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Religiöse Kommunikation und Kirchenbindung: Ende des liberalen Paradigmas?

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163 Seiten2 Stunden

Zusammenfassung

2. Auflage 2015

Die liberale Sicht auf Religion und Kirche stimmt nicht mehr. Das zeigen jetzt auch die Ergebnisse der 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD. Die Zeiten, in denen man unwidersprochen behaupten konnte, alle Menschen hätten eigentlich religiöse Interessen und der Geltungsverlust der Kirche läge an ihren »überholten dogmatischen« Auffassungen, sind vorbei. Natürlich muss weiterhin zwischen Religion und Kirche unterschieden werden, aber religiöse Kommunikation findet sich ohne Kirche – genauer: ohne Kirchengemeinden – so gut wie nicht.
Am Ende der Skala kirchlichen Bindungsverhaltens stehen also nicht neue Formen des Religiösen, sondern es findet sich schlicht Indifferenz. Deshalb fordert Gerhard Wegner ein Umdenken, wenn die Kirchenbindung nicht weiter erodieren soll. Die Kraft des Religiösen muss wieder selbstbewusster in das Zentrum kirchlicher Arbeit gestellt werden. Damit rücken Kirchengemeinden, religiöse Gemeinschaftsformen, Charismatiker als Innovatoren – alles letztlich kommunitaristische Konzepte – in den Vordergrund. Wegners Überlegungen helfen, diesen Wandel besser verstehen und gestalten zu können.

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