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Ein MORDs-Team - Band 14: Verloren und Vergessen (All-Age Krimi)

Ein MORDs-Team - Band 14: Verloren und Vergessen (All-Age Krimi)

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Ein MORDs-Team - Band 14: Verloren und Vergessen (All-Age Krimi)

Länge:
155 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 9, 2016
ISBN:
9783958342279
Format:
Buch

Beschreibung

Das Team begibt sich in den Nachbarort Maple Peaks, um dort Corey und Wendy Parkers Vergangenheit zu erforschen. Die Freunde müssen jedoch schnell erkennen, dass auch hier Gefahren lauern. Dunkle Mächte stellen sich ihnen in den Weg, um die Aufklärung des Falls zu verhindern.
Zur gleichen Zeit ist Danielle im Ausland auf sich alleine gestellt. Der perfide Plan ihres Vaters scheint aufzugehen. Und in Barrington Cove präsentiert sich ein weiterer Kandidat zur Wahl für das höchste Amt der Stadt.

Dies ist der 14. Roman aus der Reihe "Ein MORDs-Team".
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 9, 2016
ISBN:
9783958342279
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Ein MORDs-Team - Band 14 - Andreas Suchanek

Table of Contents

»Verloren und Vergessen«

Was bisher geschah

Prolog

Maple Peaks, Gegenwart

Barrington Cove, in der Praxis von Doktor Shoeven

Das Tarnowski-Haus, im Geheimen Raum

Ein unbekannter Ort, ein unbekanntes Internat

Maple Peaks, vor der Maple Post

Ein unbekannter Ort, ein unbekanntes Internat

Maple Peaks, Peak In

Maple Peaks, das Parker-Anwesen

Ein unbekannter Ort, ein unbekanntes Internat

Maple Peaks, das Parker-Anwesen

Innenstadt von Maple Peaks, Praxis von Doktor Janus March

Ein unbekannter Ort, ein unbekanntes Internat

Maple Peaks, an einem unbekannten Ort

Ein unbekannter Ort, ein unbekanntes Internat

Maple Peaks, an Bord des Waggons der Maple Line

Maple Peaks, Maple In

Barrington Cove, im Haus der Familie Collister

Epilog I – Eine bittere Erkenntnis

Epilog II – 1985

Vorschau

Seriennews

Das Erbe der Macht (Urban Fantasy)

Die Chroniken der Seelenwächter (Urban Fantasy)

Heliosphere 2265 (Science Fiction)

Impressum

Ein MORDs-Team

Band 14

»Verloren und Vergessen«

von Andreas Suchanek

Was bisher geschah

1985: Die vier Jugendlichen Harrison, Jamie, Shannon und Billy besuchen den Zirkusrummel auf Angel Island. Ein entspannter Tag verwandelt sich in ein Inferno. Zwischen Feuer und Rauch, Trümmern und Panik treffen die Mächtigen von Barrington Cove aufeinander. Pläne werden zunichtegemacht, geheime Identitäten enthüllt, ein Mord geschieht. Doch es soll dreißig Jahre dauern, bis endlich jemand die Frage stellt: Wer tötete Corey Parker?

Gegenwart: Sonja Walker erinnert sich an ihre Kindheit, als die Katastrophe auf Angel Island ihr einen Teil der Familie nahm. Sie möchte einen Blick in die Vergangenheit werfen, um eine Reportage zu drehen. Dabei entdecken Randy, Olivia und sie einen toten Jungen in der Geisterbahn. Scheinbar wurde er erschossen.

Die Ermittlungen ergeben, dass das Opfer Corey Parker heißt und am Tag der Zirkuskatastrophe 1985 mit seiner Schwester auf dem Rummel unterwegs war. Damals starb auch Sonjas Bruder. Um endlich die Wahrheit hinter den Ereignissen aufzudecken, die so viele Leben kostete, beginnen die Freunde zu ermitteln. Im alten Gefängnis der Dynastien finden sie einen versteckten Wachraum und stoßen nicht nur auf Bilder der alten Direktoren, sie werden auch mit einer maskierten Frau konfrontiert, die sich als Wendy Parker entpuppt. Die von Hass zerfressene Schwester Coreys will die Gründungsfamilien auslöschen, um sich für den Mord an ihrem Bruder zu rächen.

Die Freunde wollen im Geheimen weiter ermitteln, um die Dynastien nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Unterdessen verkündet Alice King ihre Kandidatur zur Bürgermeisterin von Barrington Cove, und ein Rosenkrieg zwischen Shannon und Richard Holt steht an. Richard Holt geht aufs Ganze, um seine Frau unter Druck zu setzen. Er schickt Danielle in ein Internat in der Schweiz. Ihre Freunde ahnen nicht, dass sie außer Landes gebracht wurde.

Prolog

1985

Billy schrie auf, als ein Killermönch von seinem Podest trat, rot glühende Augen unter der Kapuze aufblitzten und eine Hand nach ihm griff.

Harrison kicherte.

Die Figur – oder genauer: der Mann in der Kutte – stieg wieder auf das Podest. Kurz darauf erklang ein weiterer Schrei hinter ihnen.

»Du bist doof«, sagte Billy.

»Lass ihn in Ruhe«, forderte Shannon. »Wir kennen das alles hier schon. Er nicht. Warte mal, wer war das noch, der bei der ersten Fahrt so hoch geschrien hat, dass er problemlos als Eunuch durchgegangen wäre?«

Harrisons Wangen brannten. »Das … du übertreibst.«

Nun kicherte Billy. »Man lernt nie aus.«

Sie saßen zu dritt in der Geisterbahn. Jamie hatte sich aufgrund seiner Klaustrophobie abgesetzt und gaffte vermutlich jedem zweiten Mädchen hinterher. Shannon nahm das ziemlich cool. Er gab den beiden noch einen Monat. Hoffentlich stand dann keine Schlammschlacht bevor.

Shannon wirkte sowieso unruhig. Seit sie den Rummel betreten hatten, schien sie nach etwas Ausschau zu halten. Immer wieder zupfte sie an ihrem auftoupierten Haar. Alle paar Minuten sah er zu ihr hinüber. Das Shirt mit dem schwarz-gelben Karomuster und die Flickenjeans standen ihr verdammt gut.

Billy wirkte in seinen abgetretenen weißen Turnschuhen, den alten Jeans und dem hängenden T-Shirt etwas fehl am Platz zwischen ihnen. Harrison war das natürlich egal, aber er hatte durchaus bemerkt, dass einige ihrer Klassenkameraden auf Billy gedeutet und gekichert hatten.

Bald ist das alles vorbei.

Sie würden geschlossen ans Pinehearst College gehen. Billy dank eines Stipendiums, Harrison mit Hilfe eines Fonds, den sein Dad angelegt hatte. Shannon würde nebenbei jobben, um das Geld aufzutreiben, ihre Mum konnte nur einen Teil der Gebühren tragen. Jamies Eltern hatten wohl auch recht früh vorgesorgt.

Alles war gut.

Der Waggon hielt am Ausgang. Sie rannten lachend aus der Geisterbahn.

»Ich will noch mal zur Achterbahn«, verkündete Billy.

»Okay.« Harrison zuckte ergeben mit den Schultern.

»Geht nur«, kam es von Shannon. »Ich suche Jamie. Wir treffen euch dann dort.«

Ohne auf eine Antwort zu warten, trabte sie davon.

Gemeinsam mit Billy rannte er zur Achterbahn.

»Was ist?«, fragte Billy.

»Mir ist ein bisschen übel«, gestand Harrison. »Fahr du alleine. Ich warte hier.«

Billy zögerte kurz, verschwand dann aber durch das Drehkreuz in den kleinen Vorbau. Ein Wagen ratterte auf Schienen über das gewaltige Holzgestell der Achterbahn.

»Na, bist du den Sozialfall losgeworden?«, erklang eine Stimme.

Harrison verdrehte die Augen. »Justin Bruker. Nicht bei Daddy auf dem Beifahrersitz? Da könntest du Sheriff spielen wie er.«

Bruker junior ballte die Fäuste und kam mit seinen beiden Speichelleckern Bob und Sam näher. »Mein Dad sorgt dafür, dass diese Stadt sicher ist. Dein Freund ist nur ein Schmarotzer. Ein Nichtsnutz – wie sein Alter.«

»Hast du das auswendig gelernt?«, fragte er. »Oder plapperst du einfach Daddys Parolen nach?« Er klatschte in die Hände. »Aus dir wird mal was.«

Justin wirkte wie ein Kochtopf kurz vor der Explosion. Harrison stellte sich auf einen ordentlichen Faustkampf ein. Schon seit der Katastrophe in der Untergrunddisco wollte er dem Mistkerl eine gehörige Abreibung verpassen. Zugegeben, Justin Bruker war breitschultrig und besaß eine Menge Muskelmasse; vermutlich der Ausgleich für das fehlende Hirn. Trotzdem, irgendwann musste es eben so weit sein.

In diesem Augenblick spähte einer der Roma zu ihnen herüber. »Macht mir hier keinen Ärger, Jungs!« Der Mann schien einen sechsten Sinn zu haben.

Justin ging an Harrison vorbei, rotzte einen Schleimballen vor dessen Füße und zog mit Bob und Sam ab.

Harrison atmete auf.

Über ihm ratterte ein weiterer Wagen vorbei.

Der Geruch nach gebrannten Mandeln und Zuckerwatte wehte an seine Nase, das Lachen von Erwachsenen und Kindern drang an sein Ohr. Sonnenlicht fiel durch das Laubdach der Bäume, die hier am Eingang gepflanzt worden waren.

Es war einer jener Momente, in dem die Zeit stillzustehen schien. Harrison nahm jedes Detail mit absoluter Klarheit in sich auf.

Der erste Schrei.

Viele weitere folgten.

Das Inferno begann.

Maple Peaks, Gegenwart

Ein Donnerstagabend

Steine polterten. Das Licht des fernen Eingangs war längst verschwunden, einzig die Lampe an seinem Helm entriss die Umgebung den Schatten. Eine Gänsehaut kroch sein Rückgrat empor. Obwohl es nicht das erste Mal war, dass er sich in alte Ruinen oder vergessene Orte vorwagte, gehörte diese Entdeckung doch zu den größten, die er je gemacht hatte.

Bei dem Gedanken bekam er feuchte Hände.

Ein Stein rutschte unter seiner Schuhsohle hinweg. Er taumelte gegen die Wand des Ganges. Laut fluchend stützte er sich ab.

Nicht ablenken lassen! Jeder Schritt muss mit Bedacht gewählt werden.

Viele seiner Kollegen hatten Entdeckungen gemacht, von denen sie nie mehr hatten berichten können. Lost Places, wie sie im Volksmund genannt wurden, bargen oftmals tödliche Gefahren.

Er erinnerte sich betrübt an Charles. Der quirlige Artefaktjäger hatte sich nach Peru aufgemacht, wo es ein verlassenes altes Hotel hoch in den Bergen an einem Steilhang gab. Verwittertes Holz, Unkraut, das alles überwucherte, Feuchtigkeit, die jeden Zentimeter durchdrang. Angeblich hatte sich dort jemand umgebracht, aber zuvor sein Vermögen versteckt. Absoluter Unsinn. Charly wollte es jedoch glauben. Am Ende war ein Teil des Hotels weggebrochen, mit ihm darin.

Ruhe in Frieden.

So etwas würde ihm nicht passieren. Er hatte alles ganz genau ausgekundschaftet; die alten Unterlagen und Briefe studiert, die Zeitungen durchsucht und schließlich den letzten Hinweis an jenem Ort entdeckt, wo er niemals geglaubt hätte, ihn zu finden.

Der Gang wuchs in die Breite.

Ein gewaltiger unterirdischer Raum lag vor ihm.

Drei Schienenstränge führten gerade auf einen Betonstreifen zu. Dahinter erhoben sich ein zentrales Führerhaus, ein Kiosk, sanitäre Anlagen. Verwitterte Bänke luden zum Sitzen ein. Drei alte Waggons erkannte er auf einen Blick, im Hintergrund standen noch mehr.

Über allem lag der Staub der Jahrzehnte.

»Endlich«, hauchte er.

Die drei gewaltigen Fenster weit in der Höhe waren längst blind. Andernfalls hätten sie den Blick auf Erde, Geröll und Steine freigegeben.

Der alte Bahnhof hatte einst zur Touristenattraktion von Maple Peaks werden sollen. Stattdessen war er unter Tonnen aus Schutt begraben worden.

»Das perfekte Versteck.«

Der Schlag kam völlig unerwartet, traf seinen Hinterkopf und schickte ihn zu Boden. Der Schmerz explodierte unter seiner Schädeldecke.

Eine dunkle Silhouette ragte über ihm empor, als er mit verschleiertem Blick aufsah.

»Ich fürchte, das war Ihre letzte Entdeckung.«

Seine Sinne schwanden.

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