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Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman: Die Macht der Liebe wird uns helfen

Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman: Die Macht der Liebe wird uns helfen

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Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman: Die Macht der Liebe wird uns helfen

Länge:
113 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 25, 2016
ISBN:
9783740909963
Format:
Buch

Beschreibung

Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 10 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jun"Liebling, du ißt einfach zu wenig", schüttelte Gerti Rheimann tadelnd den Kopf.

Auf den Wiesen des Englischen Gartens lagen Hunderte von Sonnenanbetern und genossen das herrliche Sommerwetter, überall sah man fröhliche Gesichter, und die Eisverkäufer machten Riesenumsätze. München zeigte sich von seiner schönste Seite, und die gute Laune die überall herrschte, hatte auch das junge Paar angesteckt, das sich eben in die Arme gefallen war.
"Hallo, Liebster", sagte Ilona Roßmeier glücklich, nachdem Tim sie zärtlich geküßt hatte.
Der Student legte seinen Arm um die Freundin, und gemächlich schlenderten sie den Weg hinunter. Indes war die Stimmung nicht ganz so ungetrübt, wie es den Anschein hatte. Für "Loni" und Tim stand einiges auf dem Spiel; ging es doch um die Semesterferien, die sie gemeinsam verbringen wollten, was allerdings an einem dummen Umstand scheiterte: Die Familien Roßmeier und Karnbacher waren sich nicht grün!
"Es muß doch einen Weg geben!" meinte die hübsche blonde Ilona mit einem Anflug von Verzweiflung. "Vier Wochen ohne dich – das halt ich net aus!"
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 25, 2016
ISBN:
9783740909963
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der Bergpfarrer 116 – Heimatroman - Toni Waidacher

Der Bergpfarrer –116–

Die Macht der Liebe wird uns helfen

… aber ganz ohne Verbündete schafft sie’s net

Roman von Toni Waidacher

Auf den Wiesen des Englischen Gartens lagen Hunderte von Sonnenanbetern und genossen das herrliche Sommerwetter, überall sah man fröhliche Gesichter, und die Eisverkäufer machten Riesenumsätze. München zeigte sich von seiner schönste Seite, und die gute Laune die überall herrschte, hatte auch das junge Paar angesteckt, das sich eben in die Arme gefallen war.

»Hallo, Liebster«, sagte Ilona Roßmeier glücklich, nachdem Tim sie zärtlich geküßt hatte.

Der Student legte seinen Arm um die Freundin, und gemächlich schlenderten sie den Weg hinunter. Indes war die Stimmung nicht ganz so ungetrübt, wie es den Anschein hatte. Für »Loni« und Tim stand einiges auf dem Spiel; ging es doch um die Semesterferien, die sie gemeinsam verbringen wollten, was allerdings an einem dummen Umstand scheiterte: Die Familien Roßmeier und Karnbacher waren sich nicht grün!

»Es muß doch einen Weg geben!« meinte die hübsche blonde Ilona mit einem Anflug von Verzweiflung. »Vier Wochen ohne dich – das halt ich net aus!«

Tim nickte bekümmert.

»Geht mir genauso«, antwortete er. »Aber was sollen wir denn machen?«

Sie setzten sich auf eine Bank am Wegesrand.

»Ich habe mir da was überlegt«, sagte die Zwanzigjährige. »Etwas, wie wir net nur zusammen Ferien machen können, sondern auch gleichzeitig uns’re Eltern dazu bringen, das sie wieder miteinander reden.«

Der Freund runzelte die Stirn.

»Na, da bin ich aber gespannt.«

Loni schmunzelte.

»Meine Eltern lieben doch die Berge genauso, wie deine«, erklärte sie. »Wir müssen sie überreden, daß sie ihren Urlaub mal wieder in St. Johann verbringen. Dort hat es ihnen doch immer so gut gefallen.«

Sie sah ihn mit ihren hübschen blauen Augen schelmisch an.

»Und uns doch auch...«

Tim mußte unwillkürlich lächeln.

Ja, mit dem kleinen Dorf in den Bergen waren wirklich schöne Erinnerungen verbunden. In der Hütte, auf dem Kogler, hatten sie sich das erste Mal geküßt. Vor drei Jahren war es geschehen, daß sie ihre Liebe entdeckt hatten.

Gerade Siebzehn war Loni damals geworden, ein Jahr jünger als Tim. Seither hatte sich ihre Beziehung gefestigt und hätte nicht schöner sein können, wenn nicht dieser leidige Streit gewesen wäre, der ihre Eltern so fürchterlich entzweit hatte.

Dabei wußte niemand mehr so recht, wodurch der überhaupt ausgelöst worden war. Die Familien Roßmeier und Karnbacher waren jahrelange befreundet gewesen. Sie waren ja nicht nur Nachbarn, die Tür an Tür wohnten, sie hatten sich auch seinerzeit gegenseitig beim Bau der schmucken Einfamilienhäuschen geholfen und unterstützt.

Nach der Geburt der Kinder, und nachdem die ersten schweren Jahre gemeistert waren, hatte man viel gemeinsam unternommen: Zusammen die Wochenenden verbracht, sich gegenseitig zu Familienfesten eingeladen und war schließlich auch zusammen in die Ferien gefahren. Genau zwanzig Jahre hielt diese Freundschaft, bis sie durch irgendeinen dummen Streit beendet wurde. Kein Wort sprachen die Eltern der jungen Leute mehr miteinander; stur, wie die Alten waren, sah man sich nicht einmal mehr über den Gartenzaun an.

Natürlich mußte die junge Liebe darunter leiden. Es war der letzte gemeinsame Urlaub gewesen, während dessen Loni und Tim feststellten, daß sie keine Kinder mehr waren, sondern mehr für einander empfanden als nur freundschaftliche Gefühle.

Doch die beiden kämpften und bissen sich durch. Sie ließen sich nicht von den Schimpfereien des einen Elternpaares über das andere beeinflussen und hielten zueinander, auch wenn es nicht immer leicht war.

Inzwischen überlegten sie schon lange, wie sie diesen Zustand beenden konnten. Loni und Tim waren es leid, ihre Liebe verstecken zu müssen, so zu tun, als würden sie sich nicht kennen, wenn sie sich beim Kaufmann oder irgendwo anders begegneten und Vater und Mutter dabei waren.

»Aber wie soll das funktionieren?« fragte Tim skeptisch. »Wenn sich unsere Eltern dort über den Weg laufen, dann ist der ganze Urlaub hinüber. Mein Vater bringt es fertig, sofort wieder abzureisen.«

»Bestimmt net«, schüttelte Loni den Kopf. »Wir müssen nur dafür sorgen, daß wir in St. Johann einen Verbündeten haben...«

Der Student sah seine Freundin überrascht an.

»Du meinst...?«

Loni nickte vielsagend.

»Genau«, antwortete sie, »ich meine Pfarrer Trenker.«

Tim fuhr sich über den dunklen Haarschopf.

»Du hast recht«, meinte er. »Das könnte hinhauen. Aber wie wollen wir unsere Eltern überzeugen, nach St. Johann zu fahren.«

»Indem wir ihnen gut zureden«, sagte Loni bestimmt. »Ich werde ihnen jedenfalls klarmachen, daß ich nicht mit ihnen fahre, wenn es nicht nach St. Johann geht.«

»Wie ich deinen Vater kenne, wird er wahrscheinlich klein beigeben«, erwiderte Tim. »Aber meiner...«

»Erinnere ihn doch an den Tanzabend im ›Löwen‹«, schlug die Studentin vor. »Da sagt er bestimmt net nein. Du weißt doch, wie gerne er dort immer hingegangen ist.«

Tim grinste. Deutlich sah er seinen Vater vor sich, im Trachtenanzug. Sogar einen Hut mit Gamsbart hatte er sich einmal gekauft und voller Stolz getragen.

»Also gut, ich werde es versuchen«, stimmte er zu.

»Und ich rufe Pfarrer Trenker an«, erklärte Loni.

Sie schaute auf die Uhr.

»So, jetzt müssen wir aber los«, setzte sie hinzu. »Sonst stellt meine Mutter unangenehme Fragen, warum ich erst jetzt heimkomme.«

Sie liefen zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und fuhren die Stationen gemeinsam. Erst kurz vor der Straße, in der sie wohnten, trennten sie sich.

»Bis heut’ abend«, sagte Tim und gab Loni einen liebevollen Kuß. »Und drück die Daumen.«

»Keine Angst«, antwortete sie zuversichtlich. »Das wird schon!«

*

»Hat der Kerl schon wieder seinen Müll vor unserer Einfahrt abgeladen!« schimpfte Jürgen Karnbacher. »So eine Frechheit!«

Tim wandte sich ab und rollte mit den Augen. Er war gerade fünf Minuten vor seinem Vater nach Hause gekommen. Isolde, seine Mutter, hatte das Abendessen schon aufgetragen. Ihr Mann setzte sich an den Tisch, sein Gesicht war zu einer mürrischen Miene verzogen.

»Ich möcht’ nur wissen, was der sich dabei denkt«, fuhr der Hausherr fort, seinem Unmut über die Dreistigkeit des Nachbarn Luft zu machen. »Wenn der so weiter macht, zeige ich ihn an!«

Tim schüttelte den Kopf.

»Mensch, Papa, jetzt hör’ doch mal auf«, sagte er. »Wahrscheinlich hat sich der Manfred überhaupt nix weiter dabei gedacht.«

Manfred Karnbacher blickte seinen Sohn entrüstet ab.

»Ergreifst du jetzt etwa auch noch Partei für den?« fragte er. »Das wird ja immer schöner! Jetzt darf man sich net einmal mehr in seinem eigenen Haus ärgern.«

»Nun laß es wirklich gut sein«, griff seine Frau ein. »Ich möchte in Ruhe zu Abend essen.«

Sie sprach das Tischgebet und wünschte guten Appetit.

»Sagt mal«, versuchte Tim von dem Nachbarschaftsstreit abzulenken, »habt ihr euch eigentlich schon Gedanken gemacht, wo wir unseren Urlaub verbringen wollen? In drei Wochen sind Semesterfe­rien. So allmählich müssen wir was buchen, sonst schau’n wir nachher in die Röhre.«

Isolde Karnbacher blickte verträumt zum Fenster hinaus.

»Ans Meer fahren, das wäre schön«, meinte sie.

Ihrem Mann schien es egal zu sein, wohin die Urlaubsreise gehen sollte.

»Von mir aus«, zuckte er die Schultern.

»Also ich wäre dafür, mal wieder in die Berge zu fahren«, sagte Tim. »Wißt ihr noch, wie schön es in St. Johann immer war?«

Er versuchte, sich seine Aufregung nicht anmerken zu lassen, als er diesen Vorschlag machte.

»Auch schön«, nickte seine Mutter zustimmend. »Was meinst du denn, Manfred?«

»Ist mir

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