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Der Fall Kleinschroth: Familienbetrieb

Der Fall Kleinschroth: Familienbetrieb

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Der Fall Kleinschroth: Familienbetrieb

Länge:
63 Seiten
32 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Juli 2016
ISBN:
9783956165757
Format:
Buch

Beschreibung

Via Mala ist ein Roman. Doch dieser Kriminalfall beruht auf Tatsachen: Ein Mühlenbesitzer drangsaliert seine Familie so, dass sie die Qualen nicht länger erträgt. Das Ergebnis: Selbstjustiz und ein gemeinschaftlich begangener Mord.
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Juli 2016
ISBN:
9783956165757
Format:
Buch

Über den Autor


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Der Fall Kleinschroth - Christian Lunzer

Impressum

Familienbetrieb

Ich aber wandle im Gestein

Und wolkenhoch auf schmalem Steg,

Im Abgrund schäumt der weiße Rhein

Und via mala heißt mein Weg!

Das Tal der Alpen Via Mala ist sagenhaft und Legenden umwoben. Der „schlechte oder „böse Weg verläuft zwischen den Schweizer Orten Thusis und Zillis. An mancher Stelle hat sich der Hinterrhein mehr als 500 m in den Fels geschnitten. Bizarr die Formationen. Tosend der Fluss. Kaum Sonne dringt durch die Schlucht. Düster erscheint die Vegetation. Seit Jahrhunderten ist diese Klamm Handelsweg zwischen Nord- und Südeuropa. Mehr als ein Reisender ist im Tal zu Tode gestürzt. Und doch wurde die Schlucht erst 1934 mit John Knittels Roman Via Mala weltberühmt. Es ist die grausame Familiensaga derer von Lauretz. Zweimal verfilmt. Gert Fröbe und Mario Adorf spielten die Haupt- und Unperson Jonas Lauretz. Jener ist Sägemüller und herrscht über seine Familie mit gnadenloser Gewalt. Die Arbeit in der Mühle überlässt er seinen Kindern, seiner Frau. Er gibt sich dem Trunke und anderen Frauen hin. Ist der Vater daheim, prügelt und schlägt er die Seinen fast zu Tode. Ihnen ist das Leben unerträglich. So schmiedet die Familie das Komplott und sucht denjenigen, der sie von diesem Tyrann befreit. Der Tagelöhner der Sägemühle Jöry erklärt sich bereit. Mutter Martha, Tochter Hanna, Sohn Niklaus – sie tuen mit. Es muss ein Ende haben. Mord.

„Und die Schneide der Axt, silbern glänzend, sauste durch die Luft und traf Lauretz an der Schuler. Lauretz schrie auf wie ein verwundetes wildes Tier … Lauretz verdrehte die gequälten Augen und schaute Niklaus an. ‚Was hab ich denn getan? Lasst mich in Ruhe!’ heulte er und packte mit einer wilden Kraftanstrengung Jöry am Nacken.

‚Niklaus! Niklaus! Zu Hilfe! Zu Hilfe!’

Die beiden Frauen schlichen sich näher heran, ihre mageren wachsbleichen Gesichter glänzten wie beleuchtete Masken … Hanna hielt den Arm ihrer Mutter umklammert, die Laterne in ihrer Hand zitterte. ‚Niklaus!’ Ihre Stimme klang schrill und markerschütternd. ‚Mach ein Ende, Niklaus, mach ein Ende!’

Der alte Lauretz blutete wie ein Bulle unter dem Schlachtmesser. ‚Niklaus, nie wieder tu ich dir was! Komm und hilf mir!’

Ein Messer glitzerte in Jörys Hand. Er stieß es Lauretz in die Seite ... Sein Schreien wurde immer lauter. Die Rufe seiner Frau und ihrer Tochter erfüllten die Luft. Jöry warf Niklaus das Messer vor die Füße und stolperte in die Nacht davon Jonas Lauretz sank gegen einen Holzstoß zurück. Seine Arme fielen schlaff herab.

‚Er stirbt, er stirbt’, rief die alte Lauretz … Verzweifelt starrte der Alte seinen Sohn an. ‚Buab’, murmelte er, ‚Buab, du hast mir nicht geholfen. ’

Nikolaus stand unschlüssig da. Plötzlich bückte er sich und näherte sich seinem Vater. ‚Dir helfen!’ schrie er außer sich. ‚Ich werde dir jetzt gleich helfen! Du wirst mir nicht mehr die Knochen zerschlagen. Du wirst mir nicht mehr Muattr blutig schlagen. Und jetzt hol ich mir das Geld zurück,

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