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Helene Fischer

Helene Fischer

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Helene Fischer

Länge:
312 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 24, 2014
ISBN:
9783981680119
Format:
Buch

Beschreibung

Helene Fischer - Die erste Biografie über den Superstar am Schlagerhimmel! Mit über 5 Millionen verkauften Tonträgern zählt sie zu den erfolgreichsten deutschen Schlagerstars. Ihr Album Farbenspiel ist eines der meistverkauften Musikalben in Deutschland. Als zweites Kind des russlanddeutschen Ehepaares Maria und Peter Fischer wurde Helene am 05. August 1984 in Sibirien geboren. Schon sehr früh interessierte sich Helene für Musical und Theater und besuchte die Stage & Musical School in Frankfurt, welche sie als staatliche anerkannte Musicaldarstellerin absolvierte. Bereits während der Ausbildung wurde sie entdeckt und seither kennt ihre Karriere nur eine Richtung.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 24, 2014
ISBN:
9783981680119
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Helene Fischer - Sabine Meltor

Sabine Meltor

Helene Fischer

Originalausgabe

1. Auflage 2014

© 2014 CBX Verlag, ein Imprint der Singer GmbH

Frankfurter Ring 150

80807 München

info@cbx-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.

Lektorat: Verena Kernchen

Umschlaggestaltung: Nina Knollhuber

Umschlagabbildung: interTOPICS /Star-Media / ddp images

Satz: Saskia Schulte, text-wird-buch.de

Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck

ISBN: 978-3-981-68010-2

Inhalt

Von Sibirien nach Frankfurt

Vom Musical zum Schlagersternchen

Privates Glück – Florian Silbereisen

Beruflicher Erfolg

Die Songwriter – so entstehen Helenes Hits

Nach oben geht es auch ohne Skandale

Von der Spitze geht es nur noch nach oben

Die Schwachen nicht vergessen

Hinter den Kulissen

Das Geheimnis ihrer Schönheit

Helene Fischer hat viele Doubles

Die Fans und ihr Stern

Helene und ihr 30. Geburtstag

Fernweh: Helene liebt das Reisen

Dies und Das des Gesamtpakets Helene

Helenes Pläne für die Zukunft

Der Lebenslauf von Helene Fischer – was sonst noch in der Welt geschah

Quellennachweise

Von Sibirien nach Frankfurt

Helene Fischer ist fast jedem in Deutschland ein Begriff. In nur kürzester Zeit hat sie sich vom Geheimtipp zu einer Schlagersängerin, Tänzerin und einer mitreißenden Entertainerin entwickelt, deren Erfolg und Berühmtheit kaum zu übertreffen sind. Mit mehr als fünf Millionen verkauften Tonträgern ist sie ein Topseller und eine eigene Marke im Showgeschäft. Innerhalb Deutschlands ist ihr sensationelles Album „Farbenspiel aktuell eines der meistverkauften Alben aller Zeiten! Helene Fischer wird mit Preisen überhäuft und verwandelt nicht selten eine Preisverleihung wie durch Zauberhand mit einer Helene-Fischer-Performance in eine Supershow der Extraklasse. Die „Helene Fischer Show läuft mit Erfolg im ZDF. Wer aber ist diese junge Frau, die mit ihrem Talent zu überraschen weiß, und wo liegen ihre Wurzeln?

Helene Fischer wurde im Tierkreiszeichen des Löwen am 5. August 1984 in Krasnojarsk geboren. Der Geburtsort, der etwa 6.000 Kilometer östlich von Moskau liegt, verweist bereits auf die familiäre Herkunft, die nicht immer unter einem günstigen Stern stand. Ihre Großeltern waren sogenannte „Wolgadeutsche", die folglich aus Deutschland stammten, aber in Russland bzw. der damaligen Sowjetunion lebten. Sie wurden im Jahre 1941 aufgrund ihrer deutschen Herkunft nach Sibirien deportiert. [1] Zu dieser Zeit erlebte Russland gerade den Überfall durch deutsche Truppen. Daher wurden Deutsche in der Sowjetunion als Feinde betrachtet. Helenes russlanddeutsche Eltern heißen Maria und Peter Fischer. Die Mutter war in Russland Ingenieurin an einer Hochschule und der Vater Sportlehrer. Helene selbst bekam zunächst den russischen Namen Jelena Petrowna Fischer, in kyrillischer Schrift: Елена Петровна Фишер. [2] Jelena ist die russische Form von Helena bzw. Helene. Ihr zweiter Name Petrowna ist von ihrem Vater Peter entlehnt.

Die sibirische Heimatstadt Krasnojarsk hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Wenn man sie heute besucht, erscheint sie ziemlich grau und schmucklos. Die unvermeidliche und langsam zerfallende Lenin-Statue erinnert an die Sowjet-Zeit. Eine Stadt, die schon bessere Zeiten erlebt hat. Auch das hiesige Aluminiumwerk kann die wirtschaftliche Krise nicht auffangen. Viele sind gegangen – wie die Fischers mit der kleinen Helene, die kaum noch Erinnerungen an die russische Zeit hat. Durch Krasnojarsk fließt der gewaltige Fluss Jenissei. Er wirkt in der Stadt identitätsstiftend wie der Rhein im Rheinland. Der Fluss fließt über 4.000 Kilometer vom Süden nach Norden zur Karasee des Polarmeers. Dieser Strom in der Einöde Sibiriens wird auch „Sibirischer Meridian" genannt.

Ein kurzer Blick in die Geschichte: Im Jahre 1628 wurde die Stadt von einem Kosakenverband gegründet. Sie nannten die Stadt, die als Hafenstützpunkt gedacht war, „Krasny Jar. Dies bedeutet in der Turksprache so viel wie „Schöner Abhang. Den vollen Stadtstatus erhielt Krasnojarsk dann im Jahre 1690 bei der endgültigen Eingliederung Sibiriens in das Zarenreich der Russen. Es herrschte zwar endlich Frieden, doch die Stadt wuchs trotzdem nicht. Die Lebensumstände dort waren zu diesem Zeitpunkt zu ungünstig für die Menschen: regelmäßig eine Mückenplage im Sommer und bitterer Frost im Winter bei einer durchschnittlichen Temperatur von minus 20 Grad. Erst der Bau der Transsibirischen Eisenbahn im Jahre 1895 brachte den wirtschaftlichen Aufstieg. Die Transsibirische Eisenbahn stellt bis heute die Verbindung von Krasnojarsk nach Moskau und Wladiwostok dar. Im Zuge dieser Entwicklung begann auch die Deportierung missliebiger Personen nach Sibirien. Selbst Lenin verbrachte nach 1897 drei Jahre in Schuschenkoje 500 Kilometer südlich von Krasnojarsk. In der Zeit der Sowjets nach der Oktoberrevolution von 1917 entwickelte sich die Siedlung immer mehr vom Gulag zum Wirtschaftsstandort. Während vor dem Zweiten Weltkrieg gerade einmal 40.000 Menschen in dieser Stadt lebten, stieg die Zahl bis heute auf 1.000.000 Bürger. Da durch den Krieg gefährdete Menschen aus dem Westen Russlands nach Krasnojarsk evakuiert wurden, war das Wachstum besonders während des Krieges groß.

Auch wurden immer mehr politische Gegner und Russlanddeutsche hierin verbannt. Allein zwischen 1938 und 1956 betrug die Zahl eine Million Menschen. Dort musste Zwangsarbeit geleistet werden. Voraussetzung für die Industrie war die Eröffnung der einen Kilometer langen Brücke über den Jenissei im Südwesten der Stadt. Diese Brücke ist das Wahrzeichen der Stadt und war lange Zeit auf dem Zehn-Rubel-Schein abgebildet. Dieser wurde wegen des gigantischen Wertverlusts des Rubels im Jahre 2009 durch eine Münze ersetzt. Dies mag man als typisch ansehen für eine Stadt, die perspektivlos erscheint. [3]

Schon früh fiel die kleine Helene durch ihre smaragdgrünen Augen auf. Sie galt als lustig, zielstrebig, spontan und hatte bereits damals eine einnehmende Natürlichkeit. Die Nähe zum Publikum gefiel der kleinen Helene sehr früh. Seit ihrer Kinderzeit war sie ein großer Fan von Heintje, mit dessen Schlagern sie aufwuchs, aber auch von Bon Jovi und Whitney Houston. Als Entertainerin begeisterte sie Céline Dion. [4] Ebenfalls früh zeigte sich ihre Liebe zu Pferden. Helene ist das zweite Kind ihrer Eltern und wurde sechs Jahre nach ihrer älteren Schwester Erika, die heute Wirtschaftsjuristin ist [5], geboren. Bereits in der Kindheit teilten die beiden Geschwister die Leidenschaft für das Singen und für musikalische Einlagen, indem sie bei Feierlichkeiten die ganze Familie und Freunde mit Auftritten unterhielten. Helene Fischer entdeckte also schon im Alter von zwei Jahren die Leidenschaft für die Musik. [6] Es ist aus heutiger Sicht besonders süß, wenn Helene über die niedlichen und sicher noch zaghaften Versuche als Sängerin und Bühnentalent berichtet. Sie amüsierte die Onkel und Tanten – während ihr die große Schwester Erika die ganze Zeit die Hand hielt. Die kleine Helene Fischer war noch scheu und zurückhaltend. Sie drehte sich einfach um, zeigte dem Publikum den Rücken und sang so ihr kleines Lied. [7] Schon damals war die Unterhaltung ihr Traum: „Ich träumte davon, in irgendeiner Form auf der Bühne zu stehen. Ich habe mich gerne verkleidet und bin in andere Rollen geschlüpft. Ich wollte meine Familie unterhalten und stand auch gerne im Mittelpunkt. Was sich positiv auf mein weiteres Leben ausgewirkt hat. Ich mache heute nichts anderes als das, was ich mir schon als Kind erträumt hatte. So gesehen hat sich mein Traum erfüllt. [...] Da war ich allerdings noch ziemlich jung. Ich sang bereits im Alter von zwei Jahren mit meiner Schwester russische Lieder. Damals habe ich mich mitunter aus Trotz und aus Protest umgedreht. Denn manchmal wurde ich geradezu ‚gezwungen‘ zu singen. [8] Zu ihrem Repertoire gehörten ebenfalls, wie sich Helene erinnert: „‚La Paloma‘ und deutsche Lieder. Später haben wir auch englische Lieder gesungen. Anfangs habe ich mich in so großen Runden aber überhaupt nicht wohlgefühlt. Die Freude am Singen kam bei mir erst viel später. Da war ich in der fünften oder sechsten Klasse. Auf ihr Verhältnis zu dem Kinderstar Heintje angesprochen, muss sie lachen und erzählt augenzwinkernd: „Samstags war immer unser Putztag. Dabei haben meine Schwester und ich die Lieder aus dem Film ‚Hurra, die Schule brennt‘ mit Peter Alexander und Heintje nachgespielt. Meine Schwester war Peter Alexander, ich Heintje. Und da haben wir immer gesungen. Meine Oma hat uns auch immer so gerne zugehört. Da musste ich dann immer wieder den Heintje singen – mit all seinen Liedern. Schlager gilt zwar im Allgemeinen nicht als Musik der Jugend, doch in Helenes Kindheit hatte er durchaus einen wichtigen und prägenden Platz. Sie ist mit verschiedenen Stilrichtungen und Einflüssen aufgewachsen. Es gab natürlich, wie bei vielen anderen auch, MTV und Viva. Vor allem die Schwester Erika schaute häufig diese Musiksender. Da war aber zusätzlich noch die Großmutter, die sich gerne Schlager- und Volksmusikformate ansah, wie z. B. die „Feste der Volksmusik oder die Shows mit Carmen Nebel, sodass sich die Kinder das mit angesehen haben. Musik als Abgrenzung und Emanzipation vom Elternhaus gab es bei Helene wenig und war aus ihrer damaligen Sicht auch nicht nötig. Helene hatte keine rebellische Phase: „Meine Eltern haben eines wirklich toll hinbekommen: Sie haben uns einfach Kind sein lassen und erwachsen werden lassen, wie wir wollten. Sie haben uns nie kontrolliert und nie einen bestimmten Weg vorgegeben. Von daher hatte ich in meiner Jugend alle möglichen Phasen, in meiner Raver-Zeit habe ich zum Beispiel auch Schlaghosen und diese ultrahohen Buffalo-Schuhe getragen und mir die Haare kurz schneiden lassen. [...] Das Gefühl, ‚ich muss jetzt ausbrechen‘, gab es nicht." [9]

Die Geschwister besitzen eine Musikkassette, die noch aus der Zeit in Russland stammt. Hier kann man die zweijährige Helene hören – oder auch die zweijährige Jelena –, wie sie russische Lieder singt. Helene hat nach der Übersiedlung nach Deutschland schnell die deutsche Sprache gelernt. Die Eltern waren sehr darauf bedacht, dass sich die Kinder zügig integrieren – da gehörte die Sprache einfach mit dazu. Maria und Peter Fischer haben zu Hause miteinander Russisch gesprochen, aber mit den beiden Kindern immer nur Deutsch. Folglich ist Helene zweisprachig aufgewachsen, aber nur vom Hören her. Sie selbst versteht die russische Sprache weitestgehend, kann sie jedoch kaum selber sprechen, was sie jedoch in Zukunft gerne ändern möchte. [10] Vor allem in der Teenagerzeit hat Helene das Russische eher vernachlässigt. [11] Für das Musikalische war im Hause Fischer die Großmutter zuständig [12], die die kleine Helene sicherlich inspiriert hat. Von ihr hat sie das gesangliche Talent: „Die [Großmutter] hatte sechs Geschwister – und die haben immer gesungen. Bei einem Trauerfall, bei einer Hochzeit. Meine Schwester und ich haben immer zugehört. Wahrscheinlich hat mich das geprägt. [13] Sogar das Tanzen lag Helene von Anfang an im Blut: „Ich habe schon früher viel Ballett und Jazzdance gemacht. Auch privat tanze ich sehr gern. [14]

Ihre Schwester, die ebenso begeistert für das Singen ist, steht jedoch nicht gerne im Scheinwerferlicht und freut sich von daher von Herzen für den Erfolg ihrer kleinen Schwester. [15] Als Kinder haben sich die beiden, wie Helene gesteht, ständig gezankt. Damals konnten sie sich nicht vorstellen, sich einmal richtig gut zu verstehen. Heute verstehen sie sich prächtig und sind die besten Freundinnen. Irgendwann kam einfach der Punkt in ihrer gemeinsamen Entwicklung, da hat sich das Verhältnis völlig zum Guten gewandelt. [16]

Schon als Kind war Helene einfach entzückend. Sie liebte es, zu ihrem Gesang zu tanzen. Mit schier unglaublicher Ausdauer und Inbrunst studierte sie vor ihrem Spiegel – mit einer Haarbürste als Mikrofon – ihre eigenen Showeinlagen ein. Zur Realschulzeit bildete sich ihr Talent zum Tanzen vollends aus. Sie konnte die Choreografien von Britney Spears bis ins kleinste Detail nachmachen. [17] Heute sagt man über ihre Tanzeinlagen: „Sie arbeitet mit geschmeidigen, fließenden Bewegungen, arbeitet gern gegen Stimmungsimpulse. Tanzt das Publikum, steht sie ruhig, verharrt das Publikum, bietet sie etwas Choreografisches an. Es hat etwas Unberechenbares. Und sie präsentiert zuerst sich selbst, bei aller Dynamik insgesamt eher als Romantikerin und keinesfalls als Luder." [18]

Helene bezeichnet sich selbst in der frühen Jugendzeit mit einem selbstironischen Augenzwinkern als „Spätzünder". Behaglich und wohlbehütet auf dem Lande aufgewachsen, war sie das quirlige und draufgängerische Großstadtleben nicht gewöhnt. Dies hat sie erst später in Frankfurt am Main kennengelernt. So hat sie sich zum Beispiel für Mode oder andere Themen, für die in der Jugend das Interesse reift, ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt begeistern können.

Die Frage, ob für Helene denn eventuell noch ein anderer Berufswunsch infrage gekommen wäre, verneint sie. Konsequent hat sie ihren Berufswunsch verfolgt, schon nach dem Realschulabschluss war klar, dass es in Richtung Kunst, Gesang, Tanzen etc. gehen wird. Die Bühne hat sie, sie wollte schauspielern, tanzen, singen. Die Eltern meiden eher das Rampenlicht. Sie werden nicht gerne fotografiert oder gefilmt. Weitere Aufnahmen im Tonstudio in englischer Sprache will niemand für die Zukunft ganz ausschließen, zumal sich dadurch möglicherweise ein weiteres (und großes!) Publikum gewinnen ließe. [19] Helene bestätigt die Weisheit, dass Löwe-Geborene das Talent für Entertainment im Blut haben. So ist es nicht überraschend, dass Helene inzwischen die größten und bedeutendsten Hallen in Europa füllt. [20] Ihr Schauspieldebüt im Fernsehen gab sie für die Erfolgsserie „Traumschiff. Helene kann sich gut weitere Engagements vorstellen: „Ich will auch in Zukunft gern Filme machen. Die Schauspielerei reizt mich sehr. [21]

Die Großeltern hatten sich lange um eine Ausreise nach Deutschland bemüht. Warum ausgerechnet Deutschland? Helene Fischer: „Wir haben ja deutsche Wurzeln, [...] meine Vorfahren waren Deutsche. [22] Es war der jahrelange Traum der Großeltern, in ihre alte Heimat Deutschland zurückzukehren – zur Sowjetzeit war dies aber nicht so ohne Weiteres möglich. Für Helene Fischer ist klar: „Wenn man die Geschichte der Russlanddeutschen verfolgt, dann teilen viele unser Schicksal. [23] Im Jahre 1988 war es dann endlich so weit. Die Familie zog nach Rheinland-Pfalz und ließ sich in der beschaulichen Kleinstadt Wöllstein nieder. [24] Die gesamte Verwandtschaft ging damals mit: „Wir haben [...] niemanden mehr in Russland." [25]

Den Eltern Maria und Peter Fischer waren eine gute Haltung und eine gute Erziehung besonders wichtig. Ebenso wollten sie für ihre Kinder eine umfassende Ausbildung. Sie schickten die kleine Helene schon in frühen Jahren zum Ballettunterricht. Helene besuchte die örtliche Grundschule und anschließend die Realschule im benachbarten Wörrstadt. Dort gab es eine Theater-AG, in der sie sich begeistert engagierte. Noch heute strahlt sie vor Glück, wenn sie sich an ihre erste Hauptrolle erinnert, die man sie spielen ließ. [26] Und Stück für Stück reifte in Helene der Wunsch, aus ihrem liebsten Hobby und ihrer Leidenschaft mehr zu machen: ihren Beruf. [27] Nach dem erfolgreich bestandenen Schulabschluss zog es Helene nach Frankfurt am Main. Dort absolvierte sie an der Stage & Musical School eine dreijährige Ausbildung zur staatlich anerkannten Musicaldarstellerin. Sie wollte ihr Fach und ihre Kunst von der Pike auf lernen. Zu ihren Fächern zählten Gesang, Schauspiel und Tanz. Vor den Prüfungen, so kann sich Helene erinnern, war sie ungeheuerlich nervös. Man kann sich dies angesichts der souveränen und selbstsicheren Bühnenpräsenz der professionellen Helene von heute gar nicht mehr vorstellen. Selbst für Florian Silbereisen war dies eine Überraschung. Helene erzählt: „Ja, man arbeitet darauf hin, bis zur Prüfung, hat aber dann nur ein paar Minuten, um sich zu präsentieren. Wenn du dann versagst, ist es natürlich schlimm ... Ich habe zwar zwischendrin was an Text vergessen, hab’ mich aber durchgewurschtelt und hab’s geschafft. [28] Die Eltern waren noch skeptisch, als sich die damals 16-Jährige für die Stage & Musical School entschied: „Sie wünschten sich natürlich etwas Richtiges, etwas Solides – das war immer ein großes Thema. Helene Fischer kam vollkommen unvorbereitet zur Aufnahmeprüfung – angenommen wurde sie trotzdem! Helene bekennt: „Ich musste italienische Arien vom Blatt singen, da habe ich mich durchgewurschtelt, weil

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