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Jürgen Klopp: Biografie

Jürgen Klopp: Biografie

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Jürgen Klopp: Biografie

Länge:
196 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 13, 2015
ISBN:
9783945794685
Format:
Buch

Beschreibung

Sympathieträger, Publikumsliebling, Vaterfigur, Kumpeltyp, Konzepttrainer Jürgen Klopp steht für all das und noch viel mehr: Auch für Ehrlichkeit, trockene Sprüche und Wutausbrüche. Modern ist sein Lehrstil, offensiv die Ausrichtung seiner Mannschaften, mitreißend seine wortgewandten Ansprachen. Selbst die Medien hat er im Griff, spielt mit ihnen Hochgeschwindigkeits-Verbalfußball und überzeugt als Fußballfachmann mit seiner authentischen Art. 2006 erhielt er sogar den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Sportsendung. Aber wer verbirgt sich hinter dem am 16. Juni 1967 in Stuttgart geborenen Erfolgtrainer? Im April 2015 erklärte Jürgen Klopp überraschend seinen Rücktritt vom Trainerposten beim Dortmunder BVB. Den Autor überraschte es nicht, denn wie dem Autor aus bisher geheimer Quellee berichtet wurde, hatte Jürgen Klopp sein Haus schon vor dem Rücktritt verkauft.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 13, 2015
ISBN:
9783945794685
Format:
Buch

Über den Autor


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Im Buch

Top-Zitate

  • Prägend dabei waren Ulrich Rath und vor allem Walter Baur, Klopps Mentor beim TuS Ergenzingen.

  • Ein wirklich herausragender Schüler war er laut eigenen Aussagen nicht.

Buchvorschau

Jürgen Klopp - Michael Fiala

Michael Fiala

JÜRGEN KLOPP

Michael Fiala

JÜRGEN KLOPP

Originalausgabe

1. Auflage 2015

© 2015 CBX Verlag UG (haftungsbeschränkt)

Frankfurter Ring 150

80807 München

info@cbx-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf in keinerlei Form – auch nicht auszugsweise – ohne schriftliche Genehmigung des Verlags reproduziert, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Lektorat: Ulla Bucarey

Umschlaggestaltung: Nina Knollhuber

Umschlagabbildung: picture alliance / dpa

Satz: Julia Swiersy

Illustrationen: Salome / Fotolia.com

Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck

Printed in Germany

ISBN: 978-3-945794-01-2



2005 war Borussia Dortmund eigentlich am Ende. 98 Mio. Euro Schulden waren doch zu viel. Einschneidende wirtschaftliche Entscheidungen waren die Folge, der Verein konnte den finanziellen Ruin abwenden. Drei Jahre später gab es auf personeller Ebene eine weitere Entscheidung, die prägend für das folgende Jahrzehnt werden sollte.

Der fast schon unglaubliche Erfolgslauf von Borussia Dortmund in den vergangenen Jahren ist untrennbar verbunden mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp. Meistertitel, Cup-Sieger, Double-Sieger 2012 mit einem 5:2 gegen die Bayern aus München und zuletzt das Erreichen des Champions-League-Finales, wo es dann die Revanche des Erzrivalen gab. Als Klopp die Dortmunder rund drei Jahre nach der existenzbedrohenden Finanzkrise 2008 übernahm, tingelten die Schwarz-Gelben im Mittelfeld der Bundesliga herum und mühten sich im damaligen UI-Cup ab. Die erste volle Saison unter Klopp konnten die Dortmunder bereits auf dem 6. Platz beenden. Der weitere Erfolgsrun ist bekannt: 5., 1., 1., 2., 2. Und just wenn diese Zeilen geschrieben werden, ist Klopp in und mit Dortmund erstmals in einer unfassbaren Krise. Zwischenzeitig ist Dortmund im Herbst 2014 Tabellenletzter, überwintert als Vorletzter. Ganz Dortmund steht wieder mal Kopf – und Jürgen Klopp ist mittendrin statt nur dabei.

Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Klopp seinen Vereinen zum Erfolg verhilft. War Dortmund früher als teure, wenn auch erfolgreiche Legionärstruppe verschrien, formte Klopp aus einer jungen Mannschaft seine eigenen Stars und geht somit als einer der erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre in die Geschichtsbücher ein. Transfers wie von Mario Götze oder Robert Lewandowski zeugen von der erfolgreichen Arbeit Klopps. Aber auch bei seiner ersten Trainerstation in Mainz waren Klopp und der Erfolg ein unzertrennliches Paar.

Wie tickt dieser Mensch, der so viele deutsche Fußball-Fans in den siebten Fußballhimmel gehoben hat? Mit welchen Methoden kann Klopp seine Erfolge sicherstellen? Wie hat sich der Trainer und Mensch Klopp in den vergangenen Jahren entwickelt? Welchen Einfluss hatte bereits sein Jugendtrainer auf sein späteres Leben? Und steckt hinter der medialen Klopp-Fassade ein anderer Mensch, ein anderer Klopp?

Fragen, denen in diesem Buch nachgegangen wird. Ein Buch, das ein Bild über den Menschen und Trainer Jürgen Klopp zeichnet und die größten aber auch kleinere Stationen seines Lebens in Erinnerung ruft.


»Der konnte nicht einmal drei Mal den Ball hochhalten«

Nicht übermäßig talentiert aber mit Ehrgeiz und Willen ausgestattet geht »Klopple« – wie Jürgen Klopp in seiner Heimat genannt wird – als Jugend- und Amateurspieler seinen Weg, der ihn schließlich zum 1. FSV Mainz 05 führt. Prägend dabei waren Ulrich Rath und vor allem Walter Baur, Klopps Mentor beim TuS Ergenzingen. Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Familie Klopp. Der ehrgeizige Vater Norbert treibt Jürgen an, Mutter Lisbeth ist der ruhende Pol. Eine perfekte Kombination …

Der junge Klopp: Vom Vater fußballerisch geprägt

Nicht jeder erfolgreiche Trainer muss auch ein überdurchschnittlich erfolgreicher Fußballer gewesen sein. Jürgen Klopp ist wohl eines dieser Beispiele, das man heranzieht, wann man einen Beweis für diese These benötigt. Klopp schaffte es zwar 325 Mal, bei Zweitligaspielen als Profi auf dem Platz zu stehen, der Sprung in die höchste Spielklasse Deutschlands oder gar in das Nationalteam blieb ihm aber verwehrt. »Spielerisch und technisch gab es größere Talente«, meinte sein erster Trainer Ulrich Rath über »Klopple«, wie sie ihn in seiner Heimat nannten¹.

Jürgen Klopp, erblickte am 16. Juni 1967 in Stuttgart als drittes Kind von Elisabeth, dem ruhenden Pol der Familie, und Norbert, Jürgens künftigem ehrgeizigen Antreiber, das Licht der Welt. »Vom ersten Tag meines Lebens wusste ich, wie es ist, mit Druck umzugehen. Meine Eltern haben zuerst zwei Töchter bekommen, mein Vater wollte unbedingt einen Sohn. Als ich dann da war, sollte ich alle Erwartungen, die er hatte, erfüllen. Ich hatte nur Glück, dass ich das meiste von dem auch gerne gemacht habe. Ansonsten wäre meine Kindheit nicht so phantastisch verlaufen. Mein Vater musste mir nicht zwei Mal sagen: Komm, wir gehen Tennis spielen! Oder wir gehen auf den Sportplatz nur ein bisschen so kicken. Schlimmer wäre gewesen, wenn ich nur zu Hause hätte sitzen müssen und Fischer-Technik hätte spielen müssen – obwohl er das auch gerne gehabt hätte, dass ich das mache«, sagte Klopp rückblickend über seine Kindheit².

Im Alter von fünf Jahren beginnt er bei seinem Heimatverein SV Glatten, wenige Kilometer entfernt von der Kurstadt Freudenstadt, die ersten Bälle zu kicken. Die ortsansässige Brauerei in Glatten gehörte Lisbeths Familie, wie die Klopps Mutter genannt wird. Vater Norbert ist Kürschner, den es von Dornhan nach Glatten verschlagen hat. Treue zum Verein zeichnete Jürgen Klopp jedenfalls schon damals aus: Erst nach 11 Jahren erfolgte der erste Wechsel. Und zwar zum TuS Ergenzingen. Irgendwann später wird er als Fußball-Profil bei Mainz 05 landen.

Dass Jürgen Klopp bereits durch seinen Vater Norbert inspiriert wurde, Fußball zu spielen, ist kein Geheimnis. Wochenende für Wochenende stand Norbert an der Seite von Jürgen, um seinen Sohn zu Höchstleistungen zu anzuspornen. Jürgen Klopps Vater war selbst aktiv als Fußballer tätig, seinen Höhepunkt erreichte der Torhüter seines Heimatorts Kirn und später beim TSF Dornhan, als er zu einem Probetraining beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern eingeladen wurde. »Er war unglaublich, ein Autodidakt, der alles im Vorbeilaufen gelernt hat. Er war sogar als 18-Jähriger als Torwart beim Probetraining in Kaiserslautern, bei der großen Mannschaft von Fritz Walter. Das war vor der WM 1954 und mein Opa Karl unterlag der dramatischen Fehleinschätzung: Fußball hat keine Zukunft, also lass das! Er hat dann ein Handwerk erlernt.«³ Ein Profi-Engagement blieb Norbert Klopp daher im Gegensatz zu Jürgen verwehrt. Aber auch in anderen Sportarten war Norbert nicht nur Vorbild, sondern auch Partner. Im Tennis-Doppel spielten Norbert und Jürgen sogar in der Oberliga beim 1. FC Pforzheim. »Er war sehr, sehr hart, sehr streng«, sagt der Sohn über seinen Vater, nach dem dieser schon gestorben war. »Er hat sich ganz schwer damit getan zu loben.«⁴ Wenn Klopp nach einem Turnier mit seinem Vater nach Hause gefahren ist, hat er immer wieder gerne andere Spieler gelobt. Dass Jürgen die meisten Tore geschossen hatte war kein Thema. »Wir haben uns schon gerieben.« Auch noch Jahre später hat Klopps Vater nach den Spielen seinen Sohn angerufen und ihn wegen seiner Frisur oder dem zu langen Bart kritisiert. Geliebt fühlte sich Jürgen trotzdem und er wurde auch nie dazu gedrängt, »etwas anständiges zu lernen«. Jürgen über seinen Vater: »Ich habe ja sein von ihm erträumtes Leben gelebt. Mit jedem anderen Job hätten wir reichlich Stress gehabt, fürchte ich«.

Klopps erster Trainer

Einer von Klopps ersten Fußball-Trainern war Ulrich Rath, Klopps damaliger Jugendtrainer beim SV Glatten. Rath gründete 1972 in Glatten die E-Jugend mit rund 30 Spielern im Alter von fünf bis zehn Jahren. Rath erinnert sich gerne an die Jugendzeit des jetzigen Erfolgstrainers zurück, dabei galt der noch sehr junge Klopp in den Augen von Rath nicht gerade als das größte Talent. Doch eines hat ihn damals schon ausgezeichnet: »Jürgen war schnell, dynamisch und explosiv. Der haute sich in jeden Ball rein, auch wenn da manchmal aus Verzweiflung einer weit über die Kiste flog.«⁵ Versuche, Klopp im defensiven Bereich aufzustellen – er war einer der größten Spieler und somit prädestiniert als Verteidiger – scheiterten. Jedoch nicht daran, dass er es technisch vielleicht nicht hinbekommen hätte. Nein, Klopp zog es immer zum Tor. Das enge taktische Korsett des damaligen Trainers Rath sah einen flexiblen Libero nicht vor – und als Torhüter wie sein Vater sah sich der junge Jürgen schon gar nicht. Und somit kapitulierte der Trainer und ließ Klopp wieder stürmen.

Klopp besuchte übrigens nach der Grundschule das Gymnasium in Freudenstadt, die Eduard-Sprange-Schule. Auch in der Schule macht er »Karriere«, war zunächst Schulsprecher und später sogar Schulsprecher. Geschwänzt habe er den Unterricht nie, wie man aus dem Klopp-Umfeld vernehmen konnte. Natürlich kickte Klopp auch in der Schulmannschaft, er erreichte bei einem Schulprojekt mit dem Titel »Jugend trainiert für Olympia« sogar das Finale. Ein wirklich herausragender Schüler war er laut eigenen Aussagen nicht. Die Probleme, die man als Schüler so erlebt, dürften Klopp nicht allzu negativ beeinflusst haben.

Ulrich Rath war übrigens wie Klopp Anhänger des VfB Stuttgart, hat die Meistertitel der Schwaben 1950 und 1952 bejubelt, damals als vom FC Bayern noch keine Rede war. Ausgerechnet das erste Spiel von Rath, das er persönlich im Alter von 15 Jahren live miterlebt hat, war eine 0:2-Niederlage gegen Dortmund. Eine Niederlage mit traumatischer Wirkung: Rath besuchte bis 2008, als Klopp schlussendlich BVB-Trainer wurde, kein Spiel mehr mit Dortmunder Beteiligung.

Ehrgeiz der Marke Klopp

Ehrgeiz zeichnete die Klopps immer schon aus, dafür waren Norbert und auch sein Sohn in Glatten bekannt. Ehrgeiz, den Jürgen von seinem Vater vererbt bekommen hat, wie er vor einigen Jahren in einem Interview mit der Mainzer Rhein-Zeitung mit einem Augenzwinkern bestätigte.

Rath trainierte Klopp von der E- bis zur B-Jugend beim SV Glatten, später wurde der ehemalige Klopp-Trainer selbst Präsident des SV Glatten, dessen Vereinsfarben mit schwarzgelb man als ersten Fingerzeig für die spätere Karriere von Klopp deuten könnte, auch wenn in Glatten die meisten Fußball-Fans zu Bayern München oder Schalke 04 halten. Klopp selbst hatte sein Fußball-Herz an den VfB Stuttgart verschenkt. Klopps Talent wurde jedenfalls auch schon beim SV Glatten erkannt, in der C-Jugend war er bereits Mannschaftskapitän und zentrales Spielelement.

Mentor Walter Baur

Mit 16 Jahren folgte dann der Wechsel zum nur wenige Kilometer entfernten TuS Ergenzingen. Ein Wechsel, der wohl entscheidenden Einfluss darauf hatte, dass Klopp heute jener Klopp ist der er ist. Klopps Mentor in Ergenzingen, dem Vorzeigeverein der Region aus der Klopp entstammte, war Walter Baur. »Walter Baur hat mich in einer ganz wichtigen Phase geprägt«, sagt Klopp mit Blick zurück⁶. Und: »Wer von Walter Baur für gut genug befunden wurde, der hatte es geschafft.« Und so kam es, dass Baur 1983 im Wohnzimmer der Familie Klopp saß und Jürgen zum TuS Ergenzingen lotste, also für gut befunden wurde. Ob dies damals aufgrund der unübersehbaren Qualitäten von Jürgen Klopp passierte oder deswegen, weil Vater Norbert auch damit den Fahrdienst für das eigentlich größere Talent Jürgen Haug übernahm, ist für Jürgen Klopp auch 30 Jahre danach noch immer nicht geklärt. Ein Indiz für die Haug-Variante könnte sein, dass Klopp im ersten Jahr in Ergenzingen nicht sehr häufig zum Einsatz kam. »Der konnte nicht einmal drei Mal den Ball hochhalten«, erzählte Baur.⁷

Nach elf Jahren beim SV Glatten hatte Jürgen Klopp durch den Wechsel seinen ersten Mentor, der ihn prägen sollte – vor allem für seine spätere Trainerkarriere. »Dieser Mann hat eine unheimliche Empathie für junge Fußballer«, meinte Klopp rückblickend. Eine Eigenschaft, die er sich als Mainzund Dortmund-Trainer in die DNA einbrennen ließ. Das Training in Ergenzingen war aber auch für Klopp damals schon harte Arbeit. Bereits eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Trainingsbeginn mussten sich die

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