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Toni der Hüttenwirt 115 – Heimatroman: Wenn Herzen in Flammen stehen

Toni der Hüttenwirt 115 – Heimatroman: Wenn Herzen in Flammen stehen

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Toni der Hüttenwirt 115 – Heimatroman: Wenn Herzen in Flammen stehen

Länge:
117 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 18, 2016
ISBN:
9783740909642
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.Toni, der Hüttenwirt liebt es ursprünglich. In Anna hat er seine große Liebe gefunden. Für ihn verzichtete Anna auf eine Karriere als Bänkerin im weit entfernten Hamburg. Jetzt managt sie an seiner Seite die Berghütte.

Toni war am Vormittag in Kirchwalden zum Einkaufen gewesen. Jetzt war es kurz nach Mittag. Er wartete im Geländewagen vor der Schule in Waldkogel auf Franziska und Sebastian. Endlich kamen die Kinder die Treppe des Schulhauses herunter. Als sie Toni sahen, rannten sie auf ihn zu.
"Grüß Gott! Wie war die Schule?"
"Gut war's gewesen, wie immer!", rief Basti und warf seinen Schulranzen ins Auto.
"Wir haben heute keine Hausaufgaben auf", strahlte die kleine Franziska.
"Da freust du dich, wie?", lachte Toni.
Franziska nickte eifrig.
Sie fuhren los. Toni hielt vor dem Rathaus.
"Warum hältst du hier?"
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 18, 2016
ISBN:
9783740909642
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Toni der Hüttenwirt 115 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (198)

Buchvorschau

Toni der Hüttenwirt 115 – Heimatroman - Friederike von Buchner

Toni der Hüttenwirt –115–

Wenn Herzen in Flammen stehen

Roman von Friederike von Buchner

Toni war am Vormittag in Kirchwalden zum Einkaufen gewesen. Jetzt war es kurz nach Mittag. Er wartete im Geländewagen vor der Schule in Waldkogel auf Franziska und Sebastian. Endlich kamen die Kinder die Treppe des Schulhauses herunter. Als sie Toni sahen, rannten sie auf ihn zu.

»Grüß Gott! Wie war die Schule?«

»Gut war’s gewesen, wie immer!«, rief Basti und warf seinen Schulranzen ins Auto.

»Wir haben heute keine Hausaufgaben auf«, strahlte die kleine Franziska.

»Da freust du dich, wie?«, lachte Toni.

Franziska nickte eifrig.

Sie fuhren los. Toni hielt vor dem Rathaus.

»Warum hältst du hier?«

»Ich habe noch eine Überraschung für euch, Franzi! Ich habe heute Morgen den Bürgermeister Fellbacher in Kirchwalden getroffen. Er hat sich gedacht, dass ihr mal den Schatz ansehen wollt.«

»Mei, ja! Des ist gut!«, rief Sebastian.

Die Kinder sprangen aus dem Auto und rannten ins Rathaus von Waldkogel. Alle Türen standen offen. Sie liefen durch bis zum großen Büro des Bürgermeisters. Dort waren, entlang der einen Wand, Tische aufgestellt. Darauf war der Inhalt der im Wald ausgegrabenen Kiste aufgereiht. Bürgermeister Fellbacher stand hinter seinem Schreibtisch auf und begrüßte die Kinder.

»Grüß euch Gott! Gell, da staunt ihr! Die Sachen sehen jetzt richtig prächtig aus.«

Toni kam herein.

»Grüß dich, Fellbacher!«

»Grüß Gott, Toni! Schau, was die Kinder für große Augen machen.«

»Jetzt sehen die Sachen wirklich wie ein richtiger Schatz aus«, sagte Franziska vor sich hin.

»Ja, der Restaurator hat sich auch große Mühe gegeben. Es ist viel Arbeit gewesen«, sagte Bürgermeister Fellbacher. »Aber es hat sich gelohnt.«

»Hast schon herausgefunden, wer die Kiste versteckt haben könnte, Fellbacher?«

»Naa, Toni, wir sind noch dabei! Auf einigen Teilen des Silberbestecks sind Monogramme graviert. Aber die beiden verschlungenen Buchstaben, die geben wenige Anhaltspunkte. Jedenfalls muss des kein armer Bauer gewesen sein, der des Zeugs vergraben hat.«

Toni rieb sich das Kinn.

»Vielleicht ist es jemand vom Schloss gewesen, einer der Grafen von Teufen-Thurmann. Was meinst, Fellbacher?«

»Ich habe den Tassilo schon angerufen. Er ist wegen einer Konzertveranstaltung unterwegs. Er weiß nix davon, dass jemand, der seiner Familie nahe steht, mal etwas vergraben haben soll. Aber er will herkommen und sich die Sachen ansehen, sobald er wieder hier ist. Außerdem meint er, er könnte sich net vorstellen, dass jemand etwas außerhalb des Schlossgeländes vergraben hätte.«

»Stimmt! Des wäre seltsam, wenn einer der Teufen-Thurmanns des Zeugs im öffentlichen Gemeindewald vergraben würde«, stimmte Toni zu.

Bürgermeister Fellbacher nickte. Er erklärte, dass er Nachforschungen anstelle, seit wann dieser Teil des Waldes im Besitz der Gemeinde Waldkogel ist.

»Des ist ein interessanter Gedanke«, sagte Toni.

»Des ist leider net so einfach, weil sich, im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte, die Grenzen des Gemeindewaldes sich immer wieder geändert haben. Da wurde mal Wald getauscht, Flurstücke zusammengelegt, es wurde auch verkauft und andere Teile sind der Gemeinde vererbt worden. Großer Waldbesitz hat auch in früheren Jahrhunderten der Kirche gehört. Kurz, es ging immer hin und her. Des ist eben alles zu prüfen, und das dauert.«

Fellbacher lachte.

»Damals wurden solche Vorgänge noch net im Computer erfasst, und so kann man des auch net mittels eines einzigen Knopfdruckes herausfinden. Aber des wird schon werden. Ich habe mit dem Zandler geredet. Er will auch mal in den alten Kirchenbüchern nachforschen und eine Liste machen über den Waldbesitz der Kirche. Anschließend wollen wir vergleichen.«

»Bin gespannt, was du herausfindest, Fellbacher!«

»Des bin ich auch!«

»Was geschieht außerdem weiter?«, fragte Toni.

»Ich habe einen Fotografen bestellt, der nimmt jedes der Fundstücke auf. Des ist auch wegen der Versicherung. Des Zeugs muss die Gemeinde versichern, des ist Vorschrift. Die Gemeinde Waldkogel haftet dafür gegenüber dem möglichen Eigentümer. Ich habe einen Tresor gemietet. Er wird morgen gebracht und aufgestellt. Dann kann ich alles wegschließen. Ich hoffe, dass ich dann wieder besser schlafen kann. Im Augenblick habe ich nachts eine Sicherheitsfirma hier, die aufpasst.«

Toni schüttelte den Kopf.

»Was für ein Aufwand! Vielleicht hätten wir die alte Kiste besser dort gelassen, wo sie eingegraben war.«

»Toni, des habe ich auch schon oft gedacht. Aber ich habe nun mal Kenntnis davon erhalten und bin verantwortlich für den Gemeindewald. Ich kann auch net des Risiko eingehen, dass die Schatzsucher mit ihren Metallsuchgeräten die Kiste doch geborgen und abtransportiert hätten.«

»Des stimmt! Hast schon was von Förster Hofer gehört?«

»Naa, ein Teil seiner Männer schiebt immer noch Wache im Gemeindewald. Aber bisher ist niemand aufgetaucht, der sich dort zu schaffen gemacht hat und auf den die Beschreibung von Franzi, Basti, Ulla und Paul passen würde. Aber ich bin auch ganz froh, dass da nix geschehen ist. Des würde die Sache nur komplizieren.«

»Da hast auch wieder recht, Fellbacher!«

Toni wandte sich an Franzi und Basti.

»Seid ihr fertig mit Betrachten?«

Sebastian bejahte, Franziska schüttelte den Kopf. Sie stand vor dem Schmuck und konnte sich nicht daran sattsehen.

»Was für schöne Halsketten und Ohrringe, Toni! Die müssen einem sehr reichen Madl gehört haben.«

»Ja, des war bestimmt ein reiches Madl, Franzi. Vielleicht findet Bürgermeister Fellbacher etwas heraus. Ich bin auch neugierig, Franzi.«

Franziska strich sich eine blonde Locke aus der Stirn. Es war eine ihrer typischen Handbewegungen, wenn sie über etwas intensiv nachdachte.

»Toni, des Madl muss auch ein bissel deppert gewesen sein«, sagte Franziska leise. »Warum hat sie des Zeugs vergraben? Dann konnte sie es doch net tragen.«

»Mei, Franzi«, warf Sebastian ein. »Des kann auch Diebesgut sein. Da hat jemand eingebrochen und des Zeugs im Wald versteckt, bis sich die Sache beruhigt hat.«

»Das ist auch eine meiner Theo­rien«, warf Fellbacher ein. »Bist ein kluger Bursche, Basti. Deshalb ist der Gewolf Irminger auch mit Nachforschungen beschäftigt. Er prüft auf dem Präsidium in Kirchwalden die Diebstahlsanzeigen der letzen hundert Jahre, soweit diese noch vorhanden sind.«

»Aber des Zeugs muss net aus unserer Gegend stammen«, sagte Sebastian.

»Richtig!«, stimmte Toni zu.

Toni trat zu dem Tisch und besah sich die Gegenstände noch einmal genauer.

»Fellbacher, Bastis Bemerkung ist net dumm. Die Gegenstände, die passen net zu dem Stil, wie sich hier die Leute, auch die reichen Bauern früher, eingerichtet haben.«

Der Bürgermeister rieb sich das Kinn.

»Da ist was dran. Des ist ein ganz anderer Stil, als wir ihn hier kennen. Wenn man sich den Schmuck anschaut, dann fällt einem auf, dass keine Kropfkette dabei ist, wie sie die Frauen hier seit Jahrhunderten tragen.«

»Na, warten wir es ab, Fellbacher! Vielleicht löst sich irgendwann das Geheimnis.«

Toni und die Kinder verabschiedeten sich vom Bürgermeister und gingen zum Auto. Sie fuhren die kurze Strecke bis zu Tonis Eltern. Dort wartete schon Tonis Mutter mit einem leckeren Mittagessen.

*

Die Sonne war schon untergegangen, und die Nacht schob sich über den Himmel. Es wehte ein kühler Wind. Die Hüttengäste hatten sich bereits alle in das Innere der Berghütte zurückgezogen. Sie saßen um den Kamin und unterhielten sich. Anna verteilte becherweise heißen Kräutertee. Am Nachmittag hatte es geregnet. Viele waren völlig durchnässt auf die Berghütte gekommen.

Toni ging noch einmal hinaus und schaute in den Abendhimmel. Die Sterne waren gut zu sehen, und der Vollmond stand silbern am Himmel.

Anna kam heraus. Toni legte den Arm um sie.

»Schaust du nach dem Wetter?«

»Ja, ich denke, heute Nacht bleibt es trocken. Es riecht auch nicht nach Regen.«

Anna kuschelte sich an Toni.

»Schau mal, dort am Berg ist ein heller Punkt!«

»Des muss beim Weg sein, der vom ›Erkerchen‹ hierher zur Berghütte führt.«

»Ja, der helle Punkt bewegt sich!«

»Schaut aus, als wäre da noch jemand in den Bergen. Des muss der Schein einer Stablampe sein.«

Toni und Anna warteten einen Augenblick und beobachteten den hellen Schein am Berg.

»Ja, des muss ein sehr verspäteter Wanderer sein«, vermutete Toni.

Anna ging wieder in die Berghütte. Toni wartete auf der Terrasse. Es dauerte nicht

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