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Der Fall Grete Beier: Wie im Groschenroman
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Der Fall Grete Beier: Wie im Groschenroman
eBook45 Seiten15 Minuten

Der Fall Grete Beier: Wie im Groschenroman

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Über dieses E-Book

Wie im Groschenroman: Auf Wunsch ihrer Eltern verlobte sich die gute Grete 1905 mit einem anständigen Ingenieur. Doch der frühere Geliebte – ein windiger Handlungsgehilfe – lauerte im Hintergrund. So was kann nur tödlich enden.
SpracheDeutsch
Herausgebercc-live
Erscheinungsdatum15. Juli 2016
ISBN9783956165610
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    Buchvorschau

    Der Fall Grete Beier - Christian Lunzer

    Impressum

    Wie im Groschenroman

    Der nachstehend beschriebene Mordfall wäre allein durch seine Hauptperson auch als Kriminalroman hochinteressant. Die Tötung des ungeliebten, aber von den Eltern favorisierten Bräutigams macht ihn zu einem Lehrstück über die sozialen Verhältnisse und die Sexualmoral in einer deutschen Kleinstadt zu Anfang des 20. Jahrhunderts, mindestens ebenso eindrucksvoll wie Ludwig Thomas Theaterstück »Moral« oder der Heinrich-Mann-Roman »Professor Unrat«.

    Grete Beier wurde am 15. September 1885 in Brand bei Freiburg in Sachsen geboren. Ihr Vater gehörte als Bürgermeister der kleinen Stadt zu den Spitzen der Gesellschaft. Dementsprechend bekam das Mädchen die zeittypische Ausbildung: etwas Unterricht in Fremdsprachen, ein bisschen Handarbeiten, dazu noch Musik, Literatur und Theater. Für die beiden letzteren Fächer war sie begabt, was sich im Laufe ihres Lebens noch deutlicher herausstellen würde. In der Tanzstunde lernte sie im Alter von 16 Jahren ihre erste Liebe kennen, ganz nach den Gepflogenheiten der Jahrhundertwende. Weniger typisch und mit Sicherheit ganz und gar ungehörig war jedoch die Tatsache, dass sie sich dem jungen Mann auch bald hingab, wie es damals hieß.

    Es sei ein ideales Verhältnis gewesen, sagte sie später, doch ihre Mutter habe eine Fortführung zu verhindern gewusst. Mit ihr hatte sie, ganz im Gegensatz zum Vater, eine Menge Probleme. Grete beklagte sich über die emotionale Kälte und den Mangel an Zuwendung und Sicherheit von mütterlicher Seite. Sie machte sie dann auch für ihre negative Entwicklung verantwortlich: »Hätte sie mir mehr Liebe und Zärtlichkeit gegeben, wäre ich sicher nicht so

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