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Es ist angerichtet: Zweiter Gang

Es ist angerichtet: Zweiter Gang

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Es ist angerichtet: Zweiter Gang

Länge:
116 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 16, 2014
ISBN:
9783990429211
Format:
Buch

Beschreibung

Nehmen Sie sich ein zweites Mal Zeit für ein reichhaltiges Menü an delikaten Kurzgeschichten, bei denen Sie sich schaurige, bizarre und fantastische Begegnungen einverleiben können. Für garantiert packenden Spannungsgenuss sorgen: eine renommierte Schauspielerin, die es gar nicht gerne sieht, wenn man sich an ihren Katzen vergreift (Lois, der Bauer); ein Anwalt, der bei seiner Wette mit einem Vampir die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat (Der Anwalt); der boshafte Martin, der unfreiwillig einen Vorrat an frischen Organen anzubieten hat (Ein simpler Plan); ein verhinderter Autor im Bann überdimensionaler Fledermäuse (Ende der Blockade); ein Seniorenheim, wo garantiert nur Frisches serviert wird (Das Pflegeheim); Udo, der selbstverliebte Macho, der mit der Damenwelt etwas gefühlvoller hätte umgehen sollen, als er noch konnte (Scheibchenweise).

Es handelt sich um eine aktualisierte Auflage! (13. Februar 2016)
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 16, 2014
ISBN:
9783990429211
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Es ist angerichtet - Jan Zenker

Jan Zenker

Es ist angerichtet

Zweiter Gang

(Horrorgeschichte)

Copyright © 2014 Der Drehbuchverlag, Wien und Jan Zenker

2. Auflage, 13. Februar 2016

Alle Rechte vorbehalten

eBook: Es ist angerichtet: Zweiter Gang (Horrorgeschichte)

ISBN: 978-3-99042-921-1

Inhaltsverzeichnis

Menükarte

Lois, der Bauer

Der Anwalt

Ein simpler Plan

Ende der Blockade

Das Pflegeheim

Scheibchenweise

Menükarte

Die Leckerbissen des zweiten Ganges

Lois, der Bauer

Eine renommierte Schauspielerin, die es gar nicht gerne sieht, wenn man sich an ihren Katzen vergreift

Der Anwalt

Ein Anwalt, der bei seiner Wette mit einem Vampir die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat

Ein simpler Plan

Der boshafte Martin, der unfreiwillig einen Vorrat an frischen Organen anzubieten hat

Ende der Blockade

Ein verhinderter Autor im Bann überdimensionaler Fledermäuse

Das Pflegeheim

Ein Seniorenheim, wo garantiert nur Frisches serviert wird

Scheibchenweise

Udo, der selbstverliebte Macho, der mit der Damenwelt etwas gefühlvoller hätte umgehen sollen, als er noch konnte

Hunde sehen zu uns auf,

Katzen sehen auf uns herab.

Aber Schweine betrachten uns als gleichberechtigt.

Winston Churchill

Frau Anna Gutenburg saß auf der Hausbank und genoss ein Sonnenbad. Auf ihrem Schoß lag Hildegard, eine ihrer vier Katzen. Sie liebte es, den Vormittag vor ihrem kleinen Haus auf der Bank zu verbringen, besonders wenn eine ihrer Katzen ihr dabei Gesellschaft leistete.

Vierzig Jahre war Frau Anna auf der Bühne gestanden, Theater war ihre zweite große Leidenschaft. Vor einem Jahr hatte sie der Bühne den Rücken gekehrt und damals beschlossen, ihren Lebensabend auf dem Land zu verbringen. Das tat sie auch aus Liebe zu ihren Katzen, die Tiere sollten ein bisschen die Natur genießen können. Wie ihre Vorfahren die Wildkatzen, sollten auch sie die nähere Wildnis erkunden und ihren Instinkten folgen können. Neben Hildegard, ihrer ältesten Katze, sie war schon zweiundzwanzig Jahre alt, lebten noch Marta, zwölf Jahre, Gerlinde, neun Jahre und Heidi, zwei Jahre alt mit Frau Anna in dem kleinen Haus. Die vier waren ihre Kinder, ihre Familie, nie würden sie sie verlassen, bis dass der Tod sie scheide!

Der Wecker, den Frau Anna immer neben sich auf die Hausbank stellte, läutete. Er war auf 10:30 Uhr eingestellt. Die Arbeit rief, sie musste in die Küche und fünf Mahlzeiten zubereiten. Sie kochte und deckte besser für ihre vier Katzen auf als für Gäste. Zuerst kamen immer ihre Kinder, dann sie selbst und dann lange nichts. Essen gab es täglich um Punkt 12:00 Uhr, das war so sicher wie das Amen im Gebet. Das wussten auch ihre Katzen, Punkt zwölf waren sie zur Stelle. Heute gab es Rindsgulasch, Hildegard liebte es! Frau Anna nahm das Rindfleisch aus dem Kühlschrank, das Fleisch hatte sie gestern in der Metzgerei gekauft. Hildegard sprang auf die Arbeitsplatte, miaute und gesellte sich zu Frau Anna. Die nahm gerade ihr großes, scharfes Messer aus der Schublade, sie brauchte es oft, Katzen essen am liebsten Fleisch. Sie hatte es auch schon mit dem einen oder anderen vegetarischen Mahl versucht, alle vier waren beleidigt, und straften sie sogar mit Missachtung. Der Griff des Messers war rot, Frau Anna liebte die Abwechslung, in ihrem Haus konnte es nicht bunt genug sein, nur schwarz war verboten. Sie schnitt das Fleisch sehr klein, Katzen haben kleinere Mäuler! Außerdem kauen sie nicht, sie schlingen und schlucken, eine überaus hastige Angelegenheit. Frau Anna nahm immer Rindfleisch für ihr Gulasch, es handelt sich zwar nur um ein Gerücht, dass man es nicht so lange im Drucktopf belassen muss, aber es wird um einiges zarter, zumindest war Frau Anna dieser Meinung. Sie würzte das Gulasch nur leicht, Katzen lieben es nicht scharf, bis auf Heidi, aber die war überhaupt etwas verrückt! Frau Anna deckte den Esstisch festlich. Ihre schönsten Teller, die mit der Blumenverzierung, stellte sie auf den Tisch. Besteck war nicht nötig, außer für sie selbst. Frau Anna ging wieder zum Herd, rührte das Gulasch um und lächelte.

   ››Futter!‹‹, schrie sie laut!

   Miauen erklang als Antwort. Es kam aus den unterschiedlichsten Winkeln des Hauses. Hildegard saß schon auf ihrem Platz und starrte Frau Anna erwartungsvoll an. Diese stellte den Topf mit dem Gulasch auf ein Holzbrett, mitten auf den Tisch. Sofort sprangen Marta, Gerlinde und Heidi, sie hatten es nun sehr eilig, auf den Tisch und nahmen ihre vorgesehenen Plätze ein.

   ››Vorsicht, es ist noch heiß!‹‹, sagte Frau Anna belehrend zu Hildegard, als sie ihr eine große Portion auf den Teller schöpfte.

   Mit einem kurzen Schnurren gab Hildegard ihr zu verstehen, dass sie verstanden hatte. Danach bekamen Marta, Gerlinde und Heidi ihre Portionen, jeder riet Frau Anna zur Vorsicht. Nachdem alle etwas bekommen hatten, - die Reihenfolge, Hildegard zuerst und die jüngste Katze zuletzt, wurde jedes Mal streng eingehalten - schöpfte Frau Anna auch für sich etwas auf einen Teller. Nicht zuviel, vielleicht würden ihre Kinder noch einen Nachschlag verlangen.

   ››Na dann, lasst es euch schmecken!‹‹, sagte Frau Anna feierlich.

   Ein einhelliges Miau war zu hören und alle begannen zu futtern.

Es regnete leicht, ein alter Mann ging einen verwitterten Weg entlang. Sein Name war Lois, im Dorf wurde er Lois, der Bauer genannt. Sein Gesicht war durch tiefe Falten zerknittert, er sah aus als wäre er 100 Jahre alt. Keiner im Dorf wusste wie alt er wirklich war, die Ältesten kannten ihn auch nur als alten, verschrumpelten Mann. Lois nahm ein paar kräftige Züge aus seiner Pfeife. Er hatte keinen Regenschirm, er sah zu den Wolken hinauf und ließ dicke Tropfen in sein Gesicht klatschen. Er lachte vergnügt, schüttelte sich und ging weiter. Ein Fußmarsch von zwanzig Minuten lag noch vor ihm, nur wenige Gehöfte standen in der Nähe seines Hauses. Drei Bauernhöfe und das Haus der Schauspielerin, die mit dem Katzenfimmel. Er hatte sie mit ihnen sprechen sehen, wer spricht mit Tieren? Sie war eine verrückte alte Schachtel, das stand für Lois fest, so waren alle Schauspieler. Komisch, irgendwie konnte er sie sogar leiden, er brummte vergnügt und beschleunigte seinen Schritt. Aber sie hasste ihn, sie kannte seine Vorliebe, ja sie hasste ihn.

Lois, der Bauer öffnete seine Haustür, sie war nie abgesperrt. Ein Teil des Dorfes hatte großen Respekt vor ihm und würde sein Haus nicht betreten, wenn er nicht anwesend war. Der Rest fürchtete ihn und machte einen weiten Bogen um seine Behausung, das war die Mehrzahl. Es war kühl im Haus, Lois richtete den Kamin her, zehn Minuten später brannte ein Feuer darin und verbreitete Wärme. Er saß davor und zog wie üblich an seiner Pfeife, er blies Rauchringe in die Luft, er liebte das. Über dem Kamin waren unzählige Totenköpfe von Katzen und Hunden aufgebahrt. Er sammelte sie, er liebte ihre Strukturen und ihre Unvollkommenheit. So ähnlich, aber trotzdem nie gleich! Er fing gerade an zu dösen, als es an der Haustüre klopfte. Irgendwer hämmerte mit aller Kraft dagegen. Verwundert zog er die Augenbrauen in die Höhe, er bekam äußerst selten Besuch, überhaupt zu dieser Zeit. Das Klopfen wurde ungeduldiger und lauter, er stand auf und schlenderte zur Tür. Ein Mann, so Mitte zwanzig, stand vor der Tür. Lois kam er bekannt vor, es musste irgendwer aus dem Dorf sein, er konnte ihn zurzeit nicht zuordnen. Lois sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an.

   ››Darf ich?‹‹, fragte der Mann ungeduldig und

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