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Peter Pan: Neu aus dem Englischen übersetzt

Peter Pan: Neu aus dem Englischen übersetzt

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Peter Pan: Neu aus dem Englischen übersetzt

Länge:
134 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Feb. 2016
ISBN:
9783990428481
Format:
Buch

Beschreibung

Peter Pan ist die Hauptfigur einiger Kindergeschichten von James Matthew Barrie und dort das einzige Kind, das niemals erwachsen wird. Peter Pan lebt im Nimmerland, ist eine fiktive Insel. Er ist Anführer der "verlorenen Jungs", einer Gruppe von Jungen. Pans Gegenspieler ist der Anführer der Piraten, Captain Hook.
Nimmerland ist der Haupthandlungsort an dem Kinder niemals erwachsen werden. Hier wohnen Elfen, Piraten, Indianer, Meerjungfrauen und natürlich Kinder. In Nimmerland muss man nur an etwas glauben, damit es passiert. Dabei gibt es in Nimmerland eine Regel: "Werde groß und mündig, aber bleibe in deinem Innersten immer ein Kind."
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Feb. 2016
ISBN:
9783990428481
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Peter Pan - James Matthew Barrie

James Matthew Barrie

Peter Pan

(neu aus dem Englischen übersetzt)

Copyright © 2016 Der Drehbuchverlag, Wien

Übersetzer: Michael Gebhardt

Alle Rechte vorbehalten

eBook: Peter Pan (neu aus dem Englischen übersetzt)

ISBN: 978-3-99042-848-1

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Peter bricht ein

Kapitel 2 – Der Schatten

Kapitel 3 – Kommt mit!

Kapitel 4 – Der Flug

Kapitel 5 – Die Insel wird wahr

Kapitel 6 – Das kleine Haus

Kapitel 7 – Zuhause unter der Erde

Kapitel 8 – Die Meerjungfrauenlagune

Kapitel 9 – Der Nimmervogel

Kapitel 10 – Das glückliche Zuhause

Kapitel 11 – Wendys Geschichte

Kapitel 12 – Die Kinder werden entführt

Kapitel 13 – Glaubt ihr an Feen?

Kapitel 14 – Das Piratenschiff

Kapitel 15 – Hook oder ich

Kapitel 16 – Die Rückkehr

Kapitel 17 – Als Wendy erwachsen wurde

Kapitel 1 – Peter bricht ein

Aller Kinder bis auf eines werden erwachsen. Es dauert nie lange, bis sie das wissen und Wendy erfuhr folgendermaßen davon: Eines Tages, als sie zwei Jahre alt war und im Garten spielte, pflückte sie eine Blume und lief mit ihr zu ihrer Mutter. Sie sah wahrscheinlich entzückend aus, denn Mrs Darling legte ihre Hand auf ihr Herz und rief: „Oh, warum kannst du nicht für immer so bleiben!" Von da an wusste Wendy, dass sie erwachsen werden musste.

   Wendys Mutter war eine liebenswerte Frau, mit einem Kopf voller romantischer Gedanken und einem süßen Mund, auf dem ein Kuss lag, den Wendy nie bekommen konnte, obwohl er deutlich zu sehen war, dort, im rechten Mundwinkel.

   Mr Darling gewann ihre Zuneigung folgenderweise: Die vielen Gentlemen, die noch Jungen gewesen waren, entdeckten gleichzeitig ihre Liebe zu ihr. Sie alle liefen zu ihrem Haus, um ihr ihre Liebe zu gestehen, nur Mr Darling nicht, der nahm ein Taxi und kam als Erster an. Er bekam sie und alles von ihr, außer dem Kuss. Mr Darling rühmte sich vor Wendy damit, dass ihre Mutter ihn nicht nur liebte, sondern auch respektierte. Er war einer von denen, die sich mit Aktien auskannte. Natürlich kennt sich niemand wirklich mit Aktien aus, aber er vermittelte diesen Anschein und sagte manchmal: „Die Aktien sind gestiegen! oder „Die Aktien sind gefallen! auf eine Art, die jede Frau dazu gebracht hätte, ihn zu respektieren.

   Mrs Darling heiratete in weiß und nach Wendy kam John, dann Michael. Schon bald konnte man die drei in einer Reihe von ihrem Kindermädchen begleitet in den Kindergarten gehen sehen. Mr Darling wollte unbedingt wie seine Nachbarn sein, also hatten sie ein Kindermädchen. Da sie wegen der vielen Milch, die die Kinder tranken, arm waren, war dieses Kindermädchen ein Neufundländer, Nana genannt, der niemand Speziellem gehört hatte, bevor Familie Darling ihn engagierte. Nana hatte Kinder schon immer für wichtig empfunden. Die Darlings hatten sie in den Kensington Gardens kennen gelernt, wo sie die meiste Zeit damit verbrachte, in Kinderwägen zu spähen. Kein Kindermädchen benahm sich anständiger und Mr Darling wusste das. Trotzdem machte er sich manchmal Gedanken darüber, was wohl die Nachbarn dazu sagten. Er hatte immerhin eine Position zu verlieren.

   Nana bereitete ihm auch auf eine andere Art Sorgen. Manchmal fühlte er sich, als ob sie ihn nicht genug liebte. „Ich weiß, dass sie dich wirklich schätzt, George!", versicherte ihm Mrs Darling und deutete dann den Kindern, besonders nett zu ihrem Vater zu sein. Liebliche Tänze folgten, bei denen die einzig andere Bedienstete, Liza, manchmal mitmachen durfte. Welch ein Spaß, dieses Tollen. Und am meisten Spaß hatte Mrs Darling, die so schnelle Pirouetten drehen konnte, das man von ihr nichts mehr außer dem Kuss sehen konnte und wenn man im richtigen Moment auf sie zugesprungen wäre, hätte man ihn bekommen. Es hatte nie eine einfachere, fröhlichere Familie gegeben, bis Peter Pan in ihr Leben getreten war.

   Mrs Darling hatte zum ersten Mal von Peter gehört, als sie die Gedanken ihrer Kinder ordnete. Es ist die nächtliche Angewohnheit jeder guten Mutter, nachdem ihre Kinder eingeschlafen sind, in ihren Gedanken zu stöbern und alles, was während des Tages durcheinandergewirbelt wurde, für den nächsten Morgen an seinen Platz zu stellen. Wenn man dann am nächsten Morgen erwacht, sind all die unanständigen und bösen Dinge, mit denen man schlafen gegangen ist, irgendwo ganz hinten im Kopf verpackt. Vorne breiten sich die schönen Gedanken aus und sind bereit, einem in den Sinn zu kommen.

   Ärzte zeichnen manchmal Karten von Teilen eines Menschen und seine eigene kann sehr interessant sein, aber die Karte von den Gedanken eines Kindes, die nicht nur verwirrt sind, sondern ständig hin- und herschweifen, ist noch viel interessanter. Man findet Zickzacklinien darauf, vielleicht Straßen auf der Insel, denn das Nimmerland ist immer mehr oder weniger eine Insel, mit erstaunlichen Farbflecken hier und da. Korallenriffe, Schiffe auf offener See, Wilde und einsame Verstecke, Gnome, die hauptsächlich Schneider sind, Höhlen, durch die Flüsse verlaufen, Prinzen mit sechs älteren Brüdern, ein Hut, der schnell vermodert und eine kleine alte Frau mit einer Hakennase. Es wäre eine einfache Karte, wenn das alles wäre, aber da gibt es noch den ersten Schultag, Religion, Väter, den runden Teich, Handarbeit, Morde, Aufhängen, Verben, die den Dativ verlangen, Schokoladenpuddingtag, in Klammer setzen, neunundneunzig sagen, drei Pence dafür, dass man sich den eigenen Zahn gezogen hat und so weiter. Und entweder sind all diese Dinge Teil der Insel oder auf einer anderen Karte, die durchscheint und alles ist ziemlich verwirrend, vor allem, da nichts still steht.

   Natürlich weichen die Karten des Nimmerlands stark von einander ab. Johns Nimmerland zum Beispiel hatte eine Lagune, über der Flamingos flogen, auf die er schießen konnte. Michael, der noch sehr klein war, hatte indessen einen Flamingo, über dem Lagunen flogen. John lebte in einem umgedrehten Boot im Sand, Michael in einem Wigwam, Wendy in einem Haus, das aus geschickt zusammengenähten Blättern bestand. John hatte keine Freunde, Michael hatte Freunde in der Nacht, Wendy hatte einen Wolf als Haustier, der von seinen Eltern verlassen worden war, aber im Großen und Ganzen waren diese Versionen des Nimmerlands wie eine Familie und wenn man sie nebeneinander aufstellte, konnte man sagen, dass sie dieselbe Nase hatten. An diesen magischen Küsten lassen spielende Kinder ihre Boote für immer stranden. Wir alle waren an diesem Ort, wir können immer noch das Geräusch der Brandung hören, aber wir werden nie wieder dort an Land gehen.

   Von allen verlockenden Inseln ist das Nimmerland die behaglichste und kompakteste. Nicht groß und weit, mit langweiligen Abständen zwischen einem Abenteuer und  dem nächsten, sondern richtig voll davon. Wenn man am Tag mit Stühlen und der Tischdecke spielt, ist das nicht im Geringsten beängstigend, aber zwei Minuten bevor man schlafen geht, wird es beinahe real. Deswegen gab es Nachtlichter.

   Hin und wieder fand Mrs Darling bei ihren Reisen durch die Gedanken ihrer Kinder Dinge, die sie nicht verstand. Das Wunderlichste davon war das Wort Peter. Sie kannte keinen Peter und trotzdem tauchte er immer wieder in John und Michaels Gedanken auf, Wendys Gedanken waren sogar voll davon. Der Name stach in dicken Buchstaben hervor und als Mrs Darling darauf starrte, kam er ihr eigentümlich frech vor.

   „Ja, er ist ziemlich frech", gab Wendy zu.

   Ihre Mutter hatte sie gefragt. „Aber wer ist er, Liebes?"

   „Peter Pan."

   Zuerst wusste Mrs Darling nicht, wovon Wendy sprach, dann aber dachte sie an ihre eigene Kindheit zurück und ihr fiel ein Peter Pan ein, von dem man sich erzählte, dass er mit den Feen lebte. Es gab seltsame Geschichten über ihn: Wenn Kinder starben, zum Beispiel, hieß es, dass er sie einen Teil ihres Weges begleite, damit sie keine Angst hatten. Sie hatte hin und wieder an ihn geglaubt, aber nun da sie verheiratet und voll bei Sinnen war, zweifelte sie daran, dass es so jemanden geben konnte.

   „Außerdem, sagte sie zu Wendy, „wäre er inzwischen schon erwachsen.

   „Oh, nein, er ist nicht erwachsen!,  versicherte ihr Wendy zuversichtlich, „Er ist gleich groß wie ich!

   Mrs Darling wandte sich an Mr Darling, aber er lächelte nur.

   „Merk dir meine Worte!, sagte er, „Das ist irgendein Unsinn, den ihnen Nana in den Kopf gesetzt hat! Genau die Art von Fantasie, die ein Hund haben würde! Das geht wieder vorbei!

   Kinder erleben die seltsamsten Abenteuer, ohne sich darüber große Sorgen zu machen. Zum Beispiel fällt ihnen ein, eine Woche nachdem alles geschehen ist, zu erzählen, dass sie ihren toten Vater im Wald getroffen und mit ihm gespielt haben. Genau auf diese Art machte Wendy eines Morgens eine beunruhigende Enthüllung. Etwas Laub war auf dem Boden im Kinderzimmer gefunden worden. Es war bestimmt noch nicht dagewesen, als die Kinder zu Bett gegangen waren und Mrs Darling grübelte darüber, als Wendy plötzlich sagte: „Ich glaube, das war wieder einmal Peter."

   „Was meinst du, Wendy?"

   „Es ist so ungehörig von ihm, nicht aufzukehren!", sagte Wendy und seufzte. Sie war ein sehr ordentliches Mädchen. Sie erklärte auf eine einfache, tatsachenbehaftete Art, dass sie glaube, dass Peter manchmal in der Nacht in das Kinderzimmer komme, um sich ans Ende ihres Bettes zu setzen und für sie auf der Panflöte zu spielen. Unglücklicherweise wurde sie nie wach, also wusste sie nicht, woher sie das wusste, sie wusste es einfach.

   „Welch einen Unsinn du redest, mein Liebling. Niemand kommt in das Haus ohne zu klopfen."

   „Ich glaube, er kommt durch das Fenster!"

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