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Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a

Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a

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Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a

Länge:
121 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Juli 2014
ISBN:
9783990429334
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Briefträger findet in einem alten Wiener Zinshaus in der Hartlgasse 16a die Rentnerin Gertrude Klenner tot auf, erstochen mit einem Schraubenzieher. Die Verdächtigen sind schnell zur Hand: Jugoslawen, die regelmäßig im Haus ein- und ausgegangen sind. Die sind ja "von Natur aus" verdächtig. So sehr sich Major Kottan auch bemüht eine Spur auszumachen, seine Ermittlungen laufen ins Leere.
"Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a" war die erste Folge der Serie Kottan ermittelt und wurde zuvor auch als Hörspiel (ORF-NÖ/SWF - 1976) produziert.
››Eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre. Fesselnd. Ein Meisterwerk von Zenker‹‹ - John Collins
››...besser als jeder herkömmliche Krimi... großartige Unterhaltung... geniale Dialoge...‹‹ - Telefonprotokoll des ORF-Kundendienstes
››Sehr link(s) und sehr ordinär.‹‹ - Salzburger Volkszeitung
››Spannung pur im 20. Hieb.‹‹ - Wiener

Es handelt sich um eine aktualisierte Auflage! (5. Februar 2016)
Herausgeber:
Freigegeben:
28. Juli 2014
ISBN:
9783990429334
Format:
Buch

Über den Autor


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Kottan ermittelt - Helmut Zenker

Helmut Zenker

Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a

(Kriminalroman nach Drehbuchvorlage)

Copyright © 2014 Der Drehbuchverlag, Wien und Jan Zenker

2. Auflage, 5. Februar 2016

Alle Rechte vorbehalten

eBook: Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a (Kriminalroman nach Drehbuchvorlage)

ISBN: 978-3-99042-933-4

Inhaltsverzeichnis

Die Hauptpersonen

1

2

3

Stimmen der Öffentlichkeit zu „Hartlgasse 16a"

Entstehung und Heldentod von „Kottan ermittelt"

Die Absichten der Kottan-Macher

Über den geistigen Vater von Kottan

Über den Geschichtenerzähler

Lokalaugenschein

Die Hauptpersonen

Adolf Kottan, 45

Major im Wiener Sicherheitsbüro, Leiter der K.Gr. I im Morddezernat, Chef über zwei Mitarbeiter

Alfred Schrammel, 50

Kottans ewiger Assistent, der zwar nicht immer glücklich agiert, dafür aber immer seine Dienstwaffe dabei hat

Paul Schremser, 55

Kottans Kollege im Sicherheitsbüro, hat bei einem Unfall ein Bein verloren, zurzeit nur im Innendienst

Fräulein Domnanovics, 33

Sekretärin, erst seit zwei Wochen im Sicherheitsbüro

Frau Granzer, 31

Dolmetscherin für Serbokroatisch, hat viel Zeit und wartet gerne

Bruno Lerch, 34

Briefträger, geht nicht gern in obere Stockwerke, bleibt lieber in Hausmeisterinnenwohnungen

Karin Matula, 37

Hausbesorgerin im Wohnhaus Hartlgasse 16a, unausgelastet, aber viel beschäftigt

Frau Schwab, 56

Hausbewohnerin in der Hartlgasse, teilt sich im zweiten Stock mit Doplik eine Toilette

Gernot Doplik, 26

Musikstudent, spielt oft und gerne Klavier, muss dies aber aufgeben

Brigitte, 23

seine Freundin, hat nicht nur gegenüber dem Klavier das Nachsehen

Herbert Grammanitsch, 42

Bauarbeiter, bisweilen etwas wortkarg

Frau Grammanitsch, 36

seine Frau, erhält oft zu wenig Informationen, manchmal aber auch mehr, als ihr lieb sind

Ernestine Kucharik, 76

Rentnerin, die älteste Mieterin im Haus, hat nur ein Zimmer

Alois Lustig, 38

angeblich Architekt, hat eine besser eingerichtete Wohnung im ersten Stock

Hanna Bajevic, 30

Immigrantin aus Jugoslawien, macht sich verdächtig

Milan Bajevic, 35

ihr Mann, nach Kottans Ansicht noch viel verdächtiger

1

Wiener Küche und Orig. Hauer-Weine verspricht die Tafel vor dem kleinen Gasthaus im 20. Wiener Gemeindebezirk, eine verlockende Einladung. Die Insassen des weißen Polizeiwagens schenken der grün lackierten Tafel jedoch keinen Blick. Entschlossen marschieren Major Kottan, Leiter der K.Gr. I im Morddezernat, und sein Assistent Alfred Schrammel zum Eingang der Gaststätte. Der Major macht einen letzten Zug von seiner Zigarette, wirft sie auf das Trottoir und winkt seinen Kollegen in Richtung Eingangstür, um dann das Lokal als Erster zu betreten.

Im Lokal drängen sich die üblichen Gäste: Obdachlose und Männer aus dem Männerheim, die hier am Vormittag, kaum munter, bereits den ersten Schnaps bzw. ihr erstes Bier zu sich nehmen.

   Die eintretenden Kriminalbeamten sind den Anwesenden offenbar bekannt oder werden sofort als Polizisten enttarnt. Kottan und Schrammel sind sozusagen unerwünschte Stammgäste. Die Begrüßung ist dementsprechend und reicht von abfälligen Handbewegungen und ebensolchen Bemerkungen bis zu lautstarken und aggressiven Grußworten. Ein paar Gäste verdrücken sich vorsichtshalber in Richtung Ausgang, werden aber von Schrammel rechtzeitig gestoppt, der seine Dienstwaffe zieht und damit im Raum herumfuchtelt. Diese deutliche Aufforderung zu bleiben verstärkt er mit lauter Stimme.

   ››Sitzen bleiben! Sitzen bleiben, Burschen!‹‹

   Zögernd, aber doch kommen die Gäste seiner Einladung nach. Major Kottan mustert einige der Gesichter und drückt dann den Zeigefinger an den Mund. Es wird still im Raum. Kottan nickt selbstgefällig und wendet sich an den Wirt, der hinter dem Schanktisch steht und sich bemüht, rasch ein freundliches Gesicht aufzusetzen.

   ››Guten Morgen, Herr Inspektor. Was gibt’s?‹‹, fragt er im arglosesten Ton, den er zu bieten hat.

   Die offensichtlich gespielte Naivität zaubert ein siegessicheres Lächeln auf Kottans Lippen.

   ››Inspektor gibt’s kan‹‹, stellt er zuerst fest und fährt fort: ››Wo is er?‹‹

   Der Wirt stellt sich weiterhin dumm.

   ››Bitte, wer?‹‹

Da entdeckt Kottan im hinteren Gastraum den Gesuchten, der versucht unbemerkt nach draußen zu schleichen. Der Major lässt sich zwei, drei Sekunden nichts anmerken, dann läuft er dem Mann nach und erwischt ihn noch vor dem Ausgang zum Hof. Der Gesuchte schlägt wild um sich, während er laut protestiert.

   ››Hau dich über die Häuser!‹‹

   Kottan bleibt unbeeindruckt. Er packt den Mann am Kragen und zerrt ihn Richtung Tür.

   ››Komm! Das Taxi wartet schon.‹‹

   Mit Schrammels Hilfe und dessen immer noch gezückter Waffe, befördert Kottan den Mann ins Freie. Bevor er das Lokal verlässt, wirft er einen Blick in die Runde und grinst verächtlich, er ist sichtlich zufrieden mit seiner erfolgreichen Festnahme.

Ein uniformierter Polizist verfrachtet den Verdächtigen in den Polizeiwagen. Der Festgenommene bedankt sich auf seine Art und schimpft ihn Gesindel und Bagage.

Major Kottan und sein Assistent öffnen die Vordertüren.

   ››Na, was sagst jetzt?‹‹, meint Kottan in Richtung Schrammel.

   ››Sechzehn Fälle und alle erledigt‹‹, auch Schrammel ist zufrieden.

   ››Siebzehn‹‹, korrigiert Kottan ärgerlich. Er gönnt Schrammel eine kurze Nachdenkpause und verlangt dann ungeduldig: ››Fahr, bevor uns die Polizei aufschreibt!‹‹ Er zeigt auf das Halteverbotsschild, vor dem Schrammel das Polizeiauto abgestellt hat.

Der Briefträger Bruno Lerch trägt für einen erkrankten Kollegen die Renten aus. Vor dem Haus 16a, einem lädierten Zinshaus in der Brigittenauer Hartlgasse, bleibt er stehen, prüft seine Unterlagen und die Nummer des Hauses. Dann lässt er seinen Wagen am Gehsteig stehen und betritt das Haus, das innen genauso verwahrlost ist wie außen. Die Wände haben Risse, an manchen Stellen ist der Verputz gänzlich abgebröckelt, darunter kommen Ziegelsteine zum Vorschein.

   Nachdem er zuerst versehentlich die Abzweigung in den Hof genommen hat, erklimmt Lerch die Stufen zum Hochparterre. Ein Blick nach links und rechts und er entdeckt eine Tafel, auf der eine Liste der Hausparteien ausgehängt ist. Mit ihrer Hilfe versucht er sich im Haus zurechtzufinden.

Währenddessen schlurft im Halbstock Karin Matula, die hier die Hausbesorgerin markiert, mit einem Kübel auf den Gang. Sie lässt den Kübel mit Wasser voll laufen und redet auf ihren Hund ein, der ihr auf den Gang gefolgt ist. Auf dem Rückweg zur Wohnung entdeckt sie den Briefträger, der immer noch nachdenklich vor der Tafel steht.

   ››Suchen S’ wen?‹‹, will die Hausbesorgerin wissen.

   Lerch dreht sich um.

   ››Die Renten sind zum Austragen. Wie jedes Monat.‹‹

   Frau Matula täuscht Verwunderung vor.

   ››Am Nachmittag? Warum steh’n S’ denn net früher auf?‹‹

   Mangelnden Einsatz im Dienst will sich Lerch freilich nicht vorwerfen lassen.

   ››Arbeitslos war ich am Vormittag ja auch nicht, aber zuerst kommt immer noch mein eigener Rayon dran. Der Komarek, was der normale Zusteller ist, der ist krank‹‹, rechtfertigt er sich und lässt sich seine Verärgerung nicht anmerken.

   ››Weiß ich eh. War ja am Vormittag schon ein Student da mit der normalen Post. Was hat er denn, der Herr Komarek?‹‹, will die Hausmeisterin

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