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Raureif

Raureif

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Raureif

Länge:
61 Seiten
33 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 30, 2016
ISBN:
9783961120635
Format:
Buch

Beschreibung

Flucht und Vertreibung, Nachkriegskindheit im Sauerland Ankunft im neuen Zuhause. Zwei Zimmer ohne Mobiliar, ohne Bad und Küche mit Wasseranschluss im Hof. Essen gab es nur auf Lebensmittelmarken. Der Hunger bestimmte den Tag. Im Laufe der Jahre wurde es besser.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 30, 2016
ISBN:
9783961120635
Format:
Buch

Über den Autor


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Raureif - Maria Japes

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

Raureif

Rimake

Für meine Enkelkinder Laura, Frank, Angeli und Fiona,

in der Hoffnung, das sie später genauso gerne lesen, wie ich.

Vorwort

Potsdam 1942

an einem schönen milden Herbsttag im Oktober 1942 wurde ich geboren.

Zwar war ich ein Sonntagskind, was aber nicht darüber hinweg täuschte,

dass wir uns mitten im zweiten Weltkrieg befanden. Noch war es in Potsdam

aber friedlich.

Mein Vater arbeitete bei ARADO, einem großen Flugzeugwerk in Potsdam und

wurde aus diesem Grunde vom Kriegsdienst freigestellt. Meine Mutter als

gelernte Köchin arbeitete im gleich Werk in der Kantine. ARADO beschäftigte

überwiegend Zwangsarbeiter, die meisten aus Polen. An diese verteilte meine

Mutter auch das Mittagessen. Wenn möglich gab sie jedem ein Stück Fleisch,

was ihr dann mit du gute Frau gedankt wurde. Ihr taten diese Männer einfach

leid.

Als ich dann zweieinhalb Jahre alt war, kam der Krieg auch zu uns, und zwar

in Form von ständigen Bombardierungen.

Es herrschte fast ständig Fliegerarlarm. Vor allen Dingen nachts war das für

alle schrecklich. Wenn die Sirenen losheulten rannten alle in die Keller, Bunker

oder Splittergräben.

Wenn die Sirenen einsetzen, schnappte ich mir meinen Teddy, ein Kissen und

den Schnuller und legte mich im Keller schlafen. Für mich, wie für viele andere

Kinder wurde dieses bald zum Alltag.

Die Bombardierung erfolgte meistens nachts, dann kamen die Christbäume,

die alles hell erleuchteten, damit die Piloten auch die Bombenziele erkennen

konnten und sahen, wohin die Bomben fielen. Diese Christbäume setzten in

ca. einem Kilometer Höhe ca. 50 Leuchtkerzen frei, die langsam zu Boden

schwebten, wobei sie ca. 5 Minuten brannten.

Viele Menschen starben jedesmal bei diesen Bombardierungen, meistens

Frauen, Kinder und alte Leute. Die Männer waren ja alle eingezogen und

mussten im Krieg kämpfen.

1. Kapitel

Die Flucht

Am 25. April 1945 stand meine Mutter im Garten und hängte Wäsche

auf die Leine. Es war ein schöner Frühlingsmorgen. Es weht ein laues

Lüftchen. Die Wäsche wird auf jeden Fall heute noch trocken überlegte

sie, dann kann ich anschließend noch alles wegbügeln.

Sie war jetzt dreiundzwanzig Jahre alt. Ihr schwarzes Haar hatte sie

hochgesteckt. Entwarnungsfrisur hieß das. Alle Ihre Freundinnen liefen damit herum. Diese Hochsteckfrisur kam in den vierziger Jahren in Mode und

wurde im Volksmund schnell zur Entwarnungsfrisur.

Es war bereits später Vormittag.

Ganz in Gedanken versunken beobachtete sie mich beim Spielen im

Garten. Mein Vater lag noch im Bett und schlief. Mit meinen zweieinhalb

Jahren war ich schon sehr selbständig.

Plötzlich erklang in der Ferne ein dumpfes Grollen. Sofort wusste meine

Mutter, was die Uhr geschlagen hatte. Die Russen standen kurz vor dem

Einmarsch in Berlin und somit auch bei

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