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Selbst ist die Mann

Selbst ist die Mann

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Selbst ist die Mann

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 3, 2014
ISBN:
9783990429631
Format:
Buch

Beschreibung

Die erfolgreiche Detektivin ist rothaarig, kaum 1,20m groß und gehbehindert. Sie ist alkohol-, kitschsüchtig und intellektuell. Ihre Partner sind ein riesiger Hund und ein übergewichtiger Dauerstudent, der sich manchmal als Fotograf nützlich macht. In der Rubrik "besondere Leidenschaften" nennt Minni regelmäßig in ihren Kontaktinseraten: Das Quälen von Polizeioberst Lucky Bittner, Morddezernat Wien.
Die Detektivin wird vom Gulaschliebhaber Herbert Konrad heimgesucht, der den Tod seiner Frau beklagt. Schneller als die Polizei erlaubt, findet sich Lucky Bittner vom Morddezernat in Minnis Büro ein. Der Oberst beauftragt die Mann überraschenderweise mit der Beschattung seiner neuen Freundin und legt einen ungewöhnlich hohen Vorschuss auf den Tisch.
Dass die Polizei den verzweifelten Konrad als Mörder seiner Frau ins Visier nimmt, ist für Minni die Garantie, dass der Täter woanders zu suchen ist.
Die außergewöhnliche Privatdetektivin "Minni Mann" wurde bis ins japanische übersetzt!

Es handelt sich um eine aktualisierte Auflage! (11. Februar 2016)
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 3, 2014
ISBN:
9783990429631
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Selbst ist die Mann - Jan Zenker

Jan Zenker

Selbst ist die Mann

(Kriminalroman)

Copyright © 2014 Der Drehbuchverlag, Wien und Jan Zenker

2. Auflage, 11. Februar 2016

Alle Rechte vorbehalten

eBook: Selbst ist die Mann (Kriminalroman)

ISBN: 978-3-99042-963-1

Inhaltsverzeichnis

Zitat

Die Hauptpersonen

Prolog

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

Anmerkungen

Ich habe noch nie gelogen!

Pinocchio

Die Hauptpersonen

Minni Mann, 22: eigentlich Hermine Katharina Mann; Größe: ein Meter 20; von Geburt an behindert; Telefon-Hostess und Studentin i. R.; betreibt eine Detektei mit zumindest vornehmer Adresse. Ihr bester Freund: Whisky!

Joey Howorka, 31: studiert wenigstens noch sporadisch; übergewichtiger Allesesser, selten erwünschter Fotograf von Hochzeiten, ständiger Assistent Minni Manns.

Eberhard Sedlak, 52: Major im Raubdezernat; neuestens Biertrinker und Camel-Raucher, der polizeiinterne Vorschriften gerne negiert, vor allem wenn er dabei Oberst Bittner eins auswischen kann.

Lucky Bittner, 40: eigentlich Ludwig Bittner; fast abstinenter Polizei-Oberst mit einer Vorliebe für schnelle Entschlüsse, Pomade und freiwillige Niederlagen. Besitzt eine Dartscheibe mit Bildern vom roten Giftzwerg alias Minni Mann.

Ingrid Jausner, 26: Polizeiärztin in Vertretung. Oberst Bittners zweite Intimfeindin.

Birgit Steiner, 17: Sie weiß nicht, dass ihr neuer Freund Lucky Bittner Polizeioberst ist. Aber Oberst Bittner weiß auch einiges über sie nicht.

Herbert Konrad, 54: unerwünschter Gast, schießt ausschließlich auf Tote.

Schatzi, 39: eigentlich Silvia Konrad; sagt nichts und stirbt schnell.

David Tischhofer, 32

Versicherungsvertreter, verkauft mehr als nur Versicherungen.

Harald Traindl, 26: Arbeitsloser Schriftsteller. Benötigt und nimmt Spenden zum Überleben. (Kontonummer nach Bekanntgabe der Spendensumme. Kontaktaufnahme unter dem elektronischen Postkasten: harald-traindl@chello.at – Aufmunternde Mails werden nicht abgewiesen, sondern sind ausdrücklich erwünscht.)

Whisky, 15: ist ein hochprozentiges Erfrischungsgetränk. Das Aroma kommt am besten zur Geltung, wenn es fünfzehn Jahre trocken gelagert wird.

Wussow, 3: hat keinen Vornamen; Minni Manns in Saarbrücken geborener Landseer-Hund. Name laut Stammbaum und Hundepass: Enzo von Philipsborn. Kein Wachhund!

Und zahlreiche weitere Personen, die in den Tagen und Nächten dieser Geschichte einmal, zweimal oder keinmal auftauchen. Der Roman spielt Anfang des neuen Jahrtausends in Wien. Ähnlichkeiten mit dem richtigen Leben sind unbeabsichtigt, aber nicht auszuschließen.

Prolog

Die beste Versicherung gegen Haarausfall

ist eine Glatze.

Telly Savalas

››Ich bin kein Mann, ich bin die Mann. Ein Meter achtzig groß, blond und ein Augengenuss.‹‹

   Genüsslich tippe ich die Worte in den Computer. Ich sitze beim Westbahnhof in einem Internetcafé und befinde mich in einem Chatroom für Kurzschlusspartnerschaften. Ich liebe es, den Leuten anonym den Kopf zu verdrehen. Ein Opfer habe ich auch schon gefunden! Einen ein Meter neunzig großen, sportlichen Supermann. Ich verabrede mich mit ihm im Eissalon Carlo auf der Mariahilferstraße. Zur Erkennung trägt er ein T-Shirt mit der Aufschrift: ››Seien wir realistisch.‹‹ Mein Merkmal ist ein farbenfroher Spazierstock. Dass es sich dabei um meine buntbemalte Krücke handelt, muss er ja nicht wissen.

Bis zum Treffen habe ich noch ein bisschen Zeit, ich humple die Schaufenster ab. Werde aber wehmütig, da ich prinzipiell nur in Kinderabteilungen einkaufen kann. Einer in einem Rollstuhl hebt grüßend die Hand, ich nicke ihm solidarisch zu. Da meine Beine nicht nur kurz, sondern auch noch verkrüppelt sind, ermüde ich schnell. Auf einer Bank vor dem Eissalon Carlo mache ich es mir bequem. Zwanzig Minuten muss ich hier meinen Träumen nachhängen. Ich überlege mir gerade einen halbwegs glaubhaften Grund um mich heute Abend zu betrinken, da setzt sich eine ältere Frau zur mir auf die Bank.

   ››Bist du ganz alleine hier?‹‹, will sie von mir wissen.

   Ich sehe sie neugierig an, dicke Falten überschlagen sich, während sie mich anlächelt.

   ››Ja‹‹, antworte ich, und überlege mir, ob sie unmoralische Absichten hat.

   ››Aber du hast dich nicht verlaufen, mein Kleiner‹‹, sagt sie fürsorglich, und nickt mir zu. ››Du findest schon noch deine Mutti?‹‹

   Langsam geht mir ein Licht auf. Habe ich mit ihr Mitleid, weil sie auf sichere Achtzig zugeht, oder werde ich ihr eine Abreibung verpassen?

   ››Meine Mutti ist tot‹‹, erkläre ich, den Tränen nahe.

   Erschüttert hält sie sich die Hand vor den Mund. Warum macht sie das? Reckt es sie oder will sie lachen? Ich traue alten Leuten nicht, sie haben viel Zeit gehabt ihre Gemeinheiten zu verfeinern. Wenn ich eine realistische Chance hätte achtzig zu werden, dann wäre ich ein Garant für Bosheiten.

   ››Du armer Kleiner!‹‹, seufzt sie, holt ein Taschentuch heraus und schnäuzt sich. ››Du armer, kleiner Mann.‹‹

   Woher weiß sie meinen Namen? Arme alte Frau, sie nimmt sich alles viel zu sehr zu Herzen. Ich lächle sie aufmunternd an.

   ››Ist schon länger her‹‹, tröste ich sie und klopfe ihr fürsorglich auf die Hand.

   Sie schnieft noch lauter, schlingt die Arme um mich, und drückt mir ihre Brüste ins Gesicht. Deutlich höre ich ein Stöhnen, ich habe sie doch richtig eingeschätzt. Ich spüre, wie ihre Hand über meinen Rücken streicht. Mit Gewalt, ausnahmsweise ohne Einbeziehung meiner Krücke, befreie ich mich aus ihrer Umklammerung. Sie sieht mich verstört an.

   ››Ich werde nicht gerne befummelt‹‹, zische ich sie an.

   ››Ich wollte dich doch nur halten,...‹‹

   ››Und wenn ich einen Bimmel hätte, hättest du den wohl auch gerne gehalten!‹‹, fauche ich sie an. Sie dreht sich erschrocken um, aber noch hat mich niemand gehört.

   Lässig hole ich meine Zigarettenpackung heraus und stecke mir eine Eve in den Mund. Die Frau sieht mich entsetzt an. Ich zünde die Zigarette an und blase ihr eine dicke Rauchwolke ins Gesicht, schnell ergreift sie die Flucht.

   Ich schreie ihr nach: ››Ja, such dir einen anderen Lustknaben!‹‹

   Einen Grund mich heute zu betrinken, habe ich jetzt allemal.

Meine Verabredung ist pünktlich, ich erkenne ihn sofort, er ist nicht zu übersehen. ››Groß‹‹, lautete seine Beschreibung, anscheinend ein Mann mit Humor. Ich schätze ihn auf zwei Meter zwanzig. Eine rasierte Glatze hat er auch, unter seinem Bauch könnte ich mich verstecken. Er sieht sich kurz um und kommt auf mich zu.

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