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Der Fall Hofrichter: Karriere
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eBook48 Seiten17 Minuten

Der Fall Hofrichter: Karriere

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Über dieses E-Book

Dass die Karriereplanung in extrem hierarchisch geführten Unternehmen besonders sorgfältiger Überlegungen bedarf, zeigt dieses Beispiel. Ein Offizier muss für sich und seine Familie Karriere machen. Hinderlichen Kameraden schickt er Gift, in einem Fall mit Erfolg.
SpracheDeutsch
Herausgebercc-live
Erscheinungsdatum15. Juli 2016
ISBN9783956165795
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    Buchvorschau

    Der Fall Hofrichter - Christian Lunzer

    Impressum

    Karriere

    Dass die Karriereplanung in extrem hierarchisch geführten Unternehmen besonders sorgfältiger Überlegungen bedarf, zeigt das folgende Beispiel. Auch, dass nur Beharrlichkeit und ein adäquater Einsatz der Mittel zum Ziel führen; allzu viel ist ungesund.

    Am frühen Nachmittag des 17. November 1909 hatte Offiziersdiener Anton Tomola für seinen Herrn, den Hauptmann Richard Mader, nur schnell ein bescheidenes Abendessen eingekauft. Um 5 Kreuzer dürre Wurst und um 10 Kreuzer Quargeln. Zurück im Haus in der Hainburger Straße glaubte er im Stiegenhaus, zuerst undeutliche leise Hilferufe und dann Stöhnen und schweres Atmen zu hören. Die Stimme seines Herren? So schnell er konnte, lief er die Treppen in den dritten Stock zu der kleinen, privaten Wohnung des Offiziers hinauf. Hinter der nur angelehnten Wohnungstür lag Mader im Vorzimmer, schmerzverkrümmt, die Hände vor der Brust verkrampft, röchelnd und ohne Bewusstsein. Tomola hob ihn mit Mühe auf den Diwan im Wohnzimmer und holte Hilfe. Zu spät, denn der Rettungsarzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Da keine äußeren Verletzungen sichtbar waren, schrieb er daher als vorläufige Todesursache „Gehirnschlag" auf den Totenschein. Klarheit würde ohnehin die bei plötzlichen, ungeklärten Todesfällen vorgeschriebene sanitätsbehördliche Autopsie bringen. Außerdem musste das Militär verständigt werden – Mader hatte im Kriegsministerium gearbeitet und könnte Geheimnisträger sein. Militärisch Belangvolles fand die Kommission unter dem Kommando eines Obersten Kutschera nicht, auch nichts, was den plötzlichen Tod erklären konnte. Tomola sagte, der Hauptmann sei, wie er ihn verlassen hatte, ruhig an seinem Schreibtisch gesessen und habe geschrieben. Der angefangene, aber nicht vollendete Brief an seine Geliebte, eine Varietetänzerin auf Engagement in Frankfurt am Main, lag noch auf dem Tisch. Auch sonst sei ihm nichts aufgefallen,

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