Diana.

Sie holte aus und rammte die angespitzte Holzstange in sein Herz. Eric schrie laut auf, seine Augen traten vor Entsetzen hervor. „Nein!, keuchte er. „Nein! Das kannst du nicht machen!

Er brach zusammen und landete im Sand.

Das Leuchten in seinen Augen erlosch.

Sein Körper begann zu schrumpfen. Langsam zuerst und dann immer schneller. Seine Beine schrumpelten in den Jeans zusammen, die Arme lösten sich auf. Dann pellte sich die Haut ab und wurde vom Wind davongetragen.

Bis schließlich ein Skelett, das Erics Klamotten trug, am Strand lag.

Weiße Knochen.

Dann nur noch Staub.

Diana fuhr mit der Hand hindurch, bis sich der Staub mit dem Sand vermischt hatte.

„Mach’s gut, Eric, murmelte sie. „Ich hatte viel Spaß mit dir.

1

„Dort drüben ist die Pizzeria, verkündete Billy Naughton und zeigte auf ein kleines Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Die haben wahnsinnig leckere Salamipizzen.

Jay Windley nickte.

„Die beste Pizza in der ganzen Stadt", bestätigte Nate Stanton und fuhr sich mit der Hand durch das sandfarbene Haar. „Letzten Sommer habe ich jeden Abend dort gegessen. Echt. Jeden Abend."

Wieder nickte Jay.

Billy sah sich nach weiteren Sehenswürdigkeiten des Städtchens um. Er wollte seinem besten Freund Jay am ersten Abend alles zeigen, was dieser Ferienort zu bieten hatte. Immerhin hatte er den ganzen letzten Sommer hier verbracht und Jay war noch nie in Sandy Hollow gewesen.

Jays Kumpel Nate schien ein ziemlich langweiliger Typ zu sein. Offensichtlich waren er und seine Familie letzten Sommer auch hier gewesen, aber Billy konnte sich nicht an sie erinnern.

„Vielleicht war ich zu beschäftigt mit Joelle gewesen, um irgendetwas anderes wahrzunehmen", dachte Billy.

„Ich mag diese Pizzeria nicht", nörgelte Lynette, Nates kleine Schwester. Billy hatte das ungute Gefühl, dass sie die nächsten Wochen wie eine Klette an ihnen hängen würde. Schon an ihrem ersten Abend in Sandy Hollow hatte Mrs Stanton ihren Sohn gezwungen, sie mitzunehmen. Wie sollte das erst in den nächsten Tagen werden?

„Na und? Wer hat dich denn gefragt?, stichelte Nate. „Wenn’s nach dir ginge, wäre deine Pizza nur mit Gummibärchen belegt.

Billy spürte die salzige Meeresluft auf seinen Wangen. Eine Windbö fuhr durch seine langen schwarzen Haare. Er schüttelte sich, um die düsteren Erinnerungen loszuwerden. „Nachts wird es hier ganz schön kalt", bemerkte er.

„Das kann man wohl sagen", murmelte Jay fröstelnd. Die kräftige Brise, die vom Meer kam, wehte das hellbraune Haar gegen seine Wange.

„Aber man kann hier trotzdem jede Menge Spaß haben, behauptete Nate. „Das wird ein super Sommer! Abgesehen von der Arbeit.

Billy stöhnte. „Erinnere mich bloß nicht daran! Er wandte sich an Jay. „Was machst du eigentlich, während wir jobben? Mit deinen Eltern abhängen?

Jay lachte. „Quatsch. Ich werde mich an den Strand verziehen und mir eine mordsmäßige Bräune zulegen. Aber ich werde euch natürlich ausgiebig bedauern, weil ihr armen Kerle arbeiten müsst."

„Klar, so siehst du aus." Nate gab ihm einen Schubs und Jay stolperte gegen eine Frau, die gerade vorbeiging.

Billy lachte. Nate war ein stämmiger Typ. Kräftig gebaut, stark und fast doppelt so breit wie Jay.

„Offenbar hat Jay sich während des letzten Jahres, in dem ich nicht da war, einige neue Freunde zugelegt, dachte Billy. „Früher hätte er sich nicht mit solchen Muskelprotzen abgegeben.

„Das Einzige, was ich in diesen Ferien machen möchte, ist Mädchen kennenlernen, sagte Jay. „Sonst nichts.

„Dann bist du hier genau richtig, Mann, versicherte ihm Nate grinsend. „Letzten Sommer hatte ich drei Freundinnen.

Jay grinste. „Wenn es hier so viele Mädels gibt, wie kommt es dann, dass wir bis jetzt noch keins getroffen haben?"

„Er hat nur gesagt, dass es in Sandy Hollow jede Menge davon gibt", erwiderte Billy. „Das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch an dir interessiert sind, Jay."

Nate lachte schallend und klatschte mit Billy ab.

„Meine Freundinnen finden Nate alle doof", schaltete Lynette sich jetzt wieder ein.

Nates Grinsen verschwand. „Warum gehst du nicht einfach im Meer spielen, Lynette?"

Seine kleine Schwester hüpfte munter hinter ihm her. „Wirklich alle meine Freundinnen finden Nate doof", fügte sie mit hämischer Miene hinzu.

„Wen interessieren schon deine Freundinnen?, knurrte Nate. „Ich habe von richtigen Mädchen gesprochen und nicht von solchen Küken wie dir.

Lynette streckte ihm die Zunge heraus.

Billy verdrehte die Augen und warf Nate einen mitfühlenden Blick zu.

„Hey, seht doch mal!, rief Lynette. „Da vorn gibt’s Eis!

Billy folgte ihrem Blick. Sie hatte Swanny’s entdeckt, eine Eisdiele, die gleichzeitig auch eine Spielhalle war. Der Lieblingstreffpunkt aller Jugendlichen in Sandy Hollow.

„Eis!, quengelte Lynette und zupfte ihren Bruder am Ärmel. „Ei-heis!

Nate schnaubte genervt. „Vielleicht später."

Sie schlenderten die Hauptstraße hinunter, wechselten auf die andere Straßenseite und gingen den gleichen Weg wieder zurück.

Billy fiel auf, dass sich nur wenige Kunden in dem kleinen Supermarkt des Ortes aufhielten. Die Saison hatte gerade erst begonnen. In ein paar Tagen würde es im Supermarkt und in jedem anderen Geschäft in Sandy Hollow rund um die Uhr von Sommergästen nur so wimmeln.

„Das muss ein geiler Sommer werden!, rief Billy. „Nach dem miesen letzten Jahr hab ich mir den echt verdient.

„Ja, das war schon komisch, als du in dieser Klinik warst, erwiderte Jay. „Ich konnte dich nicht mal besuchen.

„Na und?, schaltete Nate sich ein. „Sieh’s doch mal positiv, Billy. Du brauchtest ein ganzes Jahr lang nicht zur Schule gehen! Echt cool!

„Jetzt geht’s mir jedenfalls wieder gut, verkündete Billy. „Und ich werde in diesen Ferien so richtig die Sau rauslassen!

Nate streckte die Hand in die Luft und Billy klatschte ab.

„Wie läuft’s denn so mit euren Ferienjobs?", fragte Jay.

Billy und Nate stöhnten einstimmig.

„Meiner ist eigentlich gar nicht so schlimm, sagte Billy dann. „Immerhin verbringe ich den ganzen Tag draußen auf dem Boot. Mein Chef hat mir erzählt, dass es ab und zu von reichen Typen zum Tiefseefischen gechartert wird. Dann bekomme ich vielleicht ein fettes Trinkgeld.

„Wenigstens wolltest du jobben, jammerte Nate. „Als mein Dad gehört hat, dass sie auf dem Golfplatz noch eine Aushilfe suchen, hat er sofort gesagt, ich würde das übernehmen – ohne mich überhaupt zu fragen! Ich wollte diesen Sommer Party machen und nicht Unkraut zupfen oder zerhauene Rasenstücke zusammenflicken.

„Dad meint, das würde dir guttun, mischte Lynette sich wieder ein. „Weil du nämlich ein fauler Knochen bist.

Nate warf ihr einen finsteren Blick zu.

„Mein Job wird mich jedenfalls nicht vom Feiern abhalten, verkündete Billy. „Ich kann den ganzen Tag arbeiten und die Nächte durchmachen. Wer braucht schon Schlaf?

„Genau. Schlaf ist was für Weicheier, bestätigte Nate. „Her mit den Mädels!

Jay lachte. „Kommt mal wieder runter. Keine zwei Tage und ihr seid total im Eimer."

„Ich doch nicht, widersprach Nate. „Niemals!

Billy hörte seinen Freunden nur mit halbem Ohr zu. Das Geräusch der Brandung hatte seine Aufmerksamkeit erregt. „Hey, lasst uns runter zum Strand gehen!", schlug er vor und lotste seine Freunde zu dem Bohlenweg, der in Richtung Wasser verlief. Die alten Holzstufen, die von den Dünen hinabführten, ächzten und gaben unter ihrem Gewicht nach.

Sie hatten den Strand ganz für sich, aber Billy wusste, dass das nur eine Frage der Zeit war. Am Ende der Woche würde es hier von Sonnenanbetern, Wasserratten und Kindern, die Sandburgen bauten, nur so wimmeln. Und nachts würde es Lagerfeuer, Picknicks und haufenweise Partys geben. Dann konnte die beste Zeit des Jahres beginnen.

„Ich kann’s kaum noch erwarten, dass es endlich losgeht!", dachte Billy.

„Du hast recht, Mann, es ist echt cool hier", meinte Jay.

Billy sah sich um. Die Wellenkämme schimmerten hell im silbrigen Mondlicht.

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