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Herz aus Rubin: BsB_Historischer Liebesroman

Herz aus Rubin: BsB_Historischer Liebesroman

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Herz aus Rubin: BsB_Historischer Liebesroman

Länge:
185 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 20, 2014
ISBN:
9783864662430
Format:
Buch

Beschreibung

In London wütet die Cholera. Lady Georgette schickt ihre fünfjährige Tochter Vicky mit einer Freundin nach Frankreich, um sie vor der grausamen Krankheit zu schützen. Vicky versteht die Welt nicht mehr. Tränenüberströmt verabschiedet sie sich von Julian, ihrem besten Freund. Der Junge schenkt ihr zum Abschied ein kleines Herz aus Rubin.
Und dieses Herz begleitet Vicky nach Frankreich und funkelt auch viele Jahre später noch, als sie Julian unerwartet wiedertrifft.

„Das Buch lässt nichts an Romantik und Geist fehlen, vielleicht ist es etwas zu durchsichtig, jedoch gerade deshalb, weil es mal nicht so kompliziert und verworren geschrieben wurde, ist es ein wirklicher Leckerbissen.“ Anja Schubert
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 20, 2014
ISBN:
9783864662430
Format:
Buch

Über den Autor

Schreiben und Reisen sind Marie Cordonniers Leidenschaft. Immer wenn sie unterwegs ist, bekommt ihre Phantasie Flügel. In den Ruinen einer mittelalterlichen Burg hört sie das Knistern der Gewänder, riecht Pechfackeln und hört längst verstummte Lautenklänge. Was haben die Menschen dort gefühlt, was erlitten? Zu Hause am Schreibtisch lässt sie ihrer Phantasie freien Lauf. Der Name Marie Cordonnier steht für romantische Liebesromane mit historischem Flair. Marie Cordonniers bürgerlicher Name ist Gaby Schuster. Sie schreibt auch unter den Pseudonymen Valerie Lord und Marie Cristen. Mehr über sie gibt es auf www.marie-cordonnier.de zu lesen.


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Buchvorschau

Herz aus Rubin - Marie Cordonnier

978-3-86466-243-0

Prolog

1850 - London

Auch der schärfste Beobachter hätte nicht erkannt, dass die beiden Frauen, die sich in dem entzückend eingerichteten Salon gegenüberstanden, im gleichen Jahre geboren worden waren. Lady Georgette, die junge Marquise von Foreham, bot ein Bild hochmodischer Eleganz. Ihre zierliche Gestalt steckte in einer Robe aus zartgelbem Seidenstoff, deren immenser Rock sich über dem Käfig einer Krinoline bauschte und bei jeder ihrer ungeduldigen Bewegungen nachschwang. Lediglich die Tatsache, dass ihr blasses, schmales Gesicht unter dem spitzenverzierten Nichts eines Schleierhäubchens den Ausdruck tiefster Besorgnis trug, wollte nicht so recht dazu passen.

Ihrer Besucherin hingegen war keine Regung anzumerken. Sie war, im Gegensatz zu ihrer Gastgeberin sehr bescheiden gewandet. Das düstere, schwarze Jakonettkleid mit den wenigen Unterröcken und dem hochgeschlossenen Kragen bildete, zusammen mit dem schmucklosen Kapotthut, ein Ensemble von kaum zu überbietender Hässlichkeit.

Lady Georgette warf ihr unter gesenkten Lidern einen prüfenden Blick zu. Was hatte aus der fröhlichen Freundin, deren Bild sie sich aus der gemeinsamen Schulzeit in Erinnerung bewahrte, diese freudlose Person unbestimmten Alters gemacht?

Die andere schien das Mitleid förmlich zu spüren. Sie beantwortete die nicht gestellten Fragen mit einem winzigen, fast arroganten Lächeln.

»Ich will dich nicht mit den Einzelheiten meines Schicksals langweilen, das mich als Französischlehrerin an ein Pensionat nach Brighton verschlagen hat. Lass uns lieber bei deinem Problem bleiben. Findest du es wirklich nötig, deine Tochter fortzuschicken? Die Strapazen der Reise erscheinen mir für eine Fünfjährige einfach zu groß!«

Lady Georgette presste die Lippen zusammen und unterdrückte einen Seufzer.

»Weißt du eine andere Lösung? Die Cholera wütet mit verheerenden Folgen in dieser Stadt! Die Krankheit herrscht nicht nur in den Armenvierteln, Madelaine. Sogar in der Familie der Königin werden schon Todesfälle beklagt. Ich fürchte, nicht einmal Adleburgh ist weit genug entfernt, um ausreichende Sicherheit zu bieten. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Viktoria angesteckt wird!«

Eine vage Geste der schwarz behandschuhten Finger konnte sowohl Zweifel wie Zustimmung bedeuten. Aber die Marquise war gar nicht daran interessiert, ihren längst getroffenen Entschluss noch einmal zu diskutieren. Sie trat mit zwei schnellen Schritten zu einem glänzenden Mahagonisekretär und öffnete ein Fach, dem sie einen dicken Umschlag entnahm.

»Hier, Madelaine, das ist für deine und Viktorias Unkosten. Es soll nicht dein Schaden sein, wenn unsere Kleine in deiner Familie Schutz vor dieser entsetzlichen Seuche findet. Joseph und ich vertrauen dir das Liebste an, das wir besitzen. Behüte unsere Kleine, und wir werden dir ein Leben lang dafür danken.«

Der Umschlag wechselte seine Besitzerin, und Madelaine de Renard richtete sich zum Gehen.

»Bitte veranlasse, dass das Kind morgen in aller Frühe reisefertig ist. Ich hole noch heute Nachmittag Clothilde de Rosnay ab, die ich auf Anweisung ihrer Eltern so schnell wie möglich nach Hause bringen soll. Du verstehst, dass ich Clothilde in London keinem überflüssigen Risiko aussetzen möchte. Die Kutsche wird nur so lange halten, bis Viktoria und ihr Gepäck untergebracht sind.« Die beiden ungleichen Frauen umarmten einander, und trotz aller Dankbarkeit, die Lady Georgette empfand, vermisste sie in dieser Geste die freundschaftliche Wärme, die sie beide früher verbunden hatte. Während der Butler ihre Besucherin zur Tür brachte, blieb sie, tief in Gedanken verloren, stehen. Das Schlimmste stand ihr noch bevor. Das Gespräch mit Viktoria. Wie brachte man einem kleinen Mädchen von gerade erst fünf Jahren bei, dass man es in die Fremde schickt, um es zu beschützen?

»Vicky? Viktoria, komm schon, ich weiß, dass du hier bist! Wo steckst du?«

Julian Blandford zwängte sich zielsicher in die hinterste Box des Pferdestalles. Dort, wo normalerweise die Gästepferde eingestellt wurden, wenn ihre Besitzer länger zu Besuch blieben. In diesen Tagen, in denen die ganze Stadt vor der Cholera zitterte, machte niemand mehr Besuche. Die Box war frei für das kleine Mädchen, das dort Zuflucht gesucht hatte. Das bestickte, weiße Musselinkleid zerdrückt, das Gesichtchen verschmiert von Tränen, kauerte es in der äußersten Ecke im Dunkeln.

»Big, bist du das?«, wisperte es mit erstickter, dünner Stimme.

»Nein, ich bin König Artus’ bester Ritter und komme, um das edle Fräulein vor dem bösen Drachen zu bewahren!«

So sehr Viktoria Bigs Rittergeschichten sonst liebte, heute konnte sie nicht einmal das trösten.

»Big, ich soll fort, weißt du das?«

Julian Blandford, ein hochaufgeschossener Junge von fünfzehn Jahren, nahm seine kleine Freundin fest in die Arme. Am liebsten hätte er mit ihr geweint. Der bloße Gedanke daran, dass dieser winzige, übermütige Kobold mit einer fremden Frau über den Kanal nach Frankreich geschickt werden sollte, war ihm einfach unerträglich. Aber die Erwachsenen holten keinen Rat bei ihren Kindern ein, ehe sie ihre Entscheidungen trafen.

»Großmutter hat’s mir gesagt, Vicky! Deine Eltern glauben, dass du bei der Schulfreundin deiner Mutter am besten vor der Cholera geschützt bist!«

»Bitte, Big, komm doch mit! Lass mich nicht allein!«

Der flehende Appell war vor lauter Schluchzen kaum zu verstehen. Julian Blandford, der Stiefsohn ihrer Großtante Anabelle, die den Herzog von Ganville geheiratet hatte, war der absolute Mittelpunkt von Viktorias behüteter Kindheit. Obwohl von ihren Eltern zärtlich geliebt und verwöhnt, war es doch Julian, bei dem sie Rat und Verständnis suchte.

»Tut mir Leid, Vicky«, sagte er jetzt. »Es geht nicht, das weißt du doch. Es ist kein Platz für mich in eurer Reisekutsche. Höchstens noch für ein winziges Andenken. Hier, das habe ich dir mitgebracht!«

Der Anblick der kleinen, seidenumhüllten Schachtel lenkte das Kind für einen Moment von seinem Kummer ab.

»Für mich?«

Julian Blandford nickte bestätigend.

Ungeduldig riss Viktoria an der Verpackung und nahm den Deckel ab.

»Oooh!«

Vor ihr, auf einem weißen Samtkissen, lag ein rotes Herz von der Größe einer kleinen Kirsche. Dass es sich um einen vollendet geschliffenen Rubin von einigem Wert handelte, ahnte das kleine Mädchen nicht. Ihm gefiel nur das Funkeln und Glitzern des Steines.

»Es sieht aus, als wäre es lebendig!«, wisperte es andächtig.

»Du kannst es an einer Kette um den Hals tragen«, erklärte Julian sanft. »Dann bin ich immer bei dir. Egal wo du auch hinreist!«

»Wie schön!« Viktoria strahlte, obwohl ihre Augen noch tränenfeucht schimmerten. »Ist es dein Herz?«

Julian unterdrückte ein Lächeln, in gewisser Weise war es ja wirklich sein Herz, das er Vicky mit auf den Weg gab. Auch wenn das Schmuckstück selbst aus der reich gefüllten Schatulle seiner Stiefmutter stammte.

»Ja, das ist es!«, bestätigte er. »Pass gut auf mein Herz auf, hörst du? Du darfst es nicht verlieren, denn du musst es mir ja wieder zurückbringen, wenn du heimkommst!«

Viktoria nickte ernsthaft.

»Und wenn ich es dir wiedergebe, wirst du mich dann auch heiraten?«

Julian umfing die zierlichen Hände, die das Schmuckstück hielten, und nickte.

»Wenn du alt genug bist dafür und es dann immer noch möchtest, dann werde ich es tun.«

Viktoria schluckte und ließ sich die Kette umlegen. Sie flüchtete sich erneut in Bigs Arme.

»Natürlich möchte ich das. Aber du? Schwörst du es mir, dass du dein Versprechen halten wirst!«

»Ich schwöre es!«

Im Dunkeln fanden sich ihre Hände. Viktoria war immer noch unglücklich, aber wenigstens nicht mehr ohne jede Hoffnung.

1. Kapitel

Die große Standuhr hatte die volle Stunde erreicht. Obwohl keines der Mädchen sich bewegte, fühlte Adrienne de Renard, dass die allgemeine Aufmerksamkeit mit jedem Glockenschlag mehr nachließ. Sie konnte es ihren Schülerinnen nicht verdenken. Auch sie fand französische Grammatik grässlich langweilig. Sie schaute über die Reihe der gesenkten Köpfe, die sich gehorsam in die Französischbücher neigte, und klappte ihr eigenes Exemplar mit einem deutlich hörbaren Laut zu.

»Schluss für heute, meine Damen. Ich hoffe jedoch inständig, dass Sie morgen ein wenig mehr Elan für das Participe passé aufbringen können.«

Zehn junge Damen im Alter zwischen sechzehn und achtzehn Jahren unterdrückten wohlerzogen einen erleichterten Seufzer. Mit leise raschelnden Röcken verließen sie das Schulzimmer, aber es war nicht zu verkennen, dass sich einige von ihnen zu dieser sittsamen Langsamkeit förmlich zwingen mussten. Adrienne ging es nicht viel besser. Das untadelige, damenhafte Benehmen, das ihre Mutter sowohl von ihren Schülerinnen wie auch von ihren Lehrerinnen, und erst recht von ihrer eigenen Tochter, als Selbstverständlichkeit erwartete, bedeutete eine arge Prüfung für ihr Temperament.

Madelaine de Renard regierte das exklusive Pensionat, das in der Nähe von Oxford in einem hübschen, alten Herrenhaus untergebracht war, mit eiserner Hand. Unter ihren fähigen Händen verwandelten sich seit Jahren auch die wildesten Rinder in jene langweiligen Gänse, die auf dem Heiratsmarkt, je nach Vermögen und Titel, meistbietend versteigert wurden.

Adrienne biss sich schuldbewusst auf die Unterlippe. Ein Glück, dass niemand ihre rebellischen Gedanken lesen konnte. Ganz davon abgesehen, hatte ihr Maman unter Androhung schlimmster Strafen verboten, jemals ketzerische Bemerkungen dieser Art laut werden zu lassen.

Zu Madame de Renards großem Kummer hatte ihr erzieherisches Talent ausgerechnet bei der eigenen Tochter versagt. Eigenwillig, voller Widerspruchsgeist, mit einer scharfen Zunge und einem wendigen Verstand versehen, beherrschte sie es vollendet, den eigenen Dickkopf zu jeder Zeit durchzusetzen. So hatte sie sich zum Beispiel darauf versteift, mit ihren neunzehn Jahren bereits als Lehrerin zu arbeiten. Ungewöhnlich fügsam, war sie dafür sogar in die dunkelgraue Erzieherinnenuniform geschlüpft und hatte sich bereit erklärt, die braungoldenen Haare in einem ordentlichen Nackenknoten zu verstecken. So sah sie glücklicherweise um Jahre älter aus. Auch erwies sie sich als unerwartet fähig, die Disziplin, die sie selbst stets verweigert hatte, bei ihren Schülerinnen durchzusetzen.

Inzwischen hatte sich Madame de Renard sogar daran gewöhnt, ihrer Tochter nicht nur einen Teil der Unterrichtsstunden, sondern auch die meisten Verwaltungsaufgaben des großen Hauses zu überlassen. Schon seit einigen Jahren von labiler Gesundheit, häuften sich in der letzten Zeit ihre Migräneanfälle. Auch heute hatte sie sich mit einer kühlen Kompresse auf der Stirn in ihr verdunkeltes Schlafzimmer zurückgezogen, sodass Adrienne das schmucklose Büro für sich allein hatte. Auf einem Lacktablett lag die Post für sie bereit. Anfragen von Litern, Rechnungen, selten genug auch das Schreiben einer ehemaligen Freundin, die das Pensionat längst verlassen hatte und meist sogar schon verheiratet war.

Adrienne beneidete keine von ihnen darum. Was sie aus dem Getuschel der Mädchen über den so genannten >Heiratsmarkt< während der Gesellschaftssaison in London erfahren hatte, erweckte kaum ihre Wünsche. Was hatte es für einen Sinn, die Abhängigkeit vom Elternhaus gegen den bedingungslosen Gehorsam einzutauschen, den ein Gatte von ihr forderte? Nein, wenn sie von etwas träumte, dann von wirklicher, persönlicher Freiheit. Von bescheidenem Wohlstand, der es ihr erlauben würde, zu reisen. Endlich einmal mehr zu sehen als ewig dieses Pensionat!

Sie kannte die Welt nur aus Büchern. Soweit sie sich zurückerinnerte, war ihr Freiheitsdrang stets von einer strengen Mutter eingedämmt und gerügt worden. Sicher war es für Maman nicht leicht gewesen, nach dem frühen Tod ihres Vaters ein Auskommen für sich und ihre Tochter zu finden, aber immerhin war sie dabei doch von einer großzügigen Gönnerin unterstützt worden. Adrienne hatte die Geschichte erstaunlicherweise nicht von ihrer Mutter erfahren, sondern von Yvette, die seit Jahren die persönliche Dienerin von Madame de Renard war.

»Es war während dieser schrecklichen Choleraepidemie in London, Kindchen!« Yvette nannte Adrienne seit neunzehn Jahren Kindchen, und dass sie das junge Mädchen mittlerweile einen halben Kopf überragte, war für sie kein Grund, diesen Namen zu ändern. »Man sagt, damals seien mehr als zwanzigtausend Menschen gestorben. Deiner Maman ist es zu verdanken, dass die Herzogin von Adleburgh ihre kleine Enkelin nach Frankreich in Sicherheit bringen konnte. Sie blieb bei uns auf dem Schloss, bis die Seuche vorüber war. Armes Ding, sie hat durch die Cholera fast ihre halbe Familie verloren. Nur die Großmutter und irgendein Neffe blieben am Leben. Na ja, als das Mädchen wieder bei seiner Familie war, hat die Herzogin deiner Maman dieses Haus hier überschrieben und ihr die Mittel zur Verfügung gestellt, ein eigenes Pensionat zu führen.«

Das Institut war ebenso elegant wie teuer. Adrienne, die die Ausgaben und Einnahmen in den Büchern festhielt, durfte sich ein Urteil darüber erlauben. Sie konnte deswegen auch als Einzige das volle Ausmaß des Geizes erkennen, mit dem ihre Mutter jedes einzelne Geldstück bedauerte, das für Nahrung, Kleidung oder Personal aufgewendet werden musste.

Merkwürdig, welch kritische Gedanken ihr heute durch den Kopf gingen. Sie rief sich selbst zur Ordnung und wandte sich der wartenden Post zu. Unter der zuoberst liegenden Rechnung für Brennholz erregte ein schweres Schreiben aus noblem, handgeschöpftem Büttenpapier ihre Neugier. Das senkrecht geteilte Wappen auf dem Siegelwachs zeigte in der einen Hälfte das Profil eines Wolfes, daneben eine halb erblühte, weiße Rose. Wieso weiß? Das Wachs war schließlich rot! Vorsichtig fuhr sie mit der Fingerkuppe über das kleine Kunstwerk. Sie konnte sich den Ring, der diesen Abdruck verursacht hatte, in allen Einzelheiten vorstellen. Sie musste eine gewisse Befangenheit abschütteln, ehe sie das Siegel endlich brach. Steile, fast männlich wirkende Schriftzüge bedeckten den Bogen.

»Meine liebe Madelaine«, las Adrienne staunend. »Sicher haben Sie all die Jahre darauf gewartet, dass ich mein Versprechen erfülle und Viktoria zu Ihnen schicke. Sind Sie mir gram, dass ich es bis heute kein zweites Mal fertig gebracht habe, mich von ihr zu trennen? Unser letzter Abschied verursachte so viel Leid und Schmerzen, dass ich die Narben dieser Wunden noch heute trage.«

Die junge Frau ließ das Blatt sinken, nachdem sie noch einen Blick auf die Unterschrift geworfen hatte. Die Herzogin von Adleburgh! Wie seltsam, wo sie sich gerade heute an die Freundschaft ihrer Mutter mit dieser Frau erinnert hatte. Eigentlich würde

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