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Welt der Poesie: Almanach deutschsprachiger Dichtkunst. 16. Edition

Welt der Poesie: Almanach deutschsprachiger Dichtkunst. 16. Edition

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Welt der Poesie: Almanach deutschsprachiger Dichtkunst. 16. Edition

Länge:
219 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Oct 18, 2016
ISBN:
9783828033597
Format:
Buch

Beschreibung

Die Welt der Poesie entführt ihre Leser in die feinsinnigen poetischen Gefilde unserer Zeit. Mal harmonisch-klassisch, mal modern und ungebunden präsentiert sich die abwechslungsreiche Dichtung zeitgenössischer Poetinnen und Poeten. Beim meist klangvollen, mitunter auch bewusst gegensätzlichen Spiel der Poesie tritt ihr ganzer Formen- und Inhaltsreichtum zu Tage.
So finden sich sowohl kritische und philosophische Verse, in denen fragende oder zuweilen auch zweifelnde Töne erklingen, als auch Gedichte, die die Reinheit und die Schönheit des Glaubens hervorheben. Hintersinniger Humor trifft auf Huldigungen der Natur, der Freundschaft, Menschlichkeit und Liebe. Auf kunstvoll literarische Weise werden alle Facetten der Herzenswärme - von unerfüllter Sehnsucht oder erstem Kennenlernen über das klassische Verliebtsein bis hin zu Verlust, Trauer und Trennungsschmerz - verhandelt.
Dieser hochwertige Band vereint kreativen Geist und lyrische Kraft und belebt so jene Kunst, die die besonderen Empfindungen und einmaligen Momente des Lebens immer wieder aufs Neue zu nuancieren vermag.
Freigegeben:
Oct 18, 2016
ISBN:
9783828033597
Format:
Buch

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Welt der Poesie - Frieling-Verlag Berlin

Was die geneigten Leser vorab wissen sollten:

Wir geben unseren Autoren die Freiheit, selbst über den Gebrauch von alter, neuer oder Schweizer Rechtschreibung zu entscheiden, daher variiert auch die Schreibweise in dieser Anthologie.

INHALTSVERZEICHNIS

CHRISTIAN BARSCH

HEXE KRET

OKTAY BARUT

Marie

Sibylle

Theresa

Claudia

Susanne

Daniela

Carmen

Leyla

Anna

Jennifer

Manuela

Laura

Dorothea

Franziska

Ursula

HELMUT BECKMANN

Das Flugzeug

Zusammenfassung

Zum Todestag von Gottfried Benn (7. Juli 1956)

Ermahnungen

Resignation

Veränderung

Nachlese

Modernes Kinderlied

Curriculum

Regungen

Resümee

Hinweis

Muspilli

Posaunen

Schlussworte

PASCAL CZIBORRA

Asche zu Asche

DRAGONFLY

Hoffnung

Dein „leises Wort"

… folge

MANFRED ELSÄSSER

Des Christen Tempora

Alte Seilschaften und wir

Krankenhaus und Gefängnis

Die Krankenschwester

Lohnvergleich

Gescheiterte Fluchtgedanken

Anna und Ananas

Vor der Operation

Segen des Vergebens

Christlicher Alterstrost

Der Kirchenchor von M. und ein Mitglied

CLAUDIA FLIEGE

Sieg der Hoffnung

HILDRUN HAUTHAL-STEGNER

Wunsch

Regenbogen im Herbst

Fazit

Der Abgrund

Bittere Erfahrung

JOJO

Sehnsucht

CANI KNÄFEL

Vertrau auf dich!

Gib mir Hoffnung

Ich lebe

Ich bin Ich

Ich bin Ich II

HEINRICH LAUINGER

Das Mäusefabrikchen

Die Spinne

Niendorf!

Cape Canaveral

Chardonnay

Der Trompeter

FREDERICK A. LUBICH

Vita brevis, ars longa

ADÈLE LUKÁCSI

Sieg der Hoffnung

HILDE MAI

In Rosenblättern

JOHN MARTIN

Die Zeiten des Waldes

ANNA-LENA MUTSCHALL

Himmelssturm

Ohne Worte

ROLF VON PANDER

Das Gewitter

Klimaverantwortung

Himmelskind

ALEXANDER PAUKNER

Hoffnungstau

SUSEN PAUL

Ein Klopfen erkannt

Herbstzeit

Rosenwachsen

GERTRUD RICKING

Ich möchte dir den Garten beschreiben

Es zählt die Gegenwart

HANS-ULRICH SCHNEIDER

Das Glühwürmchen

Das Huhn

Das Schneeglöckchen

Der Pferdeapfel

Der Wald

Die Ameisen

Die Rose

Die Kraniche ziehen

Die Spinne

Mein Leben

Unser Freund Troll

GEORG SCHULZ

Nach den Regeln alter Kunst

Der Grog

Magnet

Parodiert ...

Reden

Das wollte ich

Blick von oben

Nicht vom Tegernsee?

Was kann ich dafür

Zum Literatrubel

ERICH SPÖHRER

Schreiben

Sommer 2015

Das Haus

Afghanistan

Nach Psalm 103

ROBIN UPHOFF

Ein Engel bei Nacht

ALICE WINCHESTER

Madness Returns

Torn lovers

The numbness

Way to Wonderland

Bounded souls

WOLFGANG WINDECKER

Gott

Jesus

Menschen

Kühe

Der Zimmerplatz

Autorenspiegel

CHRISTIAN BARSCH

HEXE KRET

10.

Eminent: Ypsilonbombe.

Schrecklich dröhnt ins Herz die Trombe

schrankenlosen Machergeistes.

(Fleisch und Blut und Nerv zerreißt es.)

Triumphal Ypsilonbombe!

Wem hülf solchfalls Katakombe?

Und die Dinge brauchten keine.

(Eisenträger, Glas und Steine.)

Gloria, Ypsilonbombe?

Noch liegt wartend unter Plombe,

was ein Land zum Schweigen brächte.

(Lautlos, schnell, eh dies es dächte.)

Unsre Hexe würde helfen;

doch vor Satanwahnsinnswölfen

wollen alle Zauberzeichen

still, beschämt die Segel streichen.

Klügler, Machtmann: Strafbar sei

wahnwitzige Spielerei.

Letzter Schrei der Bastelei

wäre, Stern, dein letzter Schrei!

11.

Die Vielheit ist wie Onkel Paul,

hat stets was Glühendes im Mund;

am Tage, nachts, zu jeder Stund

ist sie zum Schmauchen nie zu faul.

Sinnlos vergeudet scheint Reklame:

Es saugt der Herr so wie die Dame,

selbst jede Göre, jeder Bengel

an dem gewohnten Tabakstengel.

Man sagt, es hülfen Qualm und Brand

der Arbeit besser von der Hand;

Gardine räuchert man und Wand,

ja man verraucht gar den Verstand.

Denn trotz der schleichend feinen Gifte

entströmen trostvoll milde Düfte

dem glimmwilligen Zauberkraut,

das rasch die Luft leicht (?) angeblaut.

Mit List schuf ewig ungestillter

Rauchappetit diverse Filter;

auch kauft sich mancher Qualmverehrer

dekorative Rauchverzehrer.

Jedoch von heimlich scharfem Pfiff

hat niemand richtigen Begriff –

in Qualm hüllt sich das Vielheitsschiff,

sieht nichts und läuft aufs Felsenriff.

Und hält selbst dann wie Onkel Paul

noch etwas Glühendes im Mund:

O dieses Kräutlein ist so magisch!

Ach, es ist tragisch, tragisch, tragisch …

12.

Als sie – Lampenschein regiert –

sacht das MAGAE-Blatt studiert,

sagt sie: „Wertes Zeitungsbiest,

du versüßt und du vermiest.

Statt in Schlichtheit dich zu fassen,

schneidest du mit Lust Grimassen."

(Theophil, auf weichem Tuch,

schläft. Max liest ein kluges Buch.

Durch die Fenster Lampenstrahl

fällt in dunklen Waldessaal.)

Kichernd fügt sie schließlich an:

„Wie die Freche schwindeln kann."

Und: „Ob du es, Kreis, entdeckst

oder nicht – du bist verhext.

Magst so oder so dich drehen,

läßt es stets verrückt zugehen."

13.

Abergläubisch sind wir nicht.

Doch (so mancher Tor spricht

von der Pechzahl Dreizehn)

aus höchst kluger Vorsicht

(weil auch wir so weit sehn)

machen wir heut kein Gedicht.

(Trotz des äußren Scheins:

dieses hier ist keins.)

14.

Vormittags ist Hexe Kret meist tätig

(das zu melden, scheint uns dringend nötig)

mittels Mörsers, Flamme und Retorte.

Eintritt verwehren

will das Schildchen an der Gartenpforte

Bitte nicht stören!

Üblich wär, genauer vorgeführt

(hexographenwürdig präzisiert) –

toleriert man ein hier Schein-Versäumnis?

(Das macht uns Sorgen.)

Denn jahrhundertealtes Geheimnis

bleibe verborgen.

15. ABENDUNTERHALTUNG

Tiefe Ruhe. Alles schweigt.

(Der Eminorator streikt.)

Theophil schläft fest. Max liest.

Milder Strahl der Lampe fließt.

Sonntags fehlt die Alltagskost

(keine Zeitung, keine Post) –

unsrer Kret zieht fein wie Rauch

durch die Seele Langweilhauch.

Angeregt von Max und Theophil

treibt auch sie das Vers- und Bilderspiel

(gibt nicht wie Frau Stadtrat Dobbertin

sich vertrackten Kreuzworträtseln hin),

aber schamhaft heimlich. Hälts versteckt.

Nur das Hexoskop hats uns entdeckt.

Einige von ihren Denk-Reimzeilen

wollen wir für Liebhaber mitteilen:

I

Warum vom Heute wir begehren,

was sie uns schenkt, die Zeit vor Jahren?

Will uns der Abstand zwingend lehren,

daß wir durch ihn erst Glück erfahren?

Vergangner Tage scharfe Luft

umweht uns spät als zarter Duft,

desgleichen grell blendende Pein

schrumpft ein zu sanftem Widerschein,

und von oft überlautem Klang

bleibt nur ein süßer Echosang;

auch hat bewegt-verschwommnes Jetzt,

wenn es verflossen, sich gesetzt,

es weht nicht mehr das kleinste Haar,

das Sein steht still und wird glasklar.

So kommt es, daß wir das verehren,

was sie uns schenkt, die Zeit vor Jahren;

der große Abstand will uns lehren,

wie wir das wahre Glück erfahren.

Es strahlt das Einst als schier

unendlich heller Mai.

(Und schließlich wollen wir,

daß ,damals‘ schöner sei.)

16. FORTSETZUNG DES VORIGEN

II

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