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Die Grube aus Eltville Band II
Die Grube aus Eltville Band II
Die Grube aus Eltville Band II
eBook207 Seiten2 Stunden

Die Grube aus Eltville Band II

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Über dieses E-Book

Das Buch ist ein zweiteiliger Roman in Stilrichtung der Esoterik.
Im ersten Teil kehrt der Hauptdarsteller „Louis“ nach Eltville zurück. Dort hatte man ihn in seinem vorangegangenen Leben als Selbstmörder – welcher vor seinem eigenen Schicksal floh – beerdigt. Diesmal muss er sich sowohl seinen 300 Jahre zurückliegenden Taten als auch den gegenwärtigen Schauplätzen stellen. Hinzu kommt, dass er wieder den Menschen begegnet, die er bereits aus damaliger Zeit kannte. Seine Berufung liegt darin, auch seinen Mitmenschen begreiflich zu machen, dass sie ihre in damaligen Inkarnationen begangenen Taten und Sünden jetzt wiedergutzumachen haben. Dies ist keine leichte Aufgabe, da die Seele immer wieder aufs Neue auf diese Erde geboren wird, um Sühne leisten zu können und sich geistig weiterzuentwickeln.
Der zweite Teil des Romans spielt 15 Jahre nach dem ersten. Die Botschaft besteht darin, den Leser auf den Sinn des Lebens aufmerksam zu machen. Damit man sich nicht mit den vergangenen Dingen auseinandersetzt, sondern vielmehr mit der seelischen und geistigen Entwicklung.
SpracheDeutsch
HerausgeberTWENTYSIX
Erscheinungsdatum20. Sept. 2016
ISBN9783740755263
Die Grube aus Eltville Band II
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Autor

Gabriel Boros

Máramarosszigeti Boros Gábor 1945. november 10-én született. Iskoláit szülövárosában végezte, majd felsöbb iskolai tanulmányait Kolozsváron folytatta mindaddig, amíg politikai okokból félbe nem „hagyatták” vele. 1983 tavasza óta családjával – választott új hazájában – Németországban él.

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    Buchvorschau

    Die Grube aus Eltville Band II - Gabriel Boros

    sein..."

    Die Grube aus Eltville

    Zweiter Teil

    Zurück zu uns selbst

    Die Sonne war noch am Scheinen, als die Familie in den späten Nachmittagsstunden, nach Hause gekommen war.

    Sie radelten an den goldgelben Weizenfeldern entlang, während die Sonnen, an den steilen Abhängen vor den Bergen unterging.

    Die vierköpfige Familie konnte dies jedoch leider nicht mehr sehen, da sie von ihren französischen Freunden, zu einem Vortrag eingeladen waren. Diese zogen sich für gewöhnlich, entsprechend ihrer geistigen Ausstrahlungen, bis in die späten Nachtstunden hinein.

    Es war der längste Tag des Jahres, als die Kinder, Holger und Luise ihre Eltern zurückgehalten haben, damit auch sie diesen berühmten Sonnenuntergang erleben konnten. Dieser ereignete sich an der Grenze zu Kiedrich auf eine Art, als hätten die Nadeln der hohen Tannen am Horizont die Sonne angestochen, die sich ausblutend als ein roter Riese am Horizont herunterfallen ließ.

    „Es ist bereits viel zu spät dafür! Versteht doch bitte, dass wir jetzt gehen müssen!", hörte man das entschlossene Flüstern, welches sich zu Hause, wegen der vielen Unzufriedenheiten fortsetzten:

    „Gebt Euch bitte damit zufrieden, dass wir heute mit Euch Radeln waren!", sprach Louis, und als hätte der Urgroßvater dem ganzen Recht gegeben, schob er die Reifen seines Rollstuhls an, um sich schnell in Richtung Wohnzimmer zu begeben.

    „Geht mir aus dem Weg!", ermahnte der Alte die spielenden Kinder und blickte dessen Mutter streng an, da sie es versäumt hatte, sie zur Verantwortung zu ziehen.

    „Setzt Euch bitte hin, und hört auf herumzutollen. Ihr könnt jetzt sowieso nicht mehr die Sonne beim Untergehen sehen., ermahnte Heike mit ruhiger Stimme, da sie wusste worauf die Kinder aus waren. „Euer Vater und ich sind zu einem Vortrag eingeladen, wohin wir dringend hingehen müssen... Die Sonne könnt Ihr noch viele Male beim Untergehen bewundern, aber die Rede heute Abend, wird so schnell nicht mehr zu hören sein...

    „Was ist es denn, worüber die Euch heute Abend erzählen werden?", richtete das Mädchen ihre Frage an den Vater. Sie war für ihre 14 Jahre bereits sehr hübsch und intelligent und wurde des Öfteren bereits von Helgas Sohn, Ludwig besucht, damit sie sich über geistige Themen unterhalten konnten.

    „Wir werden es Dir erzählen, wenn Du mal älter bist."

    „Du, Papa?! Kann ich Ludwig zu uns rüber rufen?"

    „Sofern Du mit dem Lernen fertig bist, dann ja. Wir möchten Euch nur bitten auf Euren Urgroßvater zu hören, da er nicht mehr so geduldig ist, mit der Lautstärke von spielenden Kindern, wie wir!", antwortete Louis, und schaute auf seine Frau, die beim heraufgehen der Treppen immer wieder anhielt, um zu sehen, wie Louis auf das Ersuchen seiner Tochter reagieren würde.

    „Ich liebe Dich, weil Du so warmherzig bist!", lächelte Heike ihn an, und begab sich spielerisch in Richtung Schlafzimmer, um sich schnellstmöglich umkleiden zu können.

    „Du machst Dich ja zurecht, als würden wir zu einem Ball gehen?!", wandte sich Louis an seine entzückende Frau, die aus dem oberen Fach ihres Schlafzimmerschrankes, ein schwarzes Abendkleid hervorholte.

    „Wieso? Magst Du es etwa nicht mehr?"

    „Doch schon, aber ich befürchte es wird Dir zu warm darin werden, und die anwesenden Männer müssen sich ja nicht gleich in Dich verlieben..."

    „Du bist doch nicht etwa immer noch eifersüchtig Louis?"

    „Doch schon, denn solange Du noch so hübsch und wunderschön bist, könnten Dich andere ja verführen."

    „Wenn ich bisher nicht auf sie hereingefallen bin, dann jetzt erst Recht nicht., bemerkte die Frau und legte das Kleid wieder zurück in den Schrank. Anschließend ging sie zu ihrem Mann und flüsterte ihm ins Ohr: „Sei beruhigt mein Liebster, dass ich es an Deiner Seite aushalten werde; und ich werde Dich niemals, noch nicht mal in Gedanken, betrügen.

    „Wenn Du wieder darauf anspielst, dass..."

    „‘Darauf‘ nicht, aber ich finde das Verhalten Deiner beiden ältesten Kinder dennoch bedenklich.", unterbrach sie seine Worte.

    „Weshalb? Was hast Du zwischen den Beiden mitbekommen?"

    „Dass sie die Wahrheit nicht kennen..."

    „Das stimmt! Aber mit Manfred haben wir zunächst vereinbart, dass sie nicht wissen sollen, dass sie Geschwister sind."

    „Ich habe dennoch das Gefühl, dass es besser wäre früher, als dass es dann zu spät ist. Wenn Du wüsstest, wie sie sich unterhalten, würdest Du auch nicht so beruhigt zusehen, als ob sich nichts entwickeln könnte..."

    „Worauf spielst Du an?"

    „Letzten Sonntag bin ich in ihr Zimmer hereingekommen und habe bemerkt, dass sie Holger versteckten, während die beiden kicherten."

    „Na und?"

    „Was soll dieses ‚Na und‘? Würde es Dich nicht belasten, wenn ihre Seele wegen Dir befleckt werden würde?"

    „Wegen mir?"

    „Ja, wegen Dir! Denn Du bist ihr Vater. Und es wäre nicht angemessen vor Gottes Augen, die beiden sich ineinander verlieben zu lassen."

    „Woran Du nicht denkst?!"

    „Ich denke an alle Möglichkeiten, denn als kleines Mädchen, habe ich auch etwas für einen Cousin aus Rauenthal empfunden."

    „Wann war das?"

    „Mit 14 Jahren, als wir sie einmal in Rauenthal besucht hatten."

    „Und wieso weiß ich davon noch nichts?"

    „Weil es nicht notwendig gewesen ist, dies zu erwähnen...!, antwortete Heike errötet. „Es kam damals so plötzlich, dass als ich es bemerkte, mein Vater mich bereits meiner Illusion beraubt hat.

    „Das verstehe ich nicht... Ist etwas zwischen Euch vorgefallen, was Dein Vater bemerkt hat?"

    „Nur ein mehr oder weniger zweideutiger Kuss, welchen Harald mir auf meine Lippen drückte."

    „Schon gut, lassen wir das!, unterbrach Louis seine Frau und dachte über seine Tochter nach. „Morgen wird der Tag sein, an dem ich den beiden die Wahrheit erzählen werde...

    Am Nächsten Tag versammelte sich die Familie nicht nur, um das Thema des Vortrages wiederzugeben, sondern auch um den Kindern die Wahrheit über Helgas Sohn, ihren Halbbruder, zu erzählen.

    Zu diesem Anlass, luden sie nicht nur Ludwig, sondern auch seine Großeltern Hanna und Manfred zum Gespräch ein.

    „Kommt und nehmt hier im Wohnzimmer Platz, denn wir haben etwas Wichtiges zu besprechen!", richtete sich Louis an seine Kinder, die aus dem Esszimmer direkt nach draußen gehen wollten, um dort im Park zu spielen.

    „Uns interessieren aber diese geistigen Themen nicht so besonders.", antwortete das Mädchen und blickte auf Ludwig.

    „Irgendwie habe auch ich keine Lust mir diese Dinge heute anzuhören.", gab Ludwig dem Mädchen Recht.

    „Ich werde Euch jetzt nicht darüber berichten!", sprach ihr Vater jetzt in einem strengen Tonfall. „Ich möchte Euch eine dermaßen wichtige Sache erzählen, bei welcher ihr auch die Notwendigkeit dahinter erkennen werdet, wozu es führen kann, wenn der Mensch seinen gesunden Menschenverstand ausschaltet.

    Diese Dinge haben wir bisher natürlich nur deswegen vor Euch geheim gehalten, damit es Euch nicht in Eurer Entwicklung beeinträchtigt..."

    „Sag schon Papa, was willst Du uns damit sagen?!", runzelte das Mädchen – die nun etwas über den Zusammenhang zwischen Ludwig und ihrem Vater erahnt hatte – ihre kindliche Stirn.

    „Kommt bitte ins Wohnzimmer, damit ich es Euch erzählen kann!", verwies Louis mit seiner Hand nach vorne, um sie vor den Erwachsenen ins Zimmer zu lassen.

    „Wie ihr bereits wisst, ist es nun mehr als 15 Jahre her, dass ich diese Gegend aufgesucht habe, um den Ursprung meiner Verfehlungen aufzusuchen... Also Jene Gegend, wo ich nicht nur einst vor langer Zeit gelebt und Selbstmord begangen habe, sondern auch die Gegend, die mit ihrer negativen Ausstrahlung einen dunklen Fleck, aufgrund meiner Verfehlungen bei meinen Nachkommen hinterlassen hat. Welche in diesem Leben nicht nur meine Seele belastet haben und sich als Aufgabe auf mich gelegt haben; sondern auch das Leben Anderer gebrandmarkt haben...", begann Louis die Wunden seiner Erinnerungen aufzureißen.

    „Wisst Ihr... die Folgen daraus sind nicht nur, dass man sich nunmehr, mit den negativen Folgen seiner Handlungen auseinandersetzen muss, sondern man muss auch die Tests bestehen, welche man sich durch die wissentlichen und willkürlichen Handlungen entgegen der Göttlichen Gesetze geleistet hat. Denn diese Gesetze, wie auch Ihr bereits schon wisst, wurden uns nicht deswegen gegeben, damit sie uns eng zuschnüren, sondern damit sie uns zurück erheben, zu den Ursprüngen unserer geistigen Geburt...

    Ich möchte Euch jetzt nicht mit der geistigen Geburt belästigen, aber gebt Euch für den Moment, mit der Aussage der Bibel zufrieden, in welcher der Fall der ersten Menschen auf Erden und deren Sündenfall, sowie dessen Folgen geschildert werden; wenn also der Mensch menschlich bleiben möchte, sollte er zumindest die 10 Gebote von Moses beachten. Glaubt mir, dies ist nicht einfach! Man könnte sogar sagen, dass es nicht einmal für diejenigen einfach ist, die als engelsgleiche Helfer auf diese Welt kommen, um der Menschheit in diesen letzten Zeiten zu helfen. Denn auch sie werden von den Gelüsten des Fleisches in gleichem Maße angezogen, wie auch wir, die geistig Unberührten...

    Dieses Beispiel habe ich Euch jetzt nicht erzählt, um mich vor meiner Verpflichtung zu drücken. Dies geschieht aufgrund der Unfähigkeit des Menschen, sein seelisch-geistiges Gleichgewicht zu wahren. Hierbei war es Ludwigs Mutter, welche mich bereits in ihrem letzten Leben verpflichten wollte, weil sie mir ein Kind gebären wollte, die nun meine körperlichen Gefühle ausgenutzt hat und von mir schwanger geblieben ist..."

    „Also, sind wir mit Ludwig nun Geschwister...?", unterbrach Luise die Worte ihres Vaters. Sie konnte es kaum noch erwarten die Wahrheit aufzudecken, da sie es bereits am Vorabend größtenteils vom Enkel der anderen Familie mitbekommen hatte.

    „Jawohl!", antwortete Louis, mit gesenktem Haupt, und fing an irgendetwas auf dem Boden herumzutreten.

    „Und wer ist dann der Mann im Gefängnis für ihn?", fragte Luise aufgeregt.

    „Sein Stiefvater, der es auf sich genommen hat ein fremdes Kind zu erziehen, da er selbst keine Kinder haben konnte.

    „...Und warum hast Du dann nicht Ludwigs Mutter geheiratet, wenn Du sie geschwängert hast...?"

    „Weil damals Dein Vater noch nicht wusste, dass sie mit mir schwanger geblieben ist...", antwortete Ludwig stellvertretend für Louis.

    „Woher weißt Du das?", richtete Louis seine Frage in Richtung Manfred.

    „Von uns.", antwortete Manfred.

    „Und warum lässt ihr mich hier gestehen, wenn ihr es ihm bereits gesagt habt?"

    „Unseretwegen!, konterte Luise. „Weil Holger und ich nicht geglaubt haben, dass Du, der Du immer so ein Heiliger in unseren Augen warst, zu solch einer unüberlegten Handlung in der Lage gewesen wärst.

    „Sag mal, Luise! Wieso denkst Du das Recht zu haben, über Deinen Vater zu urteilen?", ermahnte ihre Mutter sie.

    „Weil wir uns bereits lieben!", antwortete das Mädchen und noch bevor die Tränen in ihre Augen schossen, rannte sie aus dem Zimmer heraus.

    „Sagt mir bitte!, richtete sich Louis an Manfred. „Wann habt ihr Ludwig erzählt, dass ich sein Vater bin?

    „Gestern Nachmittag, als er uns gestanden hat, dass er Eure Tochter liebt..."

    *

    An diesem Nachmittag schlug sich Louis mit belastenden Gedanken herum. Noch nicht einmal das Abendessen hat ihm so geschmeckt wie sonst. Obwohl Heike ihm sein Lieblingsessen gezaubert hatte, den ‚Salat de Beauf‘.

    Er war im wahrsten Sinne des Wortes wie versteinert. Er blieb an dem Fenster seines Zimmers stehen, und blickte nach draußen auf die Landschaft, welche bereits seit einiger Zeit in ihrem ursprünglichen Zustand verblieb und nicht gepflegt wurde, um die Summe für die Gartenpflege, den Hungernden dieser Welt zukommen zu lassen. Gerade aus diesem Grund floss auch kein Wasser mehr aus dem Springbrunnen, welchen Louis noch einst, als er nach Eltville gekommen war, bewundern konnte. Und er machte sich nicht einmal über den neuen Fassadenanstrich der Villa lustig. Diese ließen sie mit Efeu zuwachsen, damit die Einwohner der Stadt sie nicht zur Rede stellen konnten... Obwohl bereits alle in Eltville wussten, für welchen Zweck sie ihr Geld sparten. Und die Menschen waren sogar stolz auf sie, da sie nicht nur beseelte Menschen waren, sondern auch andersdenkend; dabei wurden sie eher akzeptiert, als diejenigen, die immer nur schufteten und alles Geld für sich selbst ausgaben.

    Louis stand am Fenster, als wäre er eine zur Schau gestellte Schaufensterpuppe und konnte sich keine Erklärungen auf die Geschehnisse geben. Er konnte sich keineswegs damit abfinden, dass alles so passieren sollte, weil er sich einst diese Verfehlung geleistet hatte. In derselben Zeit versuchte er sich mit seiner anderen Hälfte zu unterhalten: Wohlwissend, dass dieser Teil etwas mit sich gebracht hat, was es wiedergutzumachen galt. Bevor er jedoch entschloss, auch die Kinder in ihre vergangenen Leben zurückführen zu lassen, holte er sich Rat bei seiner Frau ein, um gemeinsam entscheiden zu können.

    „Sag mir bitte meine Liebste, was hältst Du davon, wenn ich Sebastian erneut zu uns einlade?"

    „Glaube mir bitte, daran habe ich auch schon gedacht! Du kannst Dir nämlich gar nicht vorstellen, wie sehr sie jetzt darunter leidet."

    „Schick sie bitte zu mir herein, damit ich mit ihr reden kann!", sprach Louis bestimmend, und setzte sich neben seinen Schreibtisch, um seine Tochter zu erwarten.

    „Komm herein, mein Schatz!, sprach der Vater, als Luise die Zimmertür öffnete. „Komm, damit ich noch etwas vor Dir klarstellen kann!

    „Aber Papa, ich weiß bereits, warum dies alles passiert ist."

    „Warum?"

    „Weil ich mit ihm geschlafen habe."

    „Oh mein Gott!", griff sich Louis an seinen Kopf.

    „Na gut! Nicht in diesem Leben..."

    „Komm mein liebes Kind, setz Dich bitte zu mir an den Schreibtisch und erzähle mir Alles! Ich glaube nämlich, ihr habt Euch etwas eingeredet, was nicht ganz der Wahrheit entspricht."

    „Doch, lieber Papa, das stimmt alles so wie wir es hier besprochen haben."

    „Wieso denkst Du das?"

    „Weil ich davon geträumt habe..."

    „Jetzt fängst Du genauso an, wie einst Deine Mutter in ihrer Zeit, als junges Mädchen."

    „Ich habe wirklich davon geträumt!, lächelte Luise, deren Lippen nun dermaßen den Lippen ihrer Mutter gleichten, dass ihr Vater aus dem Staunen nicht mehr herauskam. „Stimmt’s Du glaubst mir nicht?!

    „Und ob! Erzähl nur weiter!"

    „Ich war bereits etwas älter, als Du ihn zu uns rübergebracht hast..."

    „Wen?"

    „Na Ludwig.", berichtete das Mädchen aufgeregt.

    „Gut, ich werde Dich nicht mehr unterbrechen!", sprach ihr Vater und lehnte sich weiter in seinem Sofa zurück, um den Worten seiner Tochter zu lauschen.

    „Am Anfang war ich wütend auf Dich gewesen, weil Du uns anders behandelt hast. Während Du ihm, geisteswissenschaftliche Themen beigebracht hast, hast Du uns nur aus der Bibel erzählt.

    An diesem Nachmittag, ging auch ich hoch auf den Dachboden um zu weinen, wie auch Du bereits einst im früheren Leben...

    „Schön, aber das ist jetzt nicht wichtig."

    „Doch schon, Papa! Denn genau das hat es in mir ausgelöst, dass ich in dieser Nacht träumte, dass ich unter den Balken, in welchen der Name Hansi eingeschnitzt gewesen war, von jemandem vergewaltigt wurde, und es mir dermaßen

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