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Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman: Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman: Wenn aus Freundschaft Liebe wird

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Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman: Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 13, 2016
ISBN:
9783740907082
Format:
Buch

Beschreibung

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun"Liebling, du ißt einfach zu wenig", schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf.

Steffi Waldner legte enttäuscht den Hörer auf die Gabel. Mit verzogenem Mund, der ihren Ärger ausdrückte, setzte sie sich auf das Sofa und starrte aus dem Fenster.
Draußen regnete es Bindfäden, und das Wetter paßte zu ihrer Stimmung.
Der Grund für ihre schlechte Laune hieß Thomas Kramer. Er war der Sohn ihres Chefs und seit geraumer Zeit Steffis Freund. Indes war sich die hübsche vierundzwanzigjährige Sekretärin nicht mehr sicher, ob diese Verbindung tatsächlich noch bestand. Seit ein paar Tagen herrschte Funkstille zwischen Thomas und ihr. Wie so oft hatte ein kleiner Streit den Ausschlag gegeben, daß er die Tür krachend hinter sich zugeschlagen hatte und gegangen war.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 13, 2016
ISBN:
9783740907082
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der Bergpfarrer 110 – Heimatroman - Toni Waidacher

Der Bergpfarrer –110–

Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Wer wagt den ersten Schritt?

Roman von Toni Waidacher

Steffi Waldner legte enttäuscht den Hörer auf die Gabel. Mit verzogenem Mund, der ihren Ärger ausdrückte, setzte sie sich auf das Sofa und starrte aus dem Fenster.

Draußen regnete es Bindfäden, und das Wetter paßte zu ihrer Stimmung.

Der Grund für ihre schlechte Laune hieß Thomas Kramer. Er war der Sohn ihres Chefs und seit geraumer Zeit Steffis Freund. Indes war sich die hübsche vierundzwanzigjährige Sekretärin nicht mehr sicher, ob diese Verbindung tatsächlich noch bestand. Seit ein paar Tagen herrschte Funkstille zwischen Thomas und ihr. Wie so oft hatte ein kleiner Streit den Ausschlag gegeben, daß er die Tür krachend hinter sich zugeschlagen hatte und gegangen war.

Dabei liefen sie sich in der Firma tagtäglich über den Weg. Dort wußte allerdings niemand etwas von ihrer Beziehung, und so war es für Steffi auszuhalten gewesen, daß sie und Thomas nur miteinander sprachen, wenn es etwas mit dem Betrieb zu tun hatte. Doch wenn sie abends zu Hause, in ihrer Dreizimmerwohnung saß, dann kam die Einsamkeit, und mit ihr die Tränen. Besonders jetzt, wo ihr Urlaub bevorstand, den sie eigentlich mit Thomas hatte verbringen wollen.

Doch daraus wurde jetzt wohl nichts mehr!

Seit einer Stunde rief sie bei ihm an, doch er ging nicht ans Telefon. Statt dessen hörte sie nur die Ansage des Anrufsbeantworter. Dabei mußte er zu Hause sein. Morgen früh, um elf, ging sein Flieger nach Hamburg, wo Thomas einen geschäftlichen Termin hatte.

Wütend packte Steffi ein Kissen und drückte es zusammen.

Nein, sie wollte nicht mehr weinen! Es waren schon zu viele Tränen geflossen!

Mit einer ärgerlichen Bewegung warf sie das Kissen in die nächste Ecke, stand auf und ging in die kleine Küche.

Auch wenn sie Liebeskummer hatte, mußte sie etwas essen. Also machte sie sich ein kleines Abendbrot, von dem sie dann allerdings nur die Hälfte aß. Anschließend setzte sie sich an den Tisch und überlegte, ob es sich überhaupt lohnte, eine Liste für die Urlaubsreise zu schreiben.

Vielleicht wäre es am besten, wenn sie gar nicht wegfuhr, sondern zu Hause blieb.

Das Klingeln des Telefons unterbrach ihre Gedanken.

Thomas – das mußte er sein!

Bestimmt hatte er es sich anders überlegt und rief jetzt an, um sich mit ihr zu versöhnen.

Heute früh, bei der morgendlichen Besprechung im Büro von

Direktor Kramer, schien es ihr, als habe er ihr zugeblinzelt. Doch da stand ihr noch nicht der Sinn nach Aussöhnung. Jetzt sprang sie auf und lief zum Telefon.

»Thomas…?« rief sie erwartungsvoll.

Doch dann hörte sie eine andere Stimme.

»Hallo, ich bin’s, Felix.«

»Ach, du«, sagte sie enttäuscht.

»Na, das klingt ja net begeistert«, meinte Felix Hoffmann. »Ich dachte, du freust dich über meinen Anruf…«

»Das tu’ ich doch auch«, antwortete Steffi schnell. »Ich dachte nur…, na ja, ich hab’ gehofft, daß…«

»Verstehe«, sagte Felix. »Mal wieder Land unter, was? Kann ich dir irgendwie helfen?«

Steffi lächelte.

Ach, Felix Hoffmann – Freund seit Kindertagen, Berater und Seelentröster in einer Person.

»Du rufst wirklich im richtigen Augenblick an«, sagte sie. »Ich fühl’ mich wirklich net besonders.«

Sie erzählte die Geschichte mit Thomas und fand in dem Freund einen geduldigen Zuhörer.

»Was mach’ ich denn jetzt?« fragte Steffi. »Nächste Woche wollten wir zusammen in den Urlaub fahren, und jetzt geht er net mal ans Telefon!«

»Kannst denn net mit ihm in der Firma sprechen? Ihr seht euch doch jeden Tag.«

»Das geht net«, erwiderte sie und erklärte, welche Abmachung sie und Thomas Kramer getroffen hatten.

Keine privaten Dinge im Büro – das war die Forderung des Juniorchefs gewesen, als sie sich das erste Mal geküßt hatten. Er wollte nicht, daß in der Firma irgendwelches Gerede aufkam, und Steffi hatte das akzeptiert. Sie wollte selber jegliches Aufsehen um ihre Beziehung zum Sohn des Chefs vermeiden.

»Außerdem fliegt er morgen geschäftlich nach Hamburg«, fügte sie hinzu, »und kommt erst am Freitag wieder zurück. Montag wollte er mich dann hier zu Hause abholen. Ach, Felix, ich weiß net, was ich machen soll!«

»Na, ich hab’ schon gleich gedacht, daß das nix mit euch wird«, sagte Felix gerade heraus.

Er hatte Thomas einmal kennengelernt und ihn nicht sonderlich sympathisch gefunden. Aus Rücksicht auf Steffi hatte er sich allerdings einer Äußerung enthalten, nur seine Gedanken hatte er sich gemacht.

»Vielleicht sollte ich bei dir vorbeikommen«, schlug er vor. »Wir könnten was unternehmen, das dich auf andere Gedanken bringt.«

»Geht das denn so ohne weiteres?«

Der Anrufer lachte.

»Na klar geht das«, antwortete er. »Ich habe nämlich auch Urlaub. Drei Wochen am Stück sogar. Wie wär’s, woll’n wir net zusammen wegfahren, so wie früher?«

Steffi brauchte nicht lange, um zu überlegen. Wenn Thomas sich so stur stellte, dann sollte er doch seinen Urlaub alleine verbringen.

»Aber was ist denn mit Sabine?« sprach sie ihn auf seine derzeitige Freundin an.

»Genau wie bei dir«, antwortete Felix. »Sendepause.«

»Ach, du Armer! Wann kannst du hier sein?« fragte sie.

»In einer Minute«, lautete die überraschende Antwort.

»Was?« rief Steffi ungläubig. »Willst du mich auf den Arm nehmen? Von München bis hierher

sind’s mindestens dreißig Minuten.«

»Nö, keineswegs. Ich sitze nämlich in meinem Auto, und das steht vor deiner Haustür.«

Zwei Stunden später saßen sie immer noch auf dem Balkon ihrer Wohnung und schmiedeten Pläne für einen gemeinsamen Urlaub. Sie hatten Pizza gegessen und dazu Rotwein getrunken, und allmählich verblaßte Steffis Kummer über Thomas Kramer.

Als Felix sich gegen Mitternacht auf den Heimweg machte, hatten sie beschlossen, für ein paar Tage in die Berge zu fahren. Der Freund wollte sich um alles kümmern, einschließlich der Unterkunft, während Steffi sehen wollte, daß sie die letzte Arbeitswoche hinter sich brachte, ohne ständig an Thomas denken zu müssen.

Was allerdings nicht so leicht war, wenn sie jeden Tag an seinem Büro vorüberging – auch wenn es leer war.

*

»Na, wie geht’s dir?« erkundigte sich der Jugendfreund, als er Steffi eine Woche später abholte.

Es war noch früher Morgen, die Sonne gerade aufgegangen. Felix war von München gekommen, und jetzt saßen sie in der Küche zusammen und frühstückten.

»Ach«, winkte Steffi ab, »es ist schon in Ordnung.«

Mehr wollte sie wohl nicht sagen, aber Felix ließ nicht locker.

»Nun erzähl’ schon«, sagte er. »Hast’ den Thomas noch mal gesprochen?«

Sie schüttelte den Kopf. Obwohl Thomas Kramer seit Freitag wieder zu Hause war, hatte er sich nicht einmal gemeldet, auch nicht aus Hamburg.

»Inzwischen ist’s mir auch egal«, setzte sie hinzu. »Jetzt freu’ ich mich erstmal auf uns’ren Urlaub.«

Sie räumten den Tisch ab, wuschen das Geschirr, dann schleppte Felix die beiden Reisetaschen hinunter.

»Himmel, was hast’ denn da drin?« fragte er mit vor Anstrengung rotem Kopf. »Das Frauen immer ihren ganzen Kleiderschrank mitnehmen müssen. Wir bleiben doch bloß eine Woche!«

»So viel ist das gar net«, behauptete Steffi grinsend und setzte sich neben ihn.

Sie schaltete das Radio ein, während Felix den Motor anließ.

»Was ist denn das für eine Pension?« erkundigte sich Steffi, als sie schon auf der Autobahn waren. »Mir scheint, wir haben wirklich Glück gehabt, überhaupt noch eine Unterkunft zu finden.«

Während der Woche hatte sie einige Male zusammen telefoniert, und Felix hatte immer wieder von seinen Mißerfolgen auf der Suche nach einer Unterkunft erzählt. Beinahe waren sie schon versucht gewesen, den ganzen

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