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Die Mann im Mond

Die Mann im Mond

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Die Mann im Mond

Länge:
136 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
20. Aug. 2014
ISBN:
9783990429655
Format:
Buch

Beschreibung

Die erfolgreiche Detektivin ist rothaarig, kaum 1,20m groß und gehbehindert. Sie ist alkohol-, kitschsüchtig und intellektuell. Ihre Partner sind ein riesiger Hund und ein übergewichtiger Dauerstudent, der sich manchmal als Fotograf nützlich macht. In der Rubrik "besondere Leidenschaften" nennt Minni regelmäßig in ihren Kontaktinseraten: Das Quälen von Polizeioberst Lucky Bittner, Morddezernat Wien.
Der erste und zugleich letzte Auftritt von Kurt Maderna als Stripteasetänzer endet mit einem Blutbad. Auf der Leiche des Nachtklubbesitzers sichert die Polizei eine Visitenkarte mit der Aufschrift "Sweet Surrender". Zur gleichen Zeit trifft Minni Mann in ihrem Büro auf einen Unbekannten, der sie mit der Suche nach seiner Frau beauftragt und anschließend tot zusammenbricht.
Oberst Lucky Bittner und Major Sedlak vom Wiener Morddezernat tappen wie üblich im Dunkeln, bis die Mann bei "ihrer Leiche" ebenfalls eine "Sweet Surrender"-Karte entdeckt. Die Spur führt zu einem Kreis von Geschäftsleuten, die an einem mysteriösen Pyramidenspiel beteiligt sind.
Minni Mann wurde bis ins japanische übersetzt!

Es handelt sich um eine aktualisierte Auflage! (8. Februar 2016)
Herausgeber:
Freigegeben:
20. Aug. 2014
ISBN:
9783990429655
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Mann im Mond - Helmut Zenker

Helmut Zenker

Die Mann im Mond

(Kriminalroman)

Copyright © 2014 Der Drehbuchverlag, Wien und Jan Zenker

2. Ausgabe, 8. Februar 2016

Alle Rechte vorbehalten

eBook: Die Mann im Mond (Kriminalroman)

ISBN: 978-3-99042-965-5

Inhaltsverzeichnis

Zitat

Hauptpersonen

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Zwischen-Fall

Kapitel 12

Kapitel 13

Epilog 1

Epilog 2

Anmerkungen

››Großer Gott, das ist wirklich der Gipfel. Das ist absolut schrecklich! Großer Gott.‹‹

Ngaio Marsh

Ohne Regen können Menschen nicht leben. Der Regen fällt aber herab auf die Erde, nicht hinauf auf den Mond.

Anton Tschechow

Die Hauptpersonen

Minni Mann, 22: richtige Vornamen: Hermine und Katharina; Größe: ein Meter 20; von Geburt an behindert; Telefon-Hostess und Studentin i. R.; betreibt eine Detektei beim Stephansdom.

Joey Howorka, 31: hat sein Studium noch nicht aufgegeben; großer Esser, schlechter Fotograf, ständiger und freiwilliger Assistent der kleinen Detektivin.

Eberhard Sedlak, 52: Major im Raubdezernat; großer Weintrinker, der sich selten um polizeiliche Vorschriften kümmert.

Lucky Bittner, 40: eigentlicher Vorname: Ludwig; abstinenter Polizei-Oberst mit Vorliebe für schnelle Entschlüsse und Pomade; manchmal Minnis unfreiwilliger Assistent.

Kurt Maderna, 42: strippt und stirbt.

Erwin Drballa, 65: professioneller Finder von Leichen; kommt hier nur in den Anmerkungen vor.

Renate Murawatz, 27: nicht mehr ganz leichtes Mädchen, mit hartnäckiger Vorliebe für Kriminalbeamte aller Art.

Markus Herzer, 36: Vermögensberater und Spieler; lebt und stirbt gleich zweimal.

Marianne Herzer, 30: Hausfrau mit beschränkter Haftung; verschwindet oft und gern, bleibt aber am Leben.

Johann Ziwoda, 48: stirbt unter falschem Namen.

Erich Schwibitz, 40: echter Doktor, der mit gerichtlicher Bewilligung kurzfristig in Minni Manns Leben stöbert.

Helmut Zenker, 41: Ohrenzeuge; möglicherweise Autor dieses Buches.

Und etliche andere Personen, die durch die Handlung streunen; oder wenigstens knapp daran vorbei. Der Roman spielt gegen Ende des 20sten Jahrhunderts in Wien und Umgebung. Ähnlichkeiten mit eventuellen Wirklichkeiten oder Wahrheiten sind wie immer unbeabsichtigt. Ff.¹ Änderungen vorbehalten.

Prolog

Well the men come in these places

You don't think of them as human

 You don't think of them at all

Mark Knopfler

Kurt Maderna, 42, lümmelt, schon im Mantel mit den gepolsterten Schultern, auf seinem ächzenden Ledersessel. Die Digitalanzeige am Balkon des Hauses gegenüber richtet ihre drei regelmäßigen Botschaften nicht nur an ihn: 08. März, drei Uhr 15, zwei Grad minus.

   Babette, eine der wenigen, die ihren Vornamen für ihre beleuchteten Auftritte in der Peepshow nicht ändern musste, ist die Letzte, die ihren blassen Kopf ins Zimmer steckt. Maderna besteht auf persönliche Verabschiedungen. Das gekrächzte ››Bis morgen!‹‹ bedeutet: bis heute, 21 Uhr, weil Babette Tobolka zur Nachtschicht gehört. Sie hat schon allen Mädchen und Frauen im Top-Love, das früher nur Top geheißen hat, lange Pullover gestrickt; zumindest den Kolleginnen, mit denen sie nicht über Kreuz ist.

   Die nächtliche Kälte hat Maderna um zwei zum nahen Würstel-Basar begleitet, wo er sich täglich drei lauwarme Käsekrainer mit süßem Senf, Pfefferoni und Pommes frites holt. In der zweiten Wurst war heute ein halber Zahnstocher versteckt. Maderna hat die fette Delikatesse trotzdem restlos verschlungen. Bis halb vier betrachtet er sein persönlich zusammengestelltes Videoprogramm: Donald Duck in kreischenden Kämpfen mit Pinguinen, einem gereizten Steinbock und seinem eigenen, eigenwilligen Bett.

   Fünf Minuten nach halb vier stößt Maderna die rot bestrichene Tür zu den Kunden-Toiletten auf. Die Dienst-Toiletten der Frauen kontrolliert er nie, obwohl sich dort genauso gut einer verstecken könnte. Die schnelle Kontrolle ist ohnehin nur Gewohnheit. Wer sollte sich hier verstecken und womöglich einschließen lassen? Und dass ihm seit kurzem die rein private Vorsicht mehr am Herzen liegen müsste, hat sein Körper noch nicht begriffen.

   Der routinierte Blick flattert, als Maderna die Tür vom gekachelten Pissoir zum einzigen Sitzklo aufzieht. Ein Mann, etwa einen Kopf kleiner als Maderna, steht breitbeinig da. Dass er nicht in der Absicht gekommen ist, sich einschließen zu lassen, verrät die blau gestrickte Skihaube, die nur zwei gleichgültige Augen und eine dünne Nase freigibt. Mit der kleinen Portion anlegen kann sich Maderna nicht. Der Revolver in der Hand des Mannes ist die stumme Aufforderung Ruhe zu bewahren. Die gesprochene folgt sogleich.

   ››Deinen Revolver!‹‹ Der maskierte Mann wird im nächsten Augenblick präziser: ››Du nimmst ihn mit Daumen und Mittelfinger heraus.‹‹

   Maderna, dem die gefilterte Stimme nicht bekannt vorkommt, fischt mit den vorgeschriebenen Fingern die Waffe aus der eigens angefertigten Innentasche seines eigelben Sakkos. Die Z-förmige Narbe auf seiner linken Wange glüht. Der Mann macht einen Schritt zur Seite: schon wieder eine Aufforderung. Maderna begreift und lässt den Revolver in die Klomuschel klirren. Seine pochenden Gedanken kommen nicht weit. Er findet keine Antwort auf die Frage, was die Absicht des anonymen Eindringlings sein könnte.

   ››Was kommt jetzt?‹‹

   ››Dein Auftritt.‹‹

   Der Revolver weist den Weg zum jetzt dunklen Raum mit der Drehscheibe. Dort kann niemand die Kassa vermuten. Der Besucher scheint allerdings schon hier gewesen zu sein. Zumindest findet er ohne Umwege die Lichtschalter und den Verstärker mit Recorder. Maderna steigt auf die Scheibe, auf der ein Teppich (Qualität Wimbledon plus) klebt. Aus zwei Lautsprechern gurrt Amanda Lear. Die rot und blau gefärbten Lampen auf der Orgelleiste zucken zaghaft mit.

   ››Los‹‹, sagt der Mann mit dem Revolver, wirft die Tür von außen zu und sperrt ab.

   Maderna versteht auch diese Aufforderung, als sich die Scheibe zu drehen beginnt. Er zieht die Jacke aus, dann das gestreifte Hemd. Bevor er weitermacht und womöglich das Gleichgewicht verliert, setzt er sich hin. Der Gast hat inzwischen das Mikrophon gefunden und bestätigt Maderna fröhlich, dass er auf dem richtigen Weg ist. Maderna zieht die Leder-Slipper aus, schiebt die gebügelte Hose nach unten und rollt die Frotteesocken ab. Hat der Mann die Löcher an den Fersen gesehen? Das folgende Zögern wird sofort mit heftigem Klopfen gegen eine der Scheiben der Kabinen beantwortet.

   In welcher Kabine kann der Gast jetzt sein? Wer ist es? Ein gekränkter Freund eines der Mädchen, der ihm einen unoriginellen Denkzettel verpassen will? Dabei hat sich Maderna (mit einer Ausnahme) noch nie am Personal vergriffen. Der jetzt endgültig nackte Maderna, der die Arme vor den Trinkerflecken auf seiner Brust verschränkt, ist dem Besucher nicht genug.

   ››Bewegung!‹‹

   Kurt Maderna, der diese Seite der Show noch nicht kennt, kniet sich hin und bewegt seinen hängenden Bauch und seinen weißen Hintern im Takt. Amanda Lear ist inzwischen von Tina Turner abgelöst worden: I'm Your Private Dancer. Dann: What You See Is What You Get. Im Kopf ist Maderna schon wieder gefasst, kann sich sogar über die Szene amüsieren. Soll das stundenlang so weitergehen?² Mit dem letzten Ton taucht der Mann mit dem Revolver noch einmal in der Tür auf. Die Skihaube hat er abgenommen.

   ››Noch nicht zufrieden?‹‹

   ››Nein.‹‹

   Maderna hat den Mann, der da mit kleinem Grinsen im weißen Gesicht dreimal auf ihn schießt, schon einmal gesehen, aber er weiß nicht, wen er davon noch verständigen könnte. Das Wort WIE samt mehreren Fragezeichen wird sein letzter, verlöschender Gedanke.

Lucky Bittner fährt zehn Minuten vor vier an seiner heutigen großen Chance vorbei. Er lässt die PeepShow Top-Love links liegen und schneidet vom Neubaugürtel in Richtung Stadtrand. Der kleinwüchsige Mann, der eben in einen blauen Opel Omega steigt, fällt dem Kriminalbeamten nicht auf. Bittners Herz ist zufrieden mit der fast vergangenen Nacht. Bis nach Mitternacht hat er im Sport-Café Kopelny fleißig Billard gespielt und abzüglich der Zeche 220 Schilling gewonnen.

   Seit eins streift Bittner mit angefrorenen Scheiben durch die Stadt. Die Heizung seines Ford Escorts streikt. Trotzdem ist Bittner beim Spähen durch das heruntergekurbelte Seitenfenster dreimal erfolgreich gewesen. 1. Beim Westbahnhof hat

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