Die Verantwortung eines Schriftstellers: Zum 75. Geburtstag von Rolf Italiaander

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Die Verantwortung eines Schriftstellers: Zum 75. Geburtstag von Rolf Italiaander

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Länge: 43 Seiten35 Minuten

Beschreibung

Aus Anlaß des 75. Geburtstages von Rolf Italiaander (20.2.88) wurden mehrere Referate formuliert und teils auch im Schloß Reinbek, gegenüber dem Museum Rade, vorgetragen. Sie befassen sich mit dem Schriftsteller, Kunstsammler und Kunsterzieher, mit dem Weltbürger und mit dem militanten Humanisten, sie bleiben aber Fragmente, berücksichtigt man sein umfangreiches Schaffen. Dennoch bieten sie Ansätze, sein Werk besser zu verstehen. Die Texte werden deshalb an dieser Stelle erstmals veröffentlicht.

Diesen Referaten vorangestellt ist die Antwort des Bundeskanzlers a. D. Helmut Schmidt auf die Frage von Rolf Italiaander nach dem Verhältnis von "Schriftsteller und Staat". Sie ist deshalb von Bedeutung, weil viele relevante Themen berührt werden, die selten Beachtung finden.

In der von Helmut Schmidt und Marion Gräfin Dönhoff herausgegebenen Wochenzeitung "Die Zeit" äußerte sich Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker:

"Wir leiden an dem Haßverhältnis zwischen Geist und Macht. Ich will jetzt nicht meinerseits auf die schimpfen, die das Unversöhnliche und das bis zu Verbalinjurien reichende Spannungs- oder gar Haßverhältnis zwischen Geist und Macht als unabänderlich ansehen, sondern ich will gerade umgekehrt sagen, wir leiden darunter, daß wir das pflegen. ich glaube, daß der ernsthafte Versuch auf der Seite des Geistes oder der Kunst, mit der notwendigen Sensibilität auch die. Würde der politischen Aufgabe zu verstehen, uns allen nur gut bekäme."

Rolf Italiaander ist Vermittler zwischen diesen Eckpfeilern, nicht nur als Europäer in der Bundesrepublik Deutschland, sondern in vielen Ländern, in denen er gewirkt hat. Dr. Richard von Weizsäcker schrieb ihm persönlich:

"Ihr Lebenswerk ist das wahrhaftige Zeugnis eines Weltbürgers, der das Leben umarmt. Es gibt Auskunft über die Weite Ihres Horizonts und die Tiefe Ihrer humanen Gedanken. Sie haben uns als Völkerkundler und Forschungsreisender, als Schriftsteller und Museumsgründer prägende Begegnungen mit anderen Kulturen ermöglicht und so dazu beigetragen, Brücken der Verständigung zwischen den Kontinenten, Nationen und Völkern aufzubauen."

Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl sieht in den "Brücken der Verständigung" einen Dialog für den Frieden:

"Mein Glückwunsch gilt einem Weltbürger und Philanthropen aus Überzeugung, der das Bewußtsein der Menschen für die Zusammengehörigkeit der Völker in ihrer Vielfalt gestärkt hat. Ungezählten Lesern haben Sie einen lebendigen Zugang zur Geschichte und Kultur fremder Länder ermöglicht und so geholfen, ihren Horizont zu erweitern. Ein besonderes Anliegen war es Ihnen, unser Wissen über die Religionen der Welt zu vertiefen und dadurch zum Dialog der Religionen beizutragen - einem Dialog der dem Frieden dient."

Daß Vermittlung möglich ist, lesen wir bei Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher:

". Ich möchte dem großen Schriftsteller an diesem Tage Dank sagen für seine wertvolle Literatur, die ich immer mit besonderem Interesse lese."

Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Gerhard Stoltenberg bezeugt:

". Es sind nicht nur glückliche Menschen, die Kunst sammeln, sondern auch jene, die diese dann erleben können, dafür bin ich Ihnen von Herzen dankbar." Der Kultusminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Peter Bendixen, dankt Rolf ltaliaander dafür, daß er das kulturelle Leben in Schleswig-Holstein mitgestaltet hat:

"Ihr weltumspannendes Interesse ist nun im Museum Rade am Schloß Reinbek gegenständlich sichtbar geworden und wird die Besucher für Völkerverständigung und brüderliche Zusammenarbeit aller Nationen und Rassen gewinnen."

Der Erste Bürgermeister der Hansestadt, Dr. Klaus von Dohnanyi, stellte fest:

"Mit Ihrem Namen verbindet sich ein Stück Hamburger Geschichte, die ja immer zugleich auch weit über die Grenzen der Stadt hinauswirkte."

Der Zweite Bürgermeister der Stadt Hamburg, Prof. Dr. Ingo von Münch:

"Mögen Sie uns und der Stadt Hamburg noch viele Jahre mit großer Tatkraft, einem unerschöpflichen Vorrat an Ideen und auch als lebe
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